Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1906-05-10 · 19 (10.5.1906) · p. Seite 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
19 (10.5.1906)
Date
1906-05-10
Page
Seite 11 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2446951-9543451-9886807--0336-7374842
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

1• י Mal I'HMi Ier vVm«1u seile II ׳.N« l-׳ schaffen hat, zu deffen funklionen in «net l'int« dic Inspektion de5 Religionsunterrichts gehört, dir .'lus arbeituna eines Lehrplans zur ernkten '.lusaabe .1/ macht. Dazu veranlagte mich nicht nur die Er- Wägung, das; ein richtiges Verhältnis von Iorderung und Leistung dic Tchulinsveltion wesentlich erleich.eit, eine gleichmäßige und gerechte Beurteilung ermöglicht ׳,.׳k somit Rabbiner und Lehrer mit Zufriedenheit erfüllen und nertrauensvol! einander näher bringen bringen muß. sondern auch die Rückffcht auf die Hebung und Besserstellung des jüdischen Lehrerstandes, auf dessen Befreiung von sozialen und beruf licken Borurteilen, »nie auch von den Ueffeln einer verknöchert,n. althergebrachten Methode. Daß so viele jüdische Religionsschulen jetzt, in einer Zeit des imposanten Aufschwungs des gesamten Unterrichtswesens, noch keinen Lehrplan besitzen, muß jeden treu wirkenden Lehrer mit tiefem Bedauern er füllen. Roch beschämender wird diese Tatsache durch rinen Beraleich mit unseren Palleten im Elementar unterricht. Dort, von Jahr zu Jahr ein spsie malisches, planvolles Arbeiten, entsprechend dem Altrr und der Befähigung der )klaffe. ein methodischer Auf bau des Ttcfffes auf der (Grundlage des früher Or arbeiteten, ein dadurch bedingtes ruhiges 7»ort^ schreiten, sowie eine durch häufiges Wiederholen her׳ btigesiihrte Bertiefung des Iahrespensuws. Hier dagegen häufig ein unsicheres Tucken, ein unpada gogjsches Bertahren in der Ttoffauswahl, ein ׳ielloses Tappen in der fülle des Materials und eine willtür iietu׳, dem Aller und der faffunaslraft des )lindes oft in keiner Weile entsprechende Ttossverteilung, wenn überhaupt von einer solchen geredet werden kann. Bei diesem Mangel an Einheitlichten de׳ solcher Willkünviriichaft muß eine Inspektion geradezu bizarre Bilder ergeben, und eine oleickmäfzigc, zuver lä'sige Beurteilung in jeder Hinsicht erschweren. Rur ein Punkt wird stets gleich bleiben: To viele T ck u l e n. so viele N u l r e » i chIs z i c l:!! Ter pflichttreue, berusssreudige Lehrer empfindet schwer die Wirkungen dieses planlosen Tuffems, er arbeitet, retv. ״wurstelt", aber gewiffenbast weltec. Welche Re,.kt׳on tritt ׳edoch bei e i n e nt Stelle nw echse! ein! Der Nachfolger, vielleicht ein uncr sahrener Rculing, ist ja nickt über den Ttanb der Tckule orientiert, kann sich deshalb nur schircr zr: recktsinden. Denn aus die nereotnoe fraeze: ״Wie wert seid Ibr ,zuletzt gekommen," oder: ״Was habt Ihr zuletzt gehabt?" erfolgt wohl eine hundertfältige Antwort, wonach der Lehrer ebensoviel weiß wie zuvor. Wo also anfangen? Ein Iahrespensum ist nickt vorgcschriebcn und so beginnt er wieder lustig von vorn, oder eine neue Berwnstung nimmt ihren Anfang - de°halb, meine ich, herrscht über die drinaende Rotwcndigkeit eines Lehrplanes kein Zweifel. Rickt n:1r der gewiffenhafte berussrreudige Lehrer fühlt ffch durch