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Der Israelit · 1906-12-13 · 50 (13.12.1906) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
50 (13.12.1906)
Date
1906-12-13
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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cIjeNX^arf liieraris sse־־ l%^jg•־ Eine neue Darstellung der £banuka-0e$cbicbte. (Line neue ist cs ci^cntlid) nicht, es ist vielmebr die alte, sogar die alte, uriprüngliche n»d tvahrhastige Harsteilnng der Ehannkageschichte, »in die es sich liier handelt. ׳?inr iveil das Alte nnd iingeschniinfre Wahre, so selten geboten ivird, inntet es einen so fremd nnd unbewohnt an, dass ilnn ganz unwillkürlich der tff'eiz der ׳?cenheit anhaftet, wenn man chm nnvermnlet begegnet. An Harnellniigen der Ehannkageschichte da den wir ja keinen Mangel. Ebaillika in vielleicht das einzige unter allen nnseren fetten, das deine intensiver und mit inehi öffenilichem Apionib ge feiert ivird als in srühere» Zeiten, nnd zwar gerade von solchen Kreisen, die von den ädrigen Zeiten - seldst den Zorn Mipptiv nicht ansge noininen herzlich wenig wisse» ׳vollen. Zn Bern dar vor einigen Zähren ein kleiner herein russischer Studenten mit I? gegen ll Sliinmen den Zvin >rippur für ansgehoben erklärt, iveil er nur ein religiösr. oder nicht ein nationaler Zenragfei. Uni so iveidevoller haben de.gegen die jnngen Herren die Eliannkaseicr dinch eine össentliche Zestlichkeit gefeiert, deren Mittel Punkt das Anzünden des Ehaitukalichles rvar; denn Ehannta gilt idnen als ganz dervorragend »an o n a l e r Zenrag. Han sich da unser Bolk erdoden dal, nin das Bateiland vor der Ucder slntiing durch ircnidländi'che Tnrannei zu reuen nnd ihr Zoch abznschütleln, die Vöivcnmacht, der Makkabäerinui nnd die Todesverachtung. die da ein ganzes Holk zu den Hyänen rief, nin sie ersvlgreich gegen liderlegene Ze »desmanen zu uidren, das läfft idnen keinen Zweifel an den! nationale» Ebarakier des hanntafeüee* anskoinlnen. Has A» zünden der sichrer in idnen eine Art Zllu ininalion zni Berherrlichnng dieser glorreichen Liege. Webe den! Zn eitler an der geschichtlichen Wabrhasligteil dieses nationalen Hintergrunds, ivelch׳ r die'en niodernen Ebannkaseierlichfeiien als Motiv» Staffage »nd Ansiveis idrer EriNenz drrechtignng dient' H>e Zeieriiden können ׳ich ja rudig ans die Ia1>7׳lä»׳igen Harttellnngcn der bdaiiukageschichte berufen, in welchen das alles ganz irenbetzig so gc'cknldcrt ivird. ivn es unsere nationalen Hurrapa'rioten gedrauchen. Siebt inan sich oder in den H.n!llenschristen ein ,venig!.in, 0׳ erscheine» die Vorgänge doch »1 einenl ganz anderen V!äne. Allerdings iviirdcn liilige?ch.achten ge'chlagen nnd glorreiche Liege »er nnnierisch nderlegcne Zein de erfochten ader diese >ian>r״e rind Liege er'olgteu nicht int Hienfte ׳es Baierlardes. Hie'es Work nndel sich nirgends; >a C‘> in mir :u'ctH'.hn't, ob unsere de,l,ge Lvrache dafür überhaupt eine Bezkichnnna dat; mir wenigfteiio ist keine bekannt. Hie Waffentaten jener!׳,׳.offen Zeit standen vielmehr im Dienste des Thoragesetzes, dessen Ausübung die seindlichen Turannen mit Martern und Todesstrafen de legten. Hie glorreiche Erhebung hatte die Wieder dcrstellnng des von den Zeinden geschändeten Gottesheiligtums zum (׳'egrnstand nnd hatte zunächst nichts mit allen Zinpnlsen gemein, aus rvelchen sich die Viebe zinn Baterland webt. Haff die Enkel in den Zeiten der Reform Hochffut mit tresencin Büffet nnd Schinkenbrötchen in der Hand das (Gedächtnis der Zeit dlirch ein Z-est feierten, in welcher die Ahnen die Waffen rudmreich führten, iveil man sic znm Genns; von Schweine sieisch zivillgen ivollre, diese Ungcheuerlichkeit wäre bei aller Gedankenlosigkeit nnd Begriffs verwirrnng undcirkbar gewesen, wenn nicht die falsche, allgemein verbreitete Harsrellnng der Ehannkageschichte einer solchen Widersinnigkeit Borschub geleistet hätte. Hieser detrüdeilden Erscheinung gegenüber ist es erfreulich, ans ein Geschichlsiverk veriveisen zu können, das die Edannkageschichte in ihrem llr sprnng und Ausgang rvahrdeitsgeinäff zur Har stellung bringt. Es ist dies die jiidische Geschichte von Zawitz, von der bereits fünf Bände veröffentlicht sind »nd deren sechster ׳Band demnächst erscheint.'