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Der Israelit · 1906-05-03 · 18 (3.5.1906) · p. Seite 15

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
18 (3.5.1906)
Date
1906-05-03
Page
Seite 15 (sequence 5)
Language
German
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2. Mai 1906. ler Israelit Lene >ü 9Jr |s sbn und tausend Andere, die einem & die Wage Pien. » Bei solcher Bewandtnis! muß natürlich der so knannte Orthodoxe, der sich von der Nothwenbig des Eeremoniells überzeugt hält, zittern, einen ^Lolkslehrcr angestellt zu sehen, der die Ricktar׳. e!׳dung desjenigen für verdienstlich ausgibt, was Wvcn ,einer zves r^nnovoren» Ueverzeugung. ,eine Md seiner Kinder Gliickseligteü bedingt. -AVer man Wie abwarten, wenden Sie ein, ob er auck wirtlich As Bolkslehrer, nach seinen geäußerten Behaupt Mgen, handeln und lehren werde. Schon recht! Uber gesetzt, es schriebe Jemand ein Werk, worin er sehr gelehrt und scharfsinnig darzuthun suchte, daß Sreklen und Betrügen gar nicht lasterhast, vielmehr sehr löblich sei. Nun könnte es allerdings möglich sein, der Verfasser sei ein grundehrlicher Mann, das ganze Wert blos eine wiffcnschaftliche Diskussion: denn, wie Sie richtig bemtrken, unter das Mikroskop der Philosophie kann Alles gebrackl werden: doch möchte ich Ivetten, zu Ihrem Schatzmeister werd-n Eie einen solchen Mann nicht ernennen. Und sollle man in Betreff des Seelenheils iveniger vorsichtig sein als man es in Hinsicht des Mammons ist? — Wenn ich aber über Gdas Anathema aussprach. so Ihat ich dies nur, insosern cs daraus ankommt, ibn als Volkslehrer bei uns angestellt zu wissen: in seder andern Beziehung aber gehört seine Persönlich teil gar nicht in den Kreis meiner Beurthrilnnr. Oie Gcschichtckcn von Mesusa, Salbe 11. f. w. haben ihre völlige Richtigkeit, ich habe darüber authenli'che Auskunft, und sonderbar genug, seine Verehrer brüsten sich damit als einem Velege seiner Religiösität. Jedoch der Sturm ist vorüber: Ist wird nicht angestellt. Was Sie aber traurig macht, beunruhigl mich wahrlich nicht. Als ick einst iit.<r das Be nehmen unserer Regierung hinsichtlich unseres I5ul:1:ä klagte, nahmen Tie das Betragen der Regierung in Sckutz: nun ist das Verhältnis! umgekehrt. Ich glaube der Enlscheibung der Behörde in der (st scheu Angelegenheit einen ganz einsacben und unschuldigen (strund unterlegen zu können. Sie bat einen aus ländischen Juden nickt mit Staatsbürgecrecht begiinstigeii wollen, weil dadurch Zwiespalt und Un einigkeit in einer Gemeinde veranlaßt würde, ohne sich darum zu bekümmern, welche Partei Neckt oder Unrecht Hai. Beikommend erhalten Sie absckrirt lich oie Antwort des Ministeriums und die als Resultat erfolgte Bestätigung unserer Statuten. rzrv ־״של־. Sie sehen, jüdische Wahlthätig keitsvereine erhalten keine Unterstützung: (vielleicht weil man den Wohlthätigkeitssinn der Juden kennt, der auck ohne Unterstützung von außen gedeihet» man ist jedoch gnädig und erlaubt dem I üben vom Juden ein höheres Begräbnißgeld zu nehmen. Auch gut; Stiefkinder müssen schon sürlieb nehmen. Ich komme aus die B—er Zustände zurück: und scheinen mir solche nicht befriedigend. Es ist zwar vorläufig gut, daß (st— nicht angestellt wurde: danrit s-nd d!e (stemüther nicht beruhigt. B— soll und muß einen deutschen Prediger haben: und zv~ ל־ב sollte sich's angelegen sein lasten, das! ein. acht religiöser oder wenigstens ein gemäßigter angestellt