Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 49 (6.12.1906)
- Date
- 1906-12-06
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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- Malbim 3× ep/1002711
- Tunis 1× ep/1048155
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Drr Nr 4!». Seite *. Dingen, welche nicht גינק לרקא sind, besteht im Zudenmm Gedankrnsrciheit. Dann möge er aber auch drr anderrn Meinung dir Gedankenfreiheit nicht verkümmern. Auch möge rr mir ftcftattcn, srinerHvpathese übrr dir wegen eines benachbarten Bcrbindungsmoinrnts abnrkimrnde Trrnnungskrast de» משתא vorrrst mit einiger Skepsis zu begegne». Zum Schluffe noch rin Wort darübrr, dasi Herr Dr. Wo's den brrüinntrn Malbim gegen mich ms Treffen führt. Damit bat rr se׳ner eigenen Lach? nichts genützt. Mali»,» pflegt bekanntlich feine eigenen Wege zu gehen und gar mancherlei Schönes, tief Durchdachte» zu sagen, was ,rdoch mit drn Ansichten srinrr Vorgänger und drr blshenaen allgemeinen Annahme nicht barmonirrt. So vrr mm Ci' yiu! uuuf 1U uiiiiuui!yuur wuuu1 1’1’U <v• uu־ Ansicht de» Malbim adoptierrn, so könnte man dagegen selbstredend nichts entwenden. Er adopticrt fir aber durch au» nicht, sagt vlrimrbr gerade da» Gegenteil Malbim mrint in אילת השחי־ lG!, bei inebrrrrn Lub>ekten zu rmrin Prädikat babe das letztere im Plural zu sieben, wenn drr Rang drr Subjekte, dir Anfangszeit der Hand lung oNcr dir Intensität drr Beteiligung an drrsclben bei allrn Subicktrn, die gleiche sei, wenn diese Faktoren aber verschieden, so liabe der Singular zu sieben, leb das richtig ist, kann hier nicht erörtert werden *). Wir siebt e» aber nach dieser Theorie um den ׳Ausgangspunkt der ganzen Polemik, um drn Vers l B. M, Kap. 25», Vers 10 i שימת קבר אכיתם ׳שידת אשתו^ Der Rang von Abrabam und Sarah ist grwisi ein verschiedener, und dir Anfangs reit beider Beerdigungen ist .,in Zahre von einander ent srrnt. Allo müsilr nach Malbim unbedingt -קבי sieben, ebenso wie nach ineincr Regel und dies wäre gar nicht befremdlich! 'Run sagt Wolf, das קבר siebe ausnahms weise, um anzudruten, dass Abrabam zeitlebens da» Andenken sriner verstorbenen Gattin nicht aus dem Gedächtnis verloren babe, imthin Sarab gcwissrrmasicn erst mit der Beerdigung Abrabam» zu Grabe getragen worden sei. ^fft die» der <>nll, ist eine Gleichzeitigkeit der Beerdigung, in gewisirni Sinne wenigstens, anzunehincu, so würde dir Ein zabl קבר infolge dieser Erklärung erst rech! schivierig werden. Die» dürste, denke ich, genügen und lege ich meine Heber in dieser Angclrgrnbrit cndgiliig aus der Hand. Das Pvirinisirrr», iiisbrivndcre wenn es sich gegen Gleich gesinnte richtet, bildet meine Lieblingsbeschäftigung nicht. A. M. Schwarzsch 11 d. Daraus bade ich zu erwidern Zch bedauere srbr, das! Herr Sch. der Auffassung sein konnte, dasi ich die Apostrophe gegen die ״sremdr Wlffrnschasl" mit seinem R amen in Brrbindung brachte. Zch bezrichnetc diese Auslassung allgemcincr Rarur selbst al» ״Abschweifung." Zur Sache möchte ich brnierken. dasi der Differenz Punkt nach den obigen Aussübrungrn des Herrn Sch zwischen uns in der verschiedenartigen Aunasiung de» Brrbältinffes von דיש zu «שש zu suchen ist. Dir Br lrucktung desselben ersorderl 71bcr mrbr Raum, als mir heute zu Gebote siebt. Zm Uebrigrn bin ich durch die obigen Ausssidrungcn zur gleiche» Ansicht gelangt, dasi eine Zcitungspolenilk keinen Zweck dai. Zch »verlasse cs den Leiern, sich ihr Urteil zu bilden. B. Wolf. Kap 14, 5, «t,!