Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 31 (2.8.1906)
- Date
- 1906-08-02
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Nr. »> ®fttf 4._ jenen verstehen können - während doch in Wirk lichkeit die Orthodoxen die Entfernung von Männern wie Montenore auo ihren religiösen Btnvaltnngsköxpern verlangen. ,Fettgehalten zu iverden verdient die Aufrichtigkeit, mit der Montenore das austvricht, was feine Gefilinnngs genotie» nur denke», dag nämlich das Re»vx»1 judeutum in der Bekämpfung der veraltete» Uederlieferungen der Orthodoxie eine heilige Mission-zu erblicke» habeeine Mlinou, der die Resvxin bei uns i» Deutschland zivecks »ach driicklicherer ,xördcruug staatliche Machtmittel zu gewinnen strebt, wo sie ne »och nicht besitzt. Lin Obcrrat in Ressen > II. ״ De» einzelne» Israeliten wird vollständige! Freiheit i» ihren religiösen Anschauungen und den! Geinelndeu vertreten durch ihre Vorstände bezüg lich der Zorlnen der Gvtkesvexehxung im Kllltns! und der religiöse» (Gebräuche im :Nitne■ wie seit j her das Telbttbestiliiililmgsiecht Autviwmie zu gesichert." Wer den ersten Teil dieses Toleranz j edikts lieft, glaubt wohl, dag es spätestens ans! der Zeit der erste,« sranzösischen Revalution stainint,! aus einer ,׳zeit, «vo man endlich mit iniitelalierj lichem Glaiibeilszwnlig gebrochen hatte und >vo! auch m Ländern rruberer blutiger Kotzerver folguugen (Glaubens und Gedankenfreiheit pro klamiert wurde, ׳.Niemand würde ahnen, dasz ein (üesetzeunvun, der im A>. Jahrhundert die ׳Genehmigung einer Bolksvertretung erstrebt, es für nötig häil zu betonen, dag eine, bestimmten Klasse von Bürgern die in den Grundgesetzen des Ttaares sestgeiegle 'Glaubensfreiheit nochmals zu gesichert werden müsse, ,H> Wirklichkeit findet sich wiederholt diese Zusicherung in dem vor einigen Wockieit bekannt gewordenen Entwurf zu einem hessischen t'IefetH׳ die Bertanitilg und Berwaltung der israelitischen ch'eligionsgeineiude» betreffend. 2!e niidek «ich in der angeführten aorni in der Einleitung zur Begründung und daiiu nochmals zwe« Leiten spater in der Begründung zu Artikel j I in folgender Weise! ״Bezüglich der Uebre wird! den Einzeliieu «Glaubensfreiheit gewährleistet."! Da der moderne Tram nicht!!!ehr daran denkt, j Glaubenszwang auf seine Bürger auszuüben, >o I iäst! die'e Betonung des Telbttverttändlichen int ivillkurlich den Argwohn keimen, dag man eine» Akt der (Kesetzgebung vorbereitet, worin viele 'Klau beiisaiigelegenheiteii, die vordem frei waren, nntev Zwang gestellt «verde»!'ollen, und dag inan angst l!ch alles znsan1»1ens»cht, tvas von Toleranz nach I Der Israelit. _ 'Henehnngung des Gesetzes übrig bleibt, iim^das Ofefetz mundgerecht zu machen Der einzige Satz im Gesetz, der in Wirklichkeit den Cöeineinden de», ^betrat gegenüber die Unabhängigkeit ivahren soll, i«'t der ebenfalls oben zitierte, der sich ebenso wegen seines sympathische» Inhalts »viederholt im Enrwun findet, da st die t^Veiueiubcu nämlich ver treten durch ihre» Bvrttand bezüglich Kultus uild Ritus wie seither das Telbstbettinnnuugsrecht be > halte«!. Wir wollen für jetzt den Tchönheirssehler dieser Beslininiung übersehe», dast bis jetzt auch die Geineiliderabbiner bei etivaigen Aenderuugen in Kultus und Ritus eiil Wort mitzureden hatten, während das in Zukunst ganz dem Gemeiilde Vorstand überlassen