ein planloses Tchaffen gehemmt und deprimiert, das fehlen eines Lehrplans schädigt auch aufs s ch w e r st e den g a n z e n U n t e r r i ch t. Denn es wird nicht mehr unterrichtet, sondern von Jahr zu Jahr nur vollgepfropft, es wird wohl v׳el burcfmr nommen und beigebrackt, aber es fehlen das Berständ n:s, die lebendige Anregung und die ffckere Be herrschuna des Unterrichtsstosses.!)siit r-.ncin Plane jedoch, und sei es der denkbar mäßigste, erzielt man weit heisere Erfolge nach der bekannten Wahrheit: ״R i m m Weniaes. aber lff r! t e s — und das Hute mache deutlich u n d^ ü b e es sicher und unverlierbar ein. Korrefpondenzen und Nachrichten. Broinberg. 28. April. Zum Lehrer und Cbordirigenten bei der hretigcn -synug-rgengemeinde wurde von den vereinigten lffemeindelörperschaften der Lehrer und )iantor freundlich aus Volten i. P. gewählt. Derselbe hat sein neues Aml bereits an. getreten. Nürnberg. ‘2V. April. Aus ergangene Ein ladung des Unterzeichneten versammelten sich am 22. ds. Mts. im .Hotel Plaut, dabier, die Herren Lehrer: Dr. Damderger-Nürnberg. Behr-Negensbarg, Birk Eteoraensgmünd. Ellinqer-fürtb, frank- Eham. Godlewskn-Amberg, Gutmann-fürth. Heine׳ mann Ottenloos, Maper Tckneittach, Oppenheimer. Tulzbürg, Tlrauß Weiden, um unter Vorsitz de« ■Jul ^*ח?ח1? י.יז!"מ fortdildungrkursus*» in Talmud, Milchna u. 1׳. zu grüilden. Die gedotenc Anregung fand allseitigen Beifall, da sie als dringendes, längst gefühltes Be dürfnis ertannt wurde. Rack einer Beratung über manckerlei Bedenken materieller Ratur sowie belr. Ort und Zeit der ^.u׳aln»,r»1i>»s,r ״״״ d«. ,u behandelnden Ttossee, erzielte man eine Berstandig una. Die Deckung des größten Teiles der Reisekosten wurde in sickere Aussicht gestellt. Damit etwas Er sprießlickes erreicht werden kann, soll das Lernen ungefähr alle 11 Tage '!attsinden, und wird der Termin von fall zu fall bestimmt. In anerkennens und danten-ioertcr Weise überläßt die kiesige ״Adas Iisroel" das 2״ ־ד־־-: Lokal zur Benützung, und hierdurch is: auch zugleich die frage der Be schaffung von 2״c7 gelöst. Die eine )tonseren; wurde aus Tonntag. den «'>. Mai. nachmittags 4' , Uhr festgesetzt nnd sieht man, da Nürnberg als Mittelpuntr die güniliasien Ebancen bietet, zahl reichen, Bisucke entgegen. Auch Herr Ttern Ttraubina bat seine Zulage erteilt und weitere An scklüffe heben in Aussicht. Herr Dr. Weinberg übernahm für das nächste Mal׳ r777 rr: דש;״־״ :־־ יבד־־ז. Herr Eliinger r:p 72 2־א:, und damit auch mit der Tlreorie die Praxis sich vereinige, behandelt Herr Elutmann 'ד:׳ אב־־ד 7׳ א und der Berichterstatter: : 7•;־ יעת׳7 ״יש Tiefe 'Borträge iverden jedesmal in Zukun»t im Tiirnlis von sämtlicken itpftebern der Reihe nach übernommen. Die häusliche Bor beieilung aller aber wurde hierbei als der wichtigste faktor herooraehobrn, um der Beranstalt una Leben und Wärme ein.zukaiichen »nd n a ck h a l t i a e n Wert und Bedeutuna z» verleiben. Der jungen Pereinigiing, die bestrebt iff. vor allem -2ש^ tz-.