Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 44 (1.11.1906)
- Date
- 1906-11-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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2ntf X. Nr. 41 jeniqe nicht als Mikglted aukaeitoinnien werden kann, der nach Vollzug seiner Zivilrranunq nicht die religiöse Trauung ';,עי יחי חופ.־. ,•קדחט vor nehmen' liiüt. ״Man dars die landesgese^liche Heirat nicht össentlich fiir unzureichend erklären", war die Äntivort ans diesen Antrag. Ter an wesende Rabbiner stinnnte durch schweigen den (Gegnern der vorstehenden Anträge zu. Als jedoch über die s^rage verhandelt wurde, ob die Kranen ordentliche Mitglieder mit Wahlrecht werden sollten, was ein Teil der Anwesenden vern-inte, da zögerte der Herr keinen Angeuhlick, seine rahlnnische Autorität tnr das ,vrauen Ltiinmrechl in die ^r'agschale zu »׳erteil. El beriet sich dabei aut Eirund Rnhbin 3. '21*. SMei» ז "ל und ch'abbiner Hirsch 7״ל, n»d da der Ausspruch des Nabbiners als nnaniastbar;11 gelten hat so konnten die, welche es besser iviisncn, auch in dieser svrage nicht durchdringen, obgleich man der Versammlung die 3 tntuten der voll Ruöh. 2■ W. Klein gegründeten Ehewru, so >vie auch die für die ,Trunktnrter «Gemeinde von Rahb. Hirsch abgeiasuet! Ttulnten vor laS, laut tvelchen von beide» Autoritäten nur den Männern das 3ti1nm verin;nge׳pro»he11 wurde. Es ivar »»möglich an einen von ivalir hat'! gesebestreiiem Mein durchwehten 3tulnte» emivurt zu denken, nachdem vom Rudlnnut und Vorstand jeder (Gedanke von vornherein für 11 ti annehmbar erklärt wurde, der nicht bereits in de» Statuten vorgesehen war. ״Wir zeigte» unteren Enkwnrs zwei wohlbekannten Advokaten, die denselben billigte!!", glaubte n»ser ch'abhincr hervorheben zu müssen. Tus; die beiden Advo karen sich jedoch nur um das ׳u,-r!!alt!1is der Statuten znin bürgerlichen o.eieb, sehntedend aber nicht um die ,vordernngen des ,^ndenriiins kümmerten, das schien dem Herr» kein Unter schied zu sein. Tie 'Gegner ein -,clitci Punkte der Per läge waren ivahrlich nicht von Privatintcrenen geleitet; hangt doch das öMiuf unserer Binder nnd Kindesfinder von dem von uns be gonnenem Werke ab. Wir sollen doch den Elrnnd nem legen zu den! Pan, den untere Enkel weiter zu »'ühren haben. Was aber in von der Znknnst zu honen, ivenn das ,Tnitdainent schon morsch> Ada»; ^etenn"״ Wohl har man uns versprochen, dag in einem ״r*'‘<rle111e1!t tut, rieurnoch manche Pestiminnng hinzngc'ügt »׳erden könne: wir könnten doch dein Pornand Pentanen schenken! Wohl besteht heute der Pot׳tand ans einer Ma>orital, die nicht am gesevestrenen ,rndentnm össenrlich rütteln wird. Wen» der Wind aber umdrehl, wenn in absehbarer die groge Tronnnel geschlagen ivird, »in möglichst viele Mitglieder zahlende zu gewinnen, und wen» dann in einer Llbnng von «'׳<» ,Ttuneii nnd 22 Pi'ännern ein von P'esormideen durchdrungener Herr mit seinen 4 Schwiegersöhnen und.'