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Der Israelit · 1906-11-08 · 45 (8.11.1906) · p. Seite 9

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
45 (8.11.1906)
Date
1906-11-08
Page
Seite 9 (sequence 9)
Language
German
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s Novrmbrr 1!*06. Der ZSraktu am »1. März l!*0r> 62,149.12 Mk., was flrflcn bao 2<or1abr cmc Znnaltme um 2179.66 SJJf. bcbruift. Unter ben Spenbern bennbet ft dt auch ,'ihre Ma!enät bic Münifltn ISbaTlottc von iV'iirttcntbcrfl. Tie an Vclirrvtritmott unb Watten auszze zahlten Unterstützungen betauten sich aus 2XO Mk. Sulz u. rtrZalV, 2->. Cft. Der teit Fakiren be itcbenbc! sr a e l 1 f. s ckt e Damen 20 0 b i t ä 11 a f c 11 $ verein, welcher durch Beranstaltnng önentlichcr 2^erlofungen voit seibsiangesertigten Hanbarbeiten in den beiden Fakiren seines Bestehens ungefähr -4000 Mk. ben Annen, baupttächlich ausivanbernben nistischen Zuben, verteilen konnte, eröffnet mit der nächsten Woche seine diesjährige Tätigkeit. Um die Bewohner von Sulz und Umgegenb jedoch nicht zn oft durch ׳Anfbrüngen von Voten zu belästigen, soll in biefem Jahre von einer Volterie ab gesehen werben. Statt der künstlichen Handarbeiten werben die Bereinöbamen Gebrancktsgegenstänbe wir 'Wäsche, Unterkleider und bergl. ant'erligen, welche bann unter die Armen verteilt bezw. an rin r'luswanberungsbüreau geschickt werben. Freiwillige Gaben auch von Nichtmit gliedern werben mit Dank angenommen. Aus allgemeinen Wunsch wirb obengenannter hierein auch diesen 'Winler wieder einen Unterhaltnngsabenb zugunsten der Armen veranstalten. Posen, i. November. Die Verwaltung der j ü b > sch en Vese halle in Posen erstattet ihren zweiten Sabresbericht 1!H).06<־. Sännliche in Deutschland erscheinenden jüdischen Zeitschriften liegen in der Vesehalle aut, ansier dem auch eine Attzabl ausländische. Der Bestand der Veihbibliolhek in von K־> Bänden ans <>20 Bände ge siiegen. Tie Zreauen; der Vesehalle betrug an 20«! Tagen des Jahres im ganzen 27-X (int Bor!oln 2204; ׳Bücher wurden entliehen von 111>י Besuchern (1111 :}1orjabr 7.V71. Ter durchschnittliche Dagesbcsnch bat in der 'Berichts Periode die Zahl 9 überschritten und erreichte an Samstagen tut 'Winter oft 20—2-'>, an Sonntagen nicht selten :10 und mehr. Ta an diesen Hanvtbesuchsiagen die beschränkten Näuinlichkeiten nicht mehr genügen, so tvird die Ber tvaltung daraus bedacht sein, in absehbarer;feit ein grüneres Vokal zu beschauen. Penllten, 2. November. Ter Sltnagogengeiiieinbeverband des Regierungsbezirks Lvveln veröuentlicltt seinen Berwaliungsbericht für das Geschäftsjahr >!«>.׳, '«>. 'Bon den Snnagogengeittcindcn mit l^ Tochtergemeinben tut Negiernngsbeztrk und 27 Hauvtgemeinbeii ttttt 1 l Dochtergenieinden Nkilglieder des 2^erbands. Tie Seelen zahl dieser (Gemeinden beträgt b'>l«. Ter Stand der 'Berbandskasse war am >. Avril b. x'\c>. 1107.07 Mark. Ter Berband Hai in Xi rabbmerlosrn (betitelnden durch einen Nabb ner den Religionsunterricht revidieren lassen. Tie Gemeinben 'Alt 'Benin. Schivieniochlowitz u. (üvgvlitt wurden dnrckt Zuwendungen von bezw :i'-o, 2>«> nnd 100 Mark »nrerstützi. Als 'Beihülfe für den Neligionsuiner» richt an ländlichen Sriet! tvendrte der 'Berbanb 909 Mark ans. Das israelitische 'Waisenhaus in Nubttik, das eine Institution des 'Berbands in, zählte am I. Avril d. Zs 2.'! Zöglinge, 11 »naben und 12 Mädchen. Personalien. Jvi nntflirr n. 7. Nov. 'Bergangene Nacht üt eines der beliebtesten Mitglieder der hiesigen ,'israelitischen Neligionsgesellschast, Herr Z a r o b S. H e ü ע';, ittt Alter von <>! Zähren aus diesetn Veben abberttsen worden. Ein schwerer und allseitig tieseitivsundener Brrlust für die Gemeinde, der er!tut Hingebung aller Mrnftc ,altr zehntelang seine Tiensie geweiht! rin schmerzlicher (he danke für!eben, der diesen Mann mit den treulichsten Eigenschaften des Charakters und des Gemüts kettnen zu lernen Gelegenheit hatte. Zaeoh S. Hes; war die Berkorperung wahrhaft!