Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 37 (13.9.1906)
- Date
- 1906-09-13
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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I 1 Itgrfloicf LeknaiB Id 47. Jahrgang, sss Sranhfurt a. M.. öen 13^e^öaea06' M 37״ Ter ,l#vnflit rr'chrim ieöni J'onnerünft. Adonnrmeiits: Utavöbnlutr tt»4nadr Ms. 1..V1 mrrtrlidtnlirti. vr>1a»4aab< auf ttmifibruifpdtn([ Mk.;1 t1.־r-trl1dbrl11f,. A»sla11t>4prr1tr für die dtu'pbnlnlif -in-gabe: Catmeidi •2 Kr., ^iiidanb 1 Ii»i>., ifiirttanb 2!.11, flinrnfa .‘Hi «•אז., '.•iifbrrlanbr i.S» a. flbounrmrmd dr> a(!rn PoftüiiMalirii. e»»>f>t>a11-I»n«,rn, *pnnr btrrft txi brt Ambition, Hräansüadr nur btrrft. ^xirrntc: du Ptriinigr nir dir ׳rtd-gr'raltciir Eolonrl■;tri(f; 'Rabatt nach iart». xf1tlrrairua1t11abmr nur btirch 4י a 0 f r tt ft r t tt u. tff 0 a l > r 5!י♦, in 1Vanf»urt a. M. unb brrnt ,tUiair». SJttfrre ttrrrlirl. Psstabsunrnten bitten mir «m rfrfjtfeitigc Erneuerung de« Abonnements zum l. Oktober. Vielseitigen wünschen nachkommenä. haben mir hübfftr ausgeflaffete Sammelmappen )UM riuiberoanren der Israelit-nummern anfertigen iä[{ca usfu fitiicii Oik'it'ibcT) gc'äen £ln[er.3un8 הסס Mark . futüqlitti Porto, unseren besern >ur Perfüflung. Die Palästina-Konferenz in Trankfurt a. M. Ainnffurt a. M., 11. 2cpt. Aus viiiiluOiüu( bev v c f 1 b! n> u >> b A n! ü i f alim bev Wcmcittbctt be« heilige» Vanbc«j11 Ätititer baut tagte beute in unserer Stabt eine Konferenz non Areunben de« heiligen Vanbes aus allen Kreisen der gcieiM.'«u׳eueu Audenbeit, uni, wie es in dein Einladnngsfchreiben bien, bie Vrgani fation der sogenannten Aimterbainer Ehaluka einer erneuten Prüfung zu unterziehen, um vor allem festzustellen, welche tvirttchaitlichen und re ligiösen Erfolge bie Ehaluka im beiligen Vaitbe erzielt und >vas event. gescheiten könnte, um die ibr zu t^runbe liegenden idealen Abnchten in imitier voll kommenerer, jeden Misibrcutch ausschliesiender Weise zu verwirklichen. Die Anregung zu der .Konferenz war von inbbriittcfteii »*"אי A-mntben ansgegangen, bie beim auch in grünerer ^abl erschienen Doch tvar auch der sliorben wie bas Ausland burch angesebene Pcrlönlichkeiten vertreten. Einige der Geladenen, wie bie Herren George M arx-Königsberg, Kommerzienrat Benj Hir?di .Halberstabt,Ubier Rabbi Dr.A dier-Vonbon hatten, nachdem sie ihrEllcheinen bereits in-lns sicht gestellt, der Berianunlung leider infolge beruftteher Pflichten tentbleiben münen unb teilte» ihre Wünsche unb Anregungen zum Teil am brieflichem Wege mit. Die Tagesordnung lautete: I. Die historische Entwicklung und die Drga iiifatioii der tibalufa tHefrrrm• Herr Rabb. A 2■ C tt b e x tu g s e r Amsterdam Die zukünftigen Aufgaben der tfbaltifa und bie Mittel tu ihrer Vüftmg. fHefeient: Herr Haeob R o teil bet nt A-ranftm t a M Ateie Aussprache. 4. Borbereitende Masinabmen zur regeltnästigen Entsenbung von Stitbienkommissione» nach Palästina. Kurz nach 4 Ubr wurden die Bkrhanblnngen in dem getätunigen .Hörsaale der ^Sr. Religions gesellschaft durch den Präses der Pektbim, M. S. Rubens jr. Amsferbam erösinet, der die Eri'chienenen in warmen Worten begrüsite und den Borl'itz -Herrn Rabbiner Dr. S- Breuer׳ Aranksiirt a. M. übe,trug Als Schriftführer fungierte Prov. Rabb. Dr. Bainberger- Hanau. Der Bors!z»eube ivitv ciuleiteub daraus bin, das; es sich bei der Konferenz bäumt handele, einmal vor einer breiteren Defsentlichkeit die Ent Wicklung und die Grundprinzipien der viel ver kannten Aitttitmion batgnlcgett, bann aber auch aus der Aiitte der oft ans Unkenntnis erbobenen Beschwerden diejenigen Momente heratiszubeben, die bei einer organischen Weiterenttvicklung und etwaigen 11 m g e ft a 1111 n g der tibalufa brauchbar »eilt können. Acftjupaltet, fei dabei vor allem — und er könne sich darin auch auf die Autorität 2■ R. Hi rschs 1ז־׳צי benifeti, — oasi tvir