werde. B— ist ein.Sri. der noch immer ,in hin längliches Auditorium für einen fr־־ liefert, aber auch die Zahl derer, für welche ein Prediger und kein ל״ט־ angemessen wäre, ist bedeutend genug, um Beachtung zu verdienen: und Beide, '»ל־ und Prediger müßten Hand in Hand, jeder nach seiner Art. das feinte zu fördern suchen. Aber leider stehen jetzt Parteien seindlick ein ander gegenüber, die stck lieber versöhnend die Hand bieten sollten. Der Orthodoxe verabscheuet die deutsche Predigt, der Reologe verlacht den jüdischen Jargon: und doch kann Jedes, an Ort und Stelle gehörig be nützt, heilsam wirken. Die Predigt ist kein Luxus׳ artitel, aber auch keine mystische Zauberformel: sie soll den Zuhörer belehren, und zwar Jeden in derjeiitgen Sprache, die er am besten versteht. Wo aber der sogenannte jüdische Jargon am deutlichsten verstanden wird, da ist auch diese Ausdruäsweise die pastendste. Tie Stelle in Ihrem letzten Schreiben, »vo Sie über einfältiges Glauben räsonniren, und die »frage stellen: ״Wollen Tie behaupten, daß nicht ähnlich« Verirrungen auch bei uns stattgesundrn haben'" habe ich nicht recht verstanden. Wollen Tie dies? Frage im weiresten Sinne ausdehnen, so getraue ich mich nicht zu antworten: ja die Antwort auf eine so hochwichtige Frag? könnte der Raum?ine«! Briefes nicht sastrn. Wenn Sie Ihre Frage aber nur auf profane Wundergeschickten beschränken, so antworte ich kurz mit den Worten: ״Wenn auck Bileams Esel geredet, so ist man deswegen nickt ver vflicktet. einem Jeden, der da vorgibt, daß er Esel reveit gehört, tniauven <»*«« o» Zweiseln Pflicht, und vom unbedingten Glauben heißt es: '■> א~ן לבי• vc. Sie sel/en übrigens, ick habe einen festen Glauben: denn wäre mein Glaube an Ihr« Geduld nicht so groß, so würde dieser Brief, der Ihre (Geduld nicht wenig prüfen wird, gewiß sehr klcin ausge fallen sein. Großmutter» Wintermärchen vo» Eharto tte Munßerdera A W Kaiemann. lanria Au» dem Bilderbuch einer reichen Kindheit von Anna Malderg Earl Reißner. Ire»den »Inder und ('eure von Elisabeth Siewerl Oarl Reissner. Iresdeu v 1 e i 1 I e « U n t* « t i ״ n *. l.ilirnJri!׳ militaii•״• Berger. Leoraull 11 Eie Pari» I 1 f Sozialdemokratie u n d da» indisch« Proletariat von lavid Balaka» H Pardini. Ezernowik » » r! e Landeskunde von P a l ä!1 i n a Ein Be gleitwort znr Schnlwandkarte von Palästina von Ir Ed ׳IPagner H Wagner und W lebe». Leipzig Ich schreibe am Weihnachtsabend, und macke die Bemerkung, daß wir keine, gar keine Feier habe», welche uns an irgend einen wichtigen Moment des Gesetzgebers unserer Religion erinnert, was bei der christlichen nnd inuhamedanischen Religion so vielfach geschieht. Diese Bemerkung könnte zu mancher Be trachtung Anlaß geben; aber ick habe schon zu viel gkschwatzt. Leben Sie wovl. Ihr Sie hochschätzender I. Deutsch. 6) Pro!׳< .14 .׳,. literarischer Sprschsasl. Beim Inrchlesen der eregelücheil Riiscette von Radln Woli דצ״ד in 'Jlr. 16 Ihres gcich Blaues, bade idi folgende Benierkilng gemacht. die ich mir bier wiederzugeben erlaube. Es ift in צ:לינ׳• 'C noch auifaUlg. daß in Kapitel 9 B.9, beim ייק־יבי בני אהלן : ק־בן ענל ההבאה siebt, iväbrend cs im P. 12 und V 20. bei C'CT'■ ייביציא־ :־־בן ערלה בג• אהרן heißt. Ter Wechsel im •Ausdruck in. wie mir icheint folgendermaßen!11 erklären. Unter הרן־בה bat man ein in die Rabe Bringen!11 verstehen. während הבצאה ein larreichen von Hand!11 Hand bedeutet, ivgl. ובבב׳צ א' ע״א ־:־צ א הל, לא־.