Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 22 (29.5.1906)
- Date
- 1906-05-29
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
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ff r 1 * A!SSfj cI)eNX/arf Uleraris flus Briefen von S. R. fiirtch - צ:. drei Briefe, die einen Benandieil meiner Lanimliliig!eurer :Reli.inie» dilden. li.u der Bersii'scr der ..:'ieuinedn Briefe" an meinen fei. B.iler ,ע‘,,־־ gerichiel. Biein Boiler n״>\ damals Bczirksraddiner in «''ailingc». hatte un Jahre eine 2!l>r1׳l n»rer den! Titel ״'Uieucvali tehcra oder tv.e reine Iudeninn!" reri?ffe:!!!lch׳., als i^ezen ttiuf des i’oit ln׳cm:1u1d) in 7\ranffuv! unter kein Tue! ..Tdariag" derausgegedenen erneu Teils ׳eines Lchulchan Ariich «׳relzenach wollte in ׳einem ..Tkariag" «der crichieni die heilige «chrisi aufs neue iiilerprciiercn und Hai das >il1nnn»ck runandc gebrach!, die ר."'יג ציצית derart >11 reduzieren, das;, wenn man dleienige״ Borfchr>f!en ad rechne!, welche das Iudenium nul ander» Bekenniiiinen ge geineinfai» denn!, sowie selche, die niil dein Benne des hl Landes i» -juia»!meuhang liehen. kaum I"" nlnig dieidcn. Tie Tchrif! .־־,ירד,;: ,T'״ in heulzuiage ivemg dekaunl. da! aber damals bei ihrem Erscheine» als erüe in deulscher Terache eereneniliäne Berieidigung gegen refermalorlfche Eingriffe >11 allen ,'!reisen derechligtes Anstelle» erregt. Ich bemerke dieses rum BerNandnis der nachfelgenden Briefe, die auch wegen ihres sonnige» Inhalts des allgemeinen In terenes nicht entbehren. v o we nn ein. I. "צ Dehr geehrter Herr!Rabbiner, Biogen Die es dem Unbekannten oerzeihen, oer es aus der Ferne wagt Ihnen freundlich die Hand zum Gruft zu bieten und Ihnen für eine Freude zu danke», die Die ihm bereitet halten. Zürich eine!Reeensioit Ihrer Dckiift .־־*!־:: aus dieselbe auf merksam gemacht, weil nemlich der Tadel des!Ree. gerade mir diese Dckrist mehr als Alles empfahl, rer schasste ich sie mir und freute mich nun beim Durch lesen, in Ihnen einen warmen und wacheren Ver fecHter des Heiligtums in Iiftro«-l zu begrüben, an denen unsere Zeit ni.ht überreich ist und deren sie dock so sehr bedarf. Die weiden daher auch den Wunsch natürlich finden, diese Ihre Dchrift auch in unseren nördlichen Gegenden reckt verbreitet zu t'eben. wohin zu meinem V>M.aerr! kein Exemplar davon gekommen zu senn scheint. Wenigstens in Hamburg, wokin ick mein Er. einigen gleichgesinnten freunden schichte, war es ganz unbekannt und finden diese mir gleich es wünsckenswerth, auch in ibre מ reife Ihre Schrift eingeführt zu feben. Ick eidreiste mich daher, der guten Dache zu Liebe, Ihnen den Vorschlag zu macken, ob Die nicht vielleicht Ibre Verlagshandlung veranlassen ivollten, Exemplare davon den Buckband Ha ndlungen in nn'erm Norden, namentlich in Hambürg oder Altona in Comtssion zu geben. Ick er laube mir zu diesem Behuf namentlich die Hammerich'scke Verlagsbuchhandlung in Altona zu lmpseblen, die sick sehr zur Verbreitung solcher Schriften eignet. Wenn dann auf die Dckrift mit einem Paar Zeilen in einer Hamburgifchen Zettung aufmerksam gemacht würde, so bin ick überzeugt, das; sie viele Leser finden und segensvollen Eindruck zu macken nickt verfehlen wird. Ick benähe diese Gelegenheit;u noch eine׳ bös licken Anfrage. In unserer Zeit wo die von Ihnen ja auch beti'iivite!Richtung sich so gebieterisch gelten, zu macken sucht, werten gewift auch! Die ein Zu sammenwirten aller gleickgesinnten '»',inner für n ünsckenslvert erachten, denen e-r noch Ernst in uni ibre Treue an Iaakauws Erbe, und -ie. in! tiefen Dckmer;gefül:l ob des Vruches in Zvauns Heilig thämer, sich gufgefordert!׳blcn alle ibnen zu oiebo.e stehende .'tra't und Fähigkeit aufzubietcn um itnes Tbeils jener 'Richtung entgegenzuwirken, vor Allem ater auch im Mreife der Treuen neues geisiersüllle.- Leben zu wechcn. und in den geläuterten Iorschungen. lieberzeugungen und!Besinnungen der Braven einen Dckild zu errichten, der kräftig dem Weiterverbreiten ter angedeatetkn li'ichtung sich entgegenstelle, יי׳ u׳׳jt Menschen traft vermag und darf. Einige Männer, dir in dieser Gesinnung die ihrige ertennen, glauben in Begründung einer Zeitschrift, die sch-., zunt Ziel, srtzt, das wissenschaftliche 'Verständnis und 'Ausfassen tes Indenthums ans den in ihm gekieiliaten Urkunden zu fierd׳׳» und mit dem da oefrhnhftert Grift die An sichten und Vcstrebtiiigen der Zeit zu vriiten. einem solchen Znsammenmirken nickt univillkommenen Etnigunaspunkt vielleicht gewähren zu 'önnen. Das Ilnternehm'.n tgvn sick jedock