Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 47 (22.11.1906)
- Date
- 1906-11-22
- Page
- Seite 11 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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22. November 1!*06 deohalb, weil selbst in streng religiösen Greifen eine rirfitiqe Würdigung deo ד.־י בהיבה leider nur selten vorhanden in, trvpdcm eine Ehe ohne solchen alo יה" dezeichnct wird. Ent hält er doch für den den Mann die Ber pflichtnng. einer Iran ein Witwengnt ans znseizen, das ihr nud) dann werden ninft, >venn jie von ihm גט crl>ält. Und dieseo ihr ver £1 Licueuc Gilt mng ihr untei allen Umständen -.den; kann sie doch גייטא ט״י 7הפ־י pfände!׳, asscn' To war die בהיבה ein Schnp für die jüdische Iran und alo solche wurde ne auch stets anerkannt. (1": Daß diese Belehrungen nur für fortgeschrittene Schnlcrinnen gelten, sei ausdrücklich erwähnt. Iür jüdische Bolkoschüler kann alo Abfchlns; der selben ein Anfsap gegeben werden: die jüdische Frau. "Wenn ich eben vorzngoweise von Schule rinnen gesprochen habe, so meine ich damit nicht, das; dinaben keine Anfklärnng über diese Dinge erhalten müßten, oder das; ne von geringerer Leichtigkeit tür dao männliche (Geschlecht wären. In unserer Zeit ist eo doppelt notwendig, mit!Nachdruck darznlegen, daß die Mitgift keine jüdische, sondern germanische Institution und daß die Auswüchse derselben direkt nnjüdisch sind. Glicht dann hat der Lehrer seine Ausgabe voll ständig gelöst, wenn alle seine Schülerinnen davon überzeugt sind, daß dao Indentnm die Iran höher stellt alo jede andere Religion, sondern wenn seine Schüler de» Ernndsap in sich ans nehmen und später bei der Wahl der (Katrin betätigen: •״קר הה; ־הבי היפי א •2 ה י יא ה ה׳ היא הההיל-ו Collegium logicum. Herr iinubntbt bejuoift noch immer nicht, lir vermag sich nicht zu der Höhe der (!tkennin!o s. auszuichwinqen, welche wesentlichen Unterschiede!niüch^n dem von uno empfohlenen Hoizammerschen Bibelwerk und Wellhauieno bibelkritischen Schraten besleben, die er 111t ö seine ,>reunde 111 einer unbewachten Stunde dem jüdischen pehrersiande zur Ausbildung ge reicht haben. ־Wohlan denn, verehrter Zieund und College! ־.>»ehmen Sie gesallign ־Plap. Wir wollen Zhnen den Unterschied klar machen. Meivis; haben Sie hiihev, ehe noch die ־Politik ^br (Empfinden für vlut und Böse abgestumpsi halte, schon einmal eiwao davon gehört, das; eo Pente giebt. die den göttlichen Charakter der Bibel leugnen und andere, die ihn anerkennen und durch Bernuniigründe zu erweisen suchen. Zur Kategorie l gehört Well hausen. Zur Kategorie 2 gehört Ho! za m 111 c r. Schon etmao höhere Anforderungen an ,ihre Denk krast stellt der.zweite pehrsap unsereo Kollegs: aber vom Leichteren dars »!ans ichon nokieren, zum Schwereren sortzuschreilen. Nun wohl: iro giebt Theorien, die von einem breiten und miieb tigen Strome des Zeniiewiisztsemö getragen werden, und zu deren Widerlegung daher ein ganz gewaltiges Maß von unabd 'ngigem Denken und wissenschaftlicher Schulung gehört; Und es g!ebt Dogmen, die der nicht dann Erzogene überhaupt gar nicht begreift, also auch nicht zu überwinden braucht. Zur Kategorie 1 gehört W e l l h a u s e n. Zur Kategorie 2 gehört dao spezifisch Katholische de! H o l za m m e r. Sie springen entriitVt aui, $vrr Steinhardt? Sie seien kein Schulknabe und batten biurur Not auch ichon ohne uniere Auoeinandersepung gewußt ׳ Der Me׳nung s 1 nd wir auch. lro war Zhnen in der Tbat nur um eines ZU,rer beliebten Zvngleurkunststücke zu tun, für dao Zhnen Herr »־rot. Sulzb>1ch leider viel zu gtimpilich au» die Finger geklopft hat. ble!ht also dabei, verehrter freund und Kollege, die Beria׳׳er und Lobrebner der vlunnann ichen Denkschrift ivi.niäiien und wumchen den Abfall vom überlieferten Judentum, dao Holzamnier «che Werk aber wird in der Tkat Der Zdraelit.!ehern!