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Der Israelit · 1906-07-05 · 27 (5.7.1906) · p. Seite 20

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
27 (5.7.1906)
Date
1906-07-05
Page
Seite 20 (sequence 22)
Language
German
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Rr 27. 2fUf 20. Trt ,\Srncl1t. sich Wott offenbarte 010 der einzige Herr 4>eS Menschen, der nicht duldet, dost eine seiner (Me schöpfe das andere unterjoche, dast ein Polk das andere sich dienstbar mache, der imstande ist, zur : Erreichung seines Zieles die ganze 'Natur aus ihren Zügen zu beben, zu bewirken, daN die Ele-! mente, die sich dem Menschen sonst friedlich zu! gesellen, ihm als Feinde entgegentreten, erwies! sich Gott austerdem in feiner g, ostartigen Waltmigs weise בטדי־, ♦באדם ד,־־, בה טו-דין לו nicht als der zürnende, strafende Nachegott, sondern א׳ קנא, als der rechtfordernde ('km, der den Mensche» durch ErzieliungLmiittel aus den rechte» Weg wein. Zn טציים offenbarte sich (Mott also als sachter des «Geschickes »iid?)lichter des einzelnen '.).>,'en scheu, wie auch als Venfer und Leiter der Staaten, der (Gesellschaft. st. Zn der Mitte zivischen (Göttin der s)l a tiir mit» <M ott in der f oc iale» (')eiel lidu,f t stellt ״"" non הודה*, (io ist die Stelle, wo עקב* unter seinen Söhnen denjenigen ausfindig mactien will, der zur geistigen Zührerschaf t der Berusenste ist.;יאיב mein die ׳'•'» לטי;־־ckim nicht in de׳, vom Hilden geforderten Weife zn beachte», wie angedentct in 'י״בבב אה ב?* הה ^׳לגש אבי und אז חללה יצוע* עלה, er bat nicht gelernt, in jeder Lebenslage (Mott, und abermals (Mott, als denjenigen zu erkennen, der der Natu, Schranken gesetzt לטינו, לטינהו לטינהם, und die Schranken nicht überschritten ivissen will. שטעין iind לוי brachten in ibrer Zornesglut eine ganze, mit Ausnahme einiger Personen, um schuldige Stadt umS Vebensie hätte» sich, wenn überbaupt, nur an deii Uebeltätern selbst ver greiseil dürfen, unter keinen Umständen an einer ganzen Stadt, die sie noch dazu vorber durch die טילה Ansübung zil einer i,׳ehrlose:׳. geschwächt. Sie mnstten die Stadl als unter dem Schub lüttes stellend begreifen, uiid hatten nicht das Recht, ihre Bewohne, nielichliiigs;11 töten, Zn dem sie dies doch taten, dünkte» י i e sich?)lichter und Räche, und eigneten stch ein Porrecht au, das doch lediglich dem Venker, Veite!־ und alleinigen?)lichter der Staatsgesellfchaft, היב״יב, zustebt. ׳,- <- י ♦ן ־“ -׳!- « - י - '\cmnnb, der geistiger Rubrer in בראל" fein will, darf keinen einseitigen Standpunkt in dieser Beziehung einnebmener must gan; durchdrungen sein von dem (Gedanken der (Mottesh ö, i gseit der ganzen organischen Welt, der (Lottes be rrs chaf t über den ganzen Mosinos, wie nicht »linder der Lottes Z ü b r u n g und Veit n n g!edes (Einzelnen und des gelamten staatsgesellschaftlichen Vebens. E, must sotvobl Gott in der gesamten *?latur an erkennen, als auch in dem (beschick und der (Me schichte des Menschen. Wohin die Anerkennung nur enier dieser beiden Seiten bei Perneinuitg der andern fübrt, den traurigen Peiveis babenmanche der jüdischen pursten mit blutige» (Mnsseln zur (Genüge in das tränenreiche (Me schichtsbuch unseres Polkes eingeschrieben. Hast aber יעקב sich mit dem Ausspruch ״ ידידה אההHu bist endlich der?)sichtige, der zur Züh,erschau Bernsene״ sich in ידידה resp. denen Nachkonnnen, als geistige Züh,er des Polkes, nicht geirrt die Hokmnente hierfür liegen eben salls als״ I«ur, iveomwncköe" in »nieten Händen. ,Vt nicht טזטיי■ *״ט, versastt von dem Sänger konig ו- הטלל-, dnrchwelit von den oben ausge führten c-k'danken? היבטים טםפיים בבי- - ים י demgegenüber kounnt die ׳.)iaturforschung nur ans Grundlage der ׳<<«; הידד Ziel: ה״־ה *■־־ הטיטה ״: ׳7״r עדוי- ד' :אטנה, £ק«־י ד׳ unter Anerkennung Gottes als Herrn des (Me schickes i גם עב-ך':זהי׳ בהם. Zst nicht sein Soll» שלטה