►. Da die Traume Zoscphs, die Züge drr Brüder nach Araupten vorder andeuten sollten, musi ibrc Anzahl drr Anzahl der Reisen ent sprechen. Die Brüder zogen drei Mal dorthin; aber nur zwei T raume sind aussübrlich erzählt. Ser erste Traum dürste vielleicht B. 5> leise ange deutet sein. Dir Erzählung eines uns nicht »ulgerrilen Traumes vermcbrte idrrn Hast. Dasi dieser srag lichr Traum rin anderer gewesen sein musi, als drr, von dem B. •; berichiel. erkennen wir aus der Ausdrucksivrise des B. «>. Der Zusatz des Fürwortes ,תזר bebt diesen ׳-Warm» beten wir nach Malbצ־״־,־" יגע : «״ “"rr '•׳ T er Eiii'eiider. Traum einem vorhergehenden gegenüber hervor, und das יא bittet um ein nochmalige» Gehör diejenigen, me durch einen vorangegangrnen Traum schon von diesen ״Träumereien" genug hatte», (Kidduschin ül d führt תיכפית mit. בשלבא eine Erklärung de» הי׳ר יצ״זק an, nach drr aus der.punzusügung des Wörtchens זאת aus rin Voraufgegangenes geschlossen wird.) Dasi B- ל einen dritten Traum einleitet, zeigt deutlich die plronastische Hervor- Hebung der Wiederholung. Denn עיר חיום אתי־ &fint: ״w iedrruin einen andern Traum." קיר allein oder אתר allein bezeichnrte einen zweiten, “קיק את aber bezeichnet einen dritten Trauni. Bgl. Rasch! zu I B M., m, H . Hatte doch auch schon B. s, obgleich, bis dahin nur f in ל raum beschrieben war, von חריר׳ותיו, seinen Träumen, gesprochen. «Auch der schon mehrfach von uns zitierte Kimchi, Presiburg 1142, vermutet אי“׳ חלם גם כן שקם אתית קידם זד. תחלום ילא זכי־ הכתיב א^א שני החלומית שחיי כמאיים)• Das! der Znhall des ersten Traumes nicht erzählt ist, kann vielleicht darin seine Begründung haben, dasi ent sprechend der Anzahl der Brüder, die den ersten Zug nach Acgvpten unternahmen, Zofe pH als Herr über zehn Wesen darin gekennzeichnet war. Die Beziehung des Traumes aus sie, die elf Männer gewesen sind, blieb daher für sie unklar. Kap. :117 ,א. Die Person ist mit אגבי hervorgehoben, und daS Zeitwort steht im Piel. שלת >»! C.unl heisit ״schicken, zu einem bestimmten Ziele senden," dagegen im Piel heisit cs ״entlassen, entsenden," unbeküminert ob ein Ziel angegeben ist oder erreicht wirdi. תמר blieb dem ,יתורר eine unbekannte Person, die ihm weder Rainen noch Wohnung mitteilte, wie aus der crsolglo en Aussendung des Boten B. 20 hervorgrht. יתורת konnte daher von vorne herein nur versprechen, das Böckchrn a bzusrnden. ׳אגבי sprach er, ״Was mich angcht, ich will cs a bsenden;״ er tonnte nicht lagen, dasi er es zusrnden wolle. <“דקכק רב macht aus das אנכי aiisinrrksam, erklärt es aber in anderen! Sinn.) H. \V. Üermiscbtes. tyl'rtttffiil’t U. '))I., 21. Rovember. Die jvebril erschienene Roveinbernummcr des ״Sadbath" hat folgenden Znbalt. Erster Dclegicrteniag des BcrbandcS der Sabbat freunde. Berein zur Bersickerung gegen Stellenlosigkeit sfrankiurt a. M. — Bom Sonntagsruhe.Kriegsschauplatz. Zur Schonung eine» Kreditinstitutes von Moritz 2l. i)ocb, nranknirt a. M. — Zur ausierordentlichcn Haupt Versammlung de» ״Berein» zur Bersicherung gegen Ttellenlosigkeii." Das französische ilesetz über den ״wöchentlichen Ruhetag". — Ephraim Rrubl, 2kovclle von Anton langer. Bakanzenlisic. <»öchst a. M., 27 Rovember. Rach drr jüngsten Bolkszählung hat unsere Stadt rund H!0<10 Einwohner, darunter I.'»t Zuden. Die!