Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 21 (25.5.1906)
- Date
- 1906-05-25
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
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;JAai I'.hh' ׳'י. .Seit« l I Ar . I schwierig e? nun gerade an und fiir ficb;ft. bei dem Ueverützungsunierricht das ^;!itmff? be- MinWä wachzuerhalien bedarf wahrlich keiner au-fUhrlid;en Tarstellung. Ta ist jede Hilie dankbar anzunehmer: die in der Lcltüre selbst liegt. Hören wir den Alt rreitlcr Herbart hierüber: ״bt'bt ihnen ifcl. den Bindern» eine in teressante Erzähluna, reich an Begebenbeilen. Per hattnit'en, b harakicren: cs tei darin strenge rincko loaiwcke Wahrheit und sie lie^e nicht jetiicitä der r׳»e fiihie und iMnTcbun der .Uinber; es ui darin tc1״ Streben, das Schlimmste oder das Beste zu zeick nen: nur bäte ein leiser, felbft noeb schlumw.ernder, sittlicher Takt dafür gesorgt das; das Interesse der Handlungen sieb bon dem Schlechter!׳ ab u1׳d zum '.'hiten. z>׳m Billigen, ׳um Rechten Hi11ü>׳er11eige. . . Noch eine Eigenfchast muß diese Erzählung baden,!nenn ne dauernd und nachdrücklich ״׳irlen 101■; sie :nun da-7 stärkste und reinfte b>e!׳rüae!nein!! licher (Mraf׳? an f!ck tragen tEinleitung in di-.׳ al'.a. Pädagogik, S. l l j." Herbart tommi auf diesem TUeae zur Veftii-e von Tdnffee, inländischer Schauspiele und Erutoes Robinfon. Aber entspricht denn nicht du i'ief■liirt׳te Ioiephs, die C't',üh!urי über das goldene ׳;alb. über die UundfchaNer ete. denselben Prinzipien' Aus diefen Tedukiionen erwächst der Po.ichhg, den lleberfetzunasunterricht immer wieder unter Vor ausietzung '׳er bereits öfters erwähnt,1' «׳iu׳׳crfat;e mit dem Pentateuch zu beginnen. 'Penn de; ei r würdigen Sitte!>׳׳. '"i'bratch '.Ifabbah zu itraitii..:- 11 Genüge aetan i'i, und die ersten Berfc '.׳an Le bitieus über'ent sind, beainne man mit Gem'sts X I.. t >1 Paren'bc'e bemerkt, aibt der eben ׳itiene '.»Ndrafch einen tiefen Einblick in die arpften si!llia>eu Prinzipien alündi'cher Pädagogik einerfeiis. anderer seils aber auch ein wirktarnes Aranwen: ae׳eu die jeniaen!bi״Mk1!d>!ngen. welche aus der Annahme derob'gen 'Porfchlages ein Perbrechen gegen die heilige Schrift ableiten wür"en. s>ch möchte vielmehr 1»ut!rtis mutanilis ben bekannten Satz des —די־־: •דא rs .־־t: auch auf die schultechnifche Pebandlima de-.׳ Pentateuchs 7nac"׳eudet wissen.) Es hiebe jedoch zu viele Einzelheiten in riese lilaudereien nerwcden, trenn hier ein detaillierter Lehrplan vorgeschlagew würde: stände nur erst einmal das Webäube methodischer Turcfiarbeitima vollendet da. der Lebrvlaw in feinen Tetails würde sich alsbald von selbst ergeben. lieber das ״Wie" in Bezug aus das liti.raisehe Singen t׳ezm. g!,s den fatultativen Unterricht in dieser Tisziplin bedarf es aleichfalls keiner lang atmigen Erörterung. Aber vielleicht findet der Per schlag der Einführung dieser Tisziplin eher geneigte Aufnahme, wenn iu's Auge gefabt wird, dab der ge mcinsante Zweck aller erzieherischen Einwirkungen auch bei dem (öesangsunterrichi verpflichtet, mit den übriaen Nnterrichlsaegenständen durch seine Teile