Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 46 (15.11.1906)
- Date
- 1906-11-15
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2446951-9543451-9894034--0903-7375386- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 10. No. 4«. Der ISraellt. 15. November 1906 auf die Erde, und sie stab ihr Geivächs und die Bäume deS Feldes ihre Früchte. Und dieses Verderben lvird von dem Lande nicht weichen, biwir zu diesem Berge zurückkehren und den« IEwigen, unserem Gotte, auf ihm dienen?) Wenn der König befehlen würde, daß wir zu ihm zurückkehrcn und tun alles, was der Ewige, unser Gott, Seinetwegen geboten, so würde dort weder Hungersnot nock Verderben sein." Da antwortete der König und sprach: ״So befehle ich Euch denn, in dieses Land zu geben- Euer Heiligtum sollt Ihr aufrichten, dem Ewigen, Eurem Gotte, dienen und Euch vor Seiner Größe bücken". Und cs hörten alle Stämme der Kinder Israels auf diese Rede. 1111b es trat der Hohe Priester Abdccl an ihn heran und erzählte ihm alle diese Dinge. Und der .König befahl, alle, die vor ih»l verhandelten, zu versammeln und jede Partei von ihnen solle die Zeugen nisse, welche sie habe, offenbaren. Und er iverde nach dH Wah'heit prüfen und zwilchen ihnen richten.V Da brachte die Gemeinde der Kinder Israels der Samaritaner in Wirklichkeit — und sie sind Nachkommen Josefs das Buch der Lehre Mosis und erzählten vor dem Könige das Zeugnis des Berges Gerisnu Beth-El, uud daß er der auserwählte Drt sei gemäß der heiligen Thora. Und nachher trat Serubabel heran um vor dem Könige zu reden und sprach: ״König David hat gesagt: ״Siehe, die jebussitische Tenne, welche in der Etadt Iediß ist, sie ist der aus erwählte Drt." Da entbrannte der Zorn des Königs von Astur, und er zürnte über Serubabel und i Pr ach zu Iimii ferner: ״Tie Wahrheit ist nicht in Deiner Hand ׳bei Dir) gemäß der heiligen Thora, vielmehr isi die Wahrheit offenbar bei den Söhnen Josefs״ Und der König befahl, auf dem Berge Gerisim zu opfern, nub in Iebiß sollten sie nicht opfern. Hub er hielt den Serubabel und alle, die ihm folgten, in den Städten Bablp loniens gelangen. Und es gingen Abdecl, der Hohepriester, und alle Fürsten der Sökne Josephs und alle, die ihnen folgten, nach dem Lande Kanaan, und sie kamen zu dem Berge Gerisim Betb El und dienten auf ihm dem Etvigen, ihrem Gotte, 1uit Freude und frohem Herzen. Und die Zahl derer, welche zu dieser Zeit von allen Stämmen Israels in das Land Kanaan kamen, betrug :,»(*mm• Männer. Und zu von dieser Zeit bestand ein großer lind gar gewaltiger Haß zwischen den Vu.'- Joseph — das ist die Gemeinde der .Kinder Israels, der Samaritaner, in Wirklichkeit — und den Vu>- Iebuda wegen dieser Dinge.' Frage. Was sagt die Gemeinde der Kinder Israels, der Salnaritairer, von Esra, den! Schreiber, und Nechenijah uiid von Sanballat? A nt wort: Sie sagen: Esra, der Schreiber, und Nechenijah gehörten zu den Häupter,! der Gemeinde der Söhne Iuda's. Sie kamen aus dem babnlonlichen Exil und bauten den Tempel (Wiederaus ,welchen Saloinvn. der Sohn des Königs David, im -)KN. Jahre'׳, seitdem die Kinder Israels in das Land Kanaan hinübergezogen waren, gebaut haue. Und Sanballat gehörte zu den Häuptern der Gemciude der Kinder Israels, Iosct'hus >!. n. C. IX. :1. 5, auch iauduuua x\c lamdcmi יצב"!HU' Sanher > h feine Steuererheber nach Samanen i dudle. tun die Ahgahen zu erheben, fandie Hott v'muen gegen sie »voraus sie dein »dinge sagen liegen: Tie Volker. weiche Tu ins Land drachlesl. kennen nichl das tiefe» des Landesgoues Hierauf hade daun der »!ding die ׳.'teileilen des Landes rufen laffen und sie gefragt. wie kan,ini 0 dag. falange ihr das Land beivahnei, keine wilden Tiere dasselbe verheerten, vgl. dagegen Nichte׳, kt, '>, b «am. >7. ü. Sani. 2:1. 10; I. >io 20 .21 .1:1 .׳. '■'<*< Irr 5 ׳! und .