Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 27 (5.7.1906)
- Date
- 1906-07-05
- Page
- Seite 19 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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5. ^Ull 106מ. die beiden Sabbatbrodc unter einer Decke, die man dann hinwegnimmk, um von ibnen für alle Tischgcnosse» Stücke abzuschneiden. Die beiden Brote 2nj sind eine Erinnerung daran, dag einst in der Wüste das Manna am Freitag zweifach gefallen ist, um Nahrung für zwei Tage zu gebe!» Lehre und Zeugnis dafür, dag (*to'tt für die T räger seines Namens sorgt, auch wenn sie an, siebten Tage von ihrer Arbeit ruben. Festlich sei das Mahl gerichtet, dem vermögen deS einzelnen entsprechend. Der bescheidene Tisch der armen Witwe, der mit Liebe lind Sorgfalt her gerichtet wurde, in eine Festestafel, nicht iveniger als das Prunkmahl des Neichen. Auch während des Encns inögen fröhliche ״Temiranst", Labhat geiänge erschallen, allen .Eummer und alle Sorgen des Alltags verscheuchend. Heilige Pflicht in es gerade für den, der in der Woche durch Berufs tätigkeil am ,,Lernen", dein Studium des «Lottes Wortes verhindert in. die freie Zeit des Sabbats doppelt hierzu zu beiiupen Bor allem soll man aber die jeiveilige Wochensidra mit Uebenepung und faßlicher Erklärung lesen. Wer das i^lück hat, tiefer eindringen zu können in die (Lottes lehre, der lerne besonders <>ie1noro mit Erklärungen. Wer nicht die Fähigkeit hierzu hat, der nehme leichtere Werke vor, um sich durch ne zu bilden. Doch auch der körperlichen Erholung widme man einige Zeit; aber man denke dabei daran, dast der Tabbat ein heiliger Tag in, der nicht dem Müßiggang dienen soll, sondern der Nube von jeglicher Werktütigkeit uiid der Sammlung und Weiterbildung des (deines. - - Fn den meinen Eiemeitldkn ivird am Tabbatmorgen envas später gebetet als an den Wochentageil, damit derEorper auch durch envas längeres Schlafen die Sabbat riihe genieste. Doch achte inan darauf, dast man das Sch ma nicht erst nach Ablauf des ersten Tagesviertels sagt. Tollte in der Tnnagoge so spät gebetet iverden, dast dies zu fürchten ist, so bete man vorher zu Hause rechtzeitig die Birchaust Harauro und sage daraus das Tch'ma. Nalür lich betet man dann in der Tnnagoge nicht noch einmal die Birchaust Hatauro,׳ das Tch'ma und die übrigen (Gebete spreche man aber mit der <N׳ meiiide. Bor Tchacharist darf man nichts essen. Fällt es einem aber zu schwer, bis nach Tchlust der Tnnagoge zu ivarten, i'o bete man ganz Tchacharist für sich, mache dann Eiddmch, esse eine Kleinigkeit und gehe dann in die Tnnagoge. Nach Munaf mache man dann noch ein» al Eidduich und halte die eigentliche ziveite Tabbatmahlzeit ab. Der .Eiddusch am Morgen dar» über Wein oder über sonstige lEerränke gemacht iverden, die in der jeiveilige» (Eegend üblich sind. Nur achte man dutuus, dast muii nicht iveniger als et!!