Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 48 (29.11.1906)
- Date
- 1906-11-29
- Page
- Seite 19 (sequence 21)
- Language
- German
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>». ׳.'ioormbcr 1:06. Rr. 4s. «,ritt II». j fl b 1 i ch c (א r m c in b r n u n b i1 c 1 bfl n &c im 2 1 n n e btr irnbition nicht grs 0 nbt haben bir Moni imfüon iibcT ^ru^t boü bet burch vetrn iScbcimrot Ronn gefertigte iSiitiuutf trob ietnet hohen icchm!chen Eor;ügc mib ietneo bcn>unbernon׳rurn inneren;Hut boueo ben beionberen Urbrilicirrungen unb Anfchou ungen bet pn ui; Hhen?corm-liten nicht'entiprtcht.?1e tun beohalb ihren Ertötungen einen an beten lintit'uri ug111 nbe gelegt, bet oui bie btohengen Htmtchimigctt er oreuhifclnn Wemcmbcn honett nt, bereu religiöie Selbitiiitbigfcit unberührt tont unb üc nur;11 ,;wecken pcmciuianier ^ohltohvtoom'tolten unb gegenteiliger Unter stiiiniiig;11 hübe reu Einheiten;uiam::temck1!:cs;t.״ Eorberhonb können wir nur brei kur;e ׳•Hemerfungen tu bicfer kurten Mitteilung inochcn: höhere trinbntcu 010 bie Gemeinbe keiini bie ,übliche Ueberlieferung nicht Wenn cb beni i. vV (M. B brr ichon io lange für bie Crgom fationoibee einer;{mangocinhnt arbeite: 010 er beiteht, timit wäre mit ber Einheit ber Wohtiohitoeiiitichtungeii. bann bürste er, 010 Wenicinbebunb, üch nicht boniit betonen unb bürtte höchiteno b!e W 0 h 1 t 0 h r10 01t ii alten unb Eercinc ueronlaiien, üch;uiammcn;uichl1ef;eu. W t r be tonen ober ioiort: auch boo tit un möglich, ba bei jiibifdie i'egnii von Wohliobn ein onbeiei in, 010 ber in ben Kreisen bro T. ,V W. 5!V unb beo t!4er bau beo beutscher ,'uibeti übliche. Unser» Lionbpunki bann hoben wir bereito in No. li unb •־> oeo ersten unb ,.K'o. '2, >'i unb 1 beo tweite» ,'sabraango beo ..4?׳olfoircunbeo״ borgelegt, gipselnb nt bem ('icbonfeu ״,.übliche Wohltat nt eo, neben bem Hunger noch tMrot auch ben Dur» noch Wahrheit tu stillen/׳ »Dein -Innen boo Brot »»tteilen. unb boo ge beug te (Sentiit iattigen." ׳״.'licht boo Tier im Menschen, ben Menschen 1 tu l'ienidien tu retten, tu heben, tu törbern.״ Don boo iar Silben bebeutet an ׳היי“ יביצייה besonbero auch nicht beo Lchabbco tu vergessen, bioucht nicki erii oiiogeführt tu ׳»erben. -Inch gegen bieten unb!eben Ber׳ u ch. eine Gemeinsoin Feit tu ertw 1 nge n, werben wir um unie׳er schwachen Krott, so gut unb so lange eo geht, uno im Bereut mit ollen ernsten Silben unb ollen wohrboit ,üblichen Bereinigungen wehren. Mag ׳.»nnerbin!non von uns sögen, wir seien ״bei Geest, bei iteto t׳erncittt". Eme Berne!nung verneinen, ist eine hoppelte?4esohung, unb bie הייה m Vehre unb Vcben bei oben, ist bei heilig eriiitc schwur inner eo i'ebeno. Nie unb mrgenbo ergibt üch bie Einigkeit burch Zwang, wenn bie innere Einheit beo Vebenogc banfetto nicht bie noiürliche Berbinbung von selbit bor bietet. Wo Motenolioniuo, ber unabhönbig vom Berns unb ber ,\ovrn ieiner 'Betätigung sich auch tnnerholb beo Zuben tnmo tu»! schoben ber verblenbeten Menge trifft, wohnt, ba kann ber Zbeoliomno nicht leben. Nicht tut Komps beo griechischen Geisieo gecvn bei» jübiichen »merlog bei jüdische. Ei unteiiog bem Moterlotiomno Noino, ber Zoroel gloiizenber 010 ,e tuvor seinen Temvel honte, um ihn t'i vernichten. Auch wir wünschten eine Einigkeit, doch erst nmi; bie heutige Unwahrheit 010 Wahrheit;01 