Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 25 (21.6.1906)
- Date
- 1906-06-21
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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-1. Quill 19",; Xti ״Wadii s«tt« 1 SJr. 2*• Aus der <*«ian1tb«tt der '.,{.idiricbttn. die wir rrn unseren freunde» aus Proftken. Bonigsbeig. von der rum scheu Grenze, aus Warschau und aus Petersburg erbalten baden, ergibt nch für den Pogrom da» folgende P,!d; Sbwobl die •kmum Juden. die in Bialnftok wohnen, mil den 2«"»-> christlichen binwobnern!»1 betten binver nebmen lebten. waren die dunklen Machte. die leider noch immer Außlands Schicksal beherrschen, demubl. Berbekzung zu entzünden und einen nenen Pogrom bervorzurufe» Ties i'cheiierle an dem Widerstreben des gerechten und liberalen Polizeimeifters Terkatfchow Am «onntag. de»!0. Juni wurde dieser ermordet. bs in zweifellos. das; bei dem Morde die Schwarze Bande nichl unbeteiligt u't. Tu* Indische Gemeinde wollle ihrer!rauer Ausdruck geben, indem sie «ine» Brauz am Grabe des brmordeien nieder zulegcn gedachte. Tie Iamilie des brmorketen. die von diesem Borbabe» ver'iandigt war. lieb der Jüdische» 1"e■ meinde sage», daß ne dankbar dieie bbrung und 'Anerkennung des Ermordete» von den Inden annebine» werde. Als ׳ich am Tienftag nachmiliag gegen 2>, Ubr die Jüdische Tevu laiion mit dem Branze zur Witwe des ermordelen Polizei meifters begeben wollte, wurde ne von den «^ebilsen des Polizeimeifters Tcheremetjew angcbalten. br schrie der Te putation entgegen ..Bon buch Blutsangern werden wir keinen Brau, annebnien. Ibr habt uii'eren Polizeimeifter ermordet und nun wolli Ibr das Blut »nt de» Blumen verdecke». Ich verbiete buch den Ara»; iiiederzulegen. wenn Ibr es doch wagt, sollt Ibr am T onnersiag seken. was wir mit buch machen werde»'" Als die Jüdische Tevutation empört :ragte, was dic׳'c ׳.'lnspielung bedeuten ׳'olle, ne! der inzwi'chcn hinzugekommene llnter'uchungsrichier Wisch newskn ein und sagte: ..Was in bier unverständlich 2 Tcheremetjew sagt deutlich genug, daß am Tonneriiag ei» Pogrom naltnnde» wird." In höchster Ausreguiig ׳uhren ׳'ot'ort drei Herren von der Jüdischen Gemeinde;um Gouverneur n.'.ch «׳׳rod»o. Ter i^ouveriieur erklärt ihnen, das; er das Borgehen Tcheremetiews in Bialv'iok der Indischen Tetnitano» gegen über nicht mißbilligen könne, er werde;war für die Auhe am Tonnerftag garantieren, darüber hinaus aber gebe er keine (Garantie. Tonnerftag »in 2 Uhr begann ans 'Anlaß des Iron!elchnams'cstes die katholische Prozession. an der etwa li1 ״ Per'onen tcilnabmen. bin« griechisch ortbodore Pro zeffton von •">"״ Personen, die in ihrer Mehrheit nicht aus Burger» Bialnftoks. sondern atis Bauern der Umgegend, bbausseearbeiiern aus Blittelrußland. welche ׳'ür de» Pogrom herangeholt worden ׳"!»d. und einigen Beamten beiiand,;og in entzegenge'eizter Aichtung durch die Straßen. Burz nach 2 Ubr entstand in der ortbodoren Prozession eine Ber Wirrung, «r,״ leichter Bnall wurde hörbar «^s soll eine Petarde aus einem Hause der Aleranderiiraße in die Pro zeffton geschleudert worden sein. Es ׳'tebt jetzt mit Sicher heit seit, daß die brvlofton der Petarde ein Zeichen sür die Hooligans war, mit dem Pogrom;» beginnen. In kaum ■"> Minuten waren die Plünderer und Mörder bereits am Werke. Tie Aachricht. daß ein Pove oder daß Binder getötet worden ''eien, war;um Zweck der Aufreizung des Pöbels erfunden. Zwei Binder, die Heiligenbilder