Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 44 (1.11.1906)
- Date
- 1906-11-01
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/2446951-9543451-9894021--0853-7375338- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Gene 10. Nr. 14. können. Religion und Wtssensckin't ivaretl von jeher einander Boransscvnng, können also ein ander nur förderlich sein.!1fit Recht fügt Profcssor Kaiharincr der erste» dert« .Hamburger Thesen noch solgiide Be»1erk1»1tz bei: ״Erkenntnis Gottes aus der Ratnr ist der höchste ethische Gedanke, der ans der ^«'atnrbctrachtiing und dem Ralurstudilim gewonnen »׳erden kann." Osn den Samaritanern. 3*t׳n ׳Wahl,. 7 r. B. Koenigsbeacr m Ulrichen, rvurtktomrt.) Wenn Sie wiiiischen, das; ich Zhnen die ge nannte Edronik kante, so wollen Sie mir noch etlvas Geld senden, da ich leider nicht in der i/agc bin, für Sie solches auszulegr», und was ,n'j durch meine Arbeit verdiene, schicke ich meinen Angehörigen »ach ^cviifatcm. Mein Wunsch gebt da!,!>>. mit ihnen in der heiligen Stadt zu saininen z» lebe», denn ich habe die Silage deö Psalmisten an« mich bezogen Ps. 120, : ״Weh' mir. dasz ich weilte in d. i. durch Uni siellung der Buckistaben י2בב Sickiem ■“ Giebt es boÄ in Jerusalem Vcntc, die nnengeltliche Wohnung hoben, krobdem ihre Bedürsnisse auch sonn kleine sind, während ich!zrosze Ausgaben hier zu bestreite» Hobe. ״Mein iKtoszvater ist scheu vor .'׳«» ,fahren nach Palästina Jerusalem aus grivaiiden, wir selb»!11! Zalire .'>»'72*1• 22׳ . Tabei in meine ganze Familie im Auslände eine geachtete und angeirhene! doch habe ich ne nicht mit Zn'ckiri'lcn belästigen wolle», Zcki bin mit dem Wenigen znnieden, das mir l^ott beschert." Jo wi.it inein f>'>en>ährs111a11n. Siehe zu dieser Erzählung, die durch die mir gewordene direkte Mikkeiluiig ergänzt »>ird, Zntiiibvll, das samarit. Ruch Zofna l* lind '\0 1i, E׳eick!. 0. Indentnms und ׳einer Sekten!. 7.'>. Tie An gelegenheit!vielte aiigeblich zur Ze!! des divift lichen Kaisers EonNantms und des Bjseho's i^ermanns zu Rablus. Tas iainaritani'ckie Stint) hiesz Baba Raba. Wie V. A. Frankel in seinem ״Racki Jerusalem" II, 4-1 erzählt, »׳erden die Samaritaner von den Hilden in Rablus »och heute ״Tanbcnanbetcr" genannt. Einen anderen Bennckt zur Enklärnng des Tanbenknlius der Samaritaner gibt V ö ה י1ו t'׳r. Kanisza in ״Reuzeit" 1*7'1 <*. ,׳ Tas an׳ das oben er wähnre Bild einer Taube bezügliche Eitat im Talmud babnl. Ehulli» <״ lautet: R. R,'e1r erkläiie den Wein der Knkhaet Samaritaner sür hcldni'chen . . . Atts welchem Grunde > Rad Rachnian bar Zizckiak sagte: Man sand bei de» ,am Ri»,» tRninin ׳»obnenden Kutbäern an» dem Berge o>. das 'Bild einer Taube, das ne abgöni'ch verehrten. — Ta zu bemerken Toievtiolh an gen St : Zn einem Midrasch beiszt es. das seien die iKopen, die Zakob, als er von Haban zutückkehtte, unter der Tcreblnlbe ans dem Berge in Sichem vergrub Genes. 4 . '?imi) dem Targiii» je,»schalm, stammten die Elohen, auf denen das tKoicenbild der Samarlianer rin gr׳avicn geive'en sein »oll. von den ernivldete» -Lichennten. Zm Zelii'cktalnn Aboda Zara V,4 e׳l Kroloick). 