Taisoche werben: Erst must bie Einheit eineo ,üblichen Be kenntnisseo un Denken unb Hanbeln vorhonben sein. Geineiiiioin inüiien wir bie הילה zu unserem!rühm wählen Blag ihre Vcitung am Tage beo üuüeu־n G ückeo mich 010 ״schwarte" Wolkensoule erscheinen. kmnnii einit eine Nacht, so erkennen wir doch nur in ihr bonkbor bie einzige feuchte uniereo febeno. Bilbet iic allem bock! nur bie feiler, aut ber wir von ber Erbe zum Himmel ttetgen, von beten Lpitze auo an boo tno נ*יה wonbernbe Zokobo Volk ber Legenorus ergeht: Durch Dick werben gesegnet werben olle ^onulien beo Erbbobeno, burch Dich unb Deine Nochkoininen. Nn diesen Bericht knüpfte sich eine U’btjaftc Hisknssson. Zunächst häufte der ftelloertvetenbe Borst tzende Herr Stadtverordneter Z. B. Zonas M'Gladbach namens des Vorstände׳? der i{er ianmilung dein Redner. Herr l?r. med. C die tueift vom Borstandstische aus daraufhin, das; das bloffe Bestellen nnseres sowie beo gleichen Bereutes in Westfalen ein Fortschritt des letzteit HezenniumS ist, den nur die zu würdigen wüssten, welche sich noch der Zustände entsinnen und cm die Mnt losigkeit denken, die in der Srthodorie eliedein bestanden batten Has erwachte Selbstbewusstsein der Hrthodorie, dessen Borstöffe in dem lebten Jahre von so segensreichem Erfolge begleitet gewesen ivären, man brauche nur an die;Neu estaltnng des Zsraelit, den Zoll der vom Berand deutscher Zttden geplanten schulgefetzlichen Bestimmungen und den Rosin'schen Entwurf zu denken, — gebe neuen Mnt, nnd werde Kraft auch uno verleihen, unsere Arbeit erfolgreich durchzuführen zur Ehre des Judentums. ÄuS der ׳??kitte der Bersammluug heraus werden zahlreiche Wünsche laut, die dem Borstande zur Berücksichtigung unterbreitet werden. HenR ofen zweig wünscht (Gründung von Zugendvereinen zur Mehrung jüdischen 'Wissens. Herr diathan Kahn bringt in humorvoller Weife die ״Magenfrage" aut daS Tapet und wünscht im Berein mit Herrn Rechtsanwalt l?! E >ua n uei - Bonn, Herrn Za k. Sel igma nn Eöln, Herrn 2. 'JüJ e p e r Der Z»raeltt. jr. nnd dem Boritandountglied Herrn Hermann K a u 1 »1 a n n > Eschweiler der Reugrüudung von Reitanrationen Beachtung;>> schenken. Hie Anregung deo leb!genannten Herr n gebt dahin, religiöse s'ebrer zu veranlassen, Lpetsehäui'er zu et offnen, der Reugründung von Renauratione״ Beachtung zu schenken Herr Zrank Hiineldors bittet die Mit glieder in Hüneldor׳ zu berücksichtigen, die!ediveder Hilfe gegen dao rücki'ichtolose Resormwerk der Hüffeldorier i>se»1einde in Lcimle und ^vnagoge bar seien. Her Borsihende tagt tunlichste Berück sichtigung aller Wünsche zu. '?,'ach einem Hank deo Herrn Schweizet Enokirckien an den 1R׳ samtvorstand für seine Leistungen und nach Ber leimig beo Protokollo durch den ^christsuhrer deo Bereino, Herrn Benno Hirsch Eoln, schliesu der Bofibende mit einem warmen Appell an die Mitglieder, dazu beizntragen, bas; die Auf gaben beo Bereino in »»!fassender 'Weise erfüllt werden, gegen 7 Uhr die Besaminlung. An die Betsanimlung schlcs; üch eine Boiftandosibniig, in der sofort die verschiedenen in der i^eueral Versammlung gegebenen Anregungen weiter be sprachen wurden. Zür einen C1׳t wurde sofort der bioher gänzlich fehlende Religionsunterricht ermöglicht. 