Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 47 (22.11.1906)
- Date
- 1906-11-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 47. Sette 4. auch umecht, i'abnn bcndiclt l'iebe zu seinen Töchtern, die er durch Jakobs fluckit nicht erst habe küsse» können, wie es sich für Scheidende aebuhtt. Und Jakob selbst — so beteuerte Laban — hätte er mit klinqcndcm 2picl und in TviTUbcn entlassen, wenn der Weqizanq sich in normale:: formen vollzöge!, hätte. Doch auch das will labern noch überleben' welchen Zwed soll aber die Entwendiinq der Terafini, der laba nischen Hausgötter habend 'ידה גנב־־. אד איה'•' Warum hast du meine (Götter gestohlen? Da erlaubt fa^b die Durchsuchung aller ^eltc! Sich keiner Schuld bewußt und den gleich reinen Sinn bei allen Angehörigen seit voraussetzend, rust fakob die schwerste Strafe ans den herab bei welchem die Tcrasim entdeckt würden. V1:ba:t durchsucht nun die Zelte der Vläqdc, das Zelt Jakobs und findet nichts, das Zelt Leas und findet nichts, das Zelt Vachels, er findet nichts." —. Es ist leicht denkbar, wie kränkend eine solche Haussuchung seitens des Bakers und Schwiegervaters sei» mußte. Treffend bemerkt דיביב ז״י i» seinem Kommentar הידי־ה יהדציה, dag Laban nicht nur nach den (Mützen gesucht, sondern sein Mißtrauen auch bezüglich anderer Dinge bekundete. Da risz endlich auch u»serm fa kob der ,faden der lKe duld, die ^aban gar lange mißbraucht hatte' Und er rafft sich ans zu einer gewaltigen A b r e ch n u » g in i t seine m 11 n n a t ü r l i ch e n S ch w i e g e rv ater: ")1 י"^2 "21 דידm, u nd es verdroß de» fakob und er stritt mit Laban, fakob Hub an und sprach zu Vnbiiii: ״Was ift meine Missetal und mein Vergehen, dag du m ir so hitzig nach fegtest? Denn du hast durch wühlt alle nieinc Geräte, was hast du gesundc» von allen deinen Hausgeräten? Lege cS doch einmal hierher vor meine und de ׳.ne Genossen nnd sie mögen entscheiden zwischen uns beiden. Diefe zwanzig fahre war ich bei dir, deine Mutterschafe und deine Liegen haben nicht sehlgcboren, die Widder deiner Schafe habe ich nicht gegessen! Zer rissencs brachte ich nie ׳,u dir, ich selb» batte cs zu ersetzen, von meiner eigenen H and forderte ft d 11 e s, s 0 w ohl d a s bei T a g a l s d a s b e i 'וי a ch t G c ft o!1 l c n e. 26 o ich bei Tage war, da verzehrte mich die Hige, u n d der frofr in der '?i acht, u n d Der Israeltt. es wich der Schlaf von meinen '?lugen. So erging es niir zwanzig fahre in deinem Hauseich diente dir vierzehn fahre um deine beiden Töchter und sechs fahre um deine Schafe, doch du li a ft m einen V 01111 zehnmal gewechsel t. 'Wenn nicht d c r W 011 meines Vaters, der Gott Abrahams nnd die Ehrfurcht fsaks mit mir gewesen wäre, wahrlich jetzt noch hätten du mich leer sortge» schickt! Mein Elend nnd die Mühe meiner Hände fah W011 ati nnd er ivies dich q c ft e ui zurecht!" — lind was weiß ^aban diesem donnernden ״f acense" cntgegenzusetzen? Cffeiibiir hatte er eine solche Sprache f akobs, des schlichten unschuldigen Mannes, des א״ט הד nicht erwartet! f 11 der 'Verblüffung findet er nur die Worte: ״Die Töchter sind meine Töchter, die Söhne meine Söhne und alles, was du siehst, gehört mir. llnd meinen Töchter», was soll ich ihnen tun, oder ihre» Kindern, die sie geboren haben? Und nun komm', wir wollen einen Bund schließen miteinander nnd er werde zum Zeugnis zwischen mir nnd dir." Auch ohne große Kenntnis der Dialektik ist es unschwer, hier in jedem