in reinem?raüe irgenowetche als not wendig erkannte Aenderungen ohne eingebende Beratung mit den berufenen rabbinischen AÜbrern der Jerusalemer ,Vibeiibeit einzusübren berechtigt sind. Die M acht, vermöge unseres sinan ziellen Ein flusses über unsere armen Brüder im Sinne unserer Anschauungen zu verfügen, gebe noch lange nicht das Recht dazu, so vorzugeben. Unbeschadet dieses ffsrundsaves tverde es das ernste Bestreben der Pekidim und ihrer Mitarbeiter sein, die in der heutigen Berfammlting zu gebenden Anregungen nach ernsier und sorgfältiger Prüfung soweit wie nur irgend möglich für die Aortenttvtcklung der Ehaluka nuybar tu machen. Hierauf ergreift der erste Referent. Ar abb D nderwnzer Amsfer dam, Sekretär der Pekidtut und Amar kalt nt. das Wort zu feinem Bortrage Die historische Entwicklung und die Organisation der Ehaluka. Tte gnindlicken Ausführungen des Redners gingen von den in die tatmudische ^tt zuntck reichenden Sammlungen für Palästina aus und schilderten dann, wie burch das ganze Mittelalter hindurch die palästinensischen Sendboten wie ״Brüder aus dein fernen gemeinsamen Baterhaufe״ überall in der Diaspota mit offenen Armen ausgenommen wurden. Die heute in Amsterdam .1», SU״k..*.4« tljl v/vvtuiv bestehende Berwaltung kann als datum das ^abr ltai».» anteben. Au» der Ein sicht heraus, dast das Tusiem der Sendboten unverbälttnsmäsiige Kotten verursachte, übenrug man damals drei Amsterdamer Männern von bohetn ftnfebett, Wvebeittbe, PrinS und Vebren זצ׳ל. die alleinige Sammlung und Bertvaltung der אי”\ יז1יאי Gelder. Die Berteiiung selb« verursachte zu!etter ^eit keine Schtvtertgkett, meil es in Jerusalem nur eine, an Seelenzahl dazu nicht sehr bedentenbe f^ememde gab, fast austchliesiltch ans Sesarbim bettehend. Der Zuzug ttach Palästina ans ״aschkenas i scheu" Ländern also Rusiland und Westeuropa erfuhr aber!ehr bald eine ivetentliche Berstärkung, sodasi schon im ,^ahre!^^'4 aus Grünoeit der Billigkeil ein tvesentlicher Teil der — ja zumeist aus Holland unb Deutschland ttammendeii vtelber der inzivitchen zu einer Gemeinde angewachsenen deutsch holländischen, und der osteuropäischen Ent wanderergemeinschast zugeivtesen iverden umsite. Bon jener Zeit an wurde, »achdem Rabbi H!rf'ch Vehren in betsptelloter Hingebung für die 2 a m itt l tt ti g der Gelber eine untfafieitbe und mustergültige Cigatiifatioii geschaffen hatte, das Problem der Berteiiung immer tchtvieriger und verwickelter. Wahrend etnertetts au» türuud rein menschlicher wie halachnck»er Erwägungen der holländisch deutschen Gemembe zweifellos em mora lsicher Anspruch auf besondere Berucksichtiguug zu stand, zumal ihren Mitgliedern von keiner anderen russischen, ttngartscheu galizischen x. Ehaluka irgetidwelchellntersttinuig zufiof;, forderten doch an derersettsdie ungeheure lleberza hl der aus Dsi europit Eittgewanderten trog ׳.hrer eigenen Elnrluka und die hiftorrsch älteren Rechte der Sesardim die >a im Hinblick aus die Amsterdamer Ehaluka das Sendbotenwesen ausgegeben hatten ׳ ebenfalls Beachtung. Ein Ergebnis dieser verschieden ge richteten Erwägungen ist der sogenannte ׳׳r'L, d. h. der Schlü'f'el. nach dem die Eingänge auf die einzelnen verteilt iverden. Er ist ver schiedentach den Zeitverhältnissen entsprechend revidiert und zulext derart sestgesevt worden, dasi 4.'» -4»< der Eingänge aut die holländisch, deutsche, ca. '>.'>% auf die übrigen >Rmteinden entfauen. Während bet der erstgenannten t«e meinde mit ihren ׳Bf» Seelen seitens der Pekidim selbst der Anteil jeder einzelnen Aamilie genau be'timmt und selbstverständlich dte der Unterstühung etfva nicht mehr Bedürftigen nach beitem Wissen und Gewisi'en ausgeschteden werden, kann bei den übrigen t^emeinden mit ihren 30—40<XX) s£C»Icm, deren Berhältuisse!!ch ja g«r uuht über blicken lasien, von Amsterdam aus nichts anderes geschehen, als dasi die ans die einzelnen Gemeinden