'Wir schließen den Bericht mit der dringenden Bitte an alle unsere B?itglieder, und befondero an die Herren, ihr Znteresse an dem Berein, dao sie durch die Wünsche, ivelche ne in der Bersauiinlung auogesprochen haben, betätigten, durch die Tat ferner hin zu bezeugen nnd überall dort für nufere Be nrebuiigen ^i>mpatl>ie zu erivecken, wo ihr Weg sie hinführt Hnrch die Mitarbeit aller an dem geineinsamen Werk kann eo erstarken nnd kann dao Hochziel unsereo 'Wolleno erreicht werden, der היהה wieder den alten!Ranz zurück zubringen. Sabbat. Wer cürlrnruht’tt bar die Lchnlverhält!:!ffe in unseren ifsronnädten kennen zu lernen, wird dabei auf eine furchtbar traurige Tatsache ftone»: Tausende von jüdischen Kindern werden von ihrem siebenten Lebensjahre ob gewähnt, den Labbat zu entweihen. Hie armen Kinder ahnen gar nicht, >vao ihnen genoinmen wird, ivenn ihre Eltern eo gar nicht der Mühe für wert halten, den Lehrer zu bitten, ihre Kjuder vom schreiben nnd Zeichnen am Labbat zu befreien. Hao Herz kann es dem Beobachter zerreiben, ivenn er zu sehen niuft, wie in den nnschuldigen Kinderseelen jeder (Gedanke an die Heiligkeit des Ruhetages ertötet wird. Eine Bitte beim fehrer oder Lchulleiter oder eine einzige Eingabe bei der Lchulbehörde hätte genügt, um dem heran ivachsenden Kinde ivährend der ganzen Schulzeit den Sabbat zu retten, aber man scheut sich mit solchem Anliegen zu kommen, oder gar inan wünscht geradezu, das Kind soll den Ehillul Tchabbos als natürlich betrachten, damit es nicht den Eltern Borwürse machen könne! Has ist aber der Zluch der bösen Tat' Her Bater hat nicht die sittliche Kraft besessen, dem tf)ottesgesev treu zn sein; deshalb erzieht er den Sohn bewuszt zur Unkenntnis des (Kotteswortes. — Hoch auch erfreulichere Bilder nnden wir bei unserer Schuljugend. Wie oft kommt es Wütt sei Hank auch vor, datz ein Knabe oder ein Mädchen von U Zähren die Aufforderung des nichtjüdifchen Eehrers, die Schreibtasel vorzunehmen, am Sabbat mit der schlichten Antwort ablehnt: ich darf heute nicht schreiben; ich bin Zude. Ha mag manchem Lehrer, der keine Ahnung davon hatte, dass es heute noch Zuden gibt, die dem Worte Gottes treu sind, gern; gegen feinen Willen ein Gefühl überkommen von der unverwüstlichen "ebenSliust Zsraels. ry מפי עולי1,□ וינקי□ יסדה. Ans dem Munde von Kindern und Säuglingen h»rff Hu eine unwiderstehliche Macht gegründet. — Wir haben nicht ohne Grund an die Spitze unserer heutigen Betrachtung, welche im wei'entlichen die Tätigkeiten behandeln soll, die unnnuetvar oder mittelbar zur Herstellung unserer Wohnung dienen, die -Heiligung des Sabbats durch das ^>erl׳ots des Schreibens gestellt. Zst doch dieses ׳Tv rbot das in unser heutiges Berufsleben vielleicht am tiefsten einschneidende. Bon dem Augenblicke an, da das Kind in die nichtjüdi'ckie Schule eintiitt, bildet das '?eicht sch reiben am Sabbat der Auneuwelt gegenüber das deut lichfte Zeichen dafür, dan Zsrael durch den Sabbat als das Gottesvolk geheiligt wird. Hte Einstellung aller geiverblichen Tätigkeit schltent sich aufs engffe an das ׳Berbot des Schreibens an. Heilige Ruhe herrscht am Sabbat it! den indischen Geickiäftsräiinlen. die ivährend der Woche mit fleisugen Arbeitern g.slillt sind. Heute mögen geickiäftliche 'Briefe und Telegramme koninien, mögen Geichäfissrennde durch das Telephon die wichtigsten Ab'ckilüfse mime den wolle», der fünft nie rastende ,üdifche Kausinann gehört heute