Satze die Sprache der 'Verlegenheit zu ffnden. Samson N. Hirsch s. A. bemerkt auch zur Stelle, daß man nicht weiß, was Laban eigentlich damit sagen wolltees könnte vielleicht den Durchbruch menschl cher Gefühle bekunden. Wie kleinlaut nimmt sich die th'eplik Labans ans gegenüber den '?Lorten des sonst so gefügigen fakob! Die Gewalt schmilzt znsamnie» in nichts vor dem Entrüstnngsstnrm der berechtigten Gegenwehr, fakob spricht eben die Sprache der Unschuld, die Sprache des th'echles der Wahrheit, die Sprache des reinen (Gewissens' Schluß folgt.) J 1•! Iüi$$cr1$cimmkbc> uHu itunsi* lerischcs im algebraischen Schrifttum. Bon Tr. M. 2t s .1, c r m N c 11 di ä t c 1. (Sduun. Kanin eine Zeitung nimmt man zur Hand, in der man nicht int wissenschaftlichen Teil min bestens einen Aussatz darüber nn et, daß Professor 21. zu enträtseln vermochte, was diese oder jene .Hjerogltiphenschrist bezeichnet. 26011! dann fest Kinder bineinzusiedite» weis;, war webe» 1uut<n*111 110111־ iHiuv'boifrn. Imtir «mit iiiv fne 'Hci\c des Ldiönen, »h’y stand es nur, Weift und Herz iiictu vom Pegasus 111 die I'uukii Viiflc riujiibuii zu Innen, redmele 11m iiitiiidien und 'i'.;t1!ltd)fcttrn. die eiiiem Nebelbilde emein versiiegen en Nam'ch. drin Nähme und dem Ehrgeiz in du geopieri werden dürten Und well ne dieie Wirkliddeiien iah darum meinte Vea is tS Die Hilden an der Malabarküste Fm׳ resianie Einzelbeiten über die?!!den an der ^»laliibaikiuie erzählt rin?»11 de uns Eodnn 1111 Londoner ״Fewiib Ebro niete״. Ttzir rrsntire» daraus, das: unsere (»laubenege nosien in irnem Teile Britisch Fndiens fdnuf gesonden sind 111 wrisir?uibct!, schwarze Fuden und sogenanme .,Pleschuichararim . 2i.-äI1rend die crsieren nur eine einzige Wemembe bilden und c ne Lmiagoge besitzen. brneben die idiwarzrn Fuden aus neben Geniemdeit, davon >e zwei in Eodnn und in iSrurucliim. 1e eine 111 Mola Paioov und in Eblitoman.nialam Tie Pieschuschararim das >ind die Abkömmlinge derer, iveldir in letzter Feil von den iveinen Anbei zugelasien ivurden, ivobnen zuineisi in 'Bomba» und Ealeuila, nur wenige inneitialb der idiwarzen Fuden in Eodnn Tie inrisien?»11 den ballen sich von den ichioarzen vüll g geiendeu und besuchen nur srlien ihre 2si1־iamm lungen T!e europäitchen und anderen tremdländudien?enden geben nur mit eitleren 0 tun rin seilen in 1 kt* :eien. T 1» Mnä uid'araum we dle teme eigene Lmiagoge bennen, nnd aus die Milbenutzung de- Tenwels der weinen?uidrn angewiesen, bmun ,edoch feine Litzplätze einnebnien und werden nur ein einziges Mal un Falne, am Limdiaib Tora, ausgeruien T 1e>e franlende zuriidienung veran luntc die!,kidnitdiiiiiirnn!1! tinUrnw idnd>. des?adies t1"I. »di beidiioerede'iilire d an den Vbacdain Baidn >11?erniuilein, ׳Itabbi Me!r 'twnnzel, :u ivenden. der sie Üir eine Miidilin^srasse tnrli und adivirs, aber nadidem er dm ivatnen Ladivcrbali eisabren balle, eine andere l!1N ׳dieidung »ras, obne das! dieselbe ausgesiilin wurde,?n tzaltuiia dauern diese Trangialierangen bis au! den bru :!gen Tag sorl nanienrlidi seitens der id,war:en?iidrn. Die tevleren beiedlosien nadidein die 8orreipo11benz der Meidmrai-ae.«. den׳. Nasch: Nil?»übt. rs>i IN dein Valeultarr Journal ״.Hapcradi״ verossemlidil wvr den war. ndi in ..Meiudiassiin״ und ..'.'lidn Meiudiainin״ tu spailen. Tie sdiwarten?uden sülirlrn sriibrr keine?,unainen, ausirr »ivei vdei die! Hamiiieii, die ״Madaai \ bienen. 