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Der Israelit · 1906-09-19 · 38 (19.9.1906) · p. Seite 11

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
38 (19.9.1906)
Date
1906-09-19
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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1!*. Lkplkiiidtr 1 Slracbsiimmungcn. drücke aus rin« poetischen Llrachüdrrsetzuiig t<on Ir. Ludwig :Hofcntbal in Preußisch-Ltargard. Die ,viivdit des •דססי.» mir rtmih«' bringt, Die dauernd bleibt im Leben; Des tauten Werk zilletzt gelingt, 20 segnet Wott sein Streb-»' Mit Gottesfurcht sang! Weisbeit an, Dem Frommen angeboren, Das; er sie niemals missen kann, Geht nie dem Stamm verloren. Mit Äortesinrchr sängt Weisbert a», Sic bält nnd mebrr den Frieden, Dem, der mit ibr das Hans füllt an, Fit Ernte reid) beschicdcn. Mit Gottesfurcht fängt Weisbeit an, Sie ist der Säst der Früchte, Ein iester Stab, der stützen kann, Uns führt .;um Morgen dichte. Für äLu»zel dient ibr'Ewigkeit, Zu Aesten langes Leben. Wohl dem, der ibr die Mräste weiht, Den reidisten Schutz zu heben' Wohl dem, der sie i»! Herzen liebt, Der »immer sie mletjct; Mit Hehrer Mio»' sie ihn ningiebl, Fhn zu den .Heilgen setzet. 'Wer ne nicht lägt, den läs;l sie nichi, Den wird sic sest stets halten, Wer mit ihr ivandelt, der zerbricht Des wilden Zorns i^ewalten. * * * Wein, heran Du trittst ,;in» Dienste des Herrn, Dann denke a» Mämpse uno Leiden; C bleibe getrost, nicht flieh' in die Fern! D» mußt Dich in Weisheit bescheiden. Und ob Dn vom Mninmer nmgebcn sein — Bor Berzaglheit, Lohn, bewahre den Geist! Bertrane dem Herrn, dann in er Dir hold, Er ebner Dir helfend die Bahnen. Fm Feuer erprobt sid, das reine Gold; Der Mensch, wenn ihn Prüf»»gen mabnen. Wer sromnl ist, bewahrt sich der Hoffnung Licht; Er rast nicht im Elend, er sinket nicht. Wer sromm ist, wird aus den Höchsten bann, Er wird uns den Lohn nicht rauben. Wer fromm ist wird ans de» Helser vertranii, An die Gnade des Eivige» glauben. Bcsragt nur die graue vergangene Zeit: Ward jemals ein Frommer dem Sturze geweiht? Wer hätte vertrant, der zn Schanden ward, Bergebens znin Himmel gestehet? Stets ist der Allgütige gleicher Art, Das; die Red' er der Treuen verstehet. Mit zitlernden Händen und zagem Sinn Man sinket mnscmst nach zwei Pfaden hin. Weh dem, denen Herz im Herrn nicht sest! Fn Wahrheit! Er wird nicht bestehen! Weh dem, der den Sinn verzagen läs;t, Wenn den Tag er der Prüfung wird sehen! Wer sromm ist, weicht von der Lehre nie! Er zeuget für sic, er bewahret sie! Er mehrt einen Schatz für alle Zeit, Steht sest, da er Gott nicht verlassen. Geduldig erträgt er als Schidung das Leid, Weiin ihn nur die Menschen nicht fassen. Die Gnade des Herrn ist als endlos bekannt, Nach ihr wird der Name Gottes genannt. * * WaS Du auch begonnen — Milde! Saust! Besonnen! Das beißt Schätze mehren, Und man wird Dich ehren. ArlstvärtS wirst Du steigen, Dcmntvoll Dich zeigen, Daß deS Höchsten Güte Stetig Dich