Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 47 (22.11.1906)
- Date
- 1906-11-22
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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L Crzieljung und Lei; Pädagogische Beilage zum0״srae cv-o. ifus der Praxis für die Praxis. r I5־inc sehr ivichtige im Religions unfcvi־idjt in de!׳. Wittel und höheren Schule», aber auch aus der Sberstuse der Bolksschule ift die ^Ipolüflctif. Tir übergros;e Mehrzahl der jüdischen Schüler und Schülerinnen besuche» ja mchtiüdiiche «chuleu und da ist esgnv.z!!!!aus bleiblich, das; tie Auschauuugen und Ideen in sich ifnehnieu, die eine Gefahr für ihre religiöse lleberzeuguug bilden. Man braucht dabei gar nicht au eine beabsichtigte Beeinflussung zu denken, — obwohl ec leider auch Lehrer gibt, die es sich nicht versage» könne», christlich missionarisch zu ivirken nein, oft ivcrden die dein Judentum seindlichcu Urteile in beitem Glauben gegeben und von den jüdischen xrinderu auch als unwiderlegbare Wahrheiten ausgeuommen. Der jüdische Religionslehrer hat bei seinem Unterricht aus diese (Gefahr sorgsam zu achte», will er nicht, das; seine Schüler dauernd Schaden leiden. Er darf sich nicht dan'.it begnügen, eine falsche Ansicht über das Judentum und seine lehren mit einigen dorren zurückzmveise», denn es in leider eine Tatsache, das; der Schüler das Urteil seines >i lassen oder Fachlehrers höher stellt als das seines Religionslchrers. Darum ist es nötig, das; der Hcptcrc ar!s der Höhe seiner Ausgabe steht, das Material zur Alnvehr gründ-!ich beherrscht und mit Ernst und lleberzeuguug seine Ansicht vertritt. So werden beispielsweise viele von unü schon die Erfahrung gemacht haben, das; auch bei jüdischen Schülern der (Glaube teste Wurzel gesagt Hai, ec׳i düs Ehrüteunnn habe das We.b *vet ge macht und ihm die gebührende Stellung ange n-ieskn. Au׳, höchsten habe es bei den germanischen Böllern gestanden,׳ im ganzen Altertum aber, also auch bei den Juden sei es unfrei, gering geschaht oder sogar verachtet geiveseu. Man weif;, das; diele Ansicht bei den E!nisten ganz allgemein verbreitet in. Hai doch sogar der Bibel Babel Delipsch aus dem Umstand, das; bei dem Arbeirsverbor am Savvat >ovh! Unecht und Magd sogar das B>eh — aber nicht die Iran genannt in. aut du׳ niedrige Stellung geschlossen geschlossen, die die "Bibel dem Weibe zuwein' Und dieser!'-eiebne kam doch von der Theologie zur Anririologie' Will man es da e׳nem nicht theo!״-gi'ch geb!!d!-!en H'uec verübeln wenn er eine An׳ck>. : ׳.die er ׳ur .ranz u . ׳ ״ö'b'h >! 111, ' :׳' '׳ ״ge׳'׳a>u1u: :>!' ' r . ־.׳.■■ : ן י ׳ :!' . >e׳ ו! י׳!! ׳ - ist freilich die Bildung richtiger und der Lt.hrhr heit entsprechender Ansichten über die Stellung des jüdischen Weibes und diese Aufgabe kann int Rahme» des jüdischen Religionsunterricht ohne beiouderen Aufwand an Feit und .<krast erfüllt werde». Da ist vor allem, bei der Behandlung der Benediktion ׳טי" א עיט ני איטה darauf hinzuiveisen, das; darin keinerlei F!nück!ebuug für die jüdische Iran liegt, sondern das; nur׳ Äkänner unserem Schöpfer nur dafür danken, das; er unS ein reiches Mas; an re 1 i gi ö sen Pflichten auferlegt, Pflichten, die das Weib kaum erfüllen kann, ivenn es die ihm zugeiviesenen Sbliegcnheiteu — die Sorge für das Hauswesen und für die Erziehung der .Binder — getreulich erfüllen will. An Wichtig fett Neben die leplercn;rarer majt giuter denen des Mannes zurück, der Hohn für treue Pflichtersülluug ist aber ein höherer. '׳ביטוח ב. Ebenso hebe man bei der Besprechung der טיט:ח in den .