2tzäInend der letzien?»abr>el1nle baden ׳idi Be! :eicbnungen, wie ,Melained". ״l^adi" .׳!., eingebürgert.! i.^־s gibt inner idnen keine >!o!1a!׳.!!n. '.!i'cuerd,i11gs werden j sie, besonders '?lngebvrige der Gemeinde in isvchin, von den weinen?uiden in 'Boinbav als (ib.iiiiniii,, tzebrer :c. besdiiinigi 'Aber sonn bleiben sie voneinander sireng aesdiiedrn Tan die weinen?uden mit den sd1i׳.׳ar:en fndrn feine rbelidien 'Verbindungen idilienen, bat seinen Wnmb vouviegend 111 den »anenverliallnissrn der Hindus, unler denen die erneren lange .',en gelebt und deren Litten und 2<oru1 teile sie angenonnnen baden. «Eine samaritanischc Thor trolle. 'Bor einer fleinen t'lesellsdiasl auserlesener ^rieniiorsdiei deinon siriene lüngsl in tzondvn?»s a a e, der :weite Hobert r | t ntt v r ין י! '11' ון I ווסווו^^ וווו וי des ersten Hobenpriesiers einen um das?»abr l0',0 g e s »!liebe 11 e 11 tz e 111 a t e u ch. Tie Vleinrinde :äblt nur nodi 2.'>n Mitglieder. Lir leidet bnirrsie Aoi. Tiese Aoi »ivingi ne nun Berfause der seltenen Nolle, der um ■'1' 0 00׳' f 111t ה IN tzondo» eisvlgen soll. Tie -'l szus: lange Nolle von von 'tzergament in »ur Beislarkung aus didem Mivier ausge:vgen morden. Ter nnlere Teil der Nolle in durch 2tzaner beschädigt. Tas eine .Napilel der GrnrnS ^envies ndi bei der 'Bendnigung als gan: voll ständig. Tie in kleiner, >1ln» leserlicher Lamarnanerschrist geschriebene Nolle ist eine diplomatisch getreue .Nopie einer Uebrrsrl-ung ms Lamaritische dir vor 2:i.»?»abren vorgenommen se!n soll und d!e sich ebenfalls!!!! Ge wabriam der tNrmeinde benndei, atvr blos; dem Auge königlicher Personen eibüllt werde. Man boftt in londoner Vielelirtenfreisen, das Manuskript iür England zu reuen, nnewobl das Brmsd,e Pfuseum erklärt, einen so boben 2ktrag nicht autbungen :u können, wodurch die i'kigbr nabegeiüdi erschein, da׳^ ein amerikanischer Millionär die Nolle erwerben könne,?»saae ist eine 1111 ponieriende Er dieniung mit waUendem Haar unter dem purpurnen Turban und einem dunkelroien Bar: um die seingeianiitlenen iienchisuige. Len drei 2tzochen trat er 22 November 1906 gestellt werden kann, daß irgend eine gering Zügige moderne Ilnschauung schon auf den Ton scheiben von anno dazumal stand, so ergeht man sich in höchster Bewunderung für das altägnptische oder babplonischc Tchristtnm. Dabei vergißt man jedoch, daß es eine andere S.uelle giebt, ans de! man zu schöpfen vermöchte, die für die 26iffen schast ergiebiger und wichtiger iväre als alle Hiera gliiphenschristen insgesamt, nämlich das althebrä ische Schrifttum. Viele wissenschastlische Meinun gen, die erst in moderner ^eit geäußert, viele erhabene Gedanken, die er!t von den Dich tern und Denkern unserer Zeit gcpred'gt wurden, sind klar und deutlich schon im althebräischen Schristtnm ausgesprochen. 26ohl hat es immer Torabeflissene gegeben, die die Schüler auf solche Stellen aufmerksam machten - auch sind schon 26erke über einzelne Zweige der 26iffenschaft der alt jüdische» Litteratnr erschienen - doch im allgeineinen trifft es zu, daß von jüdischen Lehrkreisen solchen Be arbeitiingen nicht der gebührende Wert beigemessen wurde. Es ist gewiß nicht anzunehitten, daß sich das jüdische Publikum gegen dergleichen Eröff nungen gleichgültig verhält. Jeder muß doch un willkürlich stolz daraus sein, daß Tora und Talmud echteste 26iffenfchast enthalten nnd durch 2fefolgung der darin enthaltenen Gesetze der Gesaintwisscn schast Heil erwächst. — Der ״theologische" Wert des