Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 37 (13.9.1906)
- Date
- 1906-09-13
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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IS. September 190«. Der Israeltt bemerkt, dost e» sich empfehle, wem, die A mit er dam er Eduluk(!, so unbedeutend ihre Mittel heute auch »n Brrhältuis zu denen der unqarischeu, qalizischeu und sicherlich auch der russischen Ehaluka seien, zunächst allein versuche, die hier be leuchteten Probleme zu lösen, um ent im ^-alle des Gelingens eine Kooperation mit den übrigen ^halukavrlilxttlliugrn hei!״ izusühreu. ,^u der nu» folgenden angeregten Diskussion wurden eine grosic Menge von Einzelheiten er örtert, deren Prjcdergabc den, stenographische» Bericht Vorbehalten bleiben mutz. Nur die ,nichtigsten Punkte seien hcworgehobeu. Her! A Grünbaum.^üulberg betont, dasi er schon vor 'J'J fahren, nach sei,,ein Ausemhall in Palästina vieles von de», heute durch den rHe fcveiiten Bemerkren in Porschlag gebracht habe. Er gehe aber!!och rveirer und!vü!!׳che, dasdie besondere Berücksichtigung des -7ילל <-,!״, sowie die Perteilung bestinnnter Grundbeträge nach der Kopfzahl der Familien gänzlich in Wegfall komme. Es dürfe kein Necht aus Ehaluka geben ^!n übrigen stimme er den Porschläge» des zweiten Peierenten im grosien Ganzen bei. Herr Max Me per Nürnberg tritt ehe»,all» energisch sür die Beseitigung des N echtes ans Ehaluka ein. Herr Pr. Eduard B i b erte l d Berlin bespricht eine Neihe von Einzelfragen und betont, dasi ihm jedenfalls kein Auspruch der 7טאי־ 7־ילי• zu bestehen scheine, den man gegen den Borschlag des Neierenten ins fz-eld führen könne, dagegen wende! er sich mit grvsier Energie gegen die Äb sicht, die Mittel der Ehaluka zur ' ״'^ndnstriali siernug" Palästinas, in welcher szorm auch immer, i!m a. M betont gegenüber Herrn Grünbaum, dasi ein Necht aus Ehaluka äs jure doch wohl auch heute nicht bestelle. Es gelte nur, ohne >ede materielle Schädigung der Uiucimnjtcii, den W ahn, als existiere ein solches Necht, bei den Empsängern durch irgendtvelche formale Akte zu beseitigen. Er müsse zugrben, dasi daS aller dings nach venchirdenen Nickmiugeu von Bedeu tl.ng sei. Tiu* * Thorattudiuin!verde nach seinen Bor schlagen mehr gefördert »׳erden als bisher, ,^m übrigen halte er die Befürchtungen des Herrn Pr. Bibeneld iür unbegründet, es solle und könne ja keine Grosiinduftri mit ihren wirtschaftlichen Massenlvlrkiuigen eingcsnhrt werden. Naddiuer Pr. Breuer ,Frankfurt gib! zu envcige», ob man vielleicht nur die zu erstrebenden Mehr Eingänge gegenüber dem heutigen Stand den neuen Zwecken widmen solle. Er schlägt vor, das gesamte heute zu Tage ge'örderle Material der zu bildenden Kommission zu überweisen lind ihr auch die Erledigung von Punkt 4 der Tages ordnung zu übertragen. ׳su Mitgliedern der Koiiunission, die im Bereiu mit den Pekidim und deren .Konsulenten arbeiten und das :)lfdit der Kooptation besitzen soll, werden gewählt die Herren Pr. E. B i b e r s e l d Berlin, onas Bing Hamburg, A. Grünbaun׳..Nürnberg »nd ,zae. No sen he im Frankfurt a. M. Nach einem Schlusiivorr des Borsihenden spricht .Herr M. 2. N n be n s jr. Aiutterdai» den Erschienenen sür ihre Teilnahme und den! Borsiyendeu iür die; unparteiische Leitung den »׳armen Dank der > Pekidim aus. zu verwenden. Diejenigen Geber, die er