üdischen Vehrer ein הזיק אדינה. eine Stärkung in der Treue zum überlieferten Zudentum werden Herein der )üdischen Lehrer;in den Rahbinarsbezirken kmdrn, Oldenburg. Bremen. ־Protokoll über die 72. Konferenz zu i-mden am ר Oktober 1!*»'- Bon 21. bVottirtinlf IN (*icu*. Schl»׳;) In der sich anschließende» Besprechniifl deo Borttageo nmrdc von verschiedenen Seiten eine genaue Stoffverteilung für den BeligionSnnterricht in den Iilialgemeinden gewünscht; die College Mlcin auf!,Intra 1ן der dtonsercnz für dao nächste Jahr aiizusertiflen versprach. Dr. B» a n n h e i m e r.!Sldenbnrg bespricht die 1יב ufbvtitquuq der Mofteu für den Beligiononnteericht der Iilialgemeinden und empneblt Einrichtungen ähnlich der Zentrallasse für dao Eroßherzoflkilin Dldenbnrg.!,!ach einem kurzen Schlußworte deo Beferentkii, in ivelchem er noch cinifle Einwürfe flegen den Um faitfl deo Stoffes zerstreut, ivird die Besprechniifl geschloffen.!,lach dem flemeinsam in der Snkkoh eiiiflenviinnciicii Miirafloiuahl,während denen auch Herr Landrabbiner Dr. Lob wieder eingcrroffen war, erhielt dos Wort College Lach manu, Wittmnnd zur Besprech niifl ei Niger neu erschiene neu B n ll, e r f ü r d e n e r n e n h e b r ä i s ch e n U n t c r r i ch t. » ״Schaarei Limmnd", Lcsesibel von I. B. Levv.!Nachdem der Beferenf die Einrichtung der Iibel ertlärt har, weift er mit die Eigen tiimlichkeit deo Büchleins. die Zn'aiiinienslellniifl der ähnlichen Buchstaben hin! beziveifelt ah,-r, ob dao Ziel, dao dem Berfasser bei Abfassniig der Iibel vorgefchwebt habe, nämlich, dao Einüben deo Leseno in »nieter bl. Schritt bei möfllichst fleriiifler Blühe auf möfllichst kurze Zeit zu be schränken, durch diese Iibel eher erreicht iverdc, alo durch eine andere!,»'ach!,Ibstellniifl einifler Bl'äiiflel, die der Borlragende aiiflibt, ivie z. B. zu frühes!,lnfireien einifler Iormen, nicht genüflendeo Uebnnflomaterial einifler!,lbschnitte, wäre diese Iibel, da sie int übriflc» methodisch fliit durchfleführt in, wohl zu empfehlen. Bei einem Berflleiche mit der von ij) M.!'lbrahain nenbearbeitclen Bahmerschen Iibel flibt er jedoch lepkcrer den Borzng, da diese den .Bindern schon von der zweiten Lektion an Bokabeln bieten, die dao Interesse der Schüler wecken und den Lerneifer fördern. Einifle flerinfle Mänflcl seien auch hier abznstellen, namentlich Hölle an Stelle der jüdisch deutschen Schreibschrift die Druckschrift aiisflenommen werden sollen. c) Alo eine sehr zweckmäßige und in der Prario bereite■ beivährte Iibel bezeichnen ioivohl der Beserent alo auch mehrere dkonferenzteil ne'.mter die von Brnchfaler verfasztc, die neuer diiiflo in zwei Drnckarten vorliefle, mit den neuen und den alten Tvpen. ck) ״Schaarei Tanroh", Borftiifc deo lieber sepnngonnterrichts von I. B. Levv, verwirft der Beserent, alo für die Linder deo dritten Schul jahreo nnfleeiflnct, indem die mechanischen gram matifchen Uebnnflen nicht zu eineni geistvollen, erbaneiiden Beligioiiontiterricht führen. Zur Er teilnitfl eineo flesonderten tfsraiiimatiknnterrichto auf der Mittel und Dberftufe fei dao Büchlein eher fleeiqnet. Alo foflenannte Boritufe möflen für die dtinder kleine Äbfchnitle auo dem riebet buche und Ehnmmesch anoflrwähli ivetven Lvenn man eine solche Ansivalil wünsche, nehme man die in der «■ T nlloh k zoroh von Abraham enthaltenen llebersebunfl-sroffe und fchlietzc noch einige aus dem Eh,׳״,״,?,'ch, welche de:: Lcscfron ia de,״ Büchlein bilden, an. Diefe Auswahl könnte jedoch der Iibel angenigt iverden, io dan die ״kurze Nr. 47. Leite tl T'filloh" überhaupt