Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 37 (13.9.1906)
- Date
- 1906-09-13
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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*t. 87. Sette 8. _ _ _ entfall ende Quote deren Borst ehern zur weiteren Berteiluncz ohne jede Mitwirkung der Amsterdamer Berwaltuncz übermittelt ivird.!"er Nefereut Hiebt hieraus eine octoiiiicxiv!"״v stelluug des liebe riveisungs und derlei! n!׳.n »1׳r r in b vcti* bei der hollänbifch deutschen! Ehaluka.?lut daSPrivatleben der Bedachten u »imt dieAmsterdamerEhalukaverivaltunH keinen Eiusluß: iusbefoudere Kot sie noch niemals irgend jeiuandem seinen Anteil ou der Ehaluka!regen Uebertretung des aui den europäischen Schnleit in Jerusalem ׳übenden חיים entzogen. Andererseits lveiß sie es »dessen auch von sich, ihre Schutzbefohlenen zur MißachtmiH jeties חרם zli zwingen,!"er Nefereut schließt mir einer ivormherzjgen Tchildernng der durcki die Ehaluka veruüitelten Werke echt silbischer Menschenliebe. Totf Wort erhält mm vm ,facob Note nl> e i in Franks»rt a. M. zum zweiten Neserak! D i c z >i k n n t t i g e n r'l »s g o l 0 1! dcrEhaluka nnd die Mittel zu ihrer Lösung.!"er Ncseren: benierkt zunächst, daß er es absichtlich vermeide, der Berfammlmic׳, ein schrist lich ansczearbeileles ßi'eferat mit sest sormnlierten Borschlägen zu unterbreiten, weil er angesichts der zu lösenden Probleme seinen ".'liircgnngen durchaus de» Charakter des Provisorischen ge wahrt wissen!volle. ".'Inch sei für seine Borschläge nur er persönlich, nicht aber vorlänsig das Äollcginm der Pektdim oder irgend eine andere Körperschaft verantwortlich.!"as Prinzip der Ehaluka, über das es zunächst klar zu tverden gelte, sei nicht eine nnbestiininte Palästinalieh׳ Haberei, sondern ״צו ה ישוב איי^י יים^ אל; Webe inan der ״.'lussassnng dieses religiösen Pslicht l gebvis ini halachitchen Schristtuui nach, so sinde! es sich in drciiacher Nichtnng ausgeprägt. Ein tnal gilt es als eine persönliche Pslicht oder! .וצווי:, i!n heiligen Lande zn »vohneii, ziveirens. erscheint die Anfiedlnucz n! ö g l i ch ß zahlreich e r! jüdischer Seelen i»1 Lande als religiöse j Pslichttat,ilndendlich sieheHaba M«*z1a 1 <»1 «)mähe i aiich die Frcimachnncz der Produktivkräfte! des Landes, die Beps lanzn n g des Bodens! wohl als Mittel zur Erlveiterumz des Bahrnngs! spielrannis und damit der Bevölkerung ans > drücklich unter \*כיצוה ישיב דאר begrinen. Wie die jüdische Bativnalantgabe überhaupt iu 501004111 nild Benvirklichling der rr’r bestehe, >'o verhält sich natürlich Vilich נזצוה ישוב חאי־ץ zu dieser höch ßen Anfczabe ivie B,1ttel znni Jiveck. To begreiit es sich, iveilil man durch die Ehaluka von jeher zunächst die ivirtschastliche BefetzuiiH des Landes übcrhaupl und zivar;» dein Iw ecke erstreb׳c,! ein ganz vom!horageitte durchtränktes Milien z!« schaffen. "?Int Grund dieser Bräniifsen be handelte der Nefereut nnninchr eingehend die j Kleine- D^euillstoir. - * 61111 ■ Plaudereien. II. Ch mem ׳>vn1m"1 auf lüvunh unsere»!