nicht seinemcKeschäftean. Allege'chästlickien Sorgen sind vergessen, sobald er am Zreitag abend i» das Hans des tKebetes emtritt. '?lach Ausgang des Sabbats wird er mit frische» Kräften seinen beruflichen Pflichten nachkonimen. '?catnrltch darf man am Sabbat auch nichts zu seinein peri'ön lKebrauch abiviegen oder kaufen Hock, darf man Esnvaren von einem '?c'ichtjnden holen lassen, ohne einen Preis zu bestimnien. Es braucht wohl kau!» betoi't zu werden, das; ebenso wie das Schreibe», fo amh das Zeichnen,'??!'alen nnd Auslöschen des «Keschriebenen n. s. w. verboten ist. Es sei nur darauf besonders hingewiesen, das; man auch nicht aus Spielerei an die äuge lnufene Zenfterfcheibe oder in Sand oder Staub schreiben darf, das; es auch nickst erlaubt ist, Speisen am Sabbat durch Z-ignren oder älin liches zu verzieren. Auch achte man daraits.dan man die Buchstaben aus den geflegelten Korken der Weinflaschen vor dem Sabbat zerffört; sonn lasse man ne von einem ׳?c'ichtjuden abühlagen, halte jedoch dabei die Zlasche fest. Als allge mein bekannt dürfen wir wohl voranssetzen, das; es am Sabbat streng verboten ift, Häuser zu bauen oder niederzureiffen. '??linder bekannt dnrite >edvch das Berbot von inanchen Berrich tungen sein, die mit dem Bauen eng zusammen hängen. So darfst du kein Zenffer und keine Tür am Sabbat ein oder aushängeu; auch lasse man es nicht durch einen ׳?lichtjuden tun. Wohl aber darf man durch ihn den Z-ustboden mit einem Befen kehren lassen; du selbst aber darfst auch dieses nicht tun, wohl aber darfst du mit einem ivänsefittig oder einem Tuche den Staub ab wischen. Zst ein Stuhl oder Tischbein abge fallen, i'o darfst du es nicht wieder einsetzen. Lind aber lKeräte von vornherein dazu gemacht, ritizelne Teile hineinzufügen oder herauszunehmen, so ist es gestattet. Heshalb darfst du Tisch platten in einen Ausziehtisch hineinlegen nnd sie auch wieder herausnehmen. Wir haben bereits bemerkt, das; es am Sabbat verboten ist, Zöpfe zu ffechten; unterlasse es auch mit irgend einem tKerät deine Haare zn scheiteln, mit der Hand ist es gestattet. — Berboten ist jegliche Tätig feit, durch ivelche ein Gegenstand zum issebrauch fertig gestellt ivird, ״seinen letzten Hammerichlag" erhält. So darfst du in neue Stiesel am Sabbat nicht die Schnürriemen hindurchziehen, bei alten mufft du es nur dann unterlaffen, ivenn es groffe Mühe macht. Hu darfst dir auch nicht einen Zahnstocher zurechtschneiden, darfst die vom Schneider in deinem Kleide gelassenen '?lähte nicht herausziehen; und alles Aehnliche mufft du unter lassen, wodurch du etwas erst gebrauchsfähig machst oder doch so herrschtest, wie es üblicher weise gehörig ist. — Weil es verboten ist, am Sabbat s^euer anzuzünhen oder «uszulöschen, so mufft du auch alles vermeiden, ivodurch Zeuer angesacht oder auch nur zu schnellerem Brennen gebracht werden kann. Hu darfst deshalb keinen brennenden Heuchter bewegen, rüttele ulso nicht an einem Tisch, ans dem ein Licht steht; öffne kein Zenster, ivenn es dadurch aus ein Licht ziehen toürde. Wenn die Speisen im Sabbatofen unmittelbar ans dem Zeuer oder den glühenden Kohlen stehen, öffne ihn nicht selbst, sondern laue dies durch einen ׳?kichrindei, ae'chebe::. Hnrch diese!: da׳.sfr du im Winter auch den Hfe» Heizen lasieu; doch du selbst darfst nicht die Hnentür offnen. -Eine