vertrete, wenigstens, seien der Meinung, dasi ausschliesilich die der Beschästigung mit der הוי־ה;»gewandte Lebensführung gefördert werde ׳ solle, dasi mitten in einer nur aus Eriverb und Geiiusi gestimmten Welt Palästina, soiveit es an »ns iiegr, eine Stätte des Idealismus bleibe. N a b b. P r. Breuer Frankfurt a. M. entgegnet, dasi es eine unbeweisbare jüdische Pflicht sei, da, wo die Möglichkeit gegeben ist, vor Berarinnng zu schüfen, und das könne nur durch ver nünftige Pflege von Handwerk und Industrie geschehen. Nechtliche Bedenken gegen eine Er iveiterung der Ehaluka-Ansgaben könnten keines falls bestehen, da die Geber הגזבי'ם r>“ עי spendeten und etwaige Blenderungen ja vorher bekannt gemacht würden. Selbstverständlich müsse לטור התויה das Primäre bleiben.!Pberrabbiner Pr. Leewensiein Kopenhagen wünscht ge nallere svestsielinngen über die ursprünglichen Absichten der Ehaluka und glaubt, ebenfalls die Beschränkung ans Förderung des Thorastudiums empfehlen zn sollen. Herr N o s e n h e i m sz-rauk Dochenrunö schau. £9. d. fiarfmann unä 9er Zionismus. Pnrch die Tagespresie macht ein jept bekannt gewordenes Schreiben Eduard von Hart manns die Nunde, in de»! sich der jüngst verstorbene- Philosoph über den Zionismus ausspricht. Per Brief itt von! 17. ,vebruar l datiert und lautet: Lehr tH’dma vm' Tn:;;,rm1«»nn10 beliieiuierl dirlcmgcn erriechter Ser; 4\mcvn‘ffn des ^ludenrums. welche nch dagegen geslränb! haben, zuzugeben, das! die »Inbemchasi aller vänder Ein Polt. und da« die Aubemchas! in ledci» vandr «Haft eines Winsvolkes fei. Er urU! die ,liuerenensolivarilal der . _*r 87. »dt« t. ,ludenbeit über die ,Inlerefsentolidadiäi der ,luden in >edem van de mit!drei» Winsvolk Er bekam!׳׳! alle Be slrebnngen die an» naiwnalr Ber(chn1elz»ng der ,luden »ui ihren Wlitsvolkern abzielen und lechl'rrugi d»»11l den Borivui» de» Adsondeiungsüredens de» ruele Ber'eckkei de» ,ludeniuni» b1»ker al» ungerecht dekaiur»! baden. Er hält eine doppelte Pationalangedürigkru i»1 zumischen 21aat und in demirnigen de» Winsvolkes iür möglich, wen,! er nicht gar au» die letziere verachtet?lau de, ,lutammkiihangkS »ut dem Kuiluiirixn der W1»1vvvikr> biete! er den ,luden eine Utopie Tem Anl»enn«>»1nus lik'ert er das idnr blslxi 'eblende Programm. den?cklackk ru» >,>0N »ui de» Hilden nach P,,la»1»a ,V» die arnren und bedrückrr» ,luden des?»tenS mag die Urovir rin ,Ideal icheiiirn. iür die weblbadeiiden und gebildeten Kultnriuden 1r׳arr es dagegen d!e bartriir 2rraie wen» »e wieder zurück nach Milanina mnsrien und idren!etzigrn Wirkungskreis verloren Ein aui den aoniiche» 2laal grüntzles und in allen vandern dir bislrerige Macht l» vernarkteni Maire ausübendes ,üdiichrS Bolk wäre olmr alle Analogie »1 der iieichichte und würd,׳ >» allen Staaten piglrich die beirigkre annkeunniche ׳iteakkiv» ent »enrln Man kann die ^llinnurng begreiien. au» der der ^i>vnis»ius erwrichii. und >bn dennoch sür eine kni'»> widrige Berirrung halten. Eochachtungsvoll?>. E v. Earrinanu ,V osieiikltndigsr bw Tatsache Itt, dasi die geikbestreuc ^udcuheik Peutschlanbs zn ihrem iveiraus überwiegenden Teile dem ^lonlstnus ui seiner heutigen ,,orm ablehnend gegrnübertteht, desio notwendiger scheint es uns, von der Kate gorie Ankizionismus, n1׳e er in dem Hartmann iche» Schreibe» zu Tage tritt, doch recht hörbar abzurücken. Hartmann >var nicht nur kein An tiieinn im gewöhnlichen Sinne, wir verehren in ihm sogar einen der universellsten und versiebend iten Kopie unter den deuiichen Philosophen des l'.t. ,^ahrhuiivrris »ber der rhui eigkitkinn l ich e Kultur Antisemitismus itt doch tut tu’fit?» tsirundc die P.neile seine! Berurteilung der zionistischen Beiveguiig. Er sieht in der Wiederbetonung!