trugen, wurden durch die;um Zeichen des Beginns erfolgte biplo'ion ciiitr Petarde angeblich leicht verwundet und die Heiligenbilder, wie sicherlich von de» Anstiftern gevlant. zerrisse». Tie zerrissenen Heiligenbilder ließ man stunde» lang .nt: der Straße liegen, um die Wut des Pöbels anz» fachen. In Aotten zu '>«>;ogen die Hooligans sofort durch die Stranen mit eisernen Stocken unk Steinen bewaffnet Tas Bor׳'vte! war die Plünderung des bifengeschaftes von Baplan auf der Tcutsche» Straße. dann zogen die Plünderer vor die Wobnuiig des greifen Aabbiners Tr. Mobilewer. Tort wurde alles vernichtet und die Möbel auf die Straße geschleudert. Tann tobte über zwei stunden ein wildes Morden »nd Plündern. 'An 2׳«"' Hauser und skaten wurden > vernichtet und gevlundert. namenllich Juwelier und!!breit laten T>« loten und Berwundetrn zaklen »ach viele» Hunderten. »Genaue ׳'rniittelungen liegen noch »ich! vor Tie Hooligans waren ro» Polizei gefolgt und M 1 l 11 a r schritt 1 bnen voran. ׳' o d a ß ' 1 e 1 b r e grau'ige Arbeit ungestört rerrichien konnte» ^Lo ׳'ich die beldenba'te Selb'twebr ihnen entgegenfteUte. wurde ׳'ie von Militär und Polizei n1ederge׳cho״'en Militär und Polizei beteiligten nch in robe'ter Weife an dem Morde» und Plündern, bin Soldat. der als Poften etnen der i^e'liichieteii ׳'udrte. zeigte dic'em vrablerifch « Patronen, die׳'« t allein batte er von 12". die er befaß, nach zwei ׳'tundiger klrbeii »och zuruckbebalten Als am Toiinernag nachmittag '׳ Ubr der kom inandierende «General Boganicnsku auf der Straße erschien, horte die Plünderung sofort au׳ In aller Seelenruhe aber konnte» die Plünderer und Mörder ihre Beute bergen, die viele» hoben £ fnziere, das ׳sß'ilitar und die Polizei sahen rulug zu und rührten keinen Iinger. tm «Gegenteil stachelten ne die vlundernden Banden an einige» Urteil noch auf Am Bahnbof ׳'vielten ftck! eben'o schreckliche Szenen ab wie »1 der Stadt i'elbft Im Wariefaal I Blaffe wurden die ludifche» I-luchtlmge überfallen und »1 ׳Gegenwart von Offizieren und Polizei tot oder halbtot gevrugelt. << an koinmende Passagiere norden ermordet. Am Irenag begann die Plünderung von nenei» und;war auf der ׳.Bikolaiftraße Tiesmal verbreitete» die An Ni'ier das falsche '^ernchi. Juden bauen auf den Tara einer getötete» bbri'ienfrau Tackiziegel geworfen bme Beruhigung trat erft ein, als die Mitalieder der Tuma. die;ur Untersuchung abgefandt waren, in Bialv'tok eintrafe» Wahrend die Moider und Plünderer ihre '.'lrbeit!» der Sladi verrichteten, war Bialnftok von 'B.iliiar um zingeii. das keine Juden aus der Stadl und in die Stadl ließ. Tas Militär beschoß »ocki ol׳endre»1 die Ttadt. ׳'odaß eine Aeike Haufer in Ilanime» au'gingen. beider scheint die Berubigung. die tent eingetreten u't. nur eine vorubergebrnde zu fein, denn bereits find in den ׳.A'achbar'tadien vavi und Ttarofchelü neue Unruhen aus gebrochen und auch dort viele Juden gelotet und verwundet, die Haufer gevlundert. Tte Ttadt Bialnftok macht enien ׳'uichtbaren i׳ indruck Tie Ttraßen mit den demolierlen Haufer». mit den;er brochenen Blobel». den ruinierten Ware» und de» vielfachen bleichen bieten rin grauenba'tes "Bld T>e Braiikenbanfer find überfüllt, in den Höfen der Brankenhaufer liegen die ali'ge'tavelteii bkeichen. die von den Berwandte» noch nicht agnosziert worden find. Bei glühender T ׳nnenbitze erfulli et» furchtbarer bleicheugeruch die Ttadt Uebcr das Tchick'a! der Juden, die ׳'׳di in die Wälder der Umgebung ge ׳lüchiel haben und denen Billiiar nachgefchickt worden i't. herrscht noch Ungewißheit In seiner ganzen «^roße in das enisetzliche Unbeil. das die Jude» Bialw'toks und der Ui» gegend geirofsen. noch nicht fe'tzu'telle» ׳.'lber ׳'oviel fcheini ^lar zu fein, das Unglück in »och furchtbarer als das von Bifchinew und neln an Blut und bnifeizen den Bleneleien der Hktobertage nicht naä>. Tie entscheidende Irage bleibi: In durch die Juden felbn in irgend einer Weife eine Provokation geübt worden ' bme derartige Annahme wird schon an und ׳'ur ׳'ich keinen i^laube» verdienen. Tie in aber nunmehr a!1ck> denniiiv aus der Welt gefchani worden. bin Telegramm des von »ns enisandten Berichiernatlers. das an der deutschen 'Grenze am l^ Juni abends 12 Uhr Min. aufgegebe» worden in. bringt uns die ׳.",ineilung. daß der ׳'elbn eine Proklamaiion an die Be völkerung erlassen bat. in der unumwunden erklärt wird, daß die Juden an der Prozesnonsi'törung abfolut schuldlos gewesen find. ׳.Bebe» die'er aachdrucklichen i^rklarnng niniml ׳ich die Tatsache merkwürdig au», daß zunachn die o׳׳'uu׳׳e Tele gravdenageiilur eine Tar׳'tellung »«erbreitei bat. aus der wen» sie wahr gewefen wäre, unzweifelb'ft hatte hervor geben mu'fe». daß tatsächlich die Juden es geweien »nk. die durch eine ruchlose Tiornng der h׳rozeiswn da» Un gluck über die Tiadi und über nch felb'i bkraufbeschivoren haben Turch ein Telegramm, das wir au» Peiersburger Tuma Brenen erhalten bade», wird uns zu tiefer o1׳׳bellen b'ugenmeldung »»tgeteilt. daß der Minister des Innern Tiolvvm erklärt bat. er felbn erachte die Tarnellung. die die ofn tofe Ttlegravbenageniur gegeben bat. als erlogen Te» '.'i'achsorschiingen der voliiifche» Bren'e in Petersburg 1׳'t es gelungen, den brnuder!enes erlogenen Berichtes zu ermitteln Ter '.'lbfender der ersundenen Bleldung an die ofsfew׳'e Telegravbeiiagrntur. >» der den Jude» die Tchuld in gebaüig'ter Weife zugefchriebei׳ wird, in ein ׳ubalterner Atgierungsbeamter namens Ttukalnu L0»»t ׳lebt es denn abfolut fett, daß genau ivie in Bifchinew. wie >n Homel. genau wie wahrend der Lkiobervrogrome die Metzeleien ׳eiten» de; Behörde vlanmaßig »»Venirt worden find, be fonders auch mfccnirt wurde» dnrcki Heraiiziebung an rnchige» «^efindel» aus der Umgegend von Bialvftok >M» Telegramm ans Iinnland vom 17 >l. berttammeiid von angesehen,» und abfolut :״verlä'fige״ Persönlichkeiten lautet: .Ter B or »!>;ll in B 1 a l »n ok 1 >t erwiese n ermäßen der 'Beginn eines Plane», nach d'e»t Borb 1 lde der v ktobe 11age Metzele,en aber ganz A » ß l a n d z u v e r a n 1׳ alten T >e befadr itt eininent Tas veben Taiistnder »eltt nneder am dem Tfiele. Tie öffentliche 'Bleinung der zwiliüerien Well muß über die bevorttekenden i^reigni'fe amgeklart werden.";'»ich! »׳eiliger bedeutungsvoll!!'! c!» Tchrntnuck. das aus Paris nach Berlin gesandt worden itt b» flammt von führende» Perfönlichkeiten einer der ruffischen Parteien her und iß so wichtig, daß es verdient in vollem Umfange n'icdergegebe» zu werde» .ü ״T>e volltische Polizei Hai antisemitische Agi latore» in die Provinz enifandt. die zugleich -.׳liien Ieldzug gegen die Tuma fuhren Tie tütirkiiiig davo» macht ׳'icki bereits in Moskau. Boftroina und die ganze Wolga entlang bemerkbar Tie Inden dieser ifsegenden flieden '.Bach Tchiiomir ׳ind fünf tiefer Tlgitaioren gekomineii. di« eine lebhafte antifeniitifche Prevaganda entfallen. In s^lifabetbgrad itt eine Heize 1» Borber1׳׳iu»g; alle »iduftrielleii und komiiierziellen Iransakiionen ifnd infolgedessen unter broche» Iekaterinoslaw.