bleiben!'oll. Immerhin bleibt \ der Akt der Toleranz bestehen, dast einer Gemeinde voil der Eentralbehörde kein neuer Kultus lind NituS ausgezwungen werden kann. Es wird zwar Zuden geben, die sich die Bemerkung erlauben werden, dast im modernen Ttaar bei anderen .Eonsessionen keine Behörde denkbar ist, die in den Bethäuseru der einen Konfession deil Kultus und Ritus der divergiereilden zwangsiveise zur Ein sührung bringt; dem gegenüber jedoch erinnern wir daran, dast erstens da, »vo es noch nötig ist, den Einzelnen Glaubensfreiheit zuzusichern, die 'Bestattung von Berschiedenheite» im Kultus und Ritus der Gemeinden doch als Zeichen erhöhter j Toleranz auzusehen ist, u!»d dast in der Ta! die * Geschichte der Amtshandlungen jüdischer Zentral behürden in Deiitschland vielfach vo» zwangs weiser Einsührllug von Resormeu in Kiiltus und Ritus zu berichte» weist, ja sogar von Berboten privater GebetSversaninilnngen, die obrigkeitlich angeordnere Resormen im Kultns lind Ritus nicht iuitmachen wollten. Da die ZudenHessens durcha'ls mir einem Cbcvvat beglückt werden sollen, so haben wir froh zu sei», dast man sie wenigstens von der Zentralbehörde in ihrer grotesketten Zorui bewahrt >>״d lasse» wir das Zmvel an Toleranz von der Kritik unberührt. Wir müssen bedenke», dast bei der sattsam bekannten Tatsache, dasz in Henen zwei weit divergierende Glaubensrichtiliigen in« Zudem»»« bestehen, ein Gesetz über Tchaffnng einer religiösen Zentralbehörde mindestens e i n Toleranzmäntelcheii nötig har, das nicht gar so fadenscheinig ist. Wir habeil Absatz l und 2 des Artikels ** nilseresGesetzeillwurfes schon erwähnt, dieser lauten ״Die obere Leitung der gemeinsainen Allgelegen Heien der Zsraeliten des Grostherzoglnins sowie die Bertretling der israelitische» ReligionSgeniein schast im ganzen steht dem Dberrare zu." ״Er hat seinen Titz in Darmstadr und bettehl aus einem eil ge re» und einem weiteren Rat." 2 August wo». Um der Missdeutung emgegenrutreten, das» llitter ״genieiilsame Angelegenheiten der Zsraeluen deS (ürostherzogtums" nur etwa staatsrechtliche Dillge oder Tteuer und Geldsache«! gemeint »'eien, dast aber Religiöses, »veil eS dem Denken und fühlen oft nicht gemeinsa tn ist, der Konipetenz des!DberrarS entzogen bleibt, um dieser Auffassung zu begegnen, bestimint Absatz l des Artikels l"t deutlich: ״Zu dem Geschäftskreis des engeren Rares gehört die Beschlustsassung über alle Angelegen heilen der Religionsgemeinschaft, foweit sie nicht dem »veirereil Rate oder dem Borsitzenden über »viesen sind und unbeschadet einer andere» Regelung durch die Geschästsordliurlg." Alle A »gelegen heiteu der Religionsgemei»schast um Ausnahme höchstens der Bestimmung von Kultus illid Ritus, welche den« Borstand verbleibt, gehören also zum Geschästskreis des Dberrats. Wem das ״alle Angelegenheiten" noch nicht alles sagt, der bemühe sich gütigst und lese ansmerksa»» die 14 Untersätze des Artikels l<>4 Geschästskreis des enger» Rares- und die 10 Untersätze des Artikels IO.'» (Geschästskreis des »veitern Rates. Unter diesen ^4 Tätzen, welche die Befiigmne des!Dberrats darstellen, können wir mit gutem ׳Willen nur «'׳ Tätze finde», deren Bestiiniiiungen nicht daz»l sühren inüssen, dasz die im!Dberrar herrschende Neligionspartei die Gegenpartei!nun drückt - 1H Tätze dagegen überl'.erern »nehr oder weniger die im Dberrar nicht ausreichend ve» treteue Partei der Willkür der leitenden und bestiiniuenden Männer dieser Zentralbehörde. Hm die weitgehenden Besugnisse des!Dberrats in Religions und Gelvissensangelegenheitei» klar zu zeigen, genügt schon der Abdruck der Blinkte!