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Der Israelit · 1906-12-06 · 49 (6.12.1906) · p. Seite 9

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
49 (6.12.1906)
Date
1906-12-06
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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H. Dezember 1י«0א Werkes ־דשיב נפש das dlk rühmende Anerkennung vieler talmudischcr Autoritäten gesunden Kar. ITranksurt a. M., 3. Dezember. Noch?sind dir 30 Trauertage ui» Jacob 2. He« 1זצ ■י n!ck! vorüber und schon Kar dir Hannlie dieses Mannes einen zweiten schweren Verlust zu brNagrn. Der Tob», ^arkanirl Hest, der drin Barer als tüchtiger Kauimann zur Seite gestanden und der ob der Vicbcnswürdigkell und Be schcidenkrir seines^ Wesens sich in den meiresren Kreisen unserer Stadt groster Beliebtheit erfreut. ist dem Barer im lode nachgesolgr. Am vergangenen Freitag ist er der Krankheit erlegen, die schon während der lehren Lebenslage deo Vaters ihn auk» Vager geworsr» darre. ES ist rin tragisches Geschick sur die Berwandren, 1»1l dem Haupt der Familie nun auch den erst 20 Jahre allen jungen Mann abgrrusen zu sehen. 77•י״נצב ־ Möge der Allerbarmer die Wunde», die er geschlagen, heilen lassen und die Trauernden in ihrem schweren lln glück trösten. ^rankiurt a. M.» 1 Dezember. Im besten Mannesalter ist יישלח 'C 2'" - nach längerer Krankheit Herr Isaac Vcdcrinann dahier gestorben Der Hciinge fangcue hat sich durch dir Geradheit und Bcscheidenkcil eineö EharakterS überall freunde zu erwerben verstanden. Mir vorbildlichem Eifer pstegre er neben seiner berui liehen Tätigkeit alltäglich das Studium der Tkora, er war einer der pstichnreusren Besucher der altekrivürdigcn ש״~ ח^^יח• Die Altsrankrurter רנחניב Kutte» >n ihm (innen eisrigen Beschützer und vielen Vesern ist gcwist die Trennt• liche und humorvolle Art bekannt, wie er sür die Aus rechterkaltung heute halbvergessener, aber inrinrr einen tirsen Sinn in sich bergender ^ranksurter ringe treten ist. — Ein Biedermann im besten Tin» des Wortes ist mit ihm lieimgegangen. Möge sein Andenken zum Degen werden 71-צ2״ח- ^Hannover, 2. Dezember. Bor Kurzem har die hiesige jüdische (Kemcindc ihrem alten Vehrer, Herrn Menko Katzenstein ״ע;, das letzte Oieleite gegeben. Mrnko Katzenstcin war ein ausgezeichneter Meirich und ein vor trefflicher Ichudi. Es ist keine llcbertreibnng, wenn man ihm den Ehrentitel eine» ^צ1י zuspricht. Tein edler Eharakler har ihm dir Verehrung aller, dir ihn kennen lecuten, erworben, In Flieden bei Aulda geboren oblag er in der Ieschibah von R. 4tarkan Wetzlar זצ״ל dem Tiudium der Thora und erlangte dann aus dem Seminar!n Hannover die Befähigung zur Bersehungdes Lehranu . Zunächst wirkte er als Vehrer in Hamburg und seil 33 Jahren in der Oiemeinde Hannover. Durch Unterricht und Beispiel har er während dieser langen Amtstätigkkit eineAiille segensreicher Arbeit geleistet, und wohl selten bat sich ein Beamter der - nmpathie seiner ganzen Gemeinde in gleichem Plaste wie Menko Katzenslein zu er freuen gehabt. Anlästlich seines 25>jährigcn Lchreruibi läumS Kal man so recht erkennen könneit, welche Viebr und Dankbarkeit ihm allseitig rnkgegrngebracht wurde. Bis zum letzten Alemzug war sein Vrben der Er süllung des Gonesgesetzes geweiht, er starb in dem Augen blick, als er gerade 11,1 Begrin war, einen בר 2"ציח an seine Pflichten zu mahnen An der Bahre des Dahin gegangenen sprachen auszcr dem Herrn Vandrabbiner Dr. Gronemann Herr Dr. Knoller, Herr «cnator Mischer und Herr Hehrer Blach aus Halbersladt. ,הנצב׳ ר■ Budapest. 