ängsten linier-;edung z»i Selichos kommen wird'?ch glaube es »ictil. Duick religiöse DlSpuiativiien und Diskuisione» isi noch nieinaud vekeini oder a»>ch nur t׳etcl»ri worden, Die Argumente, welche die eine Seite für »lire Anncki ins Treffen fuhrt, fvvrnen die andere nur dazu an schlagende "Gegenargumente zu tuchen und zu nnden. Uedrr so harke Argumente vertilge ich zudrin nicht, da»; ne au die?türke lintaurrichte», »nt der mein?reund an seineiu Mor grntchlat und seinem Ruhebedürsnis hängt. Das, was er n» Wirklichkeil gegen dasSchulengcbe» z'.lSelickos bat, ifi feine 7, vneigung gegen dos Jrühaussrehen. Diese ׳eine verzeiisniei nung »agl er!edoch Nicht Iirraus: Ivas er aber >a tikrausfagi. das sind nur Schein und BerlegenheiiSgrüiide, die ledig lick dekorativen Wert und »usfchtiesrlich den?,weck baden, irine» Hang zur Siebenschläferei anttandig zu ina skieren.?ch bade schon voriges?abr mit itnn darüber geivrochr» und kenne daber »ein ganzes Arsenal. '.'«ur weil er so viele »»irnostrn bat. dir mit denselben rostigen Waffen gegen das?rübaussleben zu Selickos und sin »brr ver hätschelte Trägheit känipfeu vrrlolm» es sich rin Wort darüber zu verlieren Mein freund >׳t von Raiur nicht witzig. Aber als ich!Im voriges?abr an »einer schwachen Seile inidtc und ibu an die Äcwificntiafrlgtril und Bünkilichkeii erinnerte, mn der »Ich »ein Barer nnd t^roftvairr >»?^!ichoS ein Der J-raeltt.__ wirtschaftlichen Erfolge der Ehalnka im Hinblick aus die während des lepren ^ahrhlmderts geradezu rapid vollzogenei« Berschiebirngen in ׳'»ahi n!id Ztisainniensehung der Bevölkerung, ferner die srrage, ob und imvieweil die Ehaluka den i^eist der Selbsthülre unterbnnde» habe, endlich die jrcchtlich-:׳. Ba׳a»sseunngen für etwa vorzunehmende Äendernngen. Erfreulich sei, dasz die grone ivirtschastliche Bedentnrig der Ehalaikn und ihr getvaltiges historisches Berdienst in neiierer ^eit aiich von früher gegnerischer zionistischer Seite endlich dankbar anerkannt worden in.;^11 dem Berteiln n g s in odns der Amsterdamer Ehaluka im befondern übergehend, bespricht der Neserent. die ihm vorliegenden EensnS Giften des ^ו^< <7ו: und koinnit zn dein Tchiusic, daß hierbei zrvar eine Bervollkomm^ nung des Ermittlungsverfahrens möglich sei, daß es aber höchst unvernünftig sein »vürde, an dein Priuzipe zn rütteln einer kleinen ׳fahl von ,Familien ilwiiigstens die völlige Praletarisirung zn ersparen. ׳Anders stehe es mit der ״Bersorgnng" des ״Nestes" der Bevölkerung durch die Amsterdamer Ehaluka! Da werden sz-rS. :?‘.?000 für etwa :50 40000 Seelen verpulvert, ohne daß in 0o Prozent der sz-älle dein Einzelnen irgend ein nennenswerter Borteil erivächst — denn was sollen Beträge von einem sz-ranes jährlich pro Kopf auch in den armseligsten Berhältnissen^ Ganz im Gegensatz also zu der oft geäußerten Meinung, man solle den; *,*,בו "Weiteres zu Gunsten der Gesamtheit entziehen, glaubt der Nescrent dafür eintreten zli tollen, daß jene in die G e s a in t h e i t hinansgestrenten syrs. :5200« > anderweitig und zweckmäßiger venvendet iverden, zumal ivenn auzunehrncn iß, daß mittelbar da du rch auch der Gesamtbetrag der Eingänge steigen iverde.!"er letzte!eil des Neferats bc schättigte sich mit der Prusniig der s^ragc, ob die Ehaluka nicht ihrerseits verpflichtet sei, nach B,aßgäbe ihrer Mittel und ihres Einflusses, die fugend, soweit sie nicht geeignet sei, לנווד ר.?