—וא\ חרבה •טיחה עם הא״טה :£יק אב hervor, das; hier nur das Schmähen >md tändelnde Plaudern verboten ist, das; unsere Weisen ז״ל aber an vielen Srten von dem hohen Werte sprachen, den der Gatte a»s die Meinung, die Airsickt uitd d ti Rat seines Weibes zu lege» har, ja, das; sie au einer Stelle dem weiblichen Geschlecht mehr Bernaiid zuschreiben als dem männlichen. :חח ט"ה ב׳ Wir besihen in uusereui בחור aber auch ein Gebctsstück, das wie dazu geschaffen erscheint, die jüdischen Töchter darüber nutzuklären, ivelche Autsassung unsere חייה vom Heben und Wirken einer jüdischen Iran hegt, ein Gebet, das rvir in einem der gehobensten Momente des jüdischen Pffichtcnlebens verrichten: in dem Augenbiia, wo rvir die Xiönigin ,Sabbat begrüne». Darum niüfftc איטח ה׳^ ט׳ יטעא eigentlich im M itre 1 puukt des Ge betüberrepeus. ׳ür Mädchen stehen. ״Welch ein "Bild eines weibliche» Wirkens trägt uns dieser Rückblick aut das Heben einer jüdischen Haussrau entgegen' Hätte uns das heilige Wort aus der Bergangeuheit unserer Fiaiien auch nichts als dieses eine Stück ans beivalrrt, welck, ein Blick iväre uns rckroi: aainir in die Stellung des jüdischen Weibes im jüdischen Bolke eröffnetwie schlüge schon die׳es Eine alles nieder, was eine nnbegreitliche Gedankenlosigkeit von .-nen1al!scher xlnecknung und Herabwürdigung iüdi'chen Weibes des Alr-'rrunis gerabel: ha: nw׳ ׳adert! Wo in das europäische Weib des .!!!:׳< -׳ י',”''יי, reu. as״"- zai:rbr!!ider:s. "י׳ nichr mit be ■׳'." e!n׳zu Ae :. ,.׳ ' ״י . 1;: ,IS. 1 tv׳ vi 1* v um .״11 v Ber.r.mgen!׳-׳--! a! - zu eiuem believchren ׳vz!'׳e -:״bi-.deii me׳::,re. dem n be zu ־ : r'tc . ::s;:׳en: ׳.Irres Hebens ׳.!׳,!- '■ < •;..■!ו. H!r>'ch. chu.er .-■!»־־ ׳:'י: Lhgiaudliiug iverdeu die ׳ <׳e.. ׳: o!e >i.״!luren :» ö-׳!!? Eharakier 1 .-׳:>e׳׳. von dem ivackere» Weibe cntwirst, zeichnen können: Es ist die rertraute Freundin des Gatte», die Heiterin uitd Srdneri» seines HauseseS greift tätig selbst zu und trägt zu der Ber Mehrung des Wohlstandes bei - es ist die immer wache Wächterin der Gänge des Hauses und zugleich die stille, weise Beraterin seines Mannes für das Wohl des GemeiinvescnS- Tätigkeit ist sein Element, Wohltun seine Freude ilild Weisheit thron! aus seinen Lippendarum lebt auch sein Andenken nicht nur in der Brust seines Mannes und seiner Xiinder, sondern auch in der Gemeinde zu eivigeni Rnhnie und als nach ahmungsivcrtes Beispiel fort. Uild nun gehe mari rveiter und zeige, dss; die jüdischeil Frauen auch i» der Geschichte dem hier entivortenen Ideal sehr nahe gekommen sind, allen voran יטיח. אט:י und die andereii Stamm- »lütter, aber auch Mirjam die Prophetin, die Richterin Deborah, Hannah, die Mutter Samuels, die Schunanüterin, die Prophetin Ehulda, die xröuigin Enher, die tapfere Judith und die schmerzensreiche Hanna, die mit ihren 7 Söhnen für ihren Glauben stirbt. An diese leptere knüpfe er au und erzähle von den sroiiimen Frauen des Mittelalters, die glaubenssreudig deil Scheiter Hausen bestiegen uiid niil den Männern darum wetteiferten, ihr Heben hinzugeben für die Heiligung des göttlichen Mannes. Der Hehrer rveise ferner nach, das; wenn auch von der groffen Mehrzahl der, jüdischen Frallen das Eharatte ristikum gilt: הגה באהל, das; sich ihr WirkuugSkreis auf das Haus beschränkte, unsere Geschichte doch nicht arm ist, an Beispielen, ivo Fraueil mächtig eiugriffen in die Geschicke ihrer Ration. Bon schwerer Arbeit aber;eien jüdische Frauen stets verschont geblieben - das aber sei eines der wichtigsten Merkmale für die Beurteilung der Stellung des Weibes bei eine!» Bolke. Da ivo die Frauen gemeinsam mit den Sklaven die Haus und Feldarbeit verrichten, während der Eheherr aus der Bärenhaut liegt, kann ihre Hage ivahrlich nicht als eine beneidenswerte an gesehen iverdeu. Selvsioe׳stündlich rnüsse:! auch die herrlichen Aussprüche unserer Weisen über das Berlrältnis des Garten zur Gattin 11 יבטיח ם״ב■ w.. "/"'ל'! £"־ ם:ח,חריז ב יב und a a. S. angeführt iverdeu - Roch grösseren Eindruck iverdeu die vielen gcrep lick en Bestimmungen inacheu, welche uu'ere חי-ה zum Schube der Frau gel offen bat.^ Und nm׳; vor allem aut die Bedeutung der ״בהtür oie jüoisckie Eiie hingervieren rverd ׳'ch י rhkni l׳u' C-nrllfii tv.dit zugäiiglicti und 1״-v• i::1 ו ז ה■ ir-cil׳ V.'N r>!ab!da :Kutli r׳a:-r״> vu -.i.-n, ali1׳» aber i't -. .ו;, .{..liij! üi; ״h<" e1!!r!eäle». ,".n cniem der iamnmnn 2(trr:׳n״«־ morgen ׳:■»eu'l'l'be e,klangen. den׳ ■'! du ÄrnkeE'-e iueien -^e-e׳ck״n ■1 nächsten Bande . ncinlicii : ■׳:.