׳»־ ivvraui die 'iveifen den Lonig eviudu heitten. fie heim ziehen zu lauen, denn das Land dulde keine Nativn. die nid» das Oiefe» studiere und beschnitten se!. rer s!.1׳uy;>erlangte dennach 2 Blamier van ihnen uni die »a.,׳n!»en׳zu unterrichten, und iveil der Befehl des Koings unwiderruflich in, fo habe man den Nabbt To׳über;, bar .'uiimat vgldie fan1ar>tan!׳che Sekte der t oiitbaer und den N. Sabacus gesandt . . . ') . ׳ .׳er;׳ u e< b. - זי ’er 'Auszug aus Aegvvieu etwa am I!.׳'> v r ■ , >. 41׳!!ס 1041-4 ,׳.;ו.. י....«׳U'1110mid1e Temvelbau tuefiaif, •.•׳.,>!« l״!:• erfolg! i >׳s stimmt mit den gefdiictit litben 5 vre•1,4 .׳ ■־ a üb-rtem. der Samaritaner — in Wirklichkeit — welche zu den Nachkommen Josephs, des Tugendhaften, gehören. Itnb dieser Sanballat wurde in den Tagen des Exils in Haran geboren. Und ein großer Haß bestand zwischen ihm und Esra und Nechenijah, die vorher erwähnt sind. Frage: Hat die Gemeinde der Kinder IsraelS, der Samaritaner, das Gesetz der Br׳ schneidung, daß sie beschneiden die Vorhaut jeden männlichen Kindes aut 8. Tage nach der Thora, oder nicht? Und wenn der 8. Tag von der Geburt des mäntilichen Kindes anf einen Sabbath fällt, beschneiden sie dann die Vorhaut des Sohnes au diesem Tage oder nicht? Und veranstalten sie eine Mahlzeit am Tage der Beschneiviing oder nicht? Und verrichte» sie ferner Gebete zur Zeit der Beschneiduiig oder nicht? Aiitwort: Sie vollziehen das Gesetz der Beschneidung am 8. Tage, voni Tage der Geburt des männlichen Kindes an gerechnet, nach der Vorschrift der Lehre Mosis — Friede über ihm Und!venu das neugeborene .Kind ut den 8 Tagen eine Krankheit befällt, verzögert man doch nicht die Beschneidung bis zu einem anderen Tage, sondern beschneidet seine Vorhaut!doch) am 8. Tage aus Grund der Thora?) Uild wenn der 8. Tag auf einen Sabbath fällt, verschiebt man seine Befchileidung (doch) nicht um einen Tag, sondern beschneidet seine Vorhaltt am Sabbath, welcher der 8. Tag, von der Geburt des männlichen Kindes an gerechnet,^-ist. Und sie ver-richten Gebete lvährend der Beschneidung des Knaben. Und folgeiiderniaßeit ist der Vorgang hierbei: Es versanimeln sich alle Verlvandte des geboreneil Kindes und noch andere Männer der Gemeiude in der Wohnung des Kindes am Morgen des 8. Tagest und mit ihnen ein Priester oder zlvci oder drei. Und es betet der Priester, ivelchcr der älteste unter alleil ist und spricht: ״Deiln den Namen des Ewigen u. s. w." am Anfänge des Gebetes, rvelches lautet: Denn den Namen des Ewigen rufe ich au (und es aiitwortet das ganze versammelte Volk: Amen!) und gebet Größe unserem Gotte! Der Fels, vollkommen ist sein Thun, denn alle Seine Wege sind gerecht. Ein Gott de׳ Wahrheit, ohne Unrecht, gerecht und gerade ist Er. Gepriesen sei unser Gott immerdar und gepriesen Sein?käme ewiglich! Gerühmt sei der Schöpfer aller Wesen! Am Anfang," da schuf Gott den Himinel und die Erde und die Erde war wüst nnd leer und Finsternis ivar über dem Abgrund und der Geist Gottes fchlvebte über den Wassern, da sprach Gott: Es iverde Licht! und cs ward Licht. Und Gott sah, daß das Licht gut >var, da unterschied Gott zwischen dein Lichte und der Finsternis, und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nailiitc er lyncht, und es ward Abend nnd es ward Morgen: der erste Tag. — Uebersetznng,. — Gepriesen sei unser Gott, gerühmt sei unser Gott, erhaben unser Gott, geheiligt unser Gott uiid seine Furcht im Himmel und aus Erden' Gepriesen sei unser Go״ innnerdar und gepriesen sein Name innnerdar! — Und Gott sprach: Es iverde eine Ausdehnung mitten im Wasser — und Gott nannte die Ausdehnung Himmel und es ward Abend und cs ward Morgen : der?. Tag. — Und Gott sprach: Es mögen sich sammeln die Wasser! Und Gor! sprach: Die Erde lasse hervorsprießen' und es ward Abend und es ward Morgen: der Tag. — Und Gott sprach: Es werden Lichter! Und Gott machte die beiden Lichter und es ward Abend und cs ivard Morgen: der vierte Tag. Und Gott sprach: ') "Vgl du gegen d!e Erklärung Ahajis: Sabb. lUiä, und Iore Teoh 20•׳; Ausg. 1׳ So -Nid! ה ב zu Lev 12. 