׳a V, Vita־ nimmt, ivovon ma» die gröstere.Hälfte trinken nitlst. Die dritte Tabbatmahlzei halte man am Nachmittage ab» am besten nach dem Minchagebel. .Eiddusch macht man nicht vorherdagegen sind auch für ne, ivie für die anderen Malil Zeiten die beiden Brote Lechem unschneh Pstichl. Eriva eine halbe Tluude vor dem .Hereinbrechen der ׳Nach darf man keine Mahlzeit beginnen. Fst es zweifellos 'Nacht geivarden, »o ivarle man noch einige Augenblicke» um von dem Alltag noch envas zum Tabbat hinzuzusügei!. Dann bete man Maariv mit den bekanuten Zusäben. Hiernach mache man Haivdolo. Wer Familie hat, verlasse sich nicht aus die in der Tvnagoge gesprochene Haivdolo, sonder!׳, betrachte die zu Haus ielbit gesprochene als die für sich und die seinen gütige. Hat man vor dem Maarivgebci nach Eintritt der Nacht eine am r2r verbotene Arbeit zu verrichten, spreche man vorher den Tegcnsspruch 7""227!. Zuerst spreche n:an über Wein oder ein anderes übliches i^clränk' den Segen, dann über (Eewürze, deren Dut't wir als bildlichen Tabbargrust mit ins Alltagsleben hinüber nehmen wollen, um es mit der Tabbatidee zu durchdringen, dann über das Licht einer geflochtenen Kerze, das Wahrzeichen * L ck .-rum ettuu ' , Vitcr, das nun» n״cb der Bircbaust vawdolo goil, ausrnnkr, uni dir Aocbbrvtbo machen zu können. Es n't Line, etwas van drin Lein auszugirstcn, um lnermn dir »trrze zu vrrlöichcn)!edach must «׳.an vorder «was vom Lci-rr trinken Der F-raeiir. des nun beginnenden enteil Wochentages lind dar auf schlieste man mit der eigentlichen Birchast dmvdolo, iir der man den preist, der alles Heilige untcn'chieden hat von dem noch Uitheiligen, damit es diesem als Zielpunkt diene, es zu verklären lind zu heiligen, so ivie es Fsraels Ausgabe ist. all sein Tun und Lassen für alle Welt erkenntlich irr den Dienst des Schöpfers und Erhalters der Welte» zu stellen es zir heiligen! באת ,z» dem Arlikei Inder Ar vom ». Mai דאין באה" ginge» uns eme Aride vo» -iuichriilr» zu. dir »»irre AnssaNungbflr Äuitlarung der Enidtr »ichl leiilen. Äus Aauinmangei töime» wir diese Euiiriiduiigen »ichl »u Lorliiiui »»lierr» veieril vortiidrr»: jmv begnügen u»s, die ivrieiiilichire» Ennvendungen tirrvorzudebrii und vo» uiiicrei»?rand vuiikie aus zu!vü'd'ge» Lrnn eili Einsender me»», ״die Ellern künnirn den Perkebr und du׳ Voftiiie des r!indes überwölben. io da« sie die i'ieivädr tKittcn, dast das ctind »ichl versüdrt ivürde." io^deziveitkl» IVI, dikir Möglichken ,z» der beuligr» -ikii des Perielno und »des?eiiulzwangeo las» »ich das >!»1d »ichl vo» der Weil adiverren und es nein »ud dorl und >1e׳l gar vieles, ivovon die Euer» keuir Abnung tiadcn. >z»1 das >!>ud gelingend zu i'auie vordereilel. vor U» züeinlgrm gewann .