Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 14 & 15 (5.4.1906)
- Date
- 1906-04-05
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Ttr f»rdel1t sfitr > Nr 11 u I.Y Y April l:«00 f1< sich Tir;ueiaen gebe» dürfen. können auch die ברואיס;»irieden sein Wie wird ader •Sott die Beqrerunq au» üben" X- Allein. g.! Was '0(1 da» besagen" W. 1*0 wird keiner neben ,bin herrschen g. Drüber ballen wir doch erdelen, daß Israel unter der persönliche» Herrichafl seines angestammten Kurilen banse» sieben möge! kier kann also von einer irdischen Herrschaft nicht die Bede sein Bo» was für einer Herr ichasl wird wobl bier gesprochen"! Bon der geistige» Herrschaft (Voltes. X'.: T»rch welche weiteren Worte wird dies auch an gedeutet'? >t : Au» den. Berge Zion . . . X‘.: Was ist unter dein Ausdruck ..Berg ^io»";» ver!!eben" '« Ter Tempelberg. g Au» diese»' Berge lag aber »ich! blök! derTempel, »er den! Tienste «SoiieS geweibl ivar. sondern es war da ׳elbst auch der ..'Serichtsbof". in dein religionsgesetzliche frage» entschieden wurden. ״ כ• מציין חצא רזיי־הTen» von Zion 1]ehl die gehre aus", sagt der Prophet Jesaja ,2.!1» Wer 'ich nach dieser Lehre richtet, unlerwirll sich ^u^letdh der Herrschaft Zolles, er erkenni die geistige Herrichait ''׳olles an. Worin wird diese also bestehen" St Taß alle Werke nch dein Willen 'Zolles unlerwersen. der von Zion und feruscilem alis verkündet wird. g Ties wird auch als if0״\id der Weltbegliickung von iliisereni Provbeie» angegeben mit de» Worle»! Tie Bölker werden sprechen Au», lasse! uns wallen;mn Berge des Herr".;um Hanse des 'Zolles Jakobs, das! »1a» uns unterweise in seine» Wegen, und das! w!r wandeln i» seinen Pfaden i da»' >. ׳Worin wird also die bier geschilderte folge bestehen" .'I Alle Menschen werden die geistige Herrschast 'Zolles anerkeiinen. V.! Womit ivird diese Bebauplung noch besonders be wiesen" St.: ״Mil den Worten Teiner bl. Schrift" Unter diesem Ausdruck ü»d stets die 11; כתיבים i'er stellen Ans welchem Buche der נתיבים i'l die Beweisstelle entnommen '! Ans den Psalmen. Hs kolgt nun II. Ter Schluß. «Bor und Nachühersetzeu,. g Wie haben wir diese» Absatz der Aeduscha;u nennen'' Ten schlug g : fn diesem Schlußstücke »verden noch einmal die Hauptmonienle der »eduscha kur;;uiaiiniiengefagl. 'Merkel auf' 'Mil welche» Worle» beginnt die .'tednscha" St. Mit den Worten אתה קריש g Tieier 'Anfang ist hier wörtlich wiederholt. Aus der weiteren Hinschaltung und;wei Hanplniomente hervor gehoben. Wie lauten diese "' St : I. יאץ וגי‘ ,נירא שמך g. »cn welchem 'Absage kon'mt der Ausdruck ירא שמך! vor " st.: f m ersten Absage g.: Wie haben »vir überiegl' st! Tein Name wird genirchtet. X.'.: Wie haben wir dort de» Ausdrtick erklärt" st. : Xit hast die Wesen;»r iSotteserkeiiiilnis befähigt. g. : on ivelckiem 'Absage koinnil der käst wörtliche Inhalt des;!veilen Haupimomritls vor" 5t.: f m verlegten Absage V : Wie beim es dort וחטליך אתר. יג׳. g. Wie haben wir das erklärt" : Tu wirkt die geistige Herrschaft ansüben. g.: Tie ׳Ausübung der geikligen Herrschasl setzt die Besähigung der Wesen;ur iSotteserkeniiIiiis voraus, darum gehl auch ניי־א שמך voran Was folgt nun weiter im Schlußstücke" St.: Tie Beweisstelle g. sie «i dem Buche Jesaja s 1 .