Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 28 (12.7.1906)
- Date
- 1906-07-12
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Ter .unaeltt. Ho. •2". Seite יי. sorbcrt lucvfei,, welche ohnehin 0111״ den, Stand Punkt stehen, das, der (^emeindebeschlns,, den btohcviifcu •)ütiiC' durch Ernsührnng eine, k^rael in eine der beiden (^kmeindesmiagoge» zu ändern, ihnen Bcranlassnng gibt. ihren flinjtvitt 0ns der (Gemeinde zu erklären." Freilich verfolgten sie unentwegt und »in flnfeindungkii unbekümmert ihr klarem Fiel, in ihren, Barteln׳» aber trotzdem stets Rücksicht ans Oie prinzipiell (illeichgesinnten nehmend, von denen man hoffte, das, sie nch nach tatsächlicher Einführung der Sttgel gleichfalls für den Austritt entscheiden ivürdcn. Diese Hofs nnng hat sich z» unserer (Genugtuung nicht als trügerisch erwiese». Fwar in es ein verhältiiismäsüg kleines Häuslein, das sich eniichlossen hat. allein und niit eigener .(!rast die jüdischen Heiligtümer zu wählen. Aber die Thora ist ja immer von einer kleinen Minderheit nnter den Bölkern getragen worden. Und je geringer die Fahl, denn offenkundiger die innere Ltürk׳ derer, die das ^5nf zu beginne» ,vagen, und desto grös,cr die Heiligung des giitt lichen Samens, die daraus erwächst. Korrespondenzen und Nachrichten. £ tVli r/lhwä Dcutfdjc« Ile i ei). Fran tf» rt a. M., l-, Füll. Kurz vor ch'cdaftionsschlns; gebt ,ins der 1» nnkoiitrollier baren Notizen der Tagespreise schon iviederholt genannte ״(Gesetzentwurf über die Be, sa,s»lng und Verwaltung der hes fische» Neligionsgemei »den" zu, für de» gleich,eilig in mehreren Tagesblätter״ eine ge 'dudle Neklame einiettt. ^d,on eine flüchtige Durchsicht zeigt, das, der Entwurf, obgleich mit einigen S diei n k o » ze״ i o nen an die Srlho dorie verbräun, ganz in, (teilte jener Zwangs Politiker gehalten in. die iu zäher Arbeit seit einen! Fah, zehnt aller Sneu »in die Ber'taat llchung des Fudeiiuinis bemüht sind. Sdion das eine Wo,t ״Dberrat" tollte genügen, mit alle diejenigen in Hessen gegen den Entwurf mobil zu machen, die nicht gesonnen und Männer, die mit dem F» denk!!ine n» r d » rch ihre (^׳ e b n r l i in n > a m n, e » h a » g c tt eben, a i s Vertreter und Veite, der >ü dl scheu (äe samt heit an zu er len n en. Biögen die ge ,epesnenen Fuden Hessens, die mail schon bei der Bo,bera1»ng des Entwurfes in der ver lebendsten Wenc zurüdzu'cven für gm besnnden hm, ohne Verzug zur (Gegenwehr rüsten, Noch ivird der V and rag ein '■!'Aut niilzureden haben, ene das israelitische Kou'ittorinm Hessens sein Werk beginnen kann' Mochte man aker auch autzrräakk X,el7ens bedenken, dak mit der Hnualnne der ketlischen sronültoriakversalsung auch in 'Vreuken die ^»onn'swe Aetuli, in die -röiieud!»e ä5c rucken würde! Han a tl, I. Fnli. Eine Anzahl Mitglieder lüdircher (׳'׳emeinden des ehemaligen Kn, Hessen haben an den Minister des Fnnern eine Petition geliänei. ,vorn, ne billen. einige Abänderungen der jüdischen kurhkni'chen Benvaltung dahingehend herbeizu'ühreu. da׳; l. die lüdi'chen Kultustteuern in Form eines Fu'chunes zu den Llaarstteuern erhoben iverden! die Llmagoge» Aclletten und die Mitglieder der Borsteherämter durch die (^e meinden gcivählt ivcrden, und dast denselben ein Kollegium von gleichfalls gewählten Pertretern bcigeqeben wird; tt. den C rganen der <Zenternde die Befugnis beigelegt werde, dieselben in jeder Weise nach auncnhin rechtlich zu vertreten. fl ns Pattern. Bo» hochge'chätztcr Seite ivird itiis geschrieben: Was in geschehen in un seren, io friedlichen Vaude? Denn es ist! ar nicht zu lengnen, das, sich eine gewisse Erregung inner halb der blauweis,en Pfähle bemerkbar niacht. Fst es die