üdiicher Kultursakioren etiren Nücksall in überwundene Phase» der Kultur entwicklniig, ilnd wenn w 1 r den zionistischen Hossnungen skeptisch geaenübelsichrn, iveii die in Konsessionen gespaltene ,zudenheit uns längst nicht reis dünkt für c!n nationales t>siück aus der einzig inögllchen religiösen tKrundlagc, erblickt jene Harkinannschr Anschauung grade in den ab ge- ׳allenen Blättern, die der jüdische Stamm all täglich;^beweinen hat, die reise n Früchte einer über das ^»dentnm himvegschreitenden zukunst sicheren Kultur Nicht minder forderten übrigens einige andere, politisch gefärbte Sake des Brieses znin Proteste heraus. Poch nuro diese Seite des Problems von seiten der;!onlttischeu Presse ivohl ausreichend belhindelt iveiden. ssür uns als gcsevesrreue ,^uden kann irgendwelcher Wide! sir-eik zn'iichen der uns religiös heiligen ttaars bürgerlichen Pflicht und de» idealen Konsequenzen des iiicht minder geheilig'eu' jüdischen Bolkstums gar nicht in ,trage kommen. >0 um« ich rastlos rennen und lügen UI» rechtzeitig an» dein Posten sein zu können. Will ich meine Tvüene. mein (hebet und frühstück dagegen in Pube absolvieren, so Wird das!!!:; so sicherer!!:ögüch sein, je srü!!er >ch auntebr und je inrbr ,'>e1l ich nur aus dieic Weise dazu! nebnien kann. Was ick an Tcklai opserr. babr ick an! ,len »nd Rlibe »ür mein Wachse»! und inrine Tätigkeit gewonnen) die ׳icii, welche ich davon veri'chlasr, iiuir ich burch doppelte und dreisach gesteigerte rastlose Energie! rinbolr». ,Ich glaube, bas! man zur;ieit unserer Alt vorder» ebenso gern grschlairn bat, als beute. Aber weil ne mehr sür ruhige Bedächtigkeit und (helassenben in ihrem ganzen Tun und Vanen waren, desilmlb eben waren ne slrühaiisiieher. liniere angespannte unablässige <he 'chänigkeit, bie sorlwäbreiid über Mangel an ,;eit klagi, verschlä't, vertändelt unb ver tre > bl wir der krakle Ausdruck lautet so viel;;m, dag ״r de» verbleibenden Neil in nervöser Aufregung ausnükrn mim, wenn ne envas erringen will.?er Lloff, das ,ieug, aus de», unser ganzcs Veden gewoben in, ist die ,',eil. Wer ne uerfefilaft, mordet ^das Veden 20 lange wir schlafen, leben wir nicht. Tas sind so klare, schlichte, triviale Wxihrdkile». das! es keine kleine Lelbttübrrwindung erfordert, »ür etwas so allgeinri» bekanntes und anerkanntes erü Beweise zu dringen Es daiidclt nch dabei >a nickt um eine spezinsch lübische, sondern um eine allen Menschen gcläunge Wahrheit,?er Preis der Morgenstunde wird so allge »icin verkündet, daft a in den?prickwönern aller Bölkcr lebt. ..srrübes Bögrlcm halbes Äugele»,״, spricht der ,>mnlündrr. »irrübrs Blümchen!rmki viel!au", der Vene -Mcrgknionnenqold münzt gut", der Llttdauer j ״Zrüber Morgen macht weisen Abend-, der Nun», ״nrüber Morgen, kurzer Tag scküvl vor mancher 2org und Plag", der <$!!!»- ״Wer trüb am Morgen sich erbebt, dem dielet «hott die Hand״ und ״beiter gesund und verträglich in der .c rm'ch. der «'rüh autftclit״. der Uranzoir 11)1,1־, Hi ')i,tt imh irfih *rn*rtA\t twi n!1 1)״ml ׳ '■•־- — 11••••<.