א דליה ב •ב :־ ע Tcineiilsprechcnd muß cs den» לב הבאה. welches mit dem Finger gesprengt wird. לקל בו beißen: inan brachte das Gesäß heran, Ahron lauchte den Finger in da» Blut und nahm die Sprengung vor. Bei עלה und C'C'C׳ dm gegen, wo unniiltetdar aus dem Ge,aß Hera»» gesprengt wurde ivgl. יזבהיב ג״ג ע״א ולבב י ב נ:־*ה בהיל ביעהיה. mußte man das Geiäß 'Abron in die Hand gebe», daher ׳בציאר Livgegsvgeve Sucher. R a l u r b i l d e r von A. W. Grude, 2.. und ■Y Bdchcn. Berlag von I. F. Steinkop» in Llutlgart. Bern u» st und Wunder von Ir. E. Gutderlet, Münchener Bolksschrisienvcrlag. «v e w i s s e » und Gewissensfreiheit von Victor Kalbrein. Münchener Volksschriftenverlag. Farvb R ü h in e. Bl o r a e n r ö 1 k> f, Berlag tin״ R Piper 111 München Bücher der Weisheit und Lchöuheil. Heraus gegeben von I. E. Freiherr von Grotlbus (tzreiner u. Pfeister, Stuttgart. Kant s Ethik und Religion» Philosophie. AuSgewahlie 2ldfchn1tte, herausgegeben von . Prof. Ir Aug. Bkester Alerander von Humboldt s KoSmos. In verkürzter «Gestalt herausgegeben von P schettler. lie Religion in der niodernen deutschen Frauen lnrik. Eine Studie von Lberlehrer Ir Schwenkow. Wissenschastliche Beilage!um Bericht der Unterrichtsannalien de» Klosters st Johanni» 1904/0'! Heroldsche Buchhandlung in Hamburg. Schiller» Stellung zur Religion von 'Adolf Schmillbrnner. Sladtpsarrer in Heidelberg, (f. A Schwelschke u. Sohn, Berlin MatkowSkv von Julius Bad. Gose u. letzlast. Berlin ler Jude und andere» von Lvdia Auerbach. Gose u. letzlast, Berlin. Sonette von Bruno Arndt Gose u. letzlast. Berlin. B l u m e n g e i >'t e r von Lvdia Auerbach. (Heit u. letzlast, Berlin. I u r Jahreswende, Festpredigle» geh am Reich daiaiana und Jom Kippur ■>׳>♦>*>, von Ir M Beer niaiin. Radb in Insterburg I Kann-nann. Frank iurt a. '1>i Festpredigle» I I. Heit ר״ה und יריב vo» Ir. F. Hitlel. Radb. in Leipnik I Kaustmanii. Frank inrt a M Wörterbuch f *• v ei » e ♦>«<!»( (4> » K 1 ׳!) ״ i 1« s ch r e > v 11 n g von C. Sarraan Wühclin Ernn & Sohn Zeiltchrifl i n r h e d r B i d l 1 o g r a p d > e heraus gegeben von Ir. '21 Freinian» und Ir H Brodv I. .Kau'iniann, Flankiurl a!>>!. : ר •: D וזיעה der Buchdandiung roui» ramm in Berlin Kritik der Kritik ,!eitschris! >»r KniiNler und Kunn ireundc. Herausgeber '21. HalberI und Lee Horwitz. S. Scholtlaiiker, Breslau. Aonnn lieber lind ntaciic die Banmr wieder grün, daiml der getahrliche ׳fiachwinier endlich ein Ende »immi Alle Well in erkaltet und wen» man nicht Favs ächte Sodener Mmeral-Paiilllen kalte, dann wußt ich wahrhatiig nicht, was man ansangen sollte lie Sodener nnd eben doch eine rechte Wohltat, die nia» gar inchl warm genug emptehlen kann. Wer sie nicht kenm. der iß es ieiner iHeknndbeil schuldig, einen Versuch danin!» machen. lie Schachtel *C’iUi 8-> Pig ,!u üüi’tli Ul uucii Apoihrlr». Irogen und Mineralwasterhandliingen ^'2 63c! 63rrbur§. Hotel iiud Penttlou PARHHAI'M. 3MF" Unter R«vbtn«tS-4lufncht. ־WW »«oisn«» >. Wtai »iS I e fl•►«. — streng rituelle« itrablillemenr. —!SH sulon«. — Lchönite t!rqe am Walde. — Qlliiftr. ProkveSle flrat. Besitzer: Max Hecht. .4af*b ע«»». Münßer a. St.. Hauvtlir. :14. vollständig 'O renoviert, in allen Kuninern mit eiektrnaiem vicui oeneven. ist da« »nizigk Hotel am Platze, da« in da» Regnler de» Perem« ritueller sveiledauirr in Hamburg auigenoinmen iß. 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