behüte. Denn der .Herr, der höchste, Fst Dir dann der Nächste, Wird dem Demutsvollcn SretS nch nähern wollen. « » Der Zsrarli» Forsche nicht nach dem, was uns verborgen; Enthülle nie, was doch verhüllt uns bleibt! Genug, wenn wir fürs Dffenkundge sorgen, Statt das; der Geist uns zum Geheimnis treibt. Das Dunkle wird doch nie zum Hellen Morgen. Was srommt Dir'», wenn Dein Sinn daran sich reibt? Mehr, als der Menschengeist >e kann erraffe». Hat Gon Dich ohnedies erfahren lasten. Leicht sübi-en zur Berwirrung die Gedanken; Die Lügenformel lenkt zur Thorheit hi», Da kann das klare Auge leicht erkranken Und Rat m,d Einsicht schwindet unserm Sinn. Durch Hochmut kam so Mancher schon zum Wanken; Das schwanke Tänzeln brachte nicht Gewinn. Wer störrig ist, verdirbt sich selbst die Piave. Dod! >ver das wahre Glüd ersehnt, geht grade. Wer störrig ist, s>d> selbst zum Leiden bringet; Sem Stolz Häusl Fehl' ans Fehler stets auf'S Reu. An, Hochmut keine Heilung je gelinget: Des Frevels Wurzel wahrt er ohne Scheu. Der Weisen Spruch in's weise Herz nur dringet, Der Weise hangt an ihren, Worte treu. Das Wohltu» löscht, wie Flut des Feuers Hitze Und ist am Unglüdstag die beste Stütze. ♦ * Wende niemals De!:! 'Gesicht Ab vom Armen; schmäh ihn nidit. 'Willst Dn ihn betrügen? Großes VciD erträgt er schon Soll er unter Spott nnd Hohn Dime Deine Gabe sich begnügen? Seines Kummers Mlaaeworr Steigt als Fluch zum hödisten Hort, Zu des Eivgen Sitze. Wie Dn vordem Bolk Dich zeigst! Wie D» Dich vor Herrs die r n neigst! Sei leutselig and, der Armen Stütze, Tritt für die Bedrüdten ein' Darsst kein schneller Riditer sein' Sei der LLaisen Bater! Wer die Lieb im Herzen trägt, Wird als Freund von Gott gehegt, Und es bleibt der Weisheit Geilt iein Rater. * * * Wahre die Zeit und die Sünde vermeide! Lüge Dir nicht Fn Dein eigen Gesicht! ,zalschc Scham führt zn größerem Leide; Schaingesühl Führt zu!» Ehrenziel; schäme Dich nidit, den Fehl zu bekennen' Spar' nicht das Wort, Wo zum Reden der Crt. Rede! Und weise wird man Dich nennen: Wahr sei die Red', Und der ,rebl ist verweht. Daß auch Dn sündigst, soll Dich nicht betrüben. Mag Dich auch schmäh«, Wer Dich nicht ivill verstehn, Wahrheit zn reden, drin mußt Du Did, üben! Gegen die Flut Fst zu schwimmen nicht gut Bor den Toren darsst Du Dich nicht beugen! Schmeichle nicht Fn der Herrscher (Besicht. Kämpfend hast Du für die Wahrheitzn zeugen — An Deiner Seit' Steht Gott selbst mit im Streit' Hüte Dich wohl, mit der Zunge zu fechten, Ehe man sieht. Welch' ein Lrkrk dann geschieht. Friede soll stets im Hause Dir rasten; Tobe nicht laut, Wie der Leu um sich schaut. « * * Wie ein Ding auch niag sein, Db es groß oder klein: Nicht halt' es gering nach dem bloßen Schein'. Wer das kleine nicht ehrt, Rr 8* Leu, 11. Fit de« großen Nicht wert, Drum sei nicht weiser, als man Dich'» gelehrt. Sonst sinket das Blatt, Und der Zweig wird matt, Und der Ltamm de« Baumes entblößt sich bat, Und Du suchst Deine Kraft