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Der Israelit · 1906-08-09 · 32 (9.8.1906) · p. Seite 2

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
32 (9.8.1906)
Date
1906-08-09
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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Nr. 88. ®tltt 8. nmtiiiMft und vjcfnirft bir edelsten Pstanznngeii imfcrc# (Wlotibcntf in den .f>etzen einer ganzen Menschenqeneration, zerisien »nd zerstört das zarte tKespinnst edler mtb hehrer (5mpnndu»1qe11 ״nd t^esühle, welche bis dahin das AUctcheiliizste unseres PeliqionSlebrns in jeder indische» Brust uniwob? Ärr giebt uns bas >Wcd)t zn verzeihen, zn vergenrn die Untat, die nicht an uns begangen, den Panb, der nicht um? geschah?! Und danndein reuigen Sünder soll vergebkn werden' Fst s denn aber ein Zeichen der Wnic, wenn jeder Tag Beweise der Pücksällftzkeit bietetwenn »ach wie vor durch Einsührnng voll Drqelklanq und Damenchor in bisher davon verschonte 21)1»,1 gegen der t^enieindesriede ireventlich gebrochen wirdwenn nach wie vor ans den ״t^ebetbüchern" der ch'esorin >ede Erinnerung an Fernscholajini, jeder Hinweis ans die Spter, jede Aeiiszerung der HvsfninllZ aus unsere Bolksernenerung sorg samst getilgt und gestrichen wirdÄls wnr's sür uns ein Unglinips und eine Unehr', und nicht! vielleicht das Beste, das Edelste gerade, ans un - serein teure» Elternbefttz' Sollten die alten warben nicht brennen und innner wieder ans > brechen, wenn so ott die vlinnpe Hand ne roh berührt?'! Es ist manches besser geworden seit damals, wir wären die letzten, es;» bestreuen. Aber d a ft cs 1' vgeko 1» in e n » n d g e 10 o r d e » , d a ft die ch'eso rin da und dort Konzessionen Echetnzngesrändnrssc allerdings zuincisr z» gewahren sich entschlaft, da ft inan wenig stens Unterhandlungen mit »ns e> öffnet, wem anders hätten wir es zn danken, wenn nicht dem Gesetz vom 28. Fnli 18 7t•' War s die plötzlich erwachte tftc rcchtigkeitsliebe, ivelche in Franknirt a. Bl. die jüdische Gemeinde zn ihren! Entgegcnkoninien gegen die bis dahin brüskierten sroninicn Elemente bewog? War s der ehrliche Wunsch nach objektiver Gleichbehandinnq aller bleineindeiuitglieder, der den Borstand der 'Berliner jüdischen (Gemeinde endlich dazu fühlte, tu-» ״Kunservauven" in etivas Rechnung zn tragen? Sder war s nicht die Furcht vor dem Anslrittsgeft'tz, die Hostnnng, durch die Künste dieser Diplomatie den Beligionsgeseil schatten die Wurzeln ihrer Kratl a'!׳z»schneiden, rvelche die stolzen Herren nach und ״ach getügiger machte'יי Mag rnan's darum bestreiten, so viel man ivill — dennoch bleibt cs ivahr: als Ball merk der (Ketvtnenssreiheit n׳ar von seinen Bätern das Anstrittsizeietz gedacht, als Bolltverk der Ge nnssenssreiheit hat es ftch in dreiftigjaimger Wirk ininkeir ftch crivieien Bon den schweren Schä dignngen snr die Gemeinden, die niit absichtlicher Uebertreibnng bei seinem Erlaft die (Gegner ans iln» her vorbrechen sahen, ift teine ein zige in zivischen eingerreten. Aber was seine Beorisiilner Der Israelit vorhersagten und auf's innigste von ihm erhofften, das hat sich aus s Wort fatt erfüllt: es hat die am Boden liegende D'rthodorie sich ans ihre eigene Kraft besinnen und auf eigenen Düften stehen gelehrt, hat erzieherisch auf die Gegner! eingewirkt, indem es ne zlir Rücksichtnahme aut! die