4411 lieiszt es: ElN't kam R. 0;ז mael, Solni des R. Zo׳e, nach 'R'eapolis Rablus, Sichem Ta kamen zu ihm Knihäer, und er sprach zu ihnen: Zeh sehe, dasz ihr eitcki nicht vor dem Berge bücket, sondern vor den (11'«1ס4י, die an ׳einem ,Znsze vergraben sind, ivie es beiszt: llnd Zakob vergrub ne unter der Terebinthe, welche bei Sichem »and. Ta horte er, wie sie zu einander sprachen: Wir wollen jene Tornen ansrvden, niid merkte sofort, das; »c ihn töten »׳ollten. ivorans er »ich in aller Zriibe davon machte. Bg> die Parallelen in der Kroroith. Ansg.. Rote Ri. Ekivas anders lautet die Erzählung in Genens rabbah eck. Wilna *1, . R. Zsniacl b- R. ,\0»י zog ausivärts, um in ^cnmilct» zti beten. Ta kam er an jenem Berge * ׳ vorbei, Z'" Midrasch sieb! ׳פי״צניק nach hem rönttidten Palatinus!einer her i Hügel :Home ׳ benannt. Tao hart auct, nicht au,'alle״, ba bod, die Römer Samana nach denen Ihobcrung N eapolis Xeunadi. nachRom. urbs\etus) genannt baten. Der ZSraetil. ___ als ihn ein Samaritaner erblickte, der ihn ׳ragte: Wohin gehst du? R Zömael erwiderte^ Zeh will in Jerusalem beten. ^ft cs nicht besser, wart' jener ein, ans diesem gesegneten Berge Teut. 27, 12) zu beten, als in jener genratren Stadt? Ta sagte R. Zsniael: Zck> will euch sagen lvarnm. Zhr gleickh't dem Hunde, der dem Aase nachspürt, denn ihr thnt cs nur, weil ihr wisset, dasz am ,Allste dieses Berges Gäbe» versteckt liegen, wie es heiszt: Und Jakob vergrub sic . . . darum spürt ihr ihm nach. Ta sprachen jene: Er wird sie wahrscheinlich wegholen. Und ne taszten den Plan, ihn zu töten. Er aber entfloh in der '?lacht. — Wie ans einer Erzählung in (Genesis rabb. 32, U> henwrgeht, erschien den Samaritanern der Berg iKerinm deszhalb als heilig, »׳e.l er angeblich von der Sintflut verschont blieb. (Bgl. »och Zalknt I -'»7, Tenter robb 3,*יי nnd Sckiir rabb. zil 4, 4 p. 2.'»׳. Zn diesen Er Zählungen »׳ird R. Jonathan genannt/ nach Lvseph. Sebachim 113» j» es jedoch gleichfalls der vorizenannte R. Zömacl b. R. Zose׳. — — Zch »׳andte mich nun an meinen tGewährsmann in Rablus, mir von einem zuverlässigen Samaritaner Antwort ans eine Reihe von fragen zu verschaffen, ach erhielt nachtolgende, i» T-alog sorm gehaltene Arbeit, die des Ziitelenes sicher lick» nicht entbehren »׳ird nnd die ich mir alis- Aninerknngc» zii»! besseren Berttändnis der Mitteilnngcn versehe. Eine zweite ׳Arbeit mit neueren Berichten an mich dürste unterivegs ׳ein..׳ Ter Schreiber nennt sich am Ende der Arbeit: אב בנוה ב; אבער בן "צבעאל ב; אביהב «p L■ . W 4 1 I י W v t ' jp * 4 * W ■ " ••««•יו n I iw . -|*n w׳ . Wir beginnen: a׳rage: Hat die t^emcinde.der stinbev a-s raels, der Saniariraner 2""72'^ ע־־? '-'"אל , eine Ebronik Buch der Tage?' ׳Ankivorl: Sie haben eine Ehronik. Und diese enlhälr ei!׳e 1>iesck!!ck׳te der Tage von der ,׳ch'it aonias, des Sohne,.׳ Ruu's, au bis au׳ den hciltigen Tag.s! a r a g 0: Was erzählen die st inbev ,zsraels, die Sainaritaner, von jenem asslirischen .)könige? Hat er sie nach dem Vande Samaria gebracht und dort angcsiedelt oder nicht'? A n r wo r t: Sie sagen in 'Benets der He i de n, welche der assyrische >tönig Salmanassar brachte nnd die sich im ^ande Samaria niederlieszen, dasz sie nicht zu ihnen gehören. Sie selbst viel mehr stannne» v o n d e n Kindern a s r a e I s. nnd zwar vom Stamme Ephraim nnd "Benjamin jMenaschej, den Söhnen ,V'K'tV , ab, nnd sic waren zu jener ^eii im babnlonischeii Eril mit den