Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 22 (29.5.1906)
- Date
- 1906-05-29
- Page
- Seite 16 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr 22. Seite ltl. Ter Israelit. 2!*. Mai!:-»> übrigen Jude« der ganzen Welt und daß es nirgends aus der Erde welche gtbt. außer hier!" In der Folge jedoch entstanden vertraulicher: Gespräche, welche alle Zweifel zerstreuten. Sie erzählten mir nun das Wenige, was sie inbrzuq auf ihre Religion, ihre Loge und ihre Beziehungen zu der übrigen Einwohinrschaft wußten. Sie sagten mir c-uch. welches die anderen fallachischen Gemeinschaften waren und nannten ihre relitsiSsen Führer in 2igr׳X Sie boten mir sogar an. mich in diese Regionen zu veglenen: um oder nicyt die Äufmertsamrcii oer Abeffynier auf mich zu lenken, zog ich es vor. ihnen unterwegs ein Rendezvous zu geben. Da zum Nnglück der Weg, der ich zu nehmen hatte, von Räubern besetzt war, mußte meine Eskorte, um sie zu vermeiden, einen Seitenpscid wählen, so daß ich die braven Leute nicht wieder traf. Bon Axoum ging ich noch Adenkato lDreuibela') gegen Süden, zog längst des Weges von Ehir^׳ inmitten einiger von Falaschas bewohnter Dörfer. In Adenkato besteht eine große Falasckas-Gemeinde, die eine Sdnagoge besitzt, und eine Stunde von dort entfernt gegen Westen in Adi-Ehoa (Eebru Abaff. findet sich eine ähnliche, ebenfalls mit einer Ennagoge. In Adenkato verbrachte ich einen Monat bei den Falaschas, und während dieser Zeit konnte ich nützliche Kenntnisse über diese jüdische Sekte er werben. In Gouraba lSekelff hatte ich lange Gespräche mit den religiösen Führern der Falaschas. Sie be zeugten mir ihre Freude darüber, daß sie endlich den Besuch eines europäischen Juden empfingen und sprachen den Wunsch aus. mit ihren fernen Glaubensgenoffen in Beziehungen zu treten, denn ohne deren Unterstützung fürchteten sie, ihre schon sehr zerfallene Gemeinde den Umtrieben der einheimischen Miffionare erliegen zu sehen. Diese, welche, wie sie mir sagten, Bcrtreter der europäischen Miffionare sind, hören nicht auf. bei den abnffinischen Ober- Häuptern zu intriguieren, um die Ausführung des Planes der bekehrten Falaschas, vre m großer Zahl zum Judentum zurückkehren lvvllen, zu verhindern. Ich war imstande, aus eigener Anschauung zu konstatieren, wieviele darnach streben, zu ihrem Väterlichen Kultus zurückzukehren. Doch sind sie daran durch die unwiffenden. dem Einfluß der orthodoxen (steistlichkeit unterworfenen Führer gehindert, welche sie strafen, plündern, ihre Güter konfiszieren, ihre Frauen und Kinder heimlich fortschaffen. Di: übergetretenen Falaschas der Provinz Dombea bilden also eine Gesellschaft für sich, sie wollen sich in der Tat nicht mit den anderen abeffynischen Ehristen affimilieren und Gemeinschaft mit ihnen macken, und andererseits sehen sie sich von ihren fallaschischen Brüdern wegen ihrer religiösen Ideen zurückgestoßen. Die fallaschischen Priester dieser Religion haben mir einen aus Amharisch geschriebenen Brief übergeben und mich beauftragt, ihn den Juden zu überbringen, damit unsere Brüder aus der ganzen Welt davon Kenntnis haben möchten, sie bitten darum, nicht vergeffen zu werden, sie flehen die Israeliten an, weiter zu Gott für sie zu beten, daß er sie im Schosie der Judentums erhalte, da sie. ja, dank ihrer Bitten, die drohende Vernichtung überlebt haben. Dieselben Falaschas haben mir einen. jungen Mann namens Ghetie Jeremie aus Tendja, einer Srtschast bei Gondar, anvcrtraut. Sein Pater wünscht seine w«itere Ausbildung in der jüdischen Religion und den europäischen Wissenschaften, wozu er ihm erlaub:, mich nach Europa zu begleiten. Nachdem ich einige Wochen in ASmara verbracht hatte, um meine Reue aufzeichnungen zu ordnen, nahm ich das Anerbieten des jungen Falaschas aus Djenda bei Gondar. namens Taamrat Emmanuel, der sich damals in de^ italienischen Kolonie befand, an. Von demselben Wunsche beseelt, wie sein Landsmann Ghetie Jeremie ist mir dieser Jüngling gefolgt. Mit meinen beiden Reisegefährten bin ich im August vorigen Jahres nach Frankreich zurückgekehrt. . . . Die Juden von Abeffvnien werden Falaschas ge nannt, und zwar hoben sie diesen, ihnen von ihren Landsleuten gegebenen Namen, selbst angenommen. Wie sie sagen, heißt der Name Falascha verbannt zugewandert. Man nennt sie auch Kailas, ein Wart, das nach der Erklärung Abbadies bedeutet: lieber schreite nicht, im Dialekt der Provinz Quouara, ein*, r Abart der Aaaou Sprache, die einstiveilen von den Falaschas während ihres Aufenthalts in dieser Pro vinz gesprochen wird. (Fortsetzung folgt.) fir den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen («ptehlnngen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetziichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu priites. 8lrr■( בשר Homburg ■v־_ cL Hotel und Restaurant Marx. Streng כשר _! Einzige» Hotel und Restaurant am Platze, welches unter Aussicht einer ständigen כשגין־ן Herrn H. Marcus ans Krakau steht. - > > Diner & part Mk. 2.7,0. — Table d‘höte Mk. 2.25. — Seine "Weine. - - — - ----- Upoit7a,,. WilllAlni TMTarv Eliabetheiwtr■•*« Sr 50 oesuzer . Hw uueuu Uiarx, vis-A-vis dem Knrgarten. l567<> Telephon Sr 31t. Pension In» Hanne. Telephon Sfr. 314. Unierüehl Peilt Äerem zur Forderung rilueller vpegehamer. "WM?X.L7Ä 51(1 Ätitöriterniia i.l|.Ä7w. ÄNOti’C St senilen $. gISartn, 11׳■: J. 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