nur dann realisiieren. wenn reckt viele wackere Männer ihm sich al׳- '»?ir arheiter anschliefter. würden. Ich erlaube mir daber hötlickst die vorläufige Anträge, ob Die sich genciat fühlen, wenn tiefer Plan sick verwirklichen sollte, als Mitarbeiter mitzuwirken. und zugleich die Bitte bi» zuzusiigen, wenn sich vielleicht im .Ereile Ibrer Ve kanntsckratt noch mehrere tüchtige Männer befinden, deren Mitwirken zu einem solchen llnlernebmen wünsckenswertk wäre, den Unter zeichneten aesäüig׳: aus dieselben aufmerksam zu macken. Genehmigen Die die Versicherung ausrick.tiger Hochachtung, mit der sich Ihnen empfiehlt ergeltnsi Oldenburg lXü!, Nov. _'t. D. Hirsch, Land, gbbiner. II. ז־ ב־־ De kr geekner Herr 'Rabbiner, Das Bällchen Bücher, begleitet von Ihr׳r sehr geehrten Zuschrift, ist mir s. Z. geworten. Da Die mir es freu geitelll k-itten. auch aus irgend eine an dere Weife dtc 'Verbreitung Ihres r v gegen billigen Rabdatt zu veranlasien, so habe ich es vorgetoaen. die Bücher einer erst!ungit in Hamburg neu etav lirten Buchhandlung in Eommiffion zu geben, ich vermutde nemlich. das; cm! solche sich mehr um den Absatz desselben bemühen iverde. Es ist hier keine Gelegenheit zu direkter Landsrackt mit Hamburg uns dem. Wasser wollte ich Ihre Bücher in dieser Jahres zeit nicht anvertrauen: darum Hab« ich erst diese Woche das Bällchen an den Lpediteur Dpiegeldero & "o. in Bremen zur Beförderung an daS Magazin für in und ausländisckte Lilteratur von L. I. Magnus Eo. in Hamburg gdienden tonnen, uud beri'e mi ״ tiuiimehr Ibnen dir Anzeige davon zu machen. De!^ Herten MagnuS Eo. k!1be ick dasselbe geschri-ben, was Die an die Hammerich'sche Buchhandlung gr schrieben hatten. Eine empsektende Ankündigung werde ich denselben Ihrem Wunsicke gemäj! zur Ein tückung in greigneic Blätter noch znienden ...... Do viel von Ges!1>äiten: ich hoffe das; der Erfolg un seren Wünschen entfpreclx-n werde, und demerke nur noch, daft. sollten Dir noch mehr l^r. der Buchhand lum, zu lende» ltaben. Die -tosten ersparen loerbe.t, wenn Die sie direkt nach Hamburg sendrn werden, indem die Fracht nach Hamburg direkt wohl nickt mehr dktragrti wird als die Fracbt bis hierher. - Was den übrigen '\ntwlt Ihres werthen Brieskc betrifft, so ivürde ich »tick überglücklich schätzen aurck nur de» zehnten Teil der günstigen Meinung zu vet dien!», die ^׳hre Aa!l׳iicht so freigebig »׳einer, gc lingrn Leistungen spendet. Nur die Armuth der Zeit mag's entschuldigen, dasi auch der Arrmste versucht, was er mit seinen geringen Fähigkeiten zum Heile des Ganzen, oder Einzelner im Ganzen oielleickl ver mag. Wie grrne möchte ich Ihre Ansicht über eine herauszugebende Zeitschrift wtderlkizen können! Als wir Die zur Milardeil aufzufordern un; erlaubten, verhehlten ,vir uns keinesiveas die Dchwieriakeiten. die der Beiwirklichiing unseres Planes im Wege siehe» ivürden: doch ivollten ivir zuvor jede Gelegen heit zur Gewinnung vvn Mitaroeiiern nickt unbe nutzt lasien, und wenn ich Ihnen gleich auch beute noch tvenig Bestimmtes über die Verwirklichung des Vor Habens mitteilen kann, ja die Aussichten dazu nocti s!br precaii sind, so schmeichele ick mir dock mit der Hoffnung, das. im Falle die Herausgabe zu Dtande läme. Die Ihr geschätztes Mitioirkcn un» nicht entziehen werden. Allerdings, fef:r geehrter H!rr!Rabbiner, haben Die vollkommen iRe.ht, in Um qestaltung unseres Dchulmrsens, in Errichtung von Deminaren etc. e׳n tvünt'chensmertbes Mittel zur ge wünschten Verbesierung zu erblicken, um >0 mehr da es unmittelbtr ins praltit'che Leben gleich eingrifse׳ ob!r, sollie nickt selbst zur Verwirklichung dieses Zweckes es wünsckxnswrrth. ja, leider uiiuingänglich nothwendig seyn, zuvor e׳st auf die t^rneckung und Läuterung, ick möchte sagen Umgestaltung der An sichten und kResinnunaen unserer Brüder einzuwirten zu versuchen? und auch dafür gibt es wiederum im Grosen nur den Weg des schriftlichen Wortes für uns. Thun wir in diesem und jenem -kreise wozu uns flretft und Möglichkeit geboten ist; wissen wir aber das; die heilige Dache Iisirof-lS gottlob nickt in Menschenhänden, sondern in. Gottes Händen rttktek: es ist dies der einzige, ja ausreichende Trost, wenn unsere Wünsche Wünsche, und unsere Versuche Ver suche bleiben, und daraus allein fließt un* die Er Hebung, die 51 raft und der Mutb: trotz Allem nickt mifzubören zu wünschen und zu versuchen. Dock ich ermüd« Tie mit meinem Geplauder, und es ist Zeit mich Ihnen zu empfehlen. Mögen Die mich reckt bald wieder mit Ibrer geehrten Zuschrift