׳ Schwägern ans Ruder kommt und eine» r; vornndet. dag der Pornand Art. I«> des 3 tot. die weitgehendste Pollmach: har, einichlieglich An lind Perkani von Mobilien und ,;niinphilien? Tiefer Poti'tund hat das Recht neue .riPlour« nt!r int, ei> UIzu sabrizieren, wogegen sich die ivahren ,Vremi der leweiligen :zeit nicht »׳ehren können, »׳ogcgen »e sich jedoch wehren könnten, ivenn man von Ansang an 3ru1»ten abgeiant hätte, deren Paragraphen eingehalren werden mü'sen. Statuten sind leichter abgesagt als nachträglich geändert.;}in Ab ändcrnng gehört bei uns die-Halste allerMitglieder. deren Ainvesenheir immer vereitelt werden kann. Mögen die Vetter der ״Adag ,Vmm״ sich als wahre ^ereun zeigen nnd 10 raich »>ie mög lich das Per'ännile »achholen. damit spätere Enkel ihrer ein» noch in Viebe gedenken und ihr Werk ihnen in schwere» Seiten ein 3lübe sein kann. On^lnnd. s'on don, Oktober. Weil er seine Pflicht als^udc verlebt, »׳utde, obivohl er kein Landes gesrg übertreten bat, v>׳crson Wechsler, trüber Porbeter an der Efreut (Garden Street ^vnagogc zu London, mit seiner Klage aus Wiedereinseyuug ins Amt abgewikscn. Tie Berhandlung vor dem Der ,zsraclit. Eountn Eonrt m Whitechapel ergab, dag Wechsler einen russischen ^nden wegen Pettelns der Polizei übergeben hatte, welche Handlitiig, da sie mit den jüdischen (besetzen, die das Wohltnn als religiöse Pflicht zur Borschrist machen, in krassem Wider sprach steht, ihm die Entlassung aus dem Amte eintrng. Herr Wechsler hatte bereits bei dem jüdischen Bericht, dem ״Petl, Tin", Einspruch hiegegcn erhoben, jedenfalls erfolglos, nnd wandte sich nnntnehr an die ordent'iche״ «Berichte. Bon den Aellestcn der Lnnagogc wurde geltend gemacht, dag der Bonall nngeheneres Aufsehen in der jüdischen Bevölkernng erregt habe, dies uni so niehi, als der russische 3;ude, um de» es sich handelte, infolge des ״Borgehens Wechslers zll einer Gesängnisstrase mv daran anschliegender Teportation nach ׳'einer Heimat verurteilt worden, was tür den Flüchtling, der ein russischer Teierrenr gewesen sei, den sicheren Tod durch Erichiegen bedeute. Wechsler inngte im Kren; verhör zngehe», das; es für einen jüdischen Kultus beamten eine ungehörige .Handlung sei, einen Bettler der Polizei .;!! überliesern, und gab zu seiner Entschuldigung an, dag er den Mann für einen 3lh»׳indle gehalten habe. Ter lKerichts bot entschied demzufolge, dag er sich einer nngehörigen ,Handlung schuldig gemacht habe, die mit seinem Anne sich nicht vertrage nnd dag seine Entlassung demnach z» Recht erfolgt sei. Ucrmiscbtes. bcrliit, 51. Cttolu'v. Xte iurln'it rvidufiirnc Cttot'cr munutn hrv- 2!׳bininr imt iolneuben ,״״:!ג'!. Erster rdcfliiTiciiirtn des 'Berbandes ber Labbatliireunve. Der ,Tesiesmonal Ti'chri und der wöcheiniiche Labbalh. Wern» es lieg!' Aus unsrer '.'>nvve. — Aus ver ,»!bien 2'׳lat!ern Bermi'chte;'kachrichien. »ur vlnnderei. Labbath 2iusgang. Bafanzeiili'ie Dressen, C«über, X u׳ ־"esamibevölierung des »önigreichs Lachsen I»n in den >!>< ,Vilm'11 von I"!t bis 1 :י*יי• um l'U',.', v. H. ׳,ugenvmmen. Die Evangelisch lutherischen baden eine .;»nähme uni >52,׳! v. H.. die Reiormierlen um die Römisch »attiolischen um «;2.< ״ und die ,'uiben um v. •v. zu verzeichnen. ')lurieki. Oktober. Eine neue 211 na go ge deadsichligi die diesige israelitische '"emeinde;u erbauen. Duiohurg Baden. 21. Xkivbrr. Bor kurzem fand liier du!eirrliche Weihe einer 2e׳er Thora statt. Dieselbe ivar von .um» immav .»all», einem '.'.'׳iiglicd unserer vtrinrinde. gesti'iet worden, :zahlreiche Teilnehmer von "Nah nnd ,gern hatten nch;11 dem ,Teste eingesimden. ""knnehen, 2". Oktober. Der Beiei»;i0n!sl!scher Dindenien aus Niustland bai levilnn, wie die Tagrsbliitter melden,;um Besien der grvlündrrien ,zudrn einen Abend vcran'tallei. der nach!rder Bichtting hin einen sehr glück lichen und schönen Berlaui nabi». -21110» n!»