überftüsnia würde. Denn das bette sei, den >k»tdern gleich die unverkürzte; nlloh und d,10 nnflekürzte Ehnmmefch in die Hand zu fleben und für den ersten llnterricht dort geeiflneke Stücke anoznwahlen. Dadurch ivürden die Sckniler in beiden Büchern bald heimisch. Znm Schlüsse werden noch die beiden neu eischienenen T nllano von I. B. Levv und Dr. Bleichrode besprochen. Iür die Levit'che D'filloh koitntc sich die Berf'ammlnnfl nicht besondero erwärmen. Mehr Beisall fand der von Dr. Bleichrode unter dem alte» Titel Sephath Emeth bearbeitete Siddnr. Alo Htnptvorzüfle desselben ivnrden anfleseheii: dast er dnrchflehendo in Aroszett Letter» gedriickt ist, das; er die Schivierigkeit des Bvkalo ״an" vor und »ach dem 2* lön; die am Bande für >e Zeilen sich befindenden Zissern, die Aufnahme der Senurauo für Ireitag Abend, die methodisch richtige i>frnppiernnfl der einzelnen Eebete. Die Bcriamitilniifl beschlos; deshalb, diesen Siddnr denniäikfst in die«>chnle» nnfereo Bezirkes cinznführen. Bei der nun solflenden Borstandowahl wurde der alte Borstand durch Znrns ivieder geivählt. Als Delegierter in den Borftand des Bnndco gesepeotrener jüd. Lehrer in Deutschland ivnrde Wolfs Anrich, als denen Stellvertreter «^ottschalk Esens gewählt. Bei den nun solflenden freien B e s p rech n n g e n bringt Wolfs Anrich die Bearbeitnug einer Methode deo jüdischen BeligionSiinterricht zur Sprache und fordert zur kräftigen llnterstüpnng und Mitarbeit an dem Werke auf Aus der Bersant!!!ln׳.׳.g ivird angcrkgt, dein, refp. den Heranogebern nahe zu legen, die einzelnen Abschnitte deo Wertes vor der Drtlcklegiing zu veröffentlichen, inn so etivao Bollkünimeneo zu schassen. Damit ivar die heutige Tageoordnnng erledigt. Mir cineiil lieberbliike über die benlige!׳. Arbeiten, der mit dem Bnfe הזק ואביבי anoklang, schlos; der Borsizrende die Ber>am1ninng. und die Teilnehmer trennte!׳,!ich in dem Bewußtsein, zivar einen arbeitsreichen, aber dafür auch einen gen >sz- und lehrreichen Tag verlebt zu haben, an dem vor allem dao Znsammengehörigkeitogefühl neu belebt und gestärkt wurde, und an dem sie manche An regnng erhallen haben, die sie nun im Schul und Zsemcindeleben z» verivirklichen suchen werden. Lorrerpondenren u. nachrichten. H a m inelb n r g. Wie bereits in diesen Blättern mitgeteilt wurde, ,vnrde die hiesige Bel! gionolchrerstelle Herrn Lehrer Irendenber.,er, disher in <"eroda, übertragen. Uniere acht friedliche tÄeiiieiiide die i a » g j ä h r i g e Wirksamkeit nuferes bisherigen verdienten Lehrers t^ef;ner ist wohl der schlagendste Beiveis für unsere I-riedsertigkeit — wird min wohl nicht länger mehr im (Äernch stehen, als ob ihr überhaupt kein Lehrer gut genug wäre, eine Annahme, die durch verschiedene Botizen in politischen und indischen Blätter» ganz zu llnrecht verbreitet ivnroc. Herr Lehrer Irendenberger war von vornherein für die Stelle in Aussicht genommen. Da er sich aber bisher als ^7!־ה praktisch noch nicht beivährl Hane, so wünschte man, das; er auch nach dieser Bichtnng hin Proben seines .Könnens ablegen solle, benae hxr Bertrag priiekl Iverdk. Das ist inzwischen geschehen und hierauf erfolgte die Anstellnnfl. Dannt entfallen alle an diesen recht harmlosen Borgang geknüpften Erörternngen. Anmerknng der Schrisrleitnng: Man ist in Bauern ei» wenig nervös geworden; ich erinnere an die Dioknsnon über das A»ofchrcibe,i der i^emeinde Laudenbach, die sich auch in eitel Wohlgefallen anfgelös: har. Begreiflich ivird diese Er regtheit durch dte traurige Tatsache, das; sich die Lage der bar,erif»chcn Lehrer zitsel^nds ve! schlechten. Wurde doch jüngst eine Stelle mit 47" Mk. 0V halt für Haupt und Iilialgemeinde attogefchriebeii.!