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Der Israelit · 1906-07-12 · 28 (12.7.1906) · p. Seite 18

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
28 (12.7.1906)
Date
1906-07-12
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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12 ,Xul;!!**;. an.yircQcn. Nicht!edem und seine 2Lerkc leicht .yigänglich, aber viele» Lesern dieser ׳ikilcn, die das (VViftcf i,al׳en, in der Nälie von Mitseen;u wohnen, werden sie vielleicht Beranlassung sein, an einem freien Tage ins (tuvsersiichfabinet yi ^eden und eine stille Stnnde den Nadiernngcn des grosien Müllenohnes von Lenden yi widinen. Die Talascbas.) (Tchlnsi.?ie ,valaschas dewodne» in geringer ^ahl de» Tigres, die Provinyn iS bi ve nnd xHMabo; co sind a»ch einige ,Familien in den Provinyn Tcinbien nnd Enderta yrstrenl. ^ahlreicher sind ,V'icph rr;rtMt •eine Xiäuine. ne 111 VtmtKna, den ׳Incm'ity» La na, 'Helena,?emben,?lanfankera, Armatchcho, Böoghera, Teniien. Endlich und sie noch, iveniger ׳,adlreich, in den Provinyn c>'>odjam, Ehoa nnd bei den «Callas. tkrkrs die Sprache betrifft, io ivrechen sie das Ainliarina in den Provinyn von 'Jlmbava, am 1 echten Un1־ des Teecaye, nnd Tirina!eine Berlinftaltung dkr Ghce; Tvrachc iti dcnProvinyn von Tigre, am rechten Ufer des Teeeaye?er «^»onarena?lalelr, der von Halevn, nnd a»deren Abei sinieil Neneiide» als National nnd Unvrache de!?vaianlias beyichne! wird, lvird nnr noch in der Provin׳,?.nouara und deren Unigebnng, nnd dort ebenfalls von der übrige» 'Bevölkerung gesprochen. '\11?ein bra 'nnd kennen findet inan noch (iahen Priener?ebiera e>'׳e edrre nnd eimge »L.ene die in die'eni?mleti ivrechen, die längere (Generation tennl ilm ga, imiit.?a das Aniharina liente die Landeoivrache Abeninicns in, ivre chcn die ,valafchas annerdeni ,^dioni, das ansschlicsilich in geivinen Provinyngesprochen ivird.das 'MmlHinna ebenfalls, u׳a>> ihnen den Ttempel der Tnperioriläi anidrüäl.?1e he bränche Sprache in ihnen völlig nn bekannt. ne wissen nicht einmal, dan man sich derselben hnne noch bedient.?ies>alafchas behanvten, dan sie der jüdnchen Nasse angehöreii nnd von nniereil Tlainnivälcrn Abralmm, ^׳ae nnd ,>aeob abnaninie». x\hvc afrikanische ^arbc. ihre mehr oder weniger schrvary ' 2tue den ׳äilnritime.en det ^tll oiuc ,'״natl lintu Der ,Vvurlit Halit scheinen dieser ־?Ibfmtft yi ivide,1'prechen indessen die Feinheit ihrer;tyify, der lebhafte (N'isi, der aus ihrer Phnsiogiloinie lenchtet, der!)an nackige 'Böidentand, den sie ivährend Tailfeiideii von fahren den uingebenden Bölkenchaften entgegen gesept lxiben, die Beharrlichkeit in ihren religiösen Ueberyngnngen rechtfertigen ihre Behauptiliigen.?ie Vornehmheit ihrer Abstainmnng wird selbst von allen ihren christlichen Landslenten de Nötigt, von Mnielniäniiern nnd Heiden, die ihnen aus diesem Hsiiinde grosie Hochachtnng beyigen.?ie N'eligio», yi der sich die ,^alafchas bekennen, in die jüdische, verändert durch ihre religiöse Literatur. Obgleich die ,^-alaschao die niündlichen lleber lieiernngen nicht kennen, die der Talnind »lirreilt, benve» nnd beobachten sie einige rabbinifche Tra ditionen. To bilden sie eine besondere Teile, die nichl mit dei׳ Earaiten nnd »och weniger mit den Tamaritanern yi venvechseln in. Unter den ^alaschas selbst bestehen weder religiöse noch (llassen Ilntenchiede. Auch die Nahens nnd?ebteras, obgleich den anderen durch ihre Bildung überlegen, arbeiten wie alle, »in sür die täglichen Bedürfnisse yi sorge». Indessen erhalten sic bioweilen »beschenke von den Laien als Entschädigiing sür den Unterricht, den sie der fugend erteilen, den» den ,^alafchas liegt nichts so ׳'ehr am Her;e» als die Ansbildnng ihrer(linder.?ie?ebteras versammeln die jüngsten Tchüler nin sich nnd geben ihnen Eleinenkarnnterrichl, derselbe betteln darin, dag sie Bibel in der ('Hw, Tvrachc lesen nnd in das sTrrsidiom übersehen nnd dag sie die heilige (beschichte lesen, ׳chir Bervollständignng dieser Anfangsstndien lehre» die .