üdischen Zühlens, Denkens und Handelns. Zn 'Windccken bei Hanau geboren und er zogen als der Sohn einer Zannlie, in der der <׳>ein der Thora eine Stätte hatte, bei Nabbtuer ׳Adler צ־! in 'Aschasienbltrg weiter in der!üdischen Veltre geförbrrt, bat er bis an sein Ende das Studium der Thora und die gewissenhafte Erfüllung ihrer (Hesepe als srme Vebrns autgabr betrachtet. Aut den drei Dingen, die nach dem 'Worte der 'Wetten die (hrnndlagen alles Daseins bilden, _ __ ., עד■ lvar auch ie1n"Vcbcn a'usgebaul. Das liegt oürn vor aller 'Augen, so wenig der bescheidene Mann auch!e ein ׳Aufheben davon gemacht. Er gehörte zu den Zähligen, dir nie ohne dringende Notwendigkeit einen שיעיר, eine ת:ד~ בצבירי versäumen. Seme unvergleichliche ,׳צ־קד die er am liebsten in aller Stille geübt, war e>n me versiegender 'D.uell ber Hülfe für alle, die nach ihr verlangten. Es n'l nicht verwunderlich, basi dir vorbildliche Vebensart. die er auch in einer bretfiigiältrigrn überaus erfolgreichen geschuttlichen Tätigkeit bewährte, timt in den weitesten »reifen aufrichtige Hochschätzung unb Belehrung erworben hat. Es ist in ׳Wahrheit ein reiches Veben, bas Zaeoh S. Hess י ״ע nunmehr vollendete. Ein Veben, dem »ämpse und Schmerzen nicht erspart geblieben, aber voll des köstlichen Znbalts, den nur die Thora zu geben vermag, unb darum ein Segen immerdar הנצב׳ה• (Hamburg, 4 Cftober. Einem jugendlichen הלדיד חבב mutzten wir heute das letzte Geleit geben, dem IM Alter von 26 Jahren badingegangenen Sofer Jakob Vöw aus Wanbsbeck. Seit seinem 4. VebenSjavre stand Vöw tm Dienste ber Tbvra. Nachdem er mehrere Jahre bet ben Altonaer Slausrabbinern gelernt batte, kam er durch dir Bermittlung von freunden und (hönnern an die Zrschtwah in Tt. »reuz Ungarn,, wo er zu einem tüchtigen Talinudgelehrtrn hrranrrifte. Alsdann besuchte er die Jesch.wah m Neutra und bildete sich dort als Sofer aus. Tank seiner ungewöhnlichen Zähigkeiten ward er dort in verhältnismäsitg kurzer Zen rin ׳ביב״ 2״בר und dir Gemeinde Neutra hatte timt gerne das Amt des kutz zuvor verstorbenen Sofer überrragen: aber feine liiengrn Zreunde drängten ihn, fickt m Hamburg nieder zu lassen, wo er nun nach anderthalbiährigrr Tätigkeit, die ihn zum Viebling aller machte, einem tückischen Vriden er legen ist. Vöw beherrschte vorzüglich unsere heilige Sprache und Itatte eine ׳Anzahl schöner hebräischer (he dichte vertagt. — Zn der Veichrnlialle des Zsrarlitischrn »rankenhauses gab ni ergreifender Rede Herr »laus rabbinrr Durersz aus Altona unserem Schmerze Ausdruck, auf dem ביר. ־קבייה in Wandsbeck sprach brr dortige Nabbmrr, Herr Tr. Bamberger, warme 'Worte des Nach rusrs für den so früh Tahmgegangenrn. ח.7צב״ח Sprccbsaal. Veivink, 22. 10. 06. Zn hiesiger Stadt werden Hunia- oder Halma Schuhe verfertigt, welche Zehudim an Tagen, an denen 1גע"1־. חבנדי untersagi ist, allgemein benützen. Es wurde bisher von verschiedenen Seiten die ,frage an mich gerichtet, ob nicht bei erwähnten Sckinhen ein!חשש אב״” ׳בעבד vorhanden sei Nun bin ickt in der Vage aus (hrnnd genauer Nach forschlingrn darüber zu berichten. Ter Stofs, aus welchem man diese Schuhe verfertigt, Halma oder Hunia genannt wird aus Schafwolle mit Beimischung einer andern Wolle erzeugt. Die Sohlen sind m!t Hansfäden durchnäht, wogegen nichts emzuwenben wäre. Zeboch werden die S verteile der Schuhe an die Sohlen vermittels Zwirn בשהיב gefügt, wodurch א'ביר שעטנז entsteht. K. Zreudmann, Veipntk. 