׳c., so schadel iln» der Prrkebr und die Vetune »ichis. es wird de» unpaüeude» Brriedr von »eib» meide» und unzncblige Vekiüre von selbn von der i׳and weisen. ..Aber der Paier kaun ,a auch dem ciinde keine Er kläruug des Teiegrapben, des Trirpdons, des ciekir. <>»l>id iichis, des chseieus (volles geben? fLeist er ne denn »leis selbe» v Und ivenu er fu־ dem »nide mchl gibl. ivelche <»»e>'adrc1: bring! die Umvinenben dem ainde? cieine Altr die Unwissenden, das vrrtrliric Linen au» jerueiiem <>»e tnrtr »ivolvirri grobe vtesalnen »ür die 31ttluitten des >!indes, insl'eivndere der Heranreisenoen. Der Einsender lneinl, man solle marken, t׳!s die,>>׳» der Pubrrkäl komintdann »oll man das >tind au'klaren, dann wird es uns auch besser vernein׳», wir können auch dann die Ansklärung volisiändig geben .׳e.' iner nalierl er nch schon lelii nnirrer Änüimung. Das mar ee >a gerade, was wir rnglkii, das» »o viele cinider »n Pubrriaisallrr an» ,vremde angeivirien und und den ili?eg ,u den Ellern icheuen. 'kseis; der Eniiender »ichl, ivicvirlr clnide». de »ondrrs Mädchen, l«enie m dir E!»e rrrlrn, olnir dir bianrile Älniung von den Ausgaben, drin Lesen der Ebe zu de »iveil 'f •Viilt er dies vielleichi »nr einen ik»vne1l Lenr der Einsender »ichl, ivievirle Menjchrnknoipr» »n ^irudri der llnsililichken unlrrgeben, weil ür nn grgrbriien Moinrni ninvissend waren und keinen ausrichtigen Aalgeber zur rk»ersiigung Inmcn:■׳ Die!et» überall tagenden Liulichkrns kongrrssr legen beredres -ieugins snr dir Aichligkeil unserer Äussaiiung ab. Birlleichi Itini der Einsender »ich von diesen Brrenien einiges Maierial üd,׳r .;exualia' zum Studium riberlassen und revidiert seine bisiierigr Änschiruung. Ein anderer Einsender meinl, unsere Lene» seiril anderer An»1chl wir wir gewesen, weil nr iliren Gerold innige» über.ciindererzirbung inchis über diesen Punkt enl ballen ser. -i»abe» dir Leisen denn einen t'rirsadcn de» Pädagogik uns lnnirrlasjen, 1» dem >rde einzelne s>rage distulirrl wird, die das Eind an die Ellern richlen kvn1»r> Daraus, dag die Leisen »ich! crörrrrn, wie n!an ׳ich ״״ sraglichc» Punkte den »lindern gegenüber zu verlialken l»rde. rrsnlkirri doch keineswegs, das; man denselben ganz lich lolznichwrlgen bade. L>r nieinen das gerade vügr» teil. 11«גי ,””TI• n» ganz ווו ,;'ך und ר«~דיד wird an so vielen LteUrn das seruellr viebiei ergiebig bcbaiidell uno nirqenvs lönl uns ein grobes Ha!r rnigeg׳» Dikir 3teile darin du dem Ilindr nicht sagen. Wir und der An »ichl. dir überlirbrn es getros« dem Murr, dem Vrbrrr, mn dem «inde die ibrn geeignet rrscheinrnden Ltrllrn durchzunrbnirn und ne den Bindern nach rfte sübigung, Faisungsgabe, Alter zu erläutern. Unsere ge »anite jüdische l'ueratur liegt Eleinen wie «IroRni zur Einüchk und zum Ltudium osten uno die» nicht zum Auch iril unirrer Einder, dir dadurch, dast aus «beiligen ^ckristrnibnen die Ernntnis des erotischen t'trbiries?eite l'» -tr 'li wird, dasselbe mit züchiiger 3 c+teit z», betrachten und zu bebaiideln lernen. L»r sagten in unserem Artikel selber. d,rü die Eltern selb»'! beurteilen nni'sen. wie weit und in welcher Leise >üe dies oder >enrs clnid >!! d,r» ieruelle »Hfhift rmweiben Als obersten r'eik'lern ,eder Pädagogik gilt der?ay des grosren Mervchenkenner»?aloinon wir können dies nichl ost genug wiederbolen Aaste das stink zum Leg den es gebe» soll. ׳ 0» Sofrimbrand». Mit Folgen dem »löikiten n»r das Aiiizcnmerk lliiseret Leser »»»' einen <Ee>ze1»t>, nd lenken, der Ansprlici, ans nnsere iniijeteilte Ali'nierksiilnkeit zu haben scheint. Es handelt »ich zivar nicht »>!! ein göttliches tN'st'b, auch nicht »ni ein rabbinisches t^cbot,sondern ,,nur" um einen ״Minhaq", eine», in Fsrarl ein izebürizerten »Gebrauch, der nach dem .Eanon X'.I 7!