(iahen die älteren Tchüler (Nebele, begleitet von religiösen «besängen.?iete (Gebete armen tiefe svröniniigkeit, ver eint mir eitrigem (Glauben an eine bessere ^ufnnrt für Israel nnd die gany LLelt, eine ׳^nknnfr, welche die Böiederherstellnna der jüdischen Nativ nnlität in'olge deo Boeltiriedeno verwirkliche» soll. Tie bitten darin y! bUnt, sie nach ^ernialein, ihrem B:ntterla!!de, yirüctyisühren. Um ihre (Gebete yi ivrechen, vetiamineln sie sich in ihren Tnnagogen, die man Nieoghid oder Biete Egria beber nennt, wke auch in Privathänsern, bei einem! (iahen oder einem?ebtera, bioiveilen sogar unter ' freiem Himmel, yini Beispiel am Tchebnoth auf! einem Hügel, yir Erinnernng an die (^esehgebnng anf dem Berge Tinai.?er Tabbat wird bei ihnen strenger als bei den anderen jüdischen Tekten beobachtet. Tie haben übrigeno dieselben religiöse» sieite wie wir, anger den nationale» halben Feiertagen, Ehanncka und Purim, r'lllei» diese fallen nicht innner auf Leite ■Nr. ייי brauch, der sich auf ihre apoeniphischen Bücher gründet. Sie kenneil die ,'vasitage ymi (Gedächtnis an die Zerstörliiig ^ernsalems, aber merkwürdiger iveise sind die?aten nicht dieselbeit lvie bei den übrigen ,^uden. Anstatt am 17. Tamrlz uitd am r'lb fasteil sie am 0. Tamuz und am l7. flb, ferner fasten sie währeitd der ersten Tage des Tamn; bis ynil nnd des 'Ab bis ynn Hi., ein ,V'tmn, der von einer chronologische» Ber wechslnng herrührt.?as Lasten am 17. Ab nnd ^om (iipviir, wird sehr streng beobachtet, (kreise sowie (iinder vom *. ,^ahre an müssen sich der Tpeise von dein Borabend bis ynn Abend des folgenden Tages N ikj n»u 3 ». f : JJy Tic 3»ז1י1ו!ו11ו(. dieselben?ate», sondern mit einer Abweichung von einem ins;wei Tagen,?er (ialender ihres Neligionsjahres gleicht dein nnsrigen, ansier dag er immer den ersten des Monats nach dein '?,eninoiid rechnet, ohne auf den yveiten oder dritten Tag y!rütty:gebe!!. wie es bei »ns oft geschieht. Tie feiern auch eimge monaklichc Halbfeste yir Ern! »crung an die grosien jährlichen ,^esie, ein (>>e Taviv »11k> <>tolun>>. enthalten,?ie s>-ron»nen fasten ebenfalls am Montag und?onnerstag jeder BToche. Tie ver! bringen die Fasttage mit Bete» lind Hersagen! von Psalmen.! Tie bringen keine Tiere mehr y»n Cptcr oder wie es früher hi eg Bilsiopfer, nnr der Hk׳ ■ brauch, ein Lamm am Pesiachabend zn schlachten, ist geblieben. Tie töten mich ein Tier y> ver j schiedenen Traneryitcn, was sic nls.dorban ׳ 'Cyfcv | betrachten. Tehr geivissenhaft befolgen sie die (besehe der Neinigniig durch Bäder und PöaschiIngen, sobald sie einen Andersglünbigen berührt haben, müssen sie sich den aanyn Tag bis yim Abendbade allein halten,?ank dieses strengen l^e fehes sind sie gcschühl gegen alle Arten der unter der abessinischen Bevölkerung verbreiteten anstecken den (Krankheiten. Ebenso beachten die Fellache grauen strengstens jeden Monat die ׳?Uddagesehe, nnd »ach der ׳?iiederknnft nnd yi jenen Seiten bleiben sie isoliert. Bei den ^alaschas ist weder die Bieliveiberci lioch daö (ionknbinal geduldet,?ie grauen gehen nicht verschleiert wie die Mohainme dalterinneil ans, sind dagegen auch » nicht ans das Haus beschränkt wie die Abessinierinncil. Tie sind san > frei nnd troh dieser Emanzipatrot׳. von grosier Bescheide!rheir,!nie alle Neisendeil bestätigt haben. Bei den Bersammliingen der Männer, an welchen sie yigelassen werden, erörtern sic mit ihnen alles, was da<( bürgerliche Leben berührt, ebenso nehmen sie an deil Leiden und Freuden der Gesamtheit und der Etiizelnen teil. Tie helfen arrch ihren Männer bei der Arbeit nnd steuern ihren Anteil

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