möglichst inniae und mannigfache Fühlung zu nehmen lcf. Helm ti *;«). .Har! der Wrcb.c schon verlangte, die .Knaben sollen in der Schule im Singen unterrichtet wrrde». damit se bei der sseier des i'lottest'ienbes Mitwirken können, Cnthcr dringt auf llebuna des .Kirckenaefanaes in der Schule, die allgemeinen Be׳ stimmungen fordern wohl für alle Schulen (Choral Übungen, lisch gerade die jüdischen Schulen sollten, den Zusammenhana mit ihrem Gotieshaufe nickt in Betracht ziehen' Man ersteht daraus, dafz die oben gewünschte Einführung des lii'irgifchen Singens auch für jüdische Elementarschulen, ja für diese in erster Reihe, ausgestellt ist. Man habe nur den Mut .׳,!> sagen, hast die für die allgemeine Volksschule eingeführten Liederterte für die jüdische Schule nickt ent׳ sprechen und schasse ein Liederbuch, das in das Schulzimmer den frommen Hauch unserer Melodiken trägt. Im allaemeinen. natürlich aelten die methodischen Grundsätze für das Singen überhaupt. Tie Erlernuna der Accente ibrem mustkalifechen Werbe nack, sonne der Rezitation wir den alltäglichen und Sabbataottcsdtenst fällt in die Stufe des Singens nach dem Gehör. Auf der Stufe des Singens nack Zeichen können dann die gangbarsten Melodien für die?fest tage, sowie die häuslichen Gefänae geübt werden. Und aenau so. wie aus methodischen Gründen für die Schule im allgemeinen das schlichte Volkslied nach alter Weife gefordert wird, soll der Lebrer den Kindern den traditionellen Wert unserer Neainotb und Nigunim klarlegen. Es mag ferner nur gestreift Ter Israel»_ tverdrn. welch wirtsamc .׳stüc das gesungene Won als Lcfeühung dielet! Ueler das ״Wozu" zu sprechen, ist eigentliat überflüstia. '.»lehr wie irgend ein anderes Po>k hat e>7 bas jüdisch^ nötig, seine 'Pergangenheit und die daraus fick! ableiienve» 'Bslickten kennen zu lernen, das ist der stweck ii:.: den Unterricht in bibtifchcr und no.chbiblit'cher '׳)ef-ckichte. Tie stetige» r!eh1!*1 .״eti zu feinem Sck'öpwr zu empfinden, must der Reli.zious unterricht lel'ten und '0 in mechielieitizer Brziehung und Ergänzung zu den Stunden des!׳)ebnes steten. Teilnab-tue an fein Gottedunst und die Möalickteit tcr Erfülluna 0er Pflickt des?forsche1״ :-״ -er ,.ölt liehen Lehre must Ziel 'es lleb.rsehun,. unteerict,:-. benv. der Lektüre ׳ein. Renen diefen! objektiven ״Wozu" must aber der Religionslehrer stets noch i:!׳ Auge haben, oos!!■er Reliaionsunterrickt an und fiir stck, ganz abgesehen von den Ilnterrickl-iielen stttlill! religiöser »ul technisch positiver Art. ein stince! ist, bas Piearia! der ''׳!ternpflicht. zu lehren >!!!' einzu prägen und das ganze Lehen z!> dur!׳!gebe» mit Mahnung des göttlichen 'TUorte״. An״ liefet» all׳e meinen Zweckbestimmungen ergehen sto! d,e Ziel! i!ir die einzelnen Tiszivliiien. deren mörtli■־* er Ausdruck teil! Lehrvlgne vorbcltaltci! bleiben must, ׳stevor »!:>! an die Begn!״׳or!u»g der letzten, aber auch ein schneidendsten Trau, der Grenzs.-oae ׳,:vi'chen Re!. g!onsunterr׳cht und den anderen Schiiloeaenttänden geickrittei, wir:׳, ist -igentlich eine ׳'ehr .׳'tuel'e )׳. ölterung an! Platze, nämiick die über die st!׳,!