17. Nov. Atnu RosaUe üTser, geborene Albacharvist gestern hier gestorben. Tie batte 17!tMi» einem mazedonischen Tlädtchen das Vicht der Welt erblickt, stand daher im 100. Vrbrnsjakre. Tie heiratete 17 Jahre alt, den Wiener Bankier Jakob ^ser, in Budapest wohnte sie seit zwanzig Jahren. Ihr Ableben wird von einer Tochter, Enkeln, Urenkeln und Ururenkeln betrauert. Mlndcrocke. €in Cbanukafraum. Aril: Der letzte Abend Ehanuka. Die acht Vichter brennen. Personen: Bruder und Schwester im Alter von f> und 7 Jahren. Die acht Ehanukalichter. ftnabe (im Nachtgcwand, schlüpft lei» durch dir Türe berrin, schaut sich verstohlen um. Rings ist es still, >etzt sind wir allein! Komm nur herein» lieb' Tchwesterlein' Schwesterchen «ln der Türe.) Doch wenn nun plötzlich die Eltern kamen, Wie müsiten wir beiden uns fürchterlich schämen' ft«. Ich sage Dir doch, sie sind nicht mehr da. Sie gingen soeben zum Grostpapa — Und bleiben don sicher noch lange Bett. Drum komm, lieb Schwester, und fei gescheit' 2d|iu. Ich komme! Es nt ,a 10 wunderschön. Den brennenden Edanukaleuchter zu sehn, ft«. Mit all den acht glitzernden Vichtrrlem! — Wie schade, sie brennen ickmn <׳) ■ייץ> Nein' «djro Bald sind sie noch Nrinrr, verlöschen zuletzt — Der I»raeUt ft». Dann ist zu Ende da» herrliche s^rst' - Drum köre. Du liebes Tchwcsierlein, Wir wollen uns beute noch ihrer srrun ftn. Und wollen sie schonen so lange cS acht — Schw. Ach Bruder, da wird cs wohl schrecklich spät! ftn. Was tul's, wir kommen noch immer ins Berr Wir setzen uns hier an das Tischchen heran Und schauen die blinkciidrn Vichilein an! Schw. Ja. so ist'» sein' Gib mir Deine Hand Wir sehen in'S Vicht ganz unverwandt lind wollen dabei ganz schweigsam sein. Tonst kommt noch <yn Ende das Mädchen herein. (Die Kinder schanei׳. einige T.kuuorn in s V.chl. dann werden ihre Köpfchen schwer, sie legen sich mit den Armen aus de» Tisch und schlafen ein. Der Borhang fällt. Wenn er wieder ausgrlit, stehen vor dem Aenstrr, wo der Vruchter stand, acht wcistgcklcidrlc Kinder, jedes mit einem brennenden Vicht in der Hand; am!>sch die schlaseuden Kinder. 1. Licht. Wieder gebt die Jeu zu Ende Und das Jahr gebt seinen Vaui', Unser sunteliid Vichterlcden Höret schon beul Abend aus. K. L. Bur acht Tage ist uns Wirken, Ist uns Herrlichkeit verlieh n, Und mir inüsien still verlöschen, Müssen still von da» daniirn zieh ». '1. L. Teid nicht traurig, liebe Schwestern' Minien ivir auch bald vergeh n, Dürsen ivir ui Heller Alamme Jedes Jahr doch neu ersieh n. 7. L. »ra, wir leuchte» durch die Zeiten Wohl schon an die lausend Jahr Unser Vicht bleibt liinner strahlend, Iminrr rein und unmrr klar!1. L. Und wir haben viel geschauct Einst »1 längst enlschwund ner Zeit, Biel vv» Krieg und Tieg und Areude, Biel von schwerem, lnti rem Veid. 44. L. Wistl, wenn wir nur reden könnten Zu der Blenschen staunend Chi, Zog s wie keile Iubelklängr Zu dem Himmel hoch empor. I. L. Bein, wir brauchen nicht zu sprechen, Unser traulich, milder Tcheui Redet mehr denn alle Worte In ein judiseli Herz hinein, ö. L. Hab s an manchem Aug' gelesen, Das mich glänzend angcschaut. Dasz mein Vicht ihm lieb und heimlich Vieles Lchöne anvertraul' 1. L. Vieles Schöne, sagst Tu. Tchivester * Ach, das Lchöne ivar gar fern. Und ich lcuchicir doch ruistens In dem Tempel unsres Herr»' O, was musit' mein Auge schauen, Wilde (Orcurl, Tchreck und OlrauS. ltzötzen standen in den Hallen, Helden in dein l^otieshaus. 2. L Doch ich sah sie wiederkehren, Uns re» Tempels alte Pracht, Tah mein Volk in alten Ehren, Sah mein Volk in neuer Macht. Und sie brachten wieder Ruhe Brachtcii ivirder Hriligleit. Wieder ward zu (Mott gebetet, Dem allein das ^׳auö geweiht. Wieder rauchte*» <j>~ j״. £nfot Aus dem steinernen Altar. Wieder sangen ihm Veviten, Diente ihm der Priester Schar. 