üdischc Gemeinde wurde vor etwa 100 Zahre» durch einige sfamilicn, die von Hcddern heim hierher zogen, begründet. Zm Zabre HI«; baute sic aus den Sleinen eines allen Zcsiungsturine», den ihr der damalige Herzog von Rasiau schenkte, eine Svnagoge. Mit der Einwohnerzahl der Stadt wuchs auch die jüdische Gemeinde, die gegenwärtig aus :10 Hamilirn besieht, und die alte Svnagvgc reichte nicht nicht au». Zm vergan genrn Zahrr wurde dieselbe durch einen 2ceubau rrictzt, au den sich auch eine wohlausgestaklekc מקות anschiiesit. Darmstadt, 2. Dez. Zn Ergänzung unseres Be richte» übrr die Einweihung der neuen Svnagoge der Zsrl. Religionsgrscllschast bemerken wir noch, dasi zu den um dir Grüiidiliig und Festigung unserer Oleineindc verdienten Riännern auch der selige Herr Anselm Haas, aus Grosi Bieberau gebürtig, gehörir. Hoticnsal.za, 2. Dezember. Mit dem Reu bau der Snnagogr. der rin Monumentalbau zu werden vrr spricht, wird im Zrülijahr l!»07 begonnen werden. Die Ausschreibungen :1׳. werden in drr alierkurzrsicn Zeit erfolgen. '!. Dezember 11*)•;. Kronstadt lUngarn,, 6. Dez. tÄksirrn weilte de! Staatssekretär Bictor Molnär in unserer Sladi Unter den zahlreichen Deputationen, die ihn brgrüsiic״ befand sich auch die Deputation der hiesigen otlhodorei, Gemeinde, die von Herrn Rabbiner D r. Hermann Klein, geführt wurde. Aus die ungarische Ansprache de» Herrn Rabbiners erwiderte der Staatssekretär ,folgendes: ״Zch danke Zlinci!, meine Herren, für zur Erscheinen. Ich habe drn erhabenen, tiesdilrchdaclnen und von patriotischem Geist durchwehten Worten ,z1!-e<. ehrwürdigen Herrn Redners kaum etwas hinzuzusiwen Zch weis!, das! die ungarische C r t h 0 b 0 1 ג c patriotisch denkt und fühlt und w e i si auch das! sie ein f aktor isi, mit dem ein ,eder!!״ a r! s ch e r Staatsmann rechnet. Die 'S! > h v dopie ist nicht nur glaubens- und grsetzesl! eu sondern auch! m allgemeinen treu, treu!um Staate und z u m Baterlandc. S ir, meine Herren erfüllen hier an der (tzrenze unseres Baterlandc» eine patriotische Mission, ,fahren Sie nur in der bisherigen Weise fort, dann leisten Sie nicht nur Zhrer Konfession, sondern auch unserem B aterlande den denkba r grösilen Dienst. Bewahren Sie mir die Gefühle der ,;reundschast, deren mich der ehrwürdige ,führer Zhrcr Deputation versickerte, auch in der Zukunft. Ich danke Zhnrn nochmals sowohl für Zhr Erscheinen, als auch fsir die überaus warmherzige Bcgrüsiung." Warschau, 2'». November. Zm Slädtchcn pebedziew drangen vier bewaffnete Leute >n die Wohnung des!ü bischen Kansmannes Zuckermann und verlangten von ihn, die Herausgabe von 1000 Rubel. Als er ablehntc. gaben sie mehrere Revolverschüsse auf ihn ab, mit welche» sic den dort befindlichen Rabbiner der Ortschaft, der cm Schwiegersohn des Zuckermann war, aus der Stelle töteten und dessen Sohn lebensgefährlich verletzten. Tie Ban diten entkamen. Orreinriveren. Frankfurt a. M., 0. Dezember. An zwc, Abenden sprach im Berein ״Rachlas Z'wi" Herr Sciiiinar-Lbcrlchrcr Ltoll aus Würzburg über die ״Die Erzvater »״ Vielte äghpl,scher Urkunden". Zn heutiger Zeit, in welcher alle gegen die Bibel gerichteten Angriffe »nt Genauigkeit in den Tageszeitungen registriert werden, ist es eine Freude, den RachweiS geführt zu sehen, dasi die Bibel doch nicht