flilküiidigung drohenden Ausbruchs oder der lehre Ausläufer brausendcn Sturmes? Da existiert in Bancrn ein Vandesrwrein, her vorgegangen i. F. 14»'א aus dem schosse der bäuerischen Nabbme,-Konferenz, f. Ft. gegründet mit der einzigen ausgesprochenen Tendenz, für die in stetiger Decreseenz abnehnienden Vandgc meinden;11 sorgen. Es war wie das erwachende (Gewissen der jüdischen Bewohner der Groszstädre, das, sie nch endlich es hat lange genug ge dauert einer Ehrenpflicht gegen die .Heimat ihrer Eltern erinnerten. Es wäre Unrecht, wollte man nicht eingestehen, das, der Vandesverein in dieser Hinsicht durchaus segensreich geivlrtt hat. Biele rituelle Fnstilntioiie״ verdanken ihm die Möglichkeit gedeihlichen Fortbestandes. Jedoch bald, etwa vor א Fahren, bildete sich eine Unterströiniing, die ivohl unbewuszt wir wollen das getrost annehme׳, — den Fusland vorbereitete, der jetzt;» Tage trat. Die Aufgaben des Vandcs Vereins fanden eine Erweiterung, die ivohl am denklichiten i» der Namensänderung z» Tage trat. Ans dem Vandesverein für notleidende israe litüchc Kttltlisgemciiiden wurde ein Vandesverein f ü r i s r a e l i t i s ch e Kult u s g e,11 c i 11 d e 11. 8»pn.-u,i. F11 den Sitzungen kam das zunächst dadurch;»in Ansdriuk, das, die Diskussion über die Subventionen kleinerer (Gemeinden allmählich eingeengt ivnrde, bis es zuleizt geradezu zu einem Dnrchpeitschcn dieses Pmiktes der Tagesordnung kam. Allein es »ins, auch hier wieder konstatiert iverden, das, man sich hüben wie drüben be m übte, objektiv zu bleiben. Man kann gerroit sagen, da״ die Frage des Anschlusses an den Bervand der deutschen Fnden der erste Disseren;- Punkt von io tiefgehenden Folgen war. Aber anct, dieie Frage iväre vielleicht viel rascher und schmerzloser vornbe,gegangen, wenn da nicht ein Moment in die Debatte hineingetragen ,vorden wäre, welches mit einem Schlage eine ganz ver änderte Situation schuf. Es ist ja wohl auch dem Anüensteheiiden klar, das, die Stimmen zahl der Berneter aus den (׳׳rvsmädten präponderiert, nanientlich da dieselben es zum gros,en Teile, iroh vielgernb'.nter ״liberaler״ Toleranz, ver genen haben, auch orthodoxe M itglieder zu dele gieren. Und gerade jetzt, vielleicht in sehr nngeeignetem Moment, trat ein (Grundsatz in Erscheinung, den man in seiner äus,erste» Konseguenz etwa bezeichnen könnte als ״euius peennir, ein» religio“. Das ivar es eigentlich, was die orthodoxen Mitglieder io ׳ehr cridiredie. Natürlich wurde dieses Dogma nicht in seiner nnverhüllten ''>catttheit proklamiert. Aber die Tbatiache, das, auch nur eine Andeutung dieser Art ׳allen konnte, ivirkte betrübend und, sagen ivir es onen, verwirrend. Denn die orthodoren Mitglieder stehen vor einer schivere» Ent scheidnng. Sind ne verpflichtet, eine weitere Kooperation abznlehnen, oder dür'en sie das bis her satt stets bewahrte Bert rauen zu den anders denkenden Mitgliedern des Vandesvereins als Bans auch künftiger Mitarbeit betrachten? Dürfen sie sich zurraucn, das, sie ohne cäe'ährdnilg der ihnen anverrranren Fntcressen auch die schmerz liche Eriabruniz einer durchaus nicht »»bedenk lichen Majorniernng überivinden können Es enttiert allerdings in der «'׳eschichte des Vandcs Vereins noch eine ähnliche Erfahrung, allein ivir glauben, es hiesze die Objektivität des öffentlichen Urteils beeius!