*>,]j entlehn!. Wie lautet sie" >!.: Und er wird erhaben sein ». s. w g.: Was beim Er wird erhaben sein. St.: Er wird gros; dauehen. X'■ : Wem wird '^otl gross erscheinen" St.: Tem Menschen. V.: f 11 diesem Ausdruck liegt also der Beweis für die Befähigung;ur iSotteserkeniilnis Wodurch wird '■*0U aber groß dastebeu " St.: Turch 'Bericht. V Wo wird dieses 'Bericht seine» sitz habe»? St : f 11 ,\ion und Jerusalem g. : Wie haben wir i»! vorigen Absatz die Ausübung dieses göttlichen ('k’vütto genanni St.: Tie Ausübung der geistige» Herrschaft 'Sones. L 1 Teninach hätte der Berfaster der .'!eduscha mit dem ersten Halbverke schließen und den legten ga»; forttaffen können: er bat aber auch diesen ans einem irnngen ״»runde noch hinzugesügt. Wie lautet;nnächst die gleich folgende ,ידבר ■ st.': בייך אחר. יגי־. V.: Tiefer Schluß wird התימה genannt Tie ברכס קרישד aber heißt .״ בינה אי־יכרlanger Segenssprnch". weil, wie wir ja gelernt habe», gar vieles darin erbeten und anerkannt wird. Bei einer solchen בלבת nun gilt als ׳Hegel ,מעץ החתימה סמיך י־חתימד d. h. ein Wort aus der התימה muß der התימה unmittelbar vorangehe». Welches IN IN diesem ,falle das entsprechende Wort" קריש ,Beispiele lie׳ern die ניבית ש״ע und viele andere'. g.: Was dur'le der Bersasser darum auch nicht fehlen lauen" tt.: Ten legten Halbvers der Beweisstelle. V ■ Mil welche» Worle» schließt nun die ,התימה selbst" >! Mil המלך ההדיש. X'. : Mit welchen Worten schließt sonst die steduschah? א.: Mn האל הקדיש. g.: Wer aber in den tt> Bußtagen mit diesen Worten geschlossen haben würde, der müßte nach der Entscheidung unserer 'SesegeSlehrer das gan;e liebet nochmals wieder׳ holen! denn beim Beginne eines jeden Jahres ist eS reli giöi'e Pstichl, dem Schöpfer. Erhalter und Begierer der 1»1*1 autiu uiv Kvuiy «»»?*** ,fassen wir nun;ukammen, was wir gelernt haben! Was enthalt diesrr letzte Absatz' St Eine kurteZusammen sassung der 'Gesamt stedu'cha L Woraus besteht diese" st Aus den AnsangSworlen der .lkeduscha! -. aus twei Hauplinomenlen der Einschaltung! f au» der Beweisstelle und 4 aus der התימה ES folgt die Wiederholung. Anm! Ter gehrer kann, wenn er Zeit hat. aut die Entwicklung der Begriffe מש5מ u-.,d צרתה entgehen, keines falls dark er verkäumen. noch einmal ans die Schönheit dieses Eebelstücks aufmerksam;u mache», und daß es namentlich des geben« höchste lauter sind. »>» die wir am ersten Tage des neue» Jahre» beten. Nach diesen Aus führunge» ist für die festlegung;u sorgen, welche durch steißige mündliche Wiedergabe des Ueberietzten und durch gelegentliche Absragung des Z»Halis er;ie!l wird kvtgegvavg. Zu der Mittkilung ״Bund und 'Tserdanv" betreffenb in Nr. 10 des ״Zsrcielit" bade ich folgendes zu bemerken: Der Verein jüdischer gehler in der Provinz Hannover verhandelte in seiner asi^resversaininlung am 2 1. Mai IX א א einen Anlraa des Vereins Emden sTldenburg vom Jahre ' XX7 der die Be czründung eines allaemeinen Zeutsch iSraelitiscAen gehrerbundes!׳erweckte. Der Ireziiglichk Veschlns: des Vereins jüdischer Hehrer in der Provins Hannover ist in der ״M 1 t I e i 1 u n g" aktenaeinös׳. iviedcrge stkben. Zn dem Protokoll der Zahresversammlnng a in!">. und 0. Z l> n i 1X02 heißt es! ..Z n den freien B e s ׳.