in seiner W.lt kenntnis-Sammlung zu der Erkenntnis gekonlinen, dast die Welt vom 1! aterialistischen Standvtmkt aus betrachtet, allerdings הבל הבל nichtig, dem Nichts verfallen sei, dast aber, tvenn man ledig lich die Oktter des Vebens als Mittel zum Zweck betrachtet, als trns von (Mott, dem Schöpfe, hie, für gereicht, nämlich zur Erfüllung der mit Lapi darftil gezeichneten Menschenbestimuiung אה אלקים —א יאה טצויזיו שטור ם־ זה בל האדם der Grundsatz ם׳ הבל הבל, dast alles nichtig 1ei, dann die Nichtigkeit derNichtigkeiten bedeute? Zst dies etivaS anderes als die Darstellung des (Mrimb sabes: (Mott in der Natur nicht obue (Mott int (beschick?! Eins aber ohne das andere הבל הבל! *Wir hätten alfo als Pofis des Judentums erkannt, resp. die Basis des Judentums bei '?cieder schrist einer ם5- הזהה von nnseren םיפי־ים in die Augen springend geschrieben gefunden: ©ott Schöpfer und Eigner und Beherrscher der Natur, (flott Venter und Vetter des Einzelgeschicks wie der Staaten. Hemgemäst ivird durch die ersten drei der an die Spibe einer Seite gestellten Buchstaben, die durch den 'Namen "ב mnemotechnisch znm Aus druck kommen, das Zu den tu in gekennzeichnetwir dürfen schon vorwegnebmen, dast sich in den lebten drei, durchיבטו wiedergegebenen, die Z ude n heit widerspiegelt. Has Zudentnm zeigt sich begreiflichenveife ב״, in der Machtoffenbariliig (Lottes, ist nichts an deres als das uns durch ׳* am Sinai geofsenbarte (MeietZ. Zud en beit bingegen sind die Personen, die ׳בט׳, die den Namen, das Wesen, die Ziele (flottes verbreiten, verkünden, zur (fleltung bringen, die geradezu (flott zu seinem Namen, zur An erkennnng seines ׳N'aniens auf Erden verbelfen. Ml SS"♦' * •י*יי % י יי י* » M ׳ — w .Vי - 1 ‘׳> — - w - * י . Moimncn mir alfo zur Besprechung der lebten drei Bnckistaben. 4. ׳בני היבעייים. Hie beiden ן »iegenböcke am יזם הבפי^ים, die vom Polke gestellt ivurden, zu gleicher Zeit znm Cvfer bestimint werden, an Ansseben, (flröste und Wert einander gleich fein sollen, stellen nach der Erklärung Rabbiner Hirfch's זצ״ל vielleicht den freie» Wille» des Memckien in Ansllbiing feiner Handlungeil dar. Po» den gleich anssebenden Ziegenböcken, die, wie ge'agt, den Menschen,repräsentieren, wird durch das Vos der eine לדי, der andere לעזאזל bestimmt. Zur das sittliche Perhalten des Nc'en scheu ist es gleickigiltig, welches körperlichen Wuchses er sich erfreut, in welche Perbältnifse, materieller oder geistiger Natu, er hier auf Erden gesebt ivird, das find alles Momente, die anster seinem Machtbereich liege», in die er ohne seinen Willen, ohne fein Zntnn bineinkoniint. Bis-הה אהל טגע£, bis vor die Türe des Heiligtums geben alle Menschen znsaimiien, ob arm ob reich, ob grost oder klein, ob klug oder beschränkt, bis dabm ist es noch nnentschiede», ivelckien 'Weg sie möble», ob דייך הד״ם oder ד־ך הביזה, nicht-־ vor: de!: o.üfge führten Eigenschaften trägt auch mir ein ״Zota" zur moralischen und religiösen Zührnng de, Men scheu bei. Erst an der Pforte des Heiligtums, erst bei ihrem Herantreten an die gottgegebene Menschenpflicht entscheidet es sich, wer fein Veben "י־ unter Perzichtleistnng auf manche irdischen t'k'iter, mir (')ott weihen will, Seine Ziele;11 fördern bereit ist, oder wer sich von Zhm ab ivendet, die (Mute, des Vebens als End;weck betrachtet, das Veben als eine Stätte des ('knnsses, und so לעזאזל znkunftslos in der Wüste sein Ende findet. Her Mensch ist keineswegs von 'Natu, ans ge;>vll>1gen, um einmal »lodern;11 reden, sich zur einen oder andern Partei;11 schlagen, hie לה׳, hie ליעזאזי mit es ihm zur freien Wahl entgegen. Hie beiden foigenden Buchstaben liefern uns ans der jüdischen (beschichte die Beweise, sowohl für die '-ל-, wie für die לעזאזל Seite. טה טב׳ אהליר יעקב Wie gm. wie fitt lich gut, nicht wie schön, — sind doch deine Zelte, יעקב, ausgesprochen von dem heidnischsten