«iüe1t, ivenn die de,egte Tatsache, die genau nur an der Hand der Protokolle darge stellt werden konnte, schon jetzt mit der jüngsten Frage vermengt würde. Aber wie linmcr die Enkscheiduilg unserer Ecsinnniigsgenosseii aus 12 Füll >H>»; fallen ivird, eines mögen sie ans den jüngsten Wochen lernen, die Erkenntnis nüinlich, das, 11c vor diese in jedem Falle schmerzliche Alternative vielleicht gar nicht wären gestellt ivorden, ivenn jeder Mann zur rechten Feit zum Mitkämpfen bereit gewesen wäre. Hier, wie in ganz Deutsch land, ist es hohe Feit, das, auch diese Erkennrnis ,}»tu Durchbruch gelangt. Es darf einfach keiner rekle». Das ist sicher: wenn die vrthodoren Mitglieder des Vandesvereins in demselben ver bleiben, eines inöge sie der 14. Juni gelehrt haben: Touj.>t)rs en vedette! Dtterode Cttpr. 3 ,׳. Fnli. Der Bornhende des Bcrein jüd. Neligionslehrer Sttpreuszens, Herr F. Sturmnun, schreibt nns : Der Bericht in Fhren, geschätzten Blatte Nr. -»> Seite א aus Königsberg i. Pr. bedarf der :liichligttelliing und id, sehe midi, der Angriffe aut meine Person wegen, dazu veranlaszt: Die Vehrprobe gelegentlich unserer Fahresver sainnilnitg am 4. Funi er. hielt ein Vchrer mir seinen Schülern, die unbedeckten Hauptes sowohl in der Neligionsschule als auch beim Neligions iiiiterridit in den öffeutlidien Vehranstalten hebr. leien nuv übe,setzen. Dieser בינהג יע besteht!:׳. .Königsberg seit 4" Fahren. Bi'ir war es nicht bekannt,, das; and, unsere Vehrprobe im Hebräisdien 2בגלוי ראי vor sich gehen werde, als dieses aber dod, geiüchah Vehrer und Sdiüler der Königs berge, Haupkgemcinde iv i'' e n gar nidit mehr, das, sie damit ein Unredit tim änszcrte kein FuHörer, and! nidtt die zwei anwesenden gesezzes trelicn Nabbiner, irgend ein Wort der Miszbilligtliig über dien׳ Art des Ilnrerridires. Herr Vehrer Simon w n ׳, t e , da׳; Vehrer und Schüler bei der Vehrprobe barhaupt lesen iverden, cs wäre seine Pslidit gewesen, mir dieses zu sagen, dann hätte ich sidierlicch die Probe ausiallen lassen. Statt dessen ries Herr Simon ״Kopfbedeckung aufsepen" nud verlies,, ohne eine Antwort abzn warten. vc,v Vokal, r'lad׳, Abhaltung der Vehr probe gab ich folgende Erklärung ab: Die Vehr probe, 0׳ gut sie and, ausgesallen itt, hat durch das גאו׳ ^איב sicherlid, die meisten Fnhörer in ihrem religiösem (Gefühle verletzt; ich bebau re dieses Borkoinmnis, und es soll nie wieder ge sdiehen. Ans Antrag - nidit an׳ Betreiben׳ eines Borttandsniitgliedes wurde mit erdrüdender Blehr heit beid,lassen, über diese Angelegenheit keine Debatte zu eröffnen, daher konnte Herrn Simon das Wort nicht erteilt werden. Herr Simon itt übrigens aus unserem Berein nicht an, 4. Funi ausgetreten, denn er war seit über eine», Fahr nidtt mehr Mitglied. Er war nur geladen nnd hat sdion des Morgens an jenem Tage in der (N'ilcralversammlnng der Pensionskasse Stör ilngcn verursadtt, bis ihm der Borsitzcnoe bewies, das, er and, hier kein vollbcrcdttigtcs Mitglied sei. Herr Simon hat sdion l'.">4 in der Fabresver sannnlnng in Allenttein dnich nutzlose Eingriffe in die Debatten die Eintracht zu ׳kören versucht nnd io unter ^Beweis gestellt, das, er vermöge seiner aufgeregten zch'aknr nidits zu bessern imstande itt. Bon nnseren Mitgliedern wird iliemand jenes linliebsamen Fwi'chenfalles wegen ans nu scrcm Bereine ׳scheiden, es ist niemand verhöhnt ivorden, der hebräische Unterricht wird in der Provinz iveikerhin mit bedecktem Hanpre erteilt iverden. Eine etwaige Entgegnuiig an׳ dieie ch'idttigttelliing wird nnbeantwortel bleiben. Oester reicii-Ungarn. Oie ungorifdie fleologie an öer Arbeit. 11. M1<׳ imtm-ni ttorrcivondeiuc». Budapest, im Fnli. Den einzigen Trott in dieser langen, traurigen Feit finden die neologen Führer in der ans dem israelitisdien Vandes'chnlfond erridneten Vandes Nabbinersdiule, weldie ilnen ungarischen Beruf glanzend enullt und Priciter erzieht, weldie die (Kemeindeil nn nationalen (1׳ei׳ke nmgettalren. Fedem jüdlsdien (ilesetzesklindigen itt cs bekannt, das, das (Mittesworr and׳ das politische Berhalten