!'llhr abends war der ckiakoko 2aal der Hackerbranerei iiberiiilli. Nahezu die geiainte hiesige russische Nolvnie wie ein grober Teil der russischen 2ludemen1cha>l hatte sich enige'unden. Ein gelenei ivuide das ,Teil durch rin 2c״'elkvn;eri. bei dem inner anderem ,Trau :>,o׳e v'eller. ,Trau r'llier Burghardl, die Per re» Dam»׳ i׳׳iirtlrr. ׳Bariowskh und andere mit wirkten und durch lebhaften Beifall ausgezeichnet wurden. 'Bach dem >ivn;e1le vergnügte inan >ui> be»» lustigen, 'Ionen Tan;. 2clbs1ver>tändl1ch fehlte es nicht an 2a1»ovar Ter und 2,1knsk,. Tan;en״;um 'Besten der russischen auden halten ivir nickn grade für fein־ ge ickiinackvoll. D. Ned. Brilon, 2.'>. Dtiober. Nachdei» un '.'.'!'hsloivitrer 2ch!ach!hau׳!' vor einiger ,zeu durch falschen tüebranch des Tchuüe.vvarales. der gegen ein 2chlachli>er gerichtet werden sollte, ein Mrnich gelotet ivorden war hat ׳ich nunmehr in Brilon ein gleicher ,Tall ereignet. ,z,u 2ch'»1ch!be,uie dafelb't ivuide dinch »Iivornchiigr üand babnng der 2chusrvorr1chiung >1a11 eines 2-ulle» der diesen;ur Lckit,ickrbank üihrende igeielle des Aiebgermeistrrs üeibig getrossen nnd blieb aus die 2>elle toi. Borek, 27.'Dtiober T" "Borek brnani vor vielen fahren ein Brrein ..Belli hamidrasch111; ״ ,Torderung liidischrn Winens. Alltäglich hielt derselbe 2chiur»n ab,!n denen Bibel und Talmud und dgl. gelernt wurde. Ein »n ,zabre!"^i verstorbenes Mitglied. hatte rin "egal >n Dohr von nvn Biark;u <"unitrn des Bereins mit der Beniinmung gen,siet, das; die :z»v'en;nr Br br>;ung lind Beleuchtung des fokales. ,11 de»! dir Vehr siunden nallianden. verwendel iverdrn sollten. Eine 2tn ordnung an wen das fegat 'allen sollte, falls nch der Berem au»o׳c. war nicht getronen worden. Bon dem dem hierein vrrniachirn Betrage wurde :r>v Mark aus das '"rund,nick des ־ ohnrS des ErblaverS hlivolhekarisch ein getragen i dir Zinsen der anderen Nv» Mark war laut L eftament der?chwiegersedn des Erblassers verp üichtet zu;ahlrn. — 2elt einer Reihe von;Tahren wurden nim I. '.',vvrmbrr kl>v<: dir ,'z׳n1en des frgals nicht verlangt, weil der Brrein iim aufgelöst hatte. Der 2ohn des Erblassers ersuchte vor etwa 2'/, fahren den Norporationsvorsiand, der den Hlipothrkenbries besag, um Herausgabe desselben, dann, dir aus dem Hause lastende Hiiporhek gelv'cht werden könne. Unter der Behauptung, der Bcrrin ,.Betti hamid rasch״ sc! eine Einrichtung der korporativ n gewesen, weigerte sich der Genicindevornand nicht nur de,»' hiefuchr zu entsprechen, sondern er sordrrle den Bctcnrn auch aus. die :zinse» für die lebten vier ^ahre in! Betrage von «!0 Mark an die ''"cinelnde;u zahlen. 2tls dersclb! nicht zahlte, erhob die ("rmeindc beim »oschminer Amis gerichr .»läge. Da leptercs sich ivegen der Widerklage a»s verausgabe des Hhpothekenl'ricscs für unzuständig erklärte, wurde die Lache an das Landgericht zu Xsiroivo ver wirsen, n elches den Beklagten zur :zahlnng der :',insen nebst den entstandenen »osten verurteilte. All! die von! Beklagten denn Obcrlandesgericht tu Bosen eingelegte Be ru'ung hat dieses tut gestrigen Termine die »läge der h'cmeindc abgewiescn und Iclzicrer die Tragung der be deutenden »oiten sar alle ,insiaiizen au'erlegt. Neutra (Ungarn,. 