- z» itridieren. sollte zu nutz und srominen der jüdischen (Gemeinden und der beranzubildenden Jugend sörderlich'te Unterstützung rnteil werden, und wir rufen ihr zu: ־ק -זק •ארץ. I. Oppenheimer, Tulzbürg ׳Oberpsalz». T ch w ä b i s ck!!! ü n. d , 1. Mai. Di׳ Lehrstelle an der israelitischen Bollsi'chule in Buchau OA. Riedlingen i't dem Tchulamtsverweser Mar M a r r dalelbst übertragen worden. ') Tie Anregung zu dem EorlbildungSkuriu« ging bekanni. lut) vc»n.Bund" Ui14. T«» iogenannlrn Verdandsrvpen mene ick nur eme unier geordnei, Bedrutliiig de» tztu Ausnabiue des 2 und de« 7 waren üe kau», »eti.z geweien i»!an lehr »ch doch »in,».,! die prachtvollen 10»׳«» der ,Tuch» scheu fidel «Wieni an um man wird »,,iere Meinung leiten: eme Verwechslung des 1 »nd i. de» p und 7. des tz »nd °\ des ,ר und ה in auch dorr ia't ausgeichiofseii i.fme werlvolle '?ieuerung ift »erne» das kalendarisch geordnete IiihallsverzeichiiiS. das tiir all. ausgezeichnrre» Tage die «ledere, die i^inichallungen und .׳ "י׳;״.׳d1״,u> der Lilurgik von »«»lmann Teichen. Wniiichenswerl wäre lroizdri» de» den einzelne» »wedele» wie de>»1;77׳!.". dei ד7צת^ di'»re u a. die noch iiialige'.'lngade de» delrenenden T'i'tz gewesen: de! der Ein ichalriiiig de»!־TV! דש ב wäre dann die irrkiuhrende Be iiierkliiig י ..I»1 Winler' vermiede» worden Wir dedaner» die gänzliche Wegla's»»,- vieler T'7'tz, die »1 de» leUle» Zadre» A»>»ah»1e u! den Tiodur ge'unde» baue» und deren Bermebruiig wir gewunschi batie». so deiitzielsiveiie dei '7ידיד ׳ de» ,'בישי! ציצית ־•;,:r "T und an viele» anderen Crlvn Bei e»1er Re» anilage wird »1a» doneiillich diesen Mangel desriiigen. Bo» de» ndrige» vielsache» Borruge» Hede» wir de sonders di« niiiigeiuaire'» Iiilerpliiiklio» hervor: sie wird »» i^edeleiiderselre» die denen T leniie leiste» 20 könne» wir dem nene» 2>ddur eine jrecht weile Berdreilung in »,iseren Tchuleil wünsche», l^ine» tu dadei rreilich dedauerlich: »»iere.Uleine» werde» »»»leriie» »luisrn. denn die Ae»der»»1ge» sind teilweise so eliischneldeiider Ratur. da» ne »ich »ichl mehr allein znrechl nnde»: ader die Ardeir wird »ich lohiic» Tie i^rwachieile» ader »löge» nch nach wie vor des alle» 2>dd»r dediene» Brbraischo Lrsonvrl von I B v'evv, Lelirer i» fraiik'uii a. M I uut und Verlag von B! vehrderger 11 l'c., Rodelhemi: Preis l'> B»g Rächte,» man einmal die neue»!»»'<» geschanen, lag es nahe, ne auch für die Leiendel ui verwenden Hier nnd ne ja »och »oiwendigcr als dein! 2iddur. de»» wenn der 2chnler ciiiiiial richiig lesen tan», wird er auch die ähnlich,» Bilchnade» nicht »,ehr so leicht verwechseln Ta» wäre auch ein vlonndler «Sr»»d rür die Lchaiiung eiuer neuen fidel zu de» viele» dereii» vorhandenen Ter Ber'affer gidl ader einen ander» au: er will durch ne da« Einude» de« Lesens in uiiierer l>e>ligen 2chriil de! möglich» geringer Blühe aui möglich» kurze Zeit deichranke». Ta« will ו,ן schlieiilich jedes Lelirduch. i» möglich» kurzer -Zeit dei möglichst geringer '"!ühe das Lrhrz'.e! erreichen. Cb ader das vorliegend« so deionders dazu geeignet n't. möchten wir rechl srbr de zweiiel». Wir deiürchien sogar, es verleitet den angehenden Lehrer, »der die ernen Lchwierigkeiie» de« Lesens zu rasch blinveg zu eile» und zwar auf Xoiten der 'Gründlichkeit «׳iegeiiilder den vorbaiidenc» defferen fibeln zeigt es 1»chl nur keine» Vorzug, sondern dedeulei sogar eine» onendaren Rucki'chrill Wahrend »1a» sonst für dl« fidel dedeiltend groftrre 2chr1»t wählt als kur das Lesrduch. ist es hier um gekehrt: die 2chr»>i des 2»ddur ift größer, schöner und deullicher. als die der fidel: schon au« der l 2«>Ie tritt die Peiilschriil kür die Votole au»! 