'Wir geben obensteltende Mitteilung unter Borbehalt wieder, um etwaige anderweitige Aeunerungen und da durch eine »larsiellung ber Tackte zu veranlassen. T. Neb. ^indsrscks. Die Deutung 968 Olet-Beth. Ans Traktat Sabbat Es faxten bic (viclcljvtcn zu •״—׳שעב:■״•: Es koiiien Knaben in das VehrhanS, die tagten L^inqe, dergleichen in den Tatze» des ,ישע ב: :״— nicht gesagt tvnrden: א""- בי— :א ב: lerne Bernunst, lerne Tlwra. נד- ד-יב :נד: cnpeiie i'Jobltateit den Armen, ävaruin neirzt sich der Ziisz des נ zur ד? Es ist die Nrt und LZeife des Wohltäters den '?Unten nachzugeben und ne anfznsuchen. Und warum neiizt sich der Z-nÜ des ח zur נ und nicht zur folgen ett ה? Tctf! sich der Nrme leicht finden laue nnd dem Wohltäter nicht zu viel ׳äliühe ver Ursache und '?׳erdrusz erspare Und warum wendet nch das l'siencht des ח ab von dem נ> Da mit das Wohltun im l^eheie'm geschehe und der Arme nicht beschämt werde. ה ו: iit der Miaute Olottes. ז ח ט י ב ל: wenn du so handelst, wie oben gesagt, dann -r ernährt dich der Allgüttge, p-- er zeigt dir lAnade, ב^יב tut dir lautes, gibt dir -ש— ein Erbe, windet dir eine -r2 Krone für die künftige Welt לע־־־ב ־:בא. C 2: ein offenes und ein geschlossenes בב: es gibt באב־יב Erönerungen, die öffentlich, und andere, die nur im üleheimen vorgetragen werden dünen. :: rcc: נ und ששש־ :, ein gekrümmtes und ein geradestehendes 1. Der brave Mensch, der hienieden bescheiden und demütig ist, der wird aufrecht stehen dürfen in jener Welt. Seite 0. Rr. ב ע: unterstütze Arme סבי־ ע:״ב oder auch עש־ סידניב mache dir ,Zeichen, Pkerkmale zum besseren Verständnis der Thora. יי £ : ein offenes und ein geschlossenes פ Es gibt Z,ei!en, da man reden ש־׳ Mund und um gekehrt, da man schweigen toll. צ ■ץ: der bescheidene, demütige, fromme Mensch, der ,1ן!י?׳ .צ־־יד. das zn נ gesagte. ¬ק־יש ,ק :ק י und י*שע ,ר : warnm tuenbet sich die '?׳orderseite rechts des von der יי ob? Gott, der Heilige, ־׳ש^. spricht: Ich mag den ישע nicht sehen. Und warum wendet sich die .Krone ans dem ק dem י zuGott sagt: Kehrt der ישע zurück, io winde ich ihm eine Krone. Und tvarum steht der senkrechte strich des ק freiV Weil dem ישע der Weg^ zur 'Ziückkebr zu (üott frei und offen daliegt. » . אדה שק־ ש ה, die Vit^e und die Wahrheit. Warum sind für das 'Wort שקי im Alphabet zufammensteheude Buchstaben getvählt? Zur das Wort .אדי drei weit voneinander stehende, nämlich der erste, der mittelste und der letzte Buchstabe des Alphabets? Weil zur l'üge leicht alles bei ein ander, die 'Wahrheit aber selten ist. Warum hat שקי nur einen Zusz, nämlich den senkrechte Strich des ק, das Wort .אד־ aber deren mehrere, von denen einer schon hinreichend breit ist. Weil die ^üge שקי auf schwachem (Grunde ruht und keine Hauer hat, die Wahrheit .אד־ jedoch auf ewig besteht. A. Sp. Die Auflösung der Rätsel in :Kr. 4.Z lautet׳ 1 ביבה, לייב, אהי־וב, החב, עלבה. הג הבניה. <׳ 2) Das Wasser. Nichtige Lösungen sandten ein: Kela Adler, Kitzingen — Martin Bachrach, Thorn — Israel Burszttm, Nadworna — Veon Zürber, Siroka Vaura Zisch, Vipto Noszahegv - Adele MarenS, Krakau — Hedwig Wrefchner, Cbornif. Reimspiel. Zritzchen rasch zur Schule ging, An dem Arm die Tasche — Er beeilte feine Schritte, Wie s bei guten Kindern — Und, um Häden an zusehn. Blieb er nicht zn häutig — Wandelt stille vor sich hin Denkt bei sich in seinem : ״Will die Eltern recht erfreuit, Heute will ick! fleiszig — Will still sitze» und bedacht Und auch immer geben —. '?r'ach dem neuen Stundenplan Z-ängt die Schul »ni nenn erst — Und wir haben, wiszt Zhr's nicht, Daiilt gleich biblische — Bon der Eva und der Schlange, Ach, die kenne ich lange — Wie war doch die Eva dumm, üfitt, dass jetzt die Schlangen — Als ob unter Zrüchteu, Beereit Nicht noch mehr der Aepfel —, Zn dem Paradiesesranme — Zust vvn beitt verbot'nen — '?Nuszt sie essen, Hatte das Berbot! Der geschaffen hat das sKcht, Meinte sie, der sieht es — Glaubte ja in Busch nnd Hecken iffar vor ihm nch zu — Ach, wie batt' sie sich geirrt. War wahrscheinlich ganz — Was donit neitter ist gescheh'n Bald ja werden wir es — Zür heut' Zehlt s an —

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