übrigen Stämmen Israels. Und sie kamen er» in dieses Vaud, als jene Heiden zum asslirischen Könige eine» 0>׳esand!e11 schickten. Tenn es herrschte im 2ande Kanaan 7 ,>ahre lang eine grosze .Hungersnot, und er tKott verschlosz den .Himmel, dasz 7 aahre lang kein Regen ans die Erde fiel, sondern 7 aahrelang Berderben herrschte^ , bis Er eine grosze /chibl von jenen Bölkern Heiden? die dorr wohnten, vernichtet harre. Und nachher schickte der Herr gegen ne die Vöwen »nd das Getier des ,Feldes, welche unter ihnen wüteten, aortsepmig folgt. ' tbc■ «ft auffailenh, da»! iiiti Inei und weitev die ■?amantanev als die eigentlichen Mmbcr ,'\0vael l׳e;etct,nen. Ter ermdtmte Bnet des iamaman»'d,en Cbcvvvic'tevo, de» mein »üdiidtei (׳'cinälnomann in seinem ־.'iamen ״nd .'tuiiiage idniet׳, sagt: ..Und was das anbetrtftt. das! v'\l» meinet »nd sage!, wir wären die >i ul hä er * 1ביידב, so isl de», nidn ,'0 es 1,'i Viifle «so sind die Worie d"׳s Brieses קר־”' wohl!11 liberseven. sondern wir glauben an de״ vmige״ den «Bon Israels, ״nd haben kemen anderen Otonesdienst als denieingen. der dem Ewigen geweiht >t't." Weiterhin nennen sie (ich ׳ogar עדה בני •־2־־א“ ודג־די־ים באד־. a 0 st, tHeschidue des a״dent״ms ״nd seiner Lekien, I. s7s. gibt an. das! das arab Buch x>os״a —Seal i ger brachte es 1.'>M ans Matura; es isl teile l.HOJ, teile l.M.'t geschrieben und liegt 1״ senden, »1 einer Äbschriit 11״ Bancan. xz u1׳nb o lt bat das ursprüngliche samaritanische B?erk ln arabischer Lchrtst 14־>herausgegeben Ehron 1 ea L a in a r 11 a n u ni' und M 1 ז d, b e 1 tu ins Hehr, über sei» — mit dem biblischen nichts gemein hat, als einige daraus geschoi't'te aatiachen. Das Buch rührt die israelitische "»eschichie in! unvollständigen Auszüge bis etwa zur Zen l. Avvemder lfocj. Hücherschau. R. E. Jahrbuch I!MM» Heransgegeb. von Dr.Bruno Weil. - iraszbiirg 1. E. ״. Leipzig. Berlagvon Zoses 2lnger. Hoibuchhandlniig. I'.tx>. Biadrina, dir gehör' id, Zn »Kiirf ״nd and, in ׳.'soi, .;>> deinen Harden schwör' ick,. Den ivarben; sdiwarz, gold, rot. Biadrina, wir beweise». einem״׳ durch die Jat, Das! unser Her; und Eisen Ltels g״l gesdilagen hat. Die Berte und schlecht, ״nd der >°ie versaszl hat, ge wiftlid, fein Dickiler. Es >״ das 2ied der Biadrina, des vor 2" Zähren an der ׳Breslauer Universität gegrtindeien ״nd ieitdeni ״״ier verschiedetien Metaniorphosen fonbe stehenden jüdische» Berems, des erslen, der ״nhedingle Latissaktion md,! ״ilr giebt. sondern sie zu geben rech! eigentlidi z1«״ Zweck ,'eines Daseins gemacht hat. Es ist ein niilliges Vtcö. '.Huf der erste» Seite des oben genann ie» Zahrbuches nndet es sich und darüber ist das Biadrine» Wappen abkonierseii, »nt dem es aber folgende Bewandi nis hat: Zn der Milte die otennania; um sie herum vier ,Felder es zeigt das erste Zeld die Zarben, das zweite 'יי verschlniigene :Hinge, das dritte das deutsche Sdiwert von zwei 2d,lagern gekreuzt, das vierte 2 verschlungene Hände, die gegenseitige Treue niarkierend Was aber bedeuten die drei :Hinge, nnd »och dazu neben der iderinaina? Die drei :Hinge bedenien in '.Hnlelmnng an 2enings Aaihan die ONeichberechtigiing der drei »onsessioiie». Zür einen gegen den ׳.H!1i1se!!!!!׳.s!!i!!s gerichtete!