21lden wie ,! I. h, Woridilduiigeu wie "?-'T sellene Wörler wie 7־»*.ד.גי־7 ג:ז" נ״י sollte man doch deute vermeide». Ta« und das 77-:a n.-r schon so trüb auslreien zu lassen. Hallen wir für verkehr!: die Bezeichnung kurze» .0' für ErNerr» ift irresulirend 30 sehr wir die gule Adnchl nnd den fleiß de« Ver »aners aiierkeiiiien. i'enie Ardeil tonnen wir leider nicht vordebalilos empfehlen. ~כ ו" עעיי ר:פד■ k^obotbuch für Lvuagogo, 2d!u(« uav Ha»«». Herausgcgebei, von der Vereinigung israelüiicher Religionslehrer und Lehrerinnen zu frank surl a. M. Unier Miiw'.rkung einer .tommisnon de arbeitet von I B Levn. Lehrer m frankruri a. M Truck und Verlag von M. Lehrderger u. Uo. in Rödelheim. Preis ׳ iit schuldand l Mt., in itanzlei» wandband l,2׳«> Mk. Billig, aber schlechi. das war bisher das Losungswcrr dei jeder Reuaullage des Rödelbeinier 3iddur, für t" Pr gaben dir TsrtimeiiiSduchbandlungen ein Exemplar in i^anz leiiiwanddand an Wiederverkäufe« ad, Taß die Verleger dabei nur einen gan» minimalen ikiuizrn ballen, liegt auf der Haud. Ein erbillerler Ztonkurrenzkampf verhinderte ader die Erhöhung de» Preises. 30 war!«de wesentliche Verbefferung ausgeschlossen, schlechte« Papier, schlechter und uii^utliLer Tru- und (finbanb waren die unau*• dleiblichen folgen. Ta war es wirklich da« Ei des l^a׳ tumbu», den Prer« zu erhöben und sodann die!enigen Verberierungen anzudringen. die nch als notwendig und wünschenswert derausgeüelll halten. 20 bedeuiet der nrue siddur nach vielen Teilen hin einen bedeuvamen fortschrill Ta ist neben dem vorzüglichen Papier vor allem der deutlich, klare Truck. Tie einzelnen Wörter sind durch größere Zwischenräume getrennt, die alten abgekausenen Lettern werdrn durchweg durch neue en'etzt und die große 3chri't iit viel HLungtr verwandt als «ruhrr. Tr. M. Radnier'S Hebräische Lekekibel, zugleich eine Vorüure zu Rabnier» Tenllak ׳ tezarad I , 1'>. Auslage: völlig neu beardettei von M Abraham, Lehrer in Berlin. Verlag von I. ttaulimann. franksurt a. M. Preis 'יא Prg. Auch biete fidel ift mit de» sogen Verdandslvprn gedruckt: fie in aber auch außerdem recht enipfehlen-wer: und wir billigen durchaus die im Vorwort aulgri'prochenen ׳Grundsätze Tie fidel bemüht nch. ״die schule« mit dem Wortschatz deersten UedersetzungSitoffe« möglichst vertraut zu mach«», indem fie fai't ausschließlich ihm di« Beispiele zu ihren methodischen lledungen entnimmt und so bald wie möglich'originelle Worlve1b»1»duug«u und ganze 3atze aus seinem Bereiche zur Uedung vorlegi. Au« demselben Grunde bietet jede Lektion «ine oder zwei Vokal«, deren Empragung in naher Zeit doch unumgänglich ift." Ta« iff rin neuer Weg. wrnn man von den nnwawen Versuch-.« de» Ü'.ciu'sch:: fidel abneht, und da ei von didaktisch richtige» Kiundkatz«» auögrhl, hoffenilich auch *m gangbarer und zum führender. Von kleineren Bemängelungen wollen wir heute abi'ehen. um den Eindruck unserer Empt'eblung nicht ad zuschwachen *) "Zernde vier iverden tzch im einzelnen recht zahlreiche Äu«- ltellungen ergeben, aut die wir letzt nicht näder eingehen könne,

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.