die abgetane Sache ist, als die sie viele Leute anzusehcn belieben. Herr Seininar-Lberlehrer Stoll legte in ausgezeichneter Weise dar, dasi die Forschungen der Egvptologen klipp und klar die Wahrheit der Bibclsicllen ergeben. Zu Abrahams Oieschichte und insbesondere zur Geschichte Zosefs brachte der Redner eine Fülle von elegen, die uns die Wahrheit des Bibelwortes bestäugen und UN» ganz neue Blicke in das Leben unserer Erzväter werfen lauen. ES wäre erwünscht, dasi solche Darlcg ungen noch mehr zur Kenntnis de» grosicn Publikums kämm. Würzburg, 3. Dez. Zm grosien Saale des Hole! Goldschmidr fand am vergangenen Sonntag Abend emc Bersammlung des Berein» für jüdische (fiescisichic und Littrratur statt, in der Herr Bi. A. Klausner-Berlin über die ״Alliance Zsraelite Universelle", deren Zwecke und Ziele sprach. Der Redner verbreitete sich zunächst her die Gründung der Alliance und gedachte der Bluibeschuldigung von Damaskus >H40), dir die Beranlnsi'ung der tsiründung bildete. Biontesiorc, Eremicup, Talonion Munk wurden als die grosien Pioniere des Werkes ge feiert, das 1100 entstand und die Leide» der Zuden aller Länder lindern will. Schwierigkeiten galt» zu überwinden, Misitrauen zu zerstreuen, Lehrer für die Schulen hcranzubilden, Schüler für die Lehrer zu finden. las Bkusterland der Alliance sei Tunis, wo ein vollständiger Umschwung in den Berhälmisscn rinirat. Llus diesem Lande erhält dir A. jetzt schon jährlich 40,000 Fr. Zn Persien, der Türkei, Svric», Egvplcii und Marrokko fei daü Werk noch nicht so weit gediehen. L us letztueuaumcm Lande sollten die Zuden auswandern, am besten nach Südamerika. Redner «vendet sich noch gegen die Bcrdächtigung, die Alliance treibe Politik und fordere den französischen Rationalismus. Dabei wurde drr m der Tagesprcfsc veröffentlichte Brief dcö Geh. Kommerziellrats Ololdbcrger an die ״Kölnische Zeitung" erwälml und dir Gründung der ״deutschen Konferenzgemcinschaft" bcsprachen. Der Redner streifte auch die ״Zca" und ihr gleiches Streben mit der ׳Alliance, die Hilfsaktion für Rusiland. Dir Alliance hat 1:14 Schulen in:1 Erdtciien mit °x),»00 Schülern, und wendet -'» Biertel Millionen Mark jährlich auf. Die Monatsschrist ,.Ssi und West" gelangt von nun an gratis an dir Mitglieder. Die Diskustion, dir sich an den Vertrag aiiichlokführte zu heftigen Zusamiiicnstösicn mit den anwesenden Zionisten, die leider aus beiden Seiten zu Entgleiilingen aufs persönliche Olebirt führten. Da an eine geordnete Fortführung der Dlskussivn bei der allgemelnen Er rrgung nicht mehr zu denken war, hob der Borfitzeade fchlicsilich dir Bersaiiunlung auf. Personalien. Frankfurt a. M » :!. Dezember. Hier weilt gegenwärtig der bekannte Arzt und hervorragende Talmudgclehrte Dr B!. L. Schrroch aus Riga. Seit längerer Zeit leidet Dr. Lcherbcu, der einstmals auch wegen fetner 'Wohltätigkeit einen hoben Ruf grnosi, an einer schweren Krankheit, die ihm dir Ausübung des ärztlichen Berincs unmöglich macht. Bis vor kurzem hat er sick >n Winbaden aufgrlialtrn, um dort Heilung für sein Leiden zu suchen. Herr Dr. Schrrbru ist drr Berfaffer des gronen Der Unterzeichnete abonniert auf den ״Israelit“ vom I. Januar 1u>7 an aut ein Jahr zum Preise von .\\k. 1.50!pro Ouartal (12 Pfg Bestellgeld viertejlährlich) und erbittet gratis Zustellung pro Dezember 1^00 Ort Adresse: st i * t C