reltgiösen Bliuderheiten zwang, hat den ivahren Frieden der Eseincinden gefördert »lnd getvakrt, dadurch, daft es allzu gewagten Brutalinernngs erperi menten einen seüeii Niegel vorschob. Und nun fragen wir: Kann eine stärkere Herausforderung der Srthodorie überhaupt gedacht werden, als wenn man ihr, ivie Herr Pros. P o s i 11 in seinem Entwurf, zuzumuten wagt, aus dieses Bollwerk ihrer Gewissensfreiheit, ans dieses von unseren Bätern y״l unter den schwersten Cptern und Mühen errichtete Berteidignngsiverk unserer t^laubenstrene, auf dieses wohlbewährte und sür unseren Bestand unentbehrlich geivordene (besetz leichten Sinns und ohire den zähesten Widerstand zu verzichten? Wie wenig versteht doch der Heu׳ von unseren Vebensverhältnissen, ivenn er dies erwartetewie sehr mnft er unsere Kraft und Bedeutung unterschätzen, ivenn er Widerstand geivärtigte und ihn leichthin bei Seite schieben zu können vermeinte! Wie mnft in seinem Kopse die Welt sich anders malen, ivenn er eine ganze ׳Zeiteiitwicklnng mit einem dürren Gesetzes Paragraphen glaubt beseitigen zu können, glaubt, dag seiner präsumierten ״Einheit des Bekennt nisses" zuliebe der Gang der Ereignisse׳ ftch durch eine kurze Bestininiung um ein halbes Jahrhundert! zurückschrauben läftt' Das alles macht Herrn! Pros, ch'osin keine Beschwerde - seine Deduktion ift einsach und klar. Das Gesetz vom 28. ^nli 187»• verdankt —so meint er — einem ftnatsrechl lichen Frrtilin sein Entstehen. Es gilt nämlich in Prenften feit dem 14. Bi'ai 1873 ein Gesetz, weiches den -!luslrirr aus der Kirche regelt iind die stoslösiing des ׳?Instretenden von der Gesamtkirche und damit >p,o jure von der Einzeigemcnide aus spricht. Einem Katholiken oder Protestanten, der auf Grund dieses HZese.es aus der Kirche austritl. bleib» es natürlich lrotzdeni überlassen, ivie er ftch in religioter.Hinsicht zu seiner bis lrcrigen Kirche stelle: sein Austritt ist eiu rechtlicher, kein religiöser Akt Da es nun aber keine rechtlich organisierte Gemeinschaft der Israeliten in Prenften gab, so konnte der Irrtum entstehen, daft der Austritt eines Fnden ans Grnnd des Gesetzes von 1873 eine Abschwörung der Glanbcnssätze des Fndentnms bedeute. Das aber ivnrde als Gewissensztvang einpsniiden und daraufhin das l^eietz vom Fahr l 87»'• erlassen, tvelches den rechtlichen ohne den religiösen Aus tritt ans den jüdischen Beiigionsgemeinschatten (Snnagogengen1׳׳inde11 in zweiselssreier Weise ermöglichte. Wenn nun aber, nach den» Noftn'scheu Entwurf, eine israelitische Gesamtorganisalio» analog der christlichen Kirche eingerichtet >v!rd. so erübrigt ftch das Fortbestehen des Gesepes vom Fahre >87»,, welches dann nur »och eine unberechtigte AusnahmestcUnng der Fuden de deuten wurde. Also, weg damit und »risch drainlos dekretiert: ״'sin klebrigen ivird das »Kesetz von, 28. Fuli I87»> vom Fiikrasttreten dieses Geiki-es an aufgehoben". Wir haben in» Borstehenden die Aussühriingeil des Herrn Pros. Rosin grvftenteils wörtlich wiedergegcben. Borneweg sei nun ein tatsächlicher Irrtum berechtigt, dem wir allenvegen bege^iien, und der für die Beurteilung der juristischen Leite der Frage von ivescntlicher Bedeutung ist. Herr Pros. Post» schreibt S. 2«°>): ״Das Gesetz be treftend den Austritt aus der Kirche vom 14 Pftri i*7;i ftnoer nach jj 8 ans alle Peiigtonsgenleii, schäften Anwendlliig, welchen Korporationsrechke geiväbrt sind Daneben aber besteht speziell für die Faden ei» besonderes Gesetz betresiend den Austritt aus dei» Svnagogengemeiiiden ff״ Herr Pros. Posin ilinnnt also an, was seine iveitercn Aussühriliigeu!loch deutlicher zeige», daft das Gesetz von 187."