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Der Israelit · 1906-10-03 · 40 (3.10.1906) · p. Seite 6

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
40 (3.10.1906)
Date
1906-10-03
Page
Seite 6 (sequence 27)
Language
German
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6 Verschnittwein, wenngleich eigentlich der Pa* lästinawein die Basis abgiebt und der deutsche Wein als Verschnittwein benutzt wird. Das Resultat wird dann auf dem Kontinent Bordeaux und in Kngland Claret genannt Es ist einleuchtend, dass der Konsum solcher Weine einer grossen ■Steigerung fähig ist; werden doch allem in Deutschland gegen 700 000 hl Wein jährlich importiert., von denen ein grosser Theil Verschnittweine aus Südenropa sind. Eine Ab- Schliessung gegen die zur Mischung dienenden Südweine seitens Deutschland muss als ausgeschlossen gelten, da die Winzer der Grenzge* biete der Weinkultur unbedingt solcher Weine, zur Mischung benöthigen. Freilich werden die für Verschnittweine erzielten Preise keiner grossen Steigerung fällig sein, aber sie ertnögliehen doch schon jetzt in Palästina die Zahlung von 20 Krcs. pro Kartar, gleich 300 kg Trauben, die etwa 2 hl Wein geben. Hierbei berechnet, man bei einer Bruttoeinnahme von ■150 bis 500 Frcs pro Hektar einen Reingewinn von 170 bis 218 Frcs., falls der Keller in der Ko-!׳.ine ist, so dass der Kolonist, der über 5 ha Weinland verfügt, damit wohl auskommen sollte. V - ui die 25n0 ha Weinland erst in voller Produktion stehen werden — viele Reben mussten wegen der Reblauskrankheit auf amerikanische Unterlagen umgept'ropft werden —, so werden die Kolonisten daraus Bruttoerträge von mindestens l1 4 Million Fres. und Reinerträge von mindestens 500 000 Frcs. erzielen. Das Hauptgewicht ist natürlich auf Erzielung besserer Preise zu legen, was durch Detailverkauf für die CO 000 111 der jüdischen Kolonien ebensogut erreichbar sein sollte, wie für die 8000 hl des von den Templer-Kolonien exportierten, eher etwas weniger gut zubereiteten Weines. Dieses Ziel zu erreichen, bemühen sich mit steigendem Erfolge eine Reihe Verkaufsgesellschaften, unter denen vor allem die Karmel-Gesellschaften (in Warschau Wien, Kopenhagen, New-York sowie den! Orient), die Palestine Wine Cy. in London, die Imp<>1 tgesellschaft Palästina iii'Berli 11 und die Societe Yigneronne in .1 a ffa-Jerusalem1) angeführt sein mögen, von denen einige schon ganz bedeutende Dividenden zu zahlen in der Lage sind. (Fortsetzung folgt). ') Die ״SociCte Vigneronne de Jaffa־‘ ist vor kurzem dem .,Orient-Karmel-‘ einverleibt worden. D. Red. \)k Selmhi 11 ml das LoliriiiiiiswiMk der Alliance Israeli!« Iniverselle im Jahre 1904. IV. Fortsetzung und Schluss.) III. 1 11. Die Farm-Schule von Djedeida . I. Fortsetzung). Der erste fand Anstellung hei Herrn Bessis, die beiden letzteren arbeiten als Magazinarbeiter und -Verwalter in Djedeida mit drei ihrei ehemaligen tunesischen Kameraden, Flah, Lanka!־ und Uozlan, die aus verschiedenen Gründen auf den Farmen, auf denen sie die Erntearbeiten verrichtet hatten, nicht bleiben konnten. Ihre Gehälter schwanken gemäss den Leistungen eines deden und der Natur der Arheit zwischen 2 und;J Frcs. pro Tag sie Wohne» bei uns, sorgen aber selber für ihre Kost. Sie vervollständigen ihre Ausbildung, sammeln nützliche Kenntnisse und warten ah. dass sich ihnen etwas biete. Wir werden sie .mderswo unterbringen, falls sich Stellen finden, oder in Bejaoua, sobald wir sie dieser Gunst für würdig erachten• 7 Zöglinge als Pächter an! Bajaon,.!,! meinem Kassenbericht verzeichnete ich Ihnen die pekuniären Ergebnisse der Pachtungen, soweit die Gesellschaft davon berührt wird; ich sprach von den Reformen und den in dem Pachtvertrage zu Gunsten unserer Genossen eingeführten Verbesserungen. Die Zahl der Kolonisten ist gegenwärtig auf acht beschränkt; sechs Zöglinge haben das Pachtgut verlassen, von denen einer sich auf eigene Rechnung niedergelassen. Das Ausscheiden der übrigen führe ich grossentheils auf die mittelmässigen Resultate der Getreidekultur zurück- Unter diesen fünf zählen wir einen einzigen Tunesier, 2 .M11d aus Tanger, 2 aus Algier. Wir haben gegenwärtig in Bejaoua neun Pächter, nämlich: Marzouk. der in das vierte dalir der Pacht- 1mg getreten ist. der erste ״definitive Pächter“

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