Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 40 (3.10.1906)
- Date
- 1906-10-03
- Page
- Seite 7 (sequence 28)
- Language
- German
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7 den wir auf Grund der allgemeinen Bedingungen, die ich sogleich angeben werde■ ansiedelten. Semach Samama und Saloin-Scemama, die beide im dritten lahre der Pachtung sind. Taieb und Brauiy, im zweiten Jahre. Magrisso und tierschon. im zweiten Jahre .M. Shhwöke. im zweiten Jahre. ('oben issakar. in־ zweiten Jahre Insgesamt 6 Tunesier. 2 Türken und 1 Bul gare• In einem besonderen Briefe theilte ich Ihnen summarisch die Gewinne der Pächter mit und ie״te Ihnen die von M ah iouf 'oben im Dezember 1904 ausgestellte Hechnnng vor, die ich hier von neuem hersetze: Nutzen aus der Bodenkultur im Jahre 1904 abzüglich aller Cnkosten. 827 95 Lohn für seine Arbeit bei der diiekten Bewirthschaftung und l׳e! den Kulturen für 1904 0'0" 70 4 ׳ Betrag des Einkommens . . . 1298.65 Für seine persönlichen Bedürfnisse waren ihm vorgeschossen worden. Kost Kleidung. Weise nach Uran etc. vom 1. 9. 03 bis zum 30. 11. 1904 ....... 1232.95 Er hat sich am 1. 12. 1904 zurückgezogen mit.Kr. 65.70 Für andere Pächter war der Nutzen im Jahre 1904 geringer, sie können nur mit Mühe ihre Vorschüsse zui iickzahleii; einige schulden 150—200 Frcs . weil sie ihren Eltern vor der Ernte helfen wollten. Aber wir dürfen kaum aus den Wesuitaten eines so »lässigen Jahres Schlüsse ziehen, es ist auch daran zu erinnern, dass die bestellte Fläche eingeschränkt wurde. Wir haben die Zahl der Kolonisten im Jahre 1903/04 von 10 auf 14 gebrachtindem wir die für jede Dreiergrnppe reservierte Fläche beschnitten; anstatt der vorgesehenen 110— 120 ha hatte eine solche Genossenschaft von 3 Pächtern nur 70-80 ha In derartigen Jahren wird aber der Kolonist nur durch grössere Ausdehnung der bestellten Fläche schadlos gehalten- Wir haben daher für das Jahr 1904/05 jedem Pächter ein Minimum von 40 ha zugetheilt, nicht eingerechnet die für die Frühjahrsbestellung vorbehaltenen Ländereien. Ich will hier für die provisorische Ver- Pachtung, soweit sie den ausschliesslichen Anbau von Cerealien umfasst• eingeführten Weformen zusammenstellen: 1. Die Kosten des Dreschens fallen dem Eigenthümer zur Last, soweit ihm die betreffende Fracht zufallt. 2. Frühjahrsbestellung wenigstens auf der Hälfte der allgebauten Fläche. 3. KrmUüterungs|.rä1nie11 durch Ueberlasstiug von Feldertrag über das oben angegebene Mitiimain hinaus. Es schien mir interessant und nützlich, die tinanzielle Lage eines Wächters am Ende seiner dritten Campagne kennen zu lernen; hierüber giebt folgende Wcchnung Marzouk’s genaue Auskauft Marzouk erziehe im Jahre 1901 02 einen Weingewinn von. - . . Fr. 1.439.0.־׳» in 1902 03 .. 1.23*» 20 in 1904 114 ,. .534.«>5 Gewinn von 3 Jahren Fr 4.00.,.M0 Ausserdem bezog er während dreier Jahre an’ Arbeitslohn insge.-ammt. Fr 3M.25 Gesammteinnahme aus 3 Jahren Fr. 4.39.0:,, pro Jahr: Frs 1.463.65, also das Gehalt eines ins Amt tretenden Lehrers. Er hat während dieser drei Jahre tui seinen persönlichen l nterhalt und zur Fnterstützung seiner Eltern verausgabt: lu 1901.02 . . Fr. 1108.40 .. 1902 "3 . . .. 137" 65 1.078 . . 4 0 1903 ״.HQ_3 307 V, Er besitzt somit am Ende des landwirtlischaftliche» Jahres 1903 0 4 Ersparnisse in Höhe von Kr. 846 20 Das ist das Beispiel eines jungen Eandwirths, der drei Jahre lang auskömmlich und die!'dichten gegen seine Familie erlllllt hat und nunmehr in das detinitiven Pachtverhältnis» mit einer Baarschalt von 836 20 Kr eintritt. Dieses Wesultat verdient Ihre Aufmerksamkeit es flös.st uns Verti auen in die Zukunft ein und bildet ein L'uterpfand des Erfolges, insbesondere für Marzouk• der übrigens 1903 04 den grössten Lohn und die beste Ernte erzielt hat So hat denn auch das Central-Comit« meinem Vorschläge gemäss die ausdauernde Arbeit Marzouks dadurch belohnt, dass es ihn zum detinitiven Pächter befördert hat. Aus leicht begreidichen Gründen haben Sie den Gedanken der exclusiven Farmerei verworfen, die Pächter bilden eine Genossenschaft, in der der Eigenthümer Sitz und Stimme hat und da* Hecht behält, die Feldarbeit und die Ernte, die ja vor Rückerstattung der Vorschüsse nicht verkauft werden darf, zu überwachen. Sie haben ebenso jedes Projekt ebgelehnt, das darauf hinzielte, den Kolonisten zum Eigenthümer des Bodens zu machen. Sie wollten nicht, dass irgend etwas von Ihrem Besitze entfremdet würde, der das Feld Ihrer Kolonisationsversuche bleiben soll. (.Schluss folgt.)