Priester der Unsittlichfeit. ׳ש״אל selbst ist mir;11 wenigen Zeiten sich des moralischen Einstusses feiner Gesetze beim,tu geworden. Po» einem heidnischen Seher musue es auf feine sittliche Ge fundheit aufmerksam geinacht werben! Beispiele für die Hochachtung andersgläubiger (belehrter, bei Pernachlänigung der Vebrcr des eignet, Vagers, liefert die heutige Zeit zur Genüge. r>. Juli im. Ent wenn mchtjüdische Professoren vom ethifchen (Mehalt der jüdischen (Meseve sprechen, kann man es glanben, denn der Herr Professor haben ja bestätigt! Alfo! auf ivelch sittlicher Grundlage sind doch אהליל, deine Zamilienzelte anfgebaut, יעקב, wie kennt doch da jeder Pater sein -ftind, jedes Mind seinen Pater, ivelch reine, eöle Mette gliedert sich da von Abraham bis zu jedem ein;elnen eurer Zainilie, nicht ein?)iing fehlt, nicht eine Masche ist gefallen. Has kann inan nur von einem Polke sagen, dessen ganzes Veben לדי g<- weiht ist, das verzichtet auf die C-knüsse des Vebelis, die nur Selbstzweck sind, indes sich die erlaubten okniÜie, in erlaubter Weife, als Mittel zum hehren Zweck, in den טשםנוה, in den Wohnstätten Gottes, ('kuteskänipfer zu bilden s,ck, erweisen. 'Nun die עזאזל Seite: טיבה .יאע״־ה .;׳ sieht das Polk in den lebten Tagen feines Vebens mit geistigem Auge, und geivabrt auch die dunkeln, wenig erfreulichen Punkte in der Geschichte. Er sieht ״בלאל, schon nicht mehr ״ב^אל, sieht es versunken in Abgötterei, ('knnst und Selbstsucht, die drei Mardinalfünde», von denen nieistens eine die andere nach sich zieht. Bileam steht mir die kurze Gegeinvart, Moies fchant die nicht allzu ferne Zukunft. Als Zeuge», als Garanten bei Erteilung des göttlichen ('kfetzes, ruft er Himinel »nd Erde an, dast ein solches Polk nicht ivürdig ist, sich der Segnungen des Hiinmels und der Erde zu erfreuen, ein Polk, das ihre Güter widerrechtlich ergreift, um sie als Selbstzweck, zu seinen selbstsüchtigen, sinnlichen Handlnngen zu verwerten. Sffen und deutlich spricht Mofes es ans: Zch weift, ihr werdet ab weichen vom rechten Pfade, ם׳ דיבה ה היבהיהון dann ist aber ebenso sicher, באחי־יה היטים וק״אה אהבם הרעה dast die Zolgen eures sündhaften Betragens nicht ansbleiben iverden; wenn ihr hartnäckig ('׳ott und Seinem ('kfebe durch euer Perhalten den?k'ücken kehrt, להנעיםי בטעיבה —בם werdet ihr, wie dies in dem בעיי הטיבהלח• vor gezeichnet ist, keine Znknnft haben. 'Wir glanben nachgewiesen zu haben, dast mit den durch בטי• wiedergegebenen drei Blichstaben, die;11 Beginn einer Seite stehen, die Z u d e 11 heit da,gestellt ivird. Auf der einen Seite: das Gesetz, das Z ude n t um. Auf der andern Seite: das Polk, die Z n d e n h e i t. G e f e v ist die Psticht der Anerkennung (>tom׳s als Herrn der 'Natur und Herrn der Per sonen. Eigner der organischen Welt und Venter und Veite,׳ des Einzelgeschicks wie des staats gesellschaftlichen Vebens, in deren Erfüllung der geistige Ziihrer des Polkes mit leuchtendem Beispiel voranzuschreiten hat.*אין הדור הולד אלא אהי־ טנדיס Hie für die Erfüllung des Gesetzes Erfckiaf feilen find freien ׳Willens, der sich לדי Widmende ist darum grost, weil er fein Veben auch לעזאזל ׳«eiben f 0 1111 re, weil ihm die Möglichkeit gegeben »>ar, des Vebens verbotene Genüsse zu kosten; und u in g e kehrt, der ׳ לעזאזל?cachgehende ist eben darum schuldig, weil er mit denselben Mitteln und Zähigkeiten טקי״ב השים fein k 011 n t c, weil er feine Zähigkeiten und Mräfte, anstatt sie in den Mreis der znkunstlosen ט״טאה hinabzilziehen, im Sinne de, טהייה hätte v e, w ende n können. Z.iehen wir den Hut vor den Begründern solche, טנהגים., die uns das ganze jüdische Veben, bei Vciede,־schrist einer ,טפי הוי־ד an «> Buchstaben, sie an die Spitze einer Seite stellend, markieren, nnd damit bei jeder Perlesung der Lehre zu ihrrr 1 Betätigung int Veben auffordern.

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