1 ת״ל ביום ביום “) Bgl über diese unif,mciite des Pentateuchs in der immun. Liturgie d>i. Hcoden!: e 1tu a. a. T. IV. .21«.־ ff. Tie Liturgie der «!mmuttrtner umfaßt 12 Teile tH e 1 denhe 1 in a. a L II. 27:»׳. So schreibt mir auch der famaritani'd'er Cbemieüer: ..Was Ihre Bitte nach Büchern .utbetr,״,. fo molk» Sie mir er» 10 Pfund, d i. 200 I tanken elmenden und ich iverde Ihnen das Erbetene »dnden mit Ausnahme des Bkachf0rs das 12 Baud, u m i f; t.״ Es «lögen wimmeln die Wasier — und Gott segnete sie — und es ward Abend und es ward Morgen: der 5. Tag. — Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor! Und Gott sprach: Wir wollen einen Menschen machen — und Gott schuf den Menschen — und Gott segnete sie uub Gott sprach zu ihnen — und Gott sprach: Siehe, Ich gebe euch — und Gott sah alles, was er gemacht hatte und siehe, es war gut, und es ward Abend und es ward Morgen: der 6. Tag. Und Gott vollendete am sechsten Tage Und Gott der Herr bildete den Menschen vom Stande des Erdbodeus und blies in seine :Nase den Odem des Lebens, und der Mensch (אדם ward zum lebenden Wesen (,החיד). Und auch dem Seht ward ein Sohn geboren יליד׳). lind Gott segnete den Noah lind feine Söhne Denn im Ebenbilde Gottes machte Er den Menschen. . . . Ihr aber seid fruchtbar und vermehret euch' Und Ich werde dich zum großen Volke machen uud dich segnen. Und du mögest Meinen Bund hüten, du und deine :Nachkommen. Dies ist Mein Bund, den ihr hüten sollt zwischen Mir und euch und deinen Nachkommen nach dir. Es soll bei euch beschnitteu werden jede Mannsperson. Und ihr sollt beschneideil das Fleisch eurer Vorhaut. Uud im Alter von 8 Tagen soll bei euch jedes männliche Kind beschnitten werden. Und es sei Mein Bund an eurem Fleische zum etvigen Bunde. Und eine unbeschnitteue Mannsperson, die nicht beschneidet das Fleisch ihrer Vorhaut am 8. Tage. Uud sie sollen beobachten den Weg des Eiligen, zu üben Necht (דקה:: und Gerechtigkeit Und Abraham beschnirr seinen Sohn Isaak im Airer von 8 Tagen. Und als d s Kind groß war, ward es entwöhnt. Fürwahr, ich werde dich segnen und vermehren deine :Nachkomineu. Und es soll in Besitz nehmen dein Nachkomme. Und es sollen sich mitdeiuenNachkominen alle Völker derErde segnen, zum Lohne dafür, daß Abraham auf N^eiue Stimme gehört und Meinen Bund beobeichtet hat, "Wehte Gebote, Meine Sapunaen und Vorschriften Und der Allmächtige segne dich uud niache dich fruchtbar uud vermehre dich, auf daß du werdest eine Versammluiig von Völkern. Auf Deine Hilfe Höste ich, o Herr. Vom Gotte deines Vaters, und er wird dir beistehen, vom Allmächtigen, der ivird dich segnen. Und Gott gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak uud Jakob. Und Ich iverde über euch hiinvegschreiten, und es ivird bei elich keine Seuche sein, llnd der Herr wird über die Tür hinwegschreiten und ivird nicht lassen ׳ולא אהן den Verderber in eure Häuser kommen, zu strafen. Der Herr wird für etich kämpseu, und ihr könnt ruhig sein Nieine Macht und!nein Taiteuspiel (וזםי־חי ף Bgl. meinen Artikel ״ein neues Sussir"!» Hllgenselds Zeitschrift für miffenfchaftliche Theologie. N. F. I, I. 14:1-117. lücherschau. Zur Geschichte der Juden in Böhmen, Mähren und rchlcsien Von tt<»1r-1«2<>, herausgegebcn von W 0111 i c b B 0 n d l>, em. Präsidenten der Hmtdelv und Ofemerbe-Umniner in Prag, zur Herausgabe vor bereitet und ergänzt von Franz T vor st!׳, e:!!. Tirektor des Lnndesarchws des.Uomgreiches Böhmen, XI! u. 11 w S-, I. B.!1)»!-17.76, II. B 17.77 102"; im Berlage deS Herausgebers, Prag 1!H>>. Wie die (Mcfdüchtc der Juden mit der der nid»־־!üdiscken Völker nicht zu vergleichen ist. wie sich יייי■ Schicksal von dem der anderen Völker stets abgehoben; ׳״ verhält es sich auch mit der Wissenschaft, die der Nachwelt Lunde bringen soll von Weichelmnicn und Liilturzuttändcn ans der indischen Bergangen!:e!t, mit der jnduchen <»eschid»S misse ns dtasi. T ie anderen Nationen da den cs nicht allzuschwer, eine znsaminrnsancnde, mehr ooc ininder erfchopfende Tarsirllung ihrer Bcrgangrnhcii p