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Der Israelit · 1906-08-16 · 33 (16.8.1906) · p. [Seite]

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
33 (16.8.1906)
Date
1906-08-16
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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wziefjumj und Lei; DU ßäufung der Synonyma, eine Schwierigkeit beim Ueber$etzen der Gebete. Bon :Habbinct Dr ^niuianucl Dcutsck; ln Brcelau. Beim Unterrichte im Heft,tischen, 1)01tauc1־ beim Uebersehen nnscrer hcbräiichen (Gebete in unsere deutsche Umgangesprache, macht sich oft zum Leidwesen der Velireude» tmd ^eriiendcn eine 2ch1vierigkelt ganz eigener An bemerkbar. Lik .Häutung vviitvnenaet, inülueuiiCi ViüiiVCV wandtet ch'edewcildungen bildet nicht selten einen gewissen schroffen Gegen faß zu der nüchternen, kürzer getagten, einfacheren?luedruckeweisc im Denncheii. Ge gibt r^ebetstiicke, in welchen sehr viele Nedeivendnngen eine» und denselben We danken durch smiannnie Worte prägnant und nachbvii^fich koronon G'in>1e»t sei biet;. Es. an dae Gebeleflück :יכדקד־־״יייי'. Tic Zordernng, Wett zu verherrlichen, wird durch '? ^nnonmna hervor gehoben. Ge licifu da: . . •טבן היבה בי־ היציייב י״הודיה יד,יד ישבח יי ■אי י*'״,ביב י'“*״י־ ר;י־ רערד; ויקרב. Zn dem hieraus folgenden Abschnitte "ישהב nndcn sich nebeneinander die smivnumen Ausdrücke: ־טי־ ישבהה —י יזבייה עיז יבביט־ה נצה והפאית -י":- וכדביה ביביה r־־r נדרה י;:'־ י־ודאיה. Wie bat sich der Vebrer beim Hebet tragen dielet Gebete in e Deutsche zu verhaltend Lvil er. da er dach znmeisf tt»r!1t in der Vnoe in, sämtliche Gebete zu übersehen. derartige Stinte ane'chalten und anescheiden? Die'e Prärie kannte matt vielleicht gelten lassen, wenn aneichließlich minder ivichtige rrnd nur selten zu vet richtende Wcbetc in Zrage känien. Hier liege sich iüglich sagen : יטב 'א־1 העשה עדי־ Tie Dckiwterigkeil, Ivel che die Hänsung der ^vnanrmia im Gefolge hat, zeigt nch aber auch vielfach bei Gebeten, welche in der riinellen Prärie eine bedeniende Bolle spielen, mit ivelchen ein religiae zu et ziehendee >k»1d nach Zarin und Inhalt vertraut hm» »ins;. Hinge nueien in hier z. P. au> dae i^ebel'tnck ,״נ״ ה ״בא ׳oivic aut den 4. Abschnitt dee Ti'chgebele ב״בה טיב ׳"בטיב". Wir halten ee für selbstverständlich, das; man vom Teile der rezipierten Gebete kein War! n׳ glanen dürfe. Denmach mus; dae Ntiud über >edee der zu übersehenden Warte und seien der sinnverwandten B'edeivendungen nach ia viele sich und anderen genau Rechenschaft geben tannen Hier Nebt der Velnev var der fchivietigen Ausgabe, van den stmanmnen Ane driuken dae Ddiuni abzinvenden, das; ne im Panne do, Pleanaeme» ader gar der Tautologien stehen. Auch hier hetnt ee: ידע ב־ ׳טהיטיב. Zeder Per such,!edee Bestreben, die van une hervargehobenen Schivierigkeiten zu milder» und zu mindern, ver dient den Anspruch auf volle Peachtung. Macheit wir eine Probe mit dem Gebetestücke יעלה!״בא! seinem Gingange enthält ee nicht weniger ale ל stinontmie Pedcivenduneeii, die Prädikate: יע״ה ׳ ■ייבא דיניע ויראה יי״צה יישבע ייס"!"זב"Wir über sehe»: ״Anssteigeit möge, kommen, gelangen, zur Grscheinnng gebracht, ivahlivollend aurgenomineii, gehört, beachtet und gedacht iverden, die Grinnerung an une." Gin geistig gewecktes Stii’b kannte hier leicht an seinen Vehrer die Zrage richten: ״Gin nnd derselbe Wunsch wird hier durch acht besondere Bezeichnungen zum Auedrnck gebracht. Zft dae nicht dee Guten zu viel und d.cnriich überflüssig? 30Ilte »ich: derselbe Zweck erreicht werden, iven ee kurz unt» einfach hieße: ,Ausneigen möge vor Dir, o t^att, die Griilnernng alt l»ne!