״ - —• ....., - n.- reich und weise gemacht- »ind ״eine Ltunde Morgens ist zwei des Abends wert״, der Engländer.'> ״Böses am Morgen ist brürr als "iules an! Abend-, sag! endlich der Ismaile.?asi das deutsche 2pr>chn׳ou der Morgennund «hold in den Mund legt, wissen alle. Und ich bin iroh, das! es nicht rin Weiser des Talniud lut. »^ände nch so rinxis »n Talmud, wir ständen da feine Packrichter schon bereit, ihn als Ausbund des Lckacker und Xräniergeisles zu verirbmen, der alles in (hold iimirtft, der selb» dir Herr licken Morgenstunden »nt dem goldenen vegirrsirmpel der Püblichkcil und Einträgltchkcn vernedl, um ne seinen Vrulen ans Perz legen zu kouncn. Pack (holde drangt. Am (holde hcingl?och Alles. Ach wir Armen Aber daft Morgrnstund nt!l:chr Willenskrail, das! »1e dir (htiranne sür die im Vau'e des Tages und des ganzen vebrns zu bewährende Nusriglett des (hr>s»rs und Körpers, da»! »ie Tesckumo. Lelicho, Kappvro und alles daran sich knüpfende Perrltchr >m Munde dal, dessen 2umn»r den?tenft des Lchüpsrrs ausnmcht, d>1>> kann uns unter heiliges Lchriinum vom Prntaleuck bis zum 2chulchan Aruch und seinen leytrn üomnientairn mnad nicht vir und nickt eindringlich genug nahe legen,?rsdalb unterlägt es d<1s (hottrsworl nicht, wenn es uns da» gottdurch brungene Veden und Wirken un»errr grogen «üotteSmanner '! A ■!ul -• Ii-x 1- 1n»ti». lliiini»׳- »>«ti111-uv I». »l>l>- «-t!!ri-ts l» uu»t»> »>»t. -aln «-t K׳i^:1«-u». t>elv tn >»1« <׳«I ««Ix tv di-- »»»»■ h<>ur in tb«- monilnir \Jakn• 111•• iiuin Iii-hIIv «eatthv I״ «orth twu In th•׳ *ml »11-- •■\t-11in!1. vor dir - rele rüdn, uns zu erzählen, dag rin Abraham und ein Moickrk mit dem frühen Morgrnstradl «ich in den?»-»ist (holles stellten und d!r Werfen des Talmud knüpsen an hirir Beiivide dir Mahnung zur alle ,״zeit lierkitrn Nuiiigkeii iur die Erfüllung unserer vedensv'l'chlrn. ,»> diriem 2mne Nellen die Lprückr der Bäte! III. U unter den?mgen. die den Menschen um seine Well bringen können, den Morgenichlaf oben an, in diriem 2lnnr »eilte der 2chulcdan Aruck an die 2p>be alles dessen, was er uns in io reicher Hülle!u dielen hat. die Mahnung, nch mit vowenkrair au» den Bcindrn de» Morgenichlais!u rrisien. eine Mahnung, die er iür die Elulrage uns noch eindringlicher ans vm legi' Wie könnten wir auch in diesen Tagen vor (hon mir der Bitte um neues Veden bmtrrtr», wir konnten wir beten v-7! und 7י"*כני לח**ט wenn wir selber unser Veden verkürzen, indem wir es veischlafen"?es halb ist dir!üdi'che L'tte in de» letzten Elulragrn ganz besonders daraus bedacht, alle zu iasirnden guten Boriätzr und ihre Ausführung durch Beherrschung unserer Brauemlickkeit und Abdruck unseres MorgrutMiars e>nzuleite» Wer wiillick ivabrr Boriäve »ur rin treue», wackeres Veden fassen will, mun damit schon irüd, mug damit beim Envachen bereu» beginnen. Wer über sein bi»ck»en Morgrnruhe nickt Hm »verdei» kann, wir sollte der Herr werden über alle Netze und Beriuchungen, die da» bunte vrbrn de« Tage« aui Zchrilt und Tritt dringen wird" X irfe Wahrheit wird keine noch >0 schlaue szindigkru der Trägen zu trüben imstande sein. Aber wie diese auch darüber denken mögen - wie unsere Bergangenbeit, au« deren Händen wir die Erlicho« haben, dcrüber dachte kann kein Zweifel sein.?as> ne selber nur sür da» glührot 1 x י •־״:ב־ בא ־עב־־ נב־־ ־עב ־־־, ב-א• ה ן « ־• 1 m 1 •*♦׳ •••ש •י•••••