• auch deil Juden, da ihre Neligiousgemeinschasten Korporationsrechke genieften, Modalitäten des Austritts eröfsnei. A'un heiftt es aber in den Motiven zn 8 1• des »Gesetzes vom Fahr >873 ausdrücklich, daft das »besetz nnt Pücksicht au» die besonderen Berhälr uisse aus die Fuden keine Anwendung leide, und gerade dieser Satz ist von dem Abg. Warburg in der Sitzung vom 22. Mai!8!»; als be stimmend sür die Einbringung des Gesetzes vom Fahre 187»• ins Feld geführt worden. Herr Pros. Rosin beftndet sich mit seiner Auffassung also im Irrtum und ivenn dies r Tatsache auch kein spezieller 'Wert beizumcssen ist, so gestallet sic aus die H.!!a!׳.»ät seiner Fnsormatione» in dieser schivierigen Frage doch immerhin eine» bezeichnenden Schilift. llnsere sachlichen Ei» ivendnngen sollen in! nächsteil Artikel folgen. 1SochcnrunM'cßau. Eine rtlisrachi-Conferen?. Bon Herrn E h. F. Ei ft in Zürich geht uns nachsolgender Ausrns mit dem Bemerken zu, daft der Bersasser auch die Meinungen der dem Blisrachi sernstehenden gesetzestreuen Fuden über loino* ^cuilloton ־ ־ ' ־. - - .% . €in üortrdgsabtnd bei Scbolem Gleichem. V o n de». I. #1111»»! Tn ,\׳.n tUMibirtH 11־ i: du'ic!» #1!r!(t!r!!! vmpnfn•!imgi'l an fiiifin in Vonbim odwlirnc•• it'v.nagsnbend iei» bimifliv' 4'11bl1»»m mit einigen ienier #>1be»en. '>»>>»1 dem #׳rr1rtn de» ^Zewn'li lrinoniclr in Lciiolem '.Hindu־»!. »>>,s!»011 l>011 den Borten 1111 oUgeineinrn indn gewölmi in. oudi ein Meiüri des Borirogs. dei es venirln ienir r'nt iungen pn vollen!Teilung »1 billigen, lrr los einige H'iiu'i lininoiiiindirn rfiijc», 011 drnrn 1110» vm oll ein >11• rieue bewnndrin imiu. ivomn ne dos deuiidi!iidiidie vrben bis in ieine ininnnen?eiotls zm?oiiiellnug biüigrn ernie dirier ^tizzrn bondrli von dein '?eben NI Noiiiolivkodem!»vns enici runndirn Ltodi. Tos '.׳eben dei onnen Beioolmei dei lleinen «»ilieiiosiodi IN lnei inn wundeibtnri Noiürlictitr» gezcidniei. inn leinen #>öien und veiden. ober oudi inn oll oem >•»,•>>•״ der Nim »niewobni l51ne vviiode doious erm .eioiriolivkei ivoildriie ״odi P»N,S ,,iS #>u»11ud1 Nid» fl V0i Olle»! dos vous Boibidnld Oll» iiioididnld IN indn zn Eouie. #lne1 dei »toirwlivlei lotn üct• man obiveiien. ei ti»1be divos >11 Veit,»».•!! losa »1 Iiiele׳!! lind Nndei idiNeiZlidi -iintaiZ. 1?s lielll n.,1 brioin don es nct> UIN cm lidiries!1iuitl gegen den lob lkindrli dos ei *üv :tvv 'h'ubd zur Vertilgung nellen will Man wird ti>1ndelsrin1g. und ׳em der irirm׳--- -->-e -unnne e111i011«׳gen I»,1 1ep1 ei ׳itolliidiild mit oller ^eelenrnlir onseinonder. er möge nur nodi Zloiriolivto geben, wenn er ewig leben wolle 1V*vt ff! niiütlicti noch ט1ן1!!!0!ח ein vc!d)cr 'IK111!?1. In׳;! 2f|11 oiiiiiioiit iveis! ^divlem -lleidirni über die!öridne #trl zu vlondrrn. nne die >Znde» in Noirwlwto entondei nn vleidiöil ilonkiirrenz inodien, wie. ivenn die d'liriiirii!lnr #tzoren out den Mo dt billigen, einer den onder» berobzubieken flicht und 10 dir Böoren oft wen über den Breis tnnous bczolili »׳erden, .,'.l'fon »du״, io gl don» ׳diolrm dllridiei». ..wie die >>»den dos Bvlk ousbruten.