וח־ז als ^ebensberns zn ergreife», ferner sz-railen und Bnidchen nnd endlich auch manchen Envachsenen einem wi rt schattlich e:! Erwerb zuzuführen. Der Nedner bejahte diese o׳rage und suchte seine Anschannna linker Berurnng auf die dadurch zu erzielenden wirtschaftlichen, religiöten und sittlichen Erfolge, endlich aus dem Begriffe des ישוב אי־\ ישראל heraus eingeheud zu begründen. Der tlicfcrent faßte schließlich seine Ansführnngcn in einigen Borschlägen zusnniinen. Einer zu wählenden Kommission solle die Prüfung der ganzen Materie übertragen und dabei sollten folgende Gesichtsplluktc beachtet iverden. I. Alle geplanten Acndernngen sind im Ei» s—»SS^——— __13. September 1906 ttang mit den rabbinischen Autoritäten der heiligen Stadt vorzuilehmen. -- Es soll die Einrichtung eilies »fa״ digen Biireans von besoldeten europäischen! amten in Jerusalem erstrebt werden, dessen Auf j gäbe es wäre, einerseits fortgesetzt zn beobachien l nnd zn berichten, andererseits als aussühreudes \ Drgan der Ehaliikaverwaltnng zil sniigieren, ,״.> besondere die Berteilnng vorznnehmen.! Bureau sollte womöglich a1׳s einem Administrariv! beamten, einem :lfationalokünomen nnd einem! חלבייד חכם bestehen, welch letzterer den Be» kehr ׳ mit den Jerusalemer Nabbinen zu ver», t! hi hätte. :5. Die Einkommens nnd Er,verbsverhälk״jffe! der Angehörigen des כולל חור sind alljährlich mit! Hülfe des Büreaus aufs genaueste festzustelleu! nnd bei der Festsetzung der Ehaluka zn Grunde zn legen. 4. Aus den bisher für die aiideren ביררים verwendeten Beträgen bezw. den zu erstrebenden höheren Eingängen soll alljährlich eine beftimmtc Snniine ausschließlich der Kördernng ernsthaften nnd fruchtbringenden .לםור חחוייר gewidmet werden. Daraus erhalten jüngere inid ältere Gelehrte, die entiveder wahrhafte ריבי־• חכ£ים sind oder bei sorgenloser Hingabe ans lernen, solche zu werden versprechen, Beihülfen von nicht unter AreS. 400 pro Jahr. Der Nest der verfügbaren Suinme iß zur Förderung produktiver Tätigkeit im engeren Sinne zu venvendcn, derart jedoch, daß zunächst lediglich K l e i n i n d n st r i e und H a » d w e r k, nicht aber Fabrikation itt größereni Stile oder Vand Wirtschaft in Jrage kommen. Dabei sollen namentlich die jüngeren Glieder der durch die Ehaluka nuterstntzten Jamilieu, ohne Unterschied deS "?בור, soiveit sie nicht nach Bera»- lagnug und ׳Neigung das Thorastudimn alo Lebensarbeit ergreifen, den noch nicht über setzten Handwerken oder neuen Äleinindnstriee» zngesührt werden. Auch ist zu erstreben, durch hansindustrielle Arbeit der Töchter oder Jrane» die Ehaluka in manchen Fällen ganz oder teilweise entbehrlich zu machen. «5. Säintliche in Palästina tätige» Qrganc der Ehalukaverwaltung, insbesondere auch die an der Ausbildung von Lehrlingen .׳e. beteiligten, müssr::. soweit sic Juden sind, in Gesinnung und Ta! aus dein Boden des gefetzeStrene» Judentiime ßehen n!rd das Bertraue» der palästinensische» Nabbinen besitzen. 7. Die Propaganda für die Ehaluka in Europa ist nach modernen Grundsätzen zu reorganisieren. Endlich wurde von dem Neferenten noch f I I I .?4 üii W m M >$ Ä zrifinden vflrptcn, da ürvfthmähtc er selbst die Waffe der- Witzccnickt, um seine Margenrube »in e! »stand ui rei»>׳>,. tir meinte, der Hinweis ans Bater und Großvater sei vier nickt zutreffend. Die?eilen waren seitdem aau; andere geworden. Er erinnerte!nick an die großen Bor bereitunge», die vierzeb» Tage und drei Wockeii altjäbrlick getroffen wurden, ivenn es »ick z. B. »n> eine Aeife zur leipziger Messe bandle. Wik lange wurde vorder von der Weife geredet, wie ivurcke da gepackt, verproviantiert, eine »tulsche gemietet, und wie