Schon ist sie erschlafft, Sie ist okne Rntzen dahmgerafft. ♦ * Hast Dn selber nichts BofeS getan, So kann Dir das Böie nicht nah»; Und trittst Du zum Firvler nidit gern, So bleibt die Beiinchnng Dir fern. * » » Hast Dn in d׳.e Furdien Giit hiiieingesät - Eine reiche Ernte Gütig vor Dir steht. ♦ * Halt Did, me zu gut,;!! klug, Nie zun« Amte darfst Du dringen, Um deii Richtentab vor Gott. Bor dem M ö n i g zn erringen. Mannst den Ungerediten Du Fhre Beute wohl entreißen v Rein' Den Reichen schmeichelst Du, Und bestechlich wirft Du heißen. Darum dräng Dich nidit heran Zn der 'Greisen Ehrrnsitzc; Wo die Bolksversammlnng lärmt, Prunke nicht mit Deinem Witze. » * * Pnchcrschan. 1 ש י1 ח ן עי־ ו ך. i«1 אויחחיים Zn deutscher Sprache verfaßt und nach den Duellen neu deardenei von Rabbiner Pli- Lederer, 2. Auf! Rotenberg in Bödme» tSelbstverlag des Bersiisiers I!*»:. 110 c. kV Ben. will uns eine freie Bearbeitung de» ש״ע bieten, um all denienigen die notwendige Senntm» der דינים;u ermöglichen, die Nicht imftande nnd, Ihr Wissen aus den hebräisch geschriebenen!palachawerken;u schöpfen Der vorliegende erste!eil geht mit הי*כיח דזיז~, יאב*יח etwa» über den Nahmen des אי׳ח hinaus, doch dal die öinzunahme dieser ד״ים manches für sich Da« Ziel de« Berfasiere :i't sicherlich da»krn»lvr,l Air haben nun lewer einmal in Deutschland und Lesterrecch mit der Latfache;u rechnen, daß rin großer teil der Zu den die hebräisch geschriebenen Halach»werke nicht benützen kann. Da ist eS durchaus notwendig, ihnen ein deutsch geschriebene«,!üdiich empfindendes רעים Puch zu geben Fn Rücksicht daraus, daß ein derartige» Werk für Leute geschrieben wird, die nur ober rin geringes Maß von talmudischem und balachischem Winen verfügen und üch daher kein selbst ständiges Urteil btldrn können, muß bei der Abiasiung . sein — möglichst alle für da» praktische Leben wich tlgrn דינים anfüdren und auch auf dir BerschiedendeN dn דבחנים in einzelnen Oiegrnden Rücklicht nehmen. Leider wird Bers diesen Rnsorderungrn nicht immer gerecht. Lo begeh« er aus L- -'ui -">7 den groben Fehler, Re>» und Hülsenfrüchre am Pehach ,zu erlauben. Der Zehler wird dadurch nicht geringer daß er da« Berdot in etwa» e>Aen artigem lone aut den Bers. von 2~1 מירי zurnckiuhrt und meint, r« sei kein vrrnünüiger Mrund für da» Berdot zu finden. II* ist hier n׳cht der trt sich mit Bers. aus eingehende holachische llrörterungen rinzulafsen. tk« sec nur bemerkt, daß bas Berdot nicht aus 12־ zurückgedt, sondern als!;;ד; רע אע schon von ב'ש 'c כ־ררכי, von דנחית דייכייניית שיד, ח׳א und anderen, darunter auch חני נ ,'C r:׳בית ״ angeslüm wird, ja daß r‘2 sich eigent lich nur aus d>« V orte de» א? רע ״א 'c y בי ר.נ) dezieht, der ausdrücklich schreidr ויש איסי״ין וחבנחנ באשבנו לחחסיר יאק לשניה• Wik Bers. da« übersehen konnte, ist kaum brtzreislich, zcugt!edensall» von einem gewisse», Mangel an Sorgfalt. Unrichtig isi (L. <L»), daß inan am

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