-ט:ד־.נ א:ודנ* ״.״ dksse»l1״,zeachtct. als von linieren für das Fiidentum so sehr begeisterte» und für die Wachhalrniiiz seines (steistes so sehr besorg ten Bätern eilnzeführt, von uns, ihren izeistitzeii Erben, in Ehre» ijehnlren lind als »ür nns ebenso bindend betrachtet werden »inst Nicht izeist und czedaiikenlos ivurden die ״Minhagim" in Fsrael eiilgriebt, dem regen iEente nnd deik» ivachsainen Ange ivahrer, echter, »nt ihrem tzan zen Tein mitten »n Fiidenriini stehender Männer verdanken ׳",e ihre Enkstehniitz. Wo wir an» ivirkliche, durch Ueberlieferiiiig >zcheiligte Minhai,,,,, stosten. da kölüierl wir sicher sein, dast ei» tie'er iEedanke in ihnen z>l finden ist. Auch bei dem uns zur Be sprechlunz vorliegeuden Minhaq »chemk uns dies in hervorragendem Maste der Fall zri »ein. Es ist ein allgemein einizesübrrcr Brauch unserer mir fol>zeude11 Buchstaben. re׳v Worten eine ricuc Teile in der ,“!י;״־ «r; zu erönnen: בי von ••ניא״ " 1 .ה Die A»»a1nzsbuchstabe» dieser Worte el>zedc», der Neihe nach;uiarniiieiigrstellt, die in entbalkenkn Worte ״rr» "2. und in dieier Form iverden s,e auch mneniotechunch übetali a1ige»üh1r. t 7״w.>,->2 »aat ״ns, dast urau»analich <E0kt es war, der .Himmel und Erde iind ums >>e »üllr, das izanze Weltall er»ch»s, und jedem Teilchen und Teilchen Teilchen »eine bestimmten Natur geiepe erteilte, deneu es mit unwaiidelbaicr Festigkeit zu »olgen Kat. Der geian te Himmel mit dcn Tteineilioelt, die Erde und all idte Er;euqitlssc, jeder Trov'en .Netzen, der fällt, jeder Blip,^ det zutkt, jeder Donner, der rollt, jedes Taakkorncheu. das rei'l, jeder Schnee, der schmilzt, jedes Wasser, das zu Eis gerinnt, — alles, alles, Berkünder des Namens i^vites, in allen! Tein Wirken, Teil! Tchtrsfeu erkenntdar, aus allem Er als Schöpfer offenbar. Das Wort ,“••"ייא, ui die Autzen »printzend durch das 2׳ -2יד, das groste r2*״, da ja bas Wort an und tür sich, als am Anfang der.7—7 stehend, diirch die Trei luntz am Betzinn einer Seite nichts des Aunal» lenden bieten ivlirde, 1uent utis hin auf das gaiize folgende Tchoptun^skapiiel, und zeigt uns btoti als den llrbebei, ^chazifer iiiid iL'rkalter des ae- ׳amten Univerflii'is, als ino t t i u de r N ar ur. '2. Nehmen wir zum besseren Berstäildnis nun erst Ni,׳Miner .1 2ד.2אי Tie kamen nach ihuen, nach *״2יאי, »iS Wa,ser und ivurden von den üe übentürzenden Wa׳F׳rn übenvältigt. Es ist dies der Borgaug am Tchilfmeer, der den Ahschlust bildete des Eingreifens irzokkes in 2"כ^צי 'Jiach all den Zeichen .א?:״ und das «Bemür öffnenden Belehrnngsmirtel» 2'7L»2 , in denen