^ Besagen beim nicht alle übrigen An gaben im Grunde dasselbe wie der erste Wunsch?" Daraus könnte der Lehrer ungesähr salgendee antworte»: ׳״??l'ein >iind! Deine Giinvenduiig scheint nicht unberechtiar zu sein. Dein Urteil hat der schein geleitet. Indessen wer iveis;, ab nicht ailch hier, wie so oft, der schein trügt, Zn Wirtlichkeit in dach ivahi keiner der acht Wütische im Gingange nnseree Gebers überflüssig Zch meine sogar, das; tveder Zufall nach Willkür hier einen Wunsch an de» andern gereiht hat, das; vielmehr in jedem dieser 'Wünsche sich deutlich ein Gedaiikensartschrill erkennen läs;r. La und nicht andere 1nns;ke» die Angaben unseree ^aheS ge ordnet iverden. Wae ich hier behaupte, wird am Gnde einlenchten, wenn man sich etwa folgenden 'Potgaiig genau vo» Angel» hält: Unrer der Bürde der morgen, unter der '?lat des Vebeue hatte ein unglücklicher Mann schwer zu kämpsen nnd zu leiden. Alle '.Wind der Alnvehr nnd Abhilfe schlugen ihm fehl. Dae traurige (beschick dee- Beianimeriiewerren >var seinen Angehörigen nnd Zr linden. nicht gleichgiltig Die erteilten ihn! den angemessenen Pak, den >iünig dee :li'eichee, den mächtigen, gütigen, weisen nnd ivahlivallenden ^andeevater anfzinnchen. ihm sein Her; anezuschüiten und die Hilfe dee .^errschere zn erbitten. Dieser diat gefiel dem schweige prüften Manne, nnd er befchlas;, ihn zu befolgen. Dae ivar abe» leichter gesagt ale getan. Der Ane'übrnng standen inanche geahnte und unge ahnte Dchwierigkeiien hindernd im Weg. Gine graste räumliche Schwierigkeit trennte den Wohn ark dee Biktstellizte von der Residenzstadt dee Könige. Der königliche Palaft krönte die Dpihe tince Berges. Par dem Gingang ivalteie der Pförtner seinee Amtee. '?licht jeder, der den beschiverlicheii Weg überwunden hatte nnd var dem Tore dee Palastes ftand. ivurde in dae Dckilos; ciiigelassen. Aber selbst wenn ihm diee gelang, ivar er nach nicht in den Auoicnzsaal gelangt, iva zu einer genau bcstiinmten stunde alle hierzu Berechtigten sich einznnnden hatten, '?lnnmehr kam ee barnttf au, in der Menge der zur Audienz Grschienenen nicht zu verschwinden unter dciijenigeu, welche ein dringendee Anliegen znin biönig führte, auch bald gesehen, ja nach mehr ale dieses, mir Wohlwollen betrachtet, ans. merksaul angehört, zur Berücksichtigung varge merkt nnd später in der stunde der Gntscheidung in freundlicher Griunerung bcivahrt und schließlich erfolgreich bedacht zu werden. Der sorgenvolle, tief bekümmerte '??!mut ane dem Polte tun schweren Herzene die!feite, beschiverliche, zeitraubende Beisc zu seinem gütigen Könige an. Die '?lngehörigen undZrennde folgten dem Bittsteller im Weifte. 2ie entboten ihm herzinnige Wünsche für dae Gelingen feinee Uiitetuehinene vom An sang bie znm Gnde. 2ie äilüerten sich darüber eliva wie folgt: Grsleigen möge nn׳er ^reulid rechtzeitig die Höhe dee Bergee, welche zum schlaffe dee Könige führt: עלה*. DH ne Perzug möge er Ginlas; sinde» nnd in den Palast kanniieii: ויבא, unbehelligt i!t den Laal gelangen: ״ניע. Zn der Menge der Bittsteller möge er vald zu sehen fein: וידאה, vom Könige mit Wahltvollen be trachtet: וי״צה, gern nnd mit ׳?lnsinerksamkeit an gehört יייטבע, zur Berücksichtigung vat gemerkt: פנ,ד" und schließlich in der LtNllde der Gill scheidung in sreirndlicher Grliineruitg bewahrt und erfolgreich bedacht iverden: ויזב״. Du siehst, mein Niiiiti, das; an diesen acht Wünschen auch nicht einer überflüssig erscheint, daß die .Peiheitsolge durchaus berechtigt in und gerade in dieser An ardunng der Wünsche ein Gedankensortschritt sich deutlich zn erkennen gibt schlagen wir dieses Perfahren ein, sobald une ein dringendee'?luliegen vor einen menschlichen >lönig führt, sollten derartige Grivägungen daitn nicht erft recht am Playe fein, lvenn ivir unser Herz vor dem Könige über alle Könige, var unserem allgütigeu Barer im Himmel, aueschütten, seinen Lchuv anrnsen und feine Hllie erbitten? '?»achwart der Dchristleirung: Bei näbereiil Hinsehen ist dae von dem Herrn Persasser angewandte Perfahren nichts anderes als die gei't reiche Perwendung eines ביטל. Ge ist eine Art geistiges Peraiischaulichnngeinitlel, van dem unsere 'Alten einen häungen nnd oft recht glücklichen Ge׳ brauch gemacht habeit. Pielleichr fühlt fick, der eine ader der andere unserer ^efer veranlaßt, sich in ähnlichen Lösungen zu vetiuchen und sie der Defsentlichkeit zu nnterbreiten, denn wir ttimmen mit dem Herrn Persasser daziit überein, daß jeder Persuch, die in der Ueberschrifl angedculete Schwierigkeit zu beheben, mit Zreudcu begrüßt werden muß. <|r׳ l i 1 >i

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