>, 10, 11 auS Artikel 104 und Pnnkte 0 und 7 ans Artikel l<>.'». Zn dem Geschästskreis des enger!» Rates gehört: 0. ״Der Erlast allgemeiner Borichriste» über die Rechte und Pflichten der Religianslebrer. (Genehmigung der von bei» Borständen der Re ligionsgeineinden mit dem Reli^onslehrer ab geschlossenen Dienstverträge, die D b e v n n f t i ä, t ü ber den gesamten Rel i gi o usnnterricht und die sämtlichen Religiousschnleii. I". Die A u s ü b u n g der Disziplin a r ge>va l t ü ber die R abb i n e r, Ra bbinats v e r w eser und die Beamten des!Dberrats. II. Die Antragstellung aus Ent z i e h u 11 g der dem Rabbiner erteilten Befugnis zur B ea n s si »I, t i g » n g des Religionsunterrichts bei dem Mini tterinn» des Z»»ern, Abteilung für T ch li l a n g e l e g e n heit e 11." Augen leucknelk Entzücken und wie im ,subeliokie Itob nck, die schwellende Brun au» und ab. ,\n der weiten Ebene 2orons »ven ne au» der Erde — ne nven au» srii'ckie» ilorbenbugeln und singen. Er kenm die 211nune» diele weichen. ,chmelzeiiden Tone, wie einsl ln״ den lrc t, 0 Melodien, ober es nnd iiidetnde Ernielieder. Eine <»nu>1׳e tiolder ,'׳ungfrouen. ickiivorzongig und ׳»»nenverdrannl. nven und vlouder» und winden ick,er zend licbltcbc Miaiuc. . T»e schon»,־ :stoie Aarons an der }'mit memes Helden Wer wo» die dekannie 2lnn,ne > rttzar es nictlt Elk1nna> Die Iiede deine riIionix2 ׳tz1e!,old und weict, »nnier no.li tbv «'»eäctitchcn »ft' ritze»» mul, voller ieiier und elwos dunlier als dazuinal. Horcki ivel ck,es ,01,' To loininen 41, gevrdiiele» Jfeilie» inuniere (Vu1n,!!!!gs!ck!-.,oren den gorineliveg Innnnier r'tz.-iwes vrockmae Hruvoentnld Lind es inckn die Turner oni r!tz>rls11ict,?>on Inine er es glaube» inogen. Tieie ׳elinigen >׳'e '«allen in,! den nmtlen. inuskuioien ׳.'Innen' Wie fet,011 und lroilnrotzend ne in ihren weinen ,zocien 1111t dein Torndslern on der Brüll ousi'oben' Und doct, waren es Ionier dekannie '"eiutnee, »omeroden ans dein tzeintniuie und aus der Liodi. Er erkonnle ,'ie ivlori. «rov der geiunde» Aole ,»>׳ den einn!0 bleictien '^eiutuen, Es ivoren die gleulie». wenn auch die engen Bruntonen nct, geboben und die gebengien '^enollen »ul, doct, ou׳ger1ct»el hohe». Und imurl,\e»b erbob »1et, der Mod4>e»a,vr Lv toinnil >I>, Helden. lo'N uns >1el», .U»d aus »reudger ׳Brun >nu> nngen. ^»>11 luilgeu T einvel gelin wir bin. .>> l> in die eriie aruckn o> bringen Li' inobine eine Lckmnlerin. Boi»?׳.׳nenwege rwintien den 'iiebenreilu׳» taui eine ebrwuidige oieiioli dober Ter <1e»onq vernninnne und nn ׳>,'» iro» ׳liui^ ein. Tie ^nnglnige ntioorren »>et> el,r»u»ansvoll tut Miene um den Alien. ..bioil mil Eucb idr Lctnnner und Lctmilierinnen' g»u!ne dieier ,mit! loct,elnd .'"eiegnel ini ׳.'»'oinen des Herrn, irnirdiger :liobbi i״ aniworikke es 1111 tz bore. ״Ttzini ihr Neben Niiider '״ begonn der :>,'obb,;>> den .',»»gimgen gewendet ..der rltzoldweg dnrck, den Vlbono» wird diircii den :liegen der vergangene» .