althebräischen Schristtnins btwirkte die '??l'ein nng, daß dasselbe ein ausschließliches Stndiiun des Theologen bilde. Wenn ein Knabe eifrig die גד1א lernt, so pflegt seine Umgebung schon zu sprechen: ״Soll er den -Ikabbiner werden?" f!n Peligivnsunterricht ist nur der Inhalt der Schri! tcn des hebräischen 2iltertnms mehr oder minder gut stiffematisch geordnet, mitgeteilt worden, es wurde vernachlässigt den wissenschaftlichen nnd ästhetischen Gehalt darzutun. Das muß anders werden Der Religionsunterricht sollte unbedingt dafür sorgen, daß es jedem ins Leben hinaus strebenden יהוד״ zur innigen Ueberzengung wird, daß die Schriften seiner altjüdischcn Literatur nicht nur in ethisch religiöser Bezielnuig wichtig sind, sondern auch in rein wissenschaftlicher nnd ästhetischer Hinsicht ein überaus bedeutendes fmeresse darbieten. Dan» wird dadurch auch sicherlich das Gesetz selbst in den?lugen seiner jugendlichen Bekenner höheren 26m erhalten. Wir wissen heute, daß an den Händen leicht '??tikrobe!׳. sich festsetzen, weshalb jeder '?lrzt nach jedem .Krankenbesuch sich sorgfältig die Hände wäscht. 26ie weise waren doch unsere C"21, daß sic geboten haben, sich die Hände zu waschen, sokein fleisch berührt, da ihm selbst der Genus: des streng nadi jüdischem NNus bereiteten?»Irisches verboten^ ist. Ten Hobenpriesier begleitet eine Teputativn von drei Llammrs genossen, welche die Heilige Nolle in einer wundervoll ringelegten ׳ ctallbülle bcwabrt, die ihrerseits in einer blauen, t'dnver mit Gold gestidlen Lcidcnbülle verwabri!vtrd. Ten Eiigländeiii iviid de! Eiweib in erster Viine osscriert, weil der englische Konsul in?seuiüiloti seiner zeit den Ldnw des i'amaritischen GoiiesdicnitcS aut dem Berge Grriziin crivirkie. Wrc die Amerikaner Geld machen י f n de! >n r'Ilerandrien ersdieindenden Egtiplian lstazene leien wi! svlgenden Bericht aus?crusalem vom 12. Oktober, der den bervorragenden Geschäftssinn der;')ankees auf einein bisher unb bauten Felde zeigt und keiner Erläuterung bedarf: ״LtarkrS Fnteressr bringt man lner in 'tzalästina den Plänen einer amerikanischen Gesellschaft entgegen, die?ordanwasscr nadi den Bereinigten Llaaten aussübren?ftt unb o.ubcvc vcl!r1!öf(‘ ׳^nirrfc btenen w>1d. Eolonel Nadaud, der Prändenl der ״?»nlernationalen?»ordanwasser Gesellschast", ist vor l4 Tagen mit '20 Mann am Fordan emgelrofien, die dabei sind (50 00» kg Fwn wasier zu sieden, zu siltern und zu desinsiziercn. Tas Wasser wird dann m Fässer gesttlli, von denen jedes rund Chi kg ausnniimi.?»edes Fas: ivird vorder gründlich mit kvdicnde»! Wasier und Lvdn inwendig gereinigt, dann nodi mit einem besonderen Desinsektionsmittcl ausgewaschen damit auch die etwa im Holz verstedlen Keime tierische! oder psianzlicher Lebewesen getötet werden. Lo wird keine Mühe gespart, um unbedingt reines 'Wasser zu erballen das, wie mir Eolonel Nadaud versichert, dem>Berbraucher absotur keimsre! und so frisch w e CmeUnnincr zugebcn wird, so das: selbst ein Läuglmg es ohne Gejalir trinken konnte. Jedes Faß mit 'Wasier wird mit dem Lieget des amerikanischen Konsuls in?»erusalem versehen seinder Konsul, ein türkischer Loldal und der Patriarch von Feru salem, letzterer vertrelen durch einen Mönch aus ^e!!!?»obaniiisklosier, führen die '?lutsichr bei der Füllung 4as Liegel!edes Fasies wird erst in New Bork erbrochen, und zwar von einem besonders dazu ermächtigten Komitee das auch die '.lüsiüllung dcS 'Wasiees in Flaschen über wacht."