langsam und ickwerfallig »ig dann die Weife selb»! vor fick! Wenn er dagegen eure Mittags!!!! I5ai6 beim Veieit der?eitung eine gute Geickaftskoiliuuktur nude, die leine Anwefeiibei! in Veipzig wünickensiven erscheinen läßt, so benutze er obne langes Beininen zwei?uinde» später de»?chiieltzug und fei noch am selbigen Tage am?iele.?0 reist man beute auch durch das r'eben. Die?elichosiage feien doch eigenllich die Bordereitungszeit für die ירים ר״״איב■ die erreiche man heute auch daun noch srubzeirig genug, wenn man erst an ב ייאש רש:ר~>' damit beginnt. Mich balle der leichtfertige Ton, den mein ,Treund angeschlagen batte, umiomehr verletzt, als es eme sehr ernfte Beranlafiung war, die uns gerade zusanilnengesnbrt batte. Ein »ns »ebr nabe stehendes HauS war in Jablungs schivlerigkeilen geraten und drohte uns selber in Mit leidenfchaft zu »eben. 'Wir hatten die in dieser kritischen Vage gebotene»?chrNre beraten und waren nach Ab schluß unserer Beratung, ich weiß nickt mehr wodurch aiif unser?elichos Thema zu sprechen gekommen.!?ck machte >b»> einige verbnidlicke Bemerkungen! über das?utrenende seines Bergleichs und ineinie, er trabe Reckt, daß die Berbälrn!i>e andere geworden feien, als zu?eiten der Bäter. Man reise rascher, arbeite rascher, das Geschäft gebe rascher vorwärts, aber auch rascher rückwärts. Wenn unter unglückticher Areund mit der allen Langsamkeit und Bedächtigkeit vorwärts gestrebt balle, so säßen >vir jetzt nich! aus so ernster Beraiilasiuiijl zusainine». ״Wenn ich die unleugbaren Borteile uniercc heutigen <>>eschäslsiebe»s, die es besonders den! besckleiM'gini Berkebr verdankt, mit dem allen schleppenden täesckäne gang vergleiche, so muß ich mich ganz Ihrer ־Jluffaiiune! aiischließe». Wenn ich aber die ungezählten vermcktkici! Eristenze» mir dagegen vergegenwärtige, die aus dikscr wilden?agd ihre Ehre, ihr Bermögen und am Ende den »ops verloren resp. ihn sich durch eine »ugel;erirlinimen haben, dann sehne ich mich doch nach der alliiiodiiltieii Bedächtigkeit und Langsauikeil zurück und mdckle imferem Gesckästsleben ein bejonneneres Tempo und jtnictem vebensgeschäsl die hemährte Borbereitung ans die?eltdifctage erhalten.״ Die Aoi macht nicht so ernnderisch als die Trägtieu. ,.»klüger ist der Träge in seinen Augen als sieben dc scheidende Ratsherren." ׳Mischte, A». >-i.?,e dünkt st<t superklug, wenn sie fick an ein in der Distussio» tuusic worsenes Won verzweifelt flammern und daraus einen dürstigen Schein von Recht für ihr schreiendes Unrcctil btt leiten kann. Sie vlaidiert ״Wie kann man in einem un. demselben Atemzug gegen unser ruhelojes Jagen^ um Hasten durchs veben eifern und sich dennoch ׳ins,»rud auisiehen begeistern > Warum soll denn die Jagd io »ru« beginnen, warum sollen dem?einnoloch, der seine eigener rlinder verzehrt, auch die z» ihrer Repariennig nok!l׳cndM Stunden der Ruhe zum ITpser fallen >׳ Es nard keiner beftreitcn, daß man die Selichos ebenso gut '׳u einige Stunden spater leien kann". , Daß er es selber ein Jahr später bestreiken wird uj>- zivar mit Hinweis auf den Abbruch, den dann die מ schäftszeit auf diese Weise erfährt das konnte er daina^ noch nicht ivis'en. Aber wohl lxnke er nck mH guten Willen sagen können, daß es nch nur ui» e!» 1״״' Wortgefecht bei ihm liandelt. Wenn ich um ackt lldr ׳<״ vleschgst muß und ent eine halbe Stunde vorher auwe*