׳. Berein. der wen weniger die ',׳leid,bered,t'ignng der »otiseniviteii. als viel mehr der :Hanen etitrebt, hätten wir siatt der drei :Hinge weit prägnanter Adanl, den Meniahl der Eva, gesunden, der oter!!ia!!!a. wie d.r Toditer Zndas geineinsamen Ahn Herrn. Was hat denn die judisdie ...',(onieiiion״' mit dieniii Bereit,, was übet Haupt mit den! >t. E zti tun > Alan lese uni das vorliegende Zahrbnd, und inan wird ׳'ich darüber hinlängtidie »tarheii versdianen können. Mick, Hai die Vefiiire dieses Bnd׳e׳. nnendlid, lraniig geslinnni. Und es in dod, beinahe auf jeder Seile von '.'Hu! und froh licheni >1a1m׳f, von Ziigeiidteniverainenl und lnsd, frei fröhlidier 2eibesüb»»g die:Hede. Und es klirrt das öeutjdie S dauert in der Hand der >!. E.er Helden, jedes ridifel »iden eines Ariers lä>!t Bll» sl!e׳'!en. .nemv me imvune laccsMr »nd ,.Her; und Eisen schlagen gut". Und doch fdileidn geheimes 'Weh durch all diese!)eilen, die leise »läge, das! alles so fontnten innsüe. wie es kam, an allen Eck n lugt der 'Wellsdunerz hervor über Velden ohne Ursache, »ainpse ohne!)weck, Tun ohne!>>el. und!e wassenklirrender man ,"id, gebärdei,!c ninliger und sdmeidiger, nmso mehr gewinnt es de» Eindruck, als ob vom Tode oiezeidmele gewalisain sich zuin '.'eben;winge״ und umso lärntender jandizen, je halt und markloscr ne innertid, sind. Es in, als ob man ins Vager der Ans ge1'i0s!e»en träte, deren ganzer Kamps gegen die, so ne ver j'tos!en, itidns ist. als nmgekehrie Viel», die die Erinnernng an die Herrlichkeil »n ennl ,'0!rauten Kreise »»inner ver gene» könne» noch möge» tlitd ängsilid, in sreindein Vande »d, alles einrichten nackt dem Muster, das ihnen io teuer. Za, der M. E. hat Zarben und IHi'uu'n, Sdauert lind Schläger, Banitonimeiit nnd Ehrenrat nnd einen bis ins Deiail ansgearbeiteien Zurnitterridil. Und sie lieben ihre Zarhen und halten ihre ,Zahne hock,. Aber sollte einmal der beiftcriehnte Moniein kommen, wo fid, die einst offen slehendeit Bsorlen der denisdien!!׳erbiiidniigen wieder an׳' »in ha. wie flöge da Mütze und ,Zahne, Zar de »nd 'Wappen in die Ecke, und jubelnd sänken sie denen in die Arme, d.c ,'ie eben nod, so he»! bekäinpft. ׳Was lag Eoriotan an den Bolkskern? Da ihn ׳Honia wiederrtes, waren ihm die des röm. Kaisers Zulian herab: es rechnei schon nach Zähren der Schöpfung, während 'Maimonides noch nach der seleiteidiidten '.Hera zählt. 5)'.,lud, \י eiben heim berichtet in seinen Unter- ׳udlnngen über die ״Samaritaner" in seiner Deutsch. Bierteliahresschr. sür evang. theol. ,Zorsdning und Kritik, I, 14. das! die Samaritaner nt allen Briefen sagen 'Wir sind Zsraeiiten aus dem Stamnte Menascheh und Ephraim. Bgl. auch die Unterredung;wischen dem Samaritaner nnd :H. Me>r Bereich, rabb.!'1. Daher sprechen sie mich nur von einem Meü'ias bet, Zoses Heide nhei 111 a. a. C. 1,40 4)± Kön. 17, 2.’> ist nur von der Vowenplage die :Hede. Die Mitteilung von der vorher eingetretene Dürre und Hungersnot ist wohl nach 2. Kön. 6, 27׳ gebildet, wo auch von einer Hungersnot in Samaria z. Zt. des Pro pheten Elisa d׳,e Rede ist; die 7>ährige Dauer derselben nach der;. Zt. Pharaos und Zosephs stattgehabten. Zosephus, 1 üb. Altertümer, IX. Ende, spricht nur von einer Heft. Zur Zeit des Tempelbaues unter Esra und Nehemia herrichte viel sackt Miftwuchs und andres Un gemach Zost a. a. o. 47).