״ \ t?n>e oiidrre Lkirze Nocties vü» Nmdrr״ sdulderl ,vcliler »nd Ldiwadien der vuntfcheit >Z»drn. Tie vier! ^ö!1!!e »nd Töltttrr rtner ,v>׳.!!!!!!e iind mit!lnen ,Zrour» u»d Moinieni beini^ Boier zur sZeier di>s B»r1»1ieiies verioimiirll. Tos i7berli0»v> der ,>1111110• 1» vor olle»! j »o>; doroni, do» ieine Lolmr und?chwiegeiivlme nid»! geivotmlidie #lrbe>ler sind 18! #>»r der lüngile . tridom bol dieses -Zeugnis der Bornelmibeii indn ouizu 1 weilen #lber er ernoliri die gonze -Z-oimlr. enisdilienlich \ des uiidontboreii Ldiwirgervoirrs! Zkine drille Skizze belrnndell die #tbrnlener von 1 א1חח1 יצחק׳ •א'צ״־ א^טעי־ איידק »n> de» #Iusbcbu1lgs br>r»nen. Uriprüiiglidi briosz der Held dieser Erzäblung nur den erneu der vier r'i'oiiirn. er« im Vonte der ->en bolle er teils ous religiösen <8r>mden teils durch soiinliöre #tome»>>1>>>׳»«>o.:׳.dl::::g >•>,,?>, Iioii. die •.׳,oinrn Hizenol. ,Zblt. olrrr EnU bekoiinilen. Tozu toi»»,, nodi der tlmsioiid, ' •גיסי der J od eines Zwillniosbrndeis in den önenilidien Begislern nichl berincrtl worden wor. und io!•erilricken nch donn bei der Muiterung Eint »nd die dusbebungs beoinlen »nd die Bickiei, die ouch lönulich nefflich chorokie riiirrl iverden, in rin tolles Turchrmondi•!. t5»le virric Lkizzr, ..Milchiks bringt eine oinüsonle tlmeriuchung. die ein Matviottufn .,zreiier über die inög lichen #Irten non MUchüvisrn oniielll. .Herr Bol. ,Znikenslriii los eine englisdie lleberseizung von ...ilovnon Trevins m >!olnolivko״. einer in» vieler von!,•׳ gesdirielieii.-n?!childermm der Teilnobnie der,Zudcn in goniolivto nn der ״#Inone״. -Zuenl rinvnnden ne im Trevins keinerlei B ngesülil! olliiiiiblich jedodi rnlividel! »ch ein ssebeilioiles ,Zmerene iür dos vleidiid des unglndlichen otloiibensgeiwssrn, dos den gnien vrnien sogor den Ldilos ronbl. #lls idilieizlidi die einzige -Zeuniig, die nch in der Lrodk iindet, dir #i0d1r!ch! bring׳, dosr dos >!1ikgsgcrichi i» Rennes Trelilus wirdrrnni bei uririli Iiobe, gloubl es keiner bin! ilmcii tts sdieiin den emsodirn ׳üirnsdien nid» inöglidi, dosz »ton so der '•!'?»In bnt ins Nie!!du >d>!ogen könne, und ne I,ollen die 1.׳,'od• ndn lieber sür eine Ernndnng Ter Vorlesung Ldivleni #tle1che1ns ging eine ein ieilende #insvroche ,ZongivilH׳ voraus, der sog!. Lcholem '?Neicheiii brauche mir in einer jüdiidi sprechen den Umgebung zu erscheinen und zu sagen, da» er Ldiolri» -tlridirm sei, und ledrrmanil ivrrde ihm zurllsen ״Ldiolrin Älkichei» ׳׳ Ter Redner teilte mit, dosz der Tichter nod> vor rnngeii Moiiolen i» irinrr russischen .Heiinol nd, m enlrr Todikoiiimer verbergen und lmiigern muszld letft leie er nch hiev seinen Weg über de» Ailantischcn £ zeon ,'s» #lHieriko iverde er ein grostrs #lrbcüs»eld nnden. Hu Rew;>>orl gebe es drei!udisdir! beoler, iür die Lcholem 1ttmhl Jcr ‘X'iClftCr ict »»* CIiiCIm Augenblid nodi trnglond gekoimiien, do inan die Bedeuiung des jüdiidi״ zn erkrnnrn brgnnir Ein Professor zu -Harvard!mIh־ ein ganzes Buck über die .Zargonlüeraiur geschrieben, und irdermaii» wisse lieule z. B., wer Moiri Rvsenirld isi -Zangwill bedoueri. dag Morris Rosriiield m dnierika traut durniedeinegr. und bittet 2cko!c!i•. -tleicheni ibm die >81üne der Brrsannnlung zu übernliirdn

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