׳ Sie registriert selbstverständlich die blutigen .Kämpfe nnd Siege der Makkabäer nach den Schriften von Zosepbus nnd de» Makkabäer büchern mit der ganzen Ansführlichkeit, die sie erfordern. Aber das religiöse Moment blickt überall durch. Zawitz Harstellung ift eine knnst volle Mofaik;'!,beit. die sich ans kleinen, in allen Teilen der lalmndischen Literatur zerstreuten Steinchen zntamineiisetzr nnd io harinonisch ^n einem t'ianzen gefügt ift, das; man nicht iveis;, ob inan mehr die Belesenheit oder die form vollendete Haritellung des Gebotenen beivniidern soll. Aber die Bcherrschnng des Stoffes und die Zähigkeit, ihn zu meiuein, enveisen sich für eine Har stellung der jüdischen Geschichte und speziell dieser Epoche als ungenügend, w 1111 der Antor nicht selber voll und ganz ans dem Bote» des gefetzes Irenen Zildeinnms ficht Man »mü für das!'׳efetz Gottes selber das '?eben einsetzen, »in eine Zeit begreifen und schildern zu können, in der ' Ter d :01 des 'ttzortes Imitct *״״יא p י ד י p *r; י• י*י «■יי u ך«• יייךי י«»**.- %■» *»» »««»ms 1 - * - ר - — - * N » י - Tos B,׳at in dnrck B Vcmin 1» Berlin, ־K0hm1׳la׳manc 1» 17 C-ticrscb. II.;11 t׳r;:cl׳.en. < Ter ׳Preis >»r d e ernen Bde. m l.'< Äk.i Bei dem voll nöiidigr» Moegek eines NN L»mc des grievesnenen Zudrn luins crr׳et>rievrnen a.is'utnlieticrrn!iidisciien <׳'e׳ctnctns wert ׳ n1־ mit dir׳!׳ dedeui'onie Iitrroritcbe t5״'cttr1nung de'onders au׳mrrl׳amge1nact>t. ein ganzes Bolk für dieses Gesetz sich hingeblings voll dem Tode weihte. Dafür geht dein Ai'nskel ilnd Tchinkenjndeiituni unserer Tage daS Berständnis ab. ES weis; von den Feldherren, aber nichts von dein Bes bin der Hasnionäer zu berichten. Zhni stehen die Mämpi'e auf der Wahl statt im Bordergrnnd, in der jüdische» Anschaumig dagegen,!vie sie unser Al Hannissim Gebet wieder spiegelt, nehmen die die letzte Stelle ein, obwohl sie den c׳P5, גבייוה ,£רקן und ודציעיה chronologisch vorangingen. Es mögen hier in freier Uebertragnng ans der heiligen Sprache, in der das Werk geschrieben ist, einige Stellen folgen, welche die neue Weihe des Altars nach Beel'dignng der ersten, schiversteu .Stümpfe und die hingebende Psiege des religiösen Moments betonen, für das allein die Makkabaer die Waffen ergriffen hatten. —-— — ״Als Zehuda und feine 'Brüder sahen, das; Gott mit ihnen war, richteten sie folgende Ansprache an das Bolk: ״Zhr babt'S gesehen, das; Gott, der Gott euer Baker,׳ für euch den .Stampf führt, lasit uns nun auch unsererseits seinen heiligen ')!anieil ehren, indem wir hinauf ziehen, sein Hans reinigen und die srühere Herrlichkeit wieder Herstellen, welche durch die Ein dringlinge entweiht wurde." Da sammelte sich der ganze Heerbann Zehudas, zog nach Zeruscholajim hinaus, eroberte es nnd ris; die Altäre und Tempel der (S(ötzen ineder, ivelchc die Griechen in den Straffen der Stadt errichtet hatten.' Mit ivuchtiger Hand führte Zehnda den Schlag gegen die Besatzniig, mit welcher Annochus Zernscholajini belegt hatte. Sie ergriff die Zlnchr ilnd rettete sich in die Burg, in der allein Griechen und!üdische Abtrünnige noch eine Znsinchi ge sundeii Hanen? Dann gelangte Zehnda mit feiner Mannschast in das Hans Gottes. Hort saben sie seine Zerstörung, die verivüstete Macht'tätte des Heiligtnins, de» verunreinigten Altar, den Boden des Borhofes, zwischen dessen Steinplatten Gras wucherte, die zertrüniinertcn Hallen und Heiligknin, deffenThora der Grieche Stallitt Heues r׳c׳׳ bräunt hatte? Bei diesemAnblick brachen sie in lautes Weinen ans, zerrissen ihre Stlcider nnd veran stalteten eine groffe Trauer. Hann aber traten sie unter Tronipetenklänge an die Arbeit.!׳»’ iluer im Hause GotreS wartete. Zehnda lies; durch eine tapfere Slreiffchar die Burg abschlieffen, nin jeden Ansfall der dort ein geschlossenen nichtswürdigcn jüdischen Hellciriucit nnd allen Berkehr mit ihnen während der Z׳"l der Heiligtliinsreinignng zii verhindern. Ban den siohaniins wählte er die den! Gottesbu׳». ' Zvt. XII.. 7. ז Zo׳'. Moniflc I, 1. t. ' Makkad>nrt׳uctt II. Iv 2.

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