2t. Oktober. Die 'Anmeldungen zur hiesigen Talmud Thora Lchulc haben dieses Mal eine 0׳ hohe :;ahl erreicht, das; der Borstand der 'Anstalt be schlossen hat, für das kommende ,eahr eine vierte felirer stelle zu beichanen. Die :',ahl der Lchüler beträgt jcbl ,». Bor einiger :',eit hat die Lchnle ein neues ("ebäude bezöge״ 3itdi$cbe$ Uerein$we$en. Breslau, 2.',. Dkiobcr. Der hiesige .Berein tür jüdische fiteraiur und «"rschichte veranstaltet im Winter leinesirr folgende Borträge: ״Das alte Tcsiaincnt in der Munk" 'Herr Dr. f. Hirschberg Berlin. ..jüdische »1111"״!Herr Direktor ,Tranberger Düsseldorf. ״Nirmbrnndt nnd dir,ztlde»" 'Herr Dr. '"rumvald Wien . — ״Der htorthe.'sche Prolog;um ,Tauft und seine biblische Borlage״ (Herr Dr. ,V Heine»!,»»! ,Tranksurt a ..Die wissrnschasilichc und so;ialc Bedentnitg der Tudri! un Mittelalter" (Herr Dr. >z!!lius ihuttinannj. Heu Brot. Dr 2e!i!!!-Wien, der berühmte Ausgrabungsforschrr, hat in dein bevorstehenden Winter nicht abFaumtett;11 können erklärt, dagegen hat er für I!">7 us einen 'Bonrag;ilgesagi. in welchem er die Ergebnisse seiner erst für das nächsie ,Trü!!!ahr in Ausfi-chk ge!׳o״!!״e!!en Aus grabnngen »t .Tericho zu behandeln gedenkt. Holiensal za, 2*. Cftobrr. Der Berein für »"idifche '"eschickite und fiteratur erönnete heute abend den:',»klus seiner Borträge für das Winterhalbjahr. Als erster Redner sprach Herr Dr. Julius Moi'es-Berlin über die Hauptwerke von A. Bernstein und den ״Poja;" von ,Tran;os. Personalien. binnen a. :>»bei 1t, 25. Cftoba. 21111 22. d. M. wurde der 'Bornclier der jüdischen Religionsgesrllschasi. Herr Wilhelm » ann, unter ungewöhnlich grvs;cr Be!ciligung zu <"rabr getragen und an der 2eite der ihm un Tode voransgegangenen Vrbrnsgctährlin zur ewigen Ruhe gebeltri. Ein 'Wohltäter im weitesten Linne des 'Wortes, der an den Labungen der Thora uncr schütterlich sesthaltend, stets entschieden für die 'Wahrung der jüdischen Traditionen cingetretcn ist. hat 'Wilhelm »ann ein trenliches, vorbildliches feben vollendet. 2(111 offenen <"rabe gab der Rabbiner der Religiviisgesellick»»!. Herr Dr. Renwirth. dem lhcsühlc allgemeiner Trauer um den herben Berlust. den Ltadt und '"emeinde erlitten, einen tief empsundenen Ausdruck. Das Andenken »anns wird zum Legen in seinen guten 'Werken weiter fort leben. r,“2*1r. Bingen, 25. Dkiober. Herr 2r.>ilhelm E boven, der Bi'iibegiander der israelitischen Rrligionsgesellschaft, feierte vor einigen Tagen seinen siebenzignen tVcburtstag. M>! Ltolz nennt ihn nicht nur die jüdische ("emeindr, sondern auch die Ltadt 'Bingen eine ,-zirrdc unseres '"einem Wesens. T" Wilhelm E höbe n verbindet fiel! eck׳! religiöser 211111 mit iveltmäiinischet 21ildung;11 einem leuchtenden Bei'piel da tür, das; eine wirklich!übtfciie febenssührung dem T räger auch in den 2lugen der christlichen Mitwelt nur zur Ehren gereichen kann. Biögen dem wacker» Bkanne, der als Mensch, 'Bürger nnd ,;»de nniner gleich pflichtgetreu, sein febrn inhaltsvoll;» ge nalten ivustte, noch viele ,uihie ungeiriibien '"lückes;u teil werde». Eoln-Deutt, 2". Oktober. .>111 'Alter von!'I fahren ist vor einigen Tagen Herr Aron Eos; in ann, der frühere Borsteher unsrer '"emeindr, aus dem Vchctt geschieden. Durch seinen biederen Charakter, feine Aröinnngkctt und sein bescheidenes und einfaches Wesen hatte er ficki die Achtung nnd Bcrehrung weiter Kreise zu erwerben ver standen. הנצב״ח.