>>>»!» unpoüierbor!ein. rttzerde» ern 01» Mmog nact, ,'seiumlei» miitnedien tonnen Um >edod, die -zeit ouszunutzen. wollen wir die» au» »neue»! srelde »odnnols all die vielen und v»l verwickelien ׳Benimmungeii innerer Vond geietze uns zu veroirsckioulictieii »1111,011־ Und nnn hörte 21,1111» mit fieberhafter 2 voiniiing, j wie der greiie ׳liobbi vor der onüiorct,enden 211,or eine ' Aeibe von BoriilniNen erklirrle und onsenionderietzte. ' Vouier belonnie "'edonken und Teutungen äber die Ecken des ,Feldes, hie 1r11en»r»dergrenze»den 201,ie» und 'tzilonrenootlinigen. Ernlingstriickne und 1'1<׳,ck,Ieie ׳.'Iber >r»e klar und einiocki wor dock, olles ,et<1 was »rüber o»1 >o »cknver und roiielboii icknen' Te> :stobt» ,nick, ׳eine» »׳einen lierobiviillende» ׳Bon und lobte »toll 1,1» eine» worbenbon'en nieder, ,'ui den 1 steil,en der v\»»1,11־ eninnckelle fick, ober eine rege Tiskiii'ion über dos eben »ieliörie. on der ouck, er ück, eitrig beteiiigie To rie» Minen in dos xomv'gewirr eine »nnnere Mädck!en»'1nn1ne hinein 011'!'.׳, ein Bondckie». nock, einige Hoken nnd die .stronze wirren »erna '״ Btzor dos nickn Ebonno. die io ge ruien‘:׳ Ceii'itV v\l,m ׳!,׳> ein. dosr er 1» ieinein!galten 1,0111 Bondckie» oller Art nnd Hoken 0110<, 1״ hat. Tock, iw in er V Itzo in de, None»Er Im, 1h» ,״ck» nicht brachtet, de» Hounereivock er in ve>׳ck,wn״den »nt all den Bondern und Haken. Ter Ma!teil' v de! Noiten ־ To leuckuoie etwas linig'om ou». En» 2lre!׳e» r'ick». der inuner breiler wird, und >>e ickminiden eines nocki dem ondern. Tie Biodck'e» und die Blume», die nrieger und die stronre. olles verblofrl und verickuvnnnu. Er onnet wen die Augen. Tie Tonne in bereits erwockn. Alles , ver'ck'wuiuden. mit der icknr׳o׳.;e Mm'te» liegt ,cknver und traurig vor!hin. . I Btzo >vor erv ׳Ttzos war ihm begegnet^ Tie 2o»»e nock, ihm itt die ׳.'lugen dock, waren die'Beine leickner >»1d williger, tzongioin erhob er ück,. band den Bocken!1»! de» 'stücken und ging vorwiiris. »,»»er ,veiler. Ais er endlieh in die 12>1uogoge zu tz. e'iiurat, >-u! die Gemeinde nock, o»> dem Boden. Tock, der ׳Borbeier iioiid bereits nt» Bulle nnd referierte um louler, tu׳" verheineiider 21n»me die 2ck1lnngebele der »nious ..Erborui Tick,!',ivns irne Tu geiagl. errickne es. wie Til geredel. 20 bei!;! es Tie Ttzüne wird zu», Eden, die Einöde zum b'ottesgarie». ,vrende und Wonne lierrickie darin. Tonkesnninnen und 2oiien,v1el. ׳.'lndircknig ick,los: »ck, 2oll1m den Trongebeten de, "'eineinde ,111 ZHkunftshoffen. Eni >üd nlier sturgon koiiunt »1 den ..neun Togen׳־ v\» einer bod »11,en 2todi ms oioiteslious. Man reickn io!.,,! ihm. ohne viel zu »rage», Tie neue T »1 l l o I,. do>: er bete draus. Tock, monckies was nick,! ״ebt. das flüitcv! teile 'steck,t ming er. 2en> ׳.stockrbor ichitttolt'o Hanvi. Und als limschnlojim n, gar tranr ger Weise ׳.stiin on «ein Cln dringt, ivrichl et: C, erlaub!' Bei uns gibis dafür keine Trouerieier. Wir hoben i >1 n >o. den «"ehennrot Bi!> ne,' Und neidisck, ick,״,» der Preufte. Hesse. 'Boner Aus dos so reich beglückte bodsckie tzond. Tock, was beginnen^ i^ittcv No! ist ,euer. Havücfftolm V '.Vem' Beriraui nur dein ״Berband Ter pilegl den <׳!׳׳»> vom «"eine des Her,» Mover. Ter ancki nu ׳.»iorden inckil ganz unbekannt, Und wahrend nock, die .׳.'Utcir seufzend hoffen .We-chise dowiij le-saucho «ochien־, Bekennt s der .,Aeue endlich!etzt ganz offen ..>ür uns ruh! olle Honnung bei :st o s i n. H. Eni".