׳■!-!״!!׳ teil jüdifclier Poltsschulen. btllein es hjeste ׳*»len nack Alben tragen wenn bje nieten '»kon׳?ara!׳b!-׳en »>ia!,!er, wider die?■־׳׳ultanfr'tile »!!׳ eine nei׳!uort ,״iir!e>,. Ireilick ist ooin iiibisch religiösen Standpunkte au׳- das «'iebic! meines 'P'׳iNens nack, »i.ut!׳!!:׳■ist׳׳en׳■ daegest'ult worben. Allein ivic kam ut eine ist-einba׳׳ rein sch!!!:׳olist!ch,e ,vrage :1! 'lUauoereien i!->,-r Vietbodik' Ta-.- inoaen sotaende Auseinander tehunaen erklären. Ick sehe davon ah. dast fmon die Rübsicttt auf Sabbat und Ieiertage die Eirichtung lüdi'cher Pottsf hulen »ordern müstlen, 'ehe feiner davon ah, vast e״ die jiidisctze tiilflt Teutietiianbs ihren Lehrern geradezu schuldia wäre, ihnen durch Griinduna bon t^lementarschulcn anständige '^ri׳׳enz moalieiikeiten ru schaffen und dast die lintfrlaiiiina dieser Ebrenpstickt stch bitter racken inird, indem stck alluiählick begabte Plenfchen wohlweislich hüte» w׳er den, den dornenvollen Lchrbernf zu erzreiün, ist spreche auch nickt davon, wie bcwust.t oder unbewu״׳ schwärmen, die jiidi'che Lehrer pinripiell »ici!t an stellt nur ״on pädagogischen '»,'״tiven sti die Red:. Ta gibt es so ein Wort, das man Konzentration 1 ennt, d. h. mit dürren Worten, sowohl die verfchi.׳ denen Zweige eines Jaches, als auch verschieden.׳ iräcker untereinander sollen tunlick in reckte Perbind ung gebracht Iverben! Ta soll wie bei dem Pa» eines Hauses, alles ineinander greisen, einander stützen, alles sich gegenseitig ergänzen, ja wohl, alles, »ur nicht der 'sttstiaionsunterricht. Man wird zugestehe׳!, dast, von einem erziehenden Unterricht n׳ohl dann nickt n.ehr die Rede ü׳n kann, wenn anders man iiberkwnpt der Religion einen Einslnst aus die t^rziehiing ein räumt. <^s heist.t alfo aus die Konzentration der höheren Stufe verrichten, wenn man non konieifio ncllen Scknlen al-stelu. Tarüber müssen sich vor allem Lehrer volle Klarheit erringen. Je nachdem nun die K.inder in einer isolierten!stkligionsschulc unterrichte! werden, oder fu eine jüdische Polksschulc besuchen wird auch die Methodik eine andere fein. Im erstucn Ialle must fick der Lehrer mit der Konzentration unterer Stufe begniiaen, im zweiten ifalle hingegen must Konzenlrizität insbesondere mit dem Unterricht im Teutfchen und in der Geschickte, füglich auch mit den Realien gesucht werden, ifreilich eraibt sich hieraus die iforderuna eines speziellen Lesebuches für iüdisckie Schulen, während bei den Realien, bei Besprechung der Naturerscheinungen und Naturgesetze der Hinweis auf die Allmacht und Allweisheit des Schöpfers die Schüler zum vollen Verständnis der in Psalm 14K niedereuleaten Gedanken führen und Grund ru einer wissenschaftlichen und harmonischen Weltanschauung legen wird. Schlußbemerkungen. Wenn wir nun zu der?frage zurückkehren. von b<r wir ausginzew, so sind wir in der glücklichen Lage. sic zu beiaben. Es ist möglich, eine ststeth,׳:-!! i-. raelilischen ReUg.ion-unterrichls zu schatün. Urei l:ch stehen wir, und da. ist lvtrübcnd genug, am An sang der Arbeit. Angenommen, die in »nieren Tar lcgungcn gegebenen Au-.tiihrungen. wären richtig, so fehlen eine ganze!'leite von Puckern, die notwendiger weise geschussen werden!