׳ Tie Borbeeeitung der Juden beize wachst von Ttunde zu Tiunde Tte Agitatoren haben als Thema ..Tas inkifch« Barlamenl" gewählt Tiefeibe Tachlage im ganze» >Souvernen,ent Podolien und Biew. In;Biet'hin das ifsleiche. In Aufrufe» heißt es. daß ״die Juden ׳'ich aitfchicken. mit ihre» krummen ,Iingern die ikandereie» an ׳'ich zu reißen." Gninnafiaften von >7׳ und >׳! Iadren nebmen an der antiindifchen Provaganda teil. Tie Bauern werden offen auf dem Blarkt abgerichtet. In .Bifchinew wird der Ausbruch der Heize von Ttunde zu Ttunde erwartet In r. de׳׳a dieselbe Tituation Tic Inden fliehen Tie Behörden suchen die Wachsamkeit der ludifchen Bevölkerung einzufchlafern. odne irgend «ine aufrichtige Maßregel zu schassen In Bogolovoie in Wolhnnien bat der Ttationsvorfleber den «Gendarmen, dir ׳eiahnvofsdientt bade», eine angenscheinlich avokrvvbe Tevefche au» Petersburg iniigeteilt, die aber troizdei» ihre Wirkung tut .Tod dt» Juden, tötet sie alle. tBiko laus ׳ Ter genannte tcbef batte eine analog« Miiieilung an alle Bahnhöfe des bisenbahnneizes gegeben und durch die fsendarmeii eine H.uittung darüber au«׳t,Uen lasse», daß ibnen die''« Meldung zugegange» fei. In dem ganzen Gouvernement Iekaterinoslaw arbeiten die ״wahre» Aussen". geweckt, erwachen die Tchliimiiiernden zum freien öberratlofen lüdifcken h'eben Iißgada! wejißkadat'ch ׳'chmrabbo, B'olmo diwro chir'ußc — Olivenöl au; Cicrfeit. ד״כיה דיכי :עם die Wege der rr׳r find Wege der ׳)lninut. Tiefer Bibelvers und namentlich die Teuiung. die unsere Weisen ihm geben, wird wobl manch,.,!! denkenden Juden in den Tin» gekonune» fei», als er von de» <fel• haften Borgängen im amerikanischen Ileii'ch tr 11 »t hörte. Iür den wahrhaften Juden und unsere Tpeisegefeize keine ״sanitären Maßregeln" sondern "7277 göttliche Gebote, deren Grund wir nicht kennen und nicht zu kennen brauchen >^ott gebietet und verbietet, tiefer letzte iffrund sür alle Gebote genügt uns, und in auch der einzige, der genügen kann. To gewiß nun auch unsere Tveiiegeseize mit der Hvgiene direkt nichts zu tun haben, so feit ttcbt es doch andererseits, daß der>enige, der ttrevg nach den Bor schriften unserer heiligen Lehre lebt, auch seinen Börver vor so mancher Gefahr bewahrt, der andere viel leichter au» gesetzt find Wie könnte es auch anders fein! Terfelbe i^e setzgeber, der unsere Tpeifeverbote erlassen, bat ja auch di« :kkaturgesetze geschaffen, und i'o lebt derjenige, dem die <^e fetze der .T'" den Weg vorzeichnen, wahrhaft ״naturgemäß". Aehnliches wird, wie gesagt, mancher gedacht haben, als er vom Ileifchskandal gelesen, und nch getreu! haben, daß auch in diesem Ialle דרכיה ד־כי nch bewährt und wir Juden beruhigt sagen können; von all dem ekelhaften, gesund beitsfchädlichen Zeuge ift in untere Magen sicherlich nichts gekommen Und wenn wir auch als Menschen die ver dammenswerten Borgange tief verabscheuen und unser Mitget'ükl den i'o schändlich Betrogenen nch ׳'eldttverftandlich zu wendet. ein verfönliches Interene haben wir nicht an amerikanischen Bonlerven. btwas!edoch naben die liingfien biithullungen aufge deckt, das uns nötigt, die Auge» un׳'erer Le׳'er darauf zu lenken. In einem bemerkenswerten '.'lrtikel in;Br l '׳' der ..Irankfurter Zeiiung" Morgenblatt׳ über den Ileisch skandal beißt es wörtlich ״b» itt endeckt worden, daß an der bbolera krepierte Tchweine den Tchma'.zbereitungsan ftalten überwiesen wurde», wo das ganze Tier verarbeitet ward. Tas Tchmalz kommt zum Teil nach Frankreich, wo man ״seinttes imvortiertes Olivenöl" daraus macht" ii-twas weiter wird in dem ׳.'lrtikel geschildert, wie noch die Brutte des Abzugskanals, der durch die Tchlachthaufer zieht, verwendet wirk, bs heißt in dem '.'lrtikel wörtlich; ״Tiefe Ttoffe geben in die btablissement» zuruck, wo >'ie zu .kl1״e <irew«e״ verarbeitet werden. Tie Untersuchungsbeamten haben vontivc Beweise dafür, baß tiefer Tton zum Teil nach Frankreich geht, wo ein« Art ״Tasel-Liivenöl" daraus bergettellt wird" Teit einer Aeihe von Jahren ift es bekann!, daß ein großer Teil des in Anieriko hergettellten lat'l-oil iLvecköli nach der Provence gebt, um dort bi» zu 7"«״ dem Llivenöl beigemischt zu werden Tiefes Lel kommt dann als feinstes Provenceol in den Handel. Ireilich war es bis jetzt noch incht bekannt, in welch appetitlicher Weise dieses Tpecköl he^zeftellt wird. Jur den religio»» gesetzlichen Standpunkt if: die« jedoch vollkommen irrelevant r״b appetitlich oder n!5^t. Tpecköl ift für un« verboten Wir wollen hier nicht doraus eingehen. ob nun sämtliche» französisches Tlivenöl verboten fei: dies zu entscheiden, ift Sache der Aabbiner. Jedenfalls wird es schwer zu ergründen sein, wie wen diese Itifchung ausgrbreitet tü, und ratsam ift e« entschieden, rorerft kein französische» Llivenöl zu kaufen. Lb auch in Italien dergleichen Iälfchunzen Vorkommen, ift un» nicht bekannt. Eins mochten wir noch bemerken. Man brkevmt bei dergleichen Warnungen oft zur Antwort; ich beliebe diefen Gegenstand nur von allerertten Iirnien. die nur da« Ieintte fuhren Ta» ift nur Selbsttäuschung, ,zugegeben sogar, daß der betreffende Händler über ,eben Zweitel erhaben fei. fo kann er.!wie im vorliegenden Ialle׳ oft felb'i gar nicht wiffen. welch« Ware ibm geliefert wird; namentlich wo die Fälschung un ׳kluslande vorgeiiommen wird Turch Analvse laßt ׳ich ein« solche Iallchung bis zu einem gewissen Prozentsatz« gar nicht berausfinden. i'onft könnte ne auch nicht in so großem Maßftabe vorgenonimen werden. In unserer Zeit find inbezug auf!Bakrungsmiitel gar inaiich« Bedenken au'getaucht; ein gewifsenbafter יהיר״ wird c« 'ich daber z»1 'Aegel mache«, alle kunttlich hergeftrUlrii ׳.BabrungSniiiirl nur dann zu genießen, wenn er deren Her ttellung genau kennt Waren solche gewiffenbafte ׳הודיס zahlreicher, dann wurden die Iabriten schon in ihrem eigenen Interesse dafür sorgen, daß auch strenggläubige Juden ihre Fabrikate genießen könnten Mögen diele Zeile» dazu bei tragen, da« kleine Häuflein der 2^2ר^ד wenig'ten« etiva» vornchtiger zu machen « » * Bon andrer Seite wird un« zu dem gleichen «Gegenstand« geschrieben; Tie unerhörten ^zuftände in der Metropole de« amerikanischen Ileischmarkie«, die durch da» bingreisen de» Präsidenten Atoosrvcit enthüllt worden ,i»d. lassen wieder ein mal die Tiefe de« alten Wahrwort» nachempfinden, daß. 2"2r2 כ" die unbeabsichtigten Iolaen der jüdischen «besetze« erfüllung hinter ihren eigentlichen Zwecken an Bedeutunggröße kaum zurückftehen. Wie mancher in Amerika reifende gewissenhafte Jude ,viele sind « leider nicht» mag vielleicht, wenn fein Pfttchtgefuhl ihn darben hieß, im füllen doch seine nichtjudifchen oder unjubifchen Bollegen ein wenig um ihre leckere Bott beneidet und für sein« «ifesundheit gefürchte