8. L. Auch als ich 11» Tempel brannte, Hab ich mancherlei gehört: Wie in furchtbar harten Zeilen herrscht des O-licchen grausam Schwert. Wir der (Krieche woknt als Lieger In Judäas schönem Vaud Und ivas Juda hehr und teuer Schändet er mit frecher Hand. Jeder Jude sollte dienen Seinen (Köttern nur allein, Sollte untreu seinem iKotte Treulos seinem Worte sein. -1. L Ich hört' Sirgesjubel schallen In 'Ieruscholajims Tor, Dankgebetr hört ich stammeln HeisirS Vob zu (Mott empor Der Acind ist geschlagen, lKern5rt der Krieg. Trotz Rost und Wagen lieb unser der ieg' Wir klein unsre Scharen, Wir stritten mit Mut. Wir kämpften uin Arribeit, Um tKlauben und (Kut. (Kalt stritt unser» Streit, Daß keiner gewankt — Nun sind wir befreit' — Dem Herrn sei gedankt' L. Einen Namen hör! ich nennen, Hört ihn preisen im (Kesang, Bis sein Ruhm von tausend Vippen Und aus tausend Herzen klang. Juda Makkabäus bien er. Er, der Retter und der Held, Der nut seinem starken Arme Unser» stolzen Annd gesällt. k. L. AU da» Singen. 2ll das Tagr», Schwester, kannsi Du nicht verstehn, Wenn Du nicht wie ich - 0 Arrut* — Nr. 4!». Sette 'J. Hast de» Helden selbst getehn. Biele taiisrnd Menschen drängten Sich un keil gen iKottrskauS. Und dock sand aus all de» Tauirnd Ich den ruieir gleich heraus. Aest der (Kang, das Haupt erhoben, Veuchtend srobcr Sirgerdlick' Ja, der warS. inan sak S! er brachte Seinrin Volke Atxd' uiid iKlnck 7. M. IKlÜck und Arieoe . Beides strahlte lieber Juda neu herein Er. der Kampfer, konnte Isihrrr Dem bedrückten 7?iolfe fein. Und von neuem blühte Arrude, Blühte iKlück in IudaS Vaud Und dir Makkabäer lenkten Sein «Keschick »»t treuer Haud. (. Ich sali auch, ivas Ihr rrzäliltei. Doch von einem spracht Ihr nicht' Deiiki Ihr nicht mehr an das Wunder, Das uns gab acht Zage Vicht'׳' Au» drin kleinen Krüglriii Cclr, Das man »ns zur Nahrung bot, Hätten wir ivolil kau»! geleuchtet. Uns erhielt des Herr» «Kebot Alle sahen'», und sie stnuiitr», Staunten voller Dankbarkeit llnser Vichter kündrns!älirlich. Kundrns fort in Ewigkeit' 41lle wiederhole» die zwei Zeilen. Ei» Vicht nach dem andern löscht aus nud verschwindet. H. L. C, ivas sek ich. schon rrloschrn Ist der Schivrstrrn Strahlriischein. Ich ivill auch mit Ihne» wandern In die Atttsternis huieui. lVösckit aus und geht.) ftn. irrwachl, reibt sich die Augen.- Wo bin ich. ivas iii's'7 Ich weist es kaum. Mir däucht, ich halt rinen herrlichen Traum 2chrv. £ Binder, wie war das wunderschön' Ich konnte dir Ekanukaklichter verstehn' ftn. Auch ich Hab all ihre Worte vernommen —' Wir schade, nun sind sie alle vrrgloiinncn. Doch was sie erzählten in nächtlicher Stund, Wir wahren es treu im Herzensgrund. Srhtu. Doch nun komm ins Bett, und schnell zur Ruk' Es schlasrn die Vichtlein, nun schlafe auch Du. (Während die Kinder hinauseilen, fällt der Vorhang) Heimspiel. Hlldwiis, der sasz du und brummte Um ihn l»er ’ne Iliege — Nechilungeu, die tollt' er muäieil, DaO wur wubrlicii ttidit zum — X'enn die ׳Zahle», ach, die schlittimeii 'hHilltcH leider niemals Und die Lösliiig dalln, 0 (^rans, Leiten kaut sie richtig — Ja, mein lieber kleiner ,Zunge, Lag' nur drinnen!"eine — Und die Augen sollst £u sichren Nur auf dem Papier — Was Dich könnte irgend stören, Latz' nicht Deine!H irren — (glaube mir, wenn ohne Wanken Tveft Du leitest die — Deine Arbeit rvird Dich fveu'n Und auch richtig ivird sie — Wie Du glücklich wärst, ich mtln'S Wenn Du gar bekämst 'ne — Putz die sZeder, 's Hest hübsch zu, Etwas spielen, dann zur — C, tvie wird die köstlich sein, Lorglos wirst Du schlafen — Und für Nechenschler Raum, Gibts heut nicht in Deinem — Ja, es ist c;eworden spät, Nicht vergiss Dein — Und in treuer Engel Hut Lchlase lauft, ja schlafe —. Sabbat-Anfang u. Ausgang. 22"! OKT: Anfang Udr Mi». lalHM AuSgang 5ftH? Ubr «in. 3fra«ffart a M 4 T״. -M. Ki«lew 5 15 Berlin — i — I W 0 4 44 München . . . 4 •־.1 i | ״ 0 5 Otz Ltraftdurg . . 4 30 * 0 5 20 Bosen .... — — 0 4 30 Bresla» . . — ft 0 4 3« Rnrnders. . 0 0 ä 05 I

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