״üsien. Es fehlt ferner nost! eine Priüuna der Porfchläge druck Iack״:änner. der vorläufig nur Erfahrung in ve'cntioenen enreuz!» gegeirübcrsteht. bst'öaen diese Plaudereien die An regung e.:z׳> bieten, dast eine Reibe berufener P>anner fick zu! Tarlegung >!>׳..- Pegranduna eine! wirklieiien P.'kthobik ne-- i-raelitisch-n Rcliainnuiuterrickts per eiiiiaeu: wöge deren 'P,>erk in unseren Lehrerhildungs anstaltrn al:° vornehin'ster st!״e! > -er Pä'׳agoe׳it ge pflegt iverben und mb!e es dann in hfr Praris sich bc währen Tst.lie'.tistgehörte ja nock in :׳,es Kapitel eine Pespnchuiig über die Persönlichkeit!-<: Lehrers. Allein dieser Aufgabsin: ivir aliicklicher.veis.׳ über hoben: es genügt :-er Hinweis ans Ior׳ h Teal! T'ist ij. .-! ist »>n siii'i.umas'er Ans!!!!! aus diesen Karntkln in!!»Kren Seminarieir schon eil,mal r'leger: stand der Be'prechairg geivesen T>,-.-;.>>, e>u ioit* lieber Se-ien. ein sehr geeianetrs Tbema a.ick >ür alle Iortbil׳!«׳astoni׳renzcn lind 'P!reinstage' tei. auch Ehofchen '"lifllipat ff.! Hierin übrigens erschöpft fick, wie aus allen &.( bieten, auch die '».'ethodik des R.-Ii.ziono!1nterri.ht״. Sic kann ii! der Persönlichkeit '׳es Lehrers bei gluck li>b;r Peranlagung eine mäckitiae v*ilfe wilden uno Israels S östnen und Töck'tern ru aroizen! Heile ,/ reichen. ^as war au» st,׳״cel und stiel dieser Plau-erei! .'! n 1:1 e r k u n g :er S ck! r i i t l c i t u n g : Wir si׳!d in "er angenehmen Lage, unseren ',׳erehrtcn Leiern milteilen -׳.! k rnnen, dast die S baHm!׳׳ einer vJirthobif res jüdischen Rc!igio!!7u:;!rrr!ch!s bereits .׳!sichert ist. Nähere Mitteilungen ״׳erden dewiräckisi erfolgen. /׳ --c ■־ * Ankana?*tum Ausgana. ,» K T — Uhr Mi». IttOA ÄAAO Uhr M׳n jNdtm .... 7 4-j L׳:. Mai J. -tiuan U j 10 Ara!r:?u-! -. S“. 7 tb ' 1! ״r. «,«rlln .... 7 .'!<> W * 9 0«! Atünck»«» ... 71.» s 1 47 Zlullaarl ... 7 t)0 m! v 9 01 Sli.tlbuca . . 7 0('׳ m * 9 0., .... 7!)-'> m * צ5 י H Suitiu .... 7 •»0 tt " 9 l'> «,[«*lau.... 7 J"' tt s 4צ tiutuiwta ... 7 40 m m s .*>*; Parts .... 7 :(0 m m S ')0 Stirn. 7 צ" 9 s 5צ Prag. > צ" ׳ M rt) ,für de» Rekla»,e»tejl tft die Redaktio» aicht ver« aatwortlich; insbesondere ist eS anSschliestlich 2«che der Leser, die im Reklamenteil enthaltenen (fn, pfehlunge« ritueller Ware« oder sonstige Angabe» religionSgese«?liche« «barakterS auf ihre Zoverlasngkeit zu prüfen. ^«r-Usuuncismikkei ־ •. auch bei BI a n ו__!^,ז?גוץ״ץ׳ף9חט Cr1qmjlsc>«Mtl W1-i«dtn Ay0!htl1w| 4». j• hiiftm -, k> ■■üiHl jt 1 Te,!{omm lieber 2Uai und mache s ♦ ♦ die Baume wieker grün, damit der gefährlich« Rachwrnler endlich ein Ende nimmt. Alle Welt ist erkaltet und wenn man mchl?fass achte Lodener Mineral-Pastillen Kalle dann wüül' ich wahrhailig nicht, was man ansangen sollt«. Tie Lodeilee nud eben doch eure recht« Wohltat, die man gar nicht warm genug empfehlen kann. Wer sie nlchr kennt, der ist es seiner «leiundheit schuldig, einen Beriuck danni zu machen. Tie Schachtelkostet Hb, Psg. Pu haben in allen Apotheken, Trogen und Minerntwaslerhaudluazen. .düÄ ii