׳ r e ch u n a e n w u r d e der An schlust an den vreustischen Han des l e h r e r v e r e i 11 und d 1 e V e r e i n i g u n q aller jüd. Hebrervereine Deutsch I a n d s r e s n. P r e n st e n? . zu einem allgemeinen H e h r t r b 11 u b t angeregt. Der Vorstand ivurde beauftragt, die einleitenden Schritte in dieser Be rieh u na zu veranlassen" Zwischen dem Anträge des Vereins ״Emden Dldenbnra" und dieser ״Anregung" lieaen f ü n ' Jahr e. Was in dieser Zeit vom Verein ״Emden Oldenburg" in der Cache getan und erreicht ivorden ist, entzieht stch nieiner lienntnis. Ich hatte von der Angelegenheit nichts wieder gehört. Wenn ich nach fünf Jahren den Auftrag des Vereins anssiihrcnd. für die Verwirklichung des Verbandsgedankens die nötigen Schritte tat. und dieses nicht ohne Erfolg, so ist die Behauptung in der ״Mitteilung"! ״daß 5i o l 1 e g e B l u m e n f e l d erst dann a 11 1 den Plan trat, als bereits durch ״nsern 'Verein dieWege geebnet und die ersten Vorarbeiten erledigt waren." nickt zu tikssend. Ich bin zurzeit weder aus geebnete Wege, noch auf irgendwelche geschehene Vorarbeiten qestosten. Es ist mir aber gar nickt unlieb, wenn in her ״Mit׳ teilung" der ״H e g e n d e n b i l d u n g" ein für allemal wirksam begegnet ist. für meine Person infe ick dem Mitgliede des Vereins her jüdischen Hlhrer in den Nabbinats bezirken Emden Oldenburg Bremen zu! •א־.ב =עי*ד. אד עייבב שב־ ד־בר באיו עשית:. Blumenseld Adelebsen. KorrefpomJcnzen und Nachrichten. Oberdorf B o p f i n g e n. Mit der V«r lkihung der stlbernen Zivilmevaille des Friedrich ordens an den mit 1. April in den Vnhestand treten den .Herrn Schullehrer und Vorsänger, Emil Mari, findet ein ÜO jähriges segensreiches und verdienst׳ volles Amtswirken seinen Abschluß. Nah und fern, überall, wo die einstigen Schüler des vom Schulamte Scheidenden!veilen, werden Iugenderinnernnaen wach, wird man in Verehrung und Dankbarfett des Lehrers gedenken, denen pädagogisches (beschick und deffen gediegene wiffcnschaktliche Bildung, speziell auf dem Gebiete jüdischer Literatur, ganz hervorragende Nesultate zeitigte. Die Verdienste des Herrn Marx wurden wiederholt von der ttgl. Israel. Oberkirchentebörde, wie auch vom Kgl. Evang. Konsistorium in ehrenvollster Weise gewürdigt, so auch vor sechs Jahren, wo Schüler und (Gemeinde ׳hm für .'KB jährige erfolgreiche Dienstleistungen Ehrungen aller Art bereiteten. Ebenso darf es als ein wahrer Kiddusch haschkni bezeichnet lverden, in welch warmen und anerkennenSivelten Worten der tat. BettlkSschut insvettor aus Aalen sie langjährige treue, hingebende Arbeit des Herrn Marr würdigte, der auch im Kreise der Kollegen als biederer Ehciratter hochgeschtiht ist. 11 b 1 in .1 n ». friedberg. Gleich einer ganz«» Ne',he jü bischer Neligionslehrer in Hrssen hat auch Herr Lehrer Ehrmann dahier siine desinilivr Anitelluna mit N.chti» eines Volksschullehrers erhallen. 5dmlbert»te. frantiurt a. M. Bor »ns lieg! ker Iahresberichl her A e a l s ch u l e b e r f r a n k f u r l e r I s r a e l 1 l > s ch e n N e l i g i 0 » s g e s e l l i ch a 1 l Tie Schule war in bieikni fahre von JH Schülern unb T>I Schulerinne» beiuchl Tie Beriaffung der Schule und ihr Slreben nach Bereinigung von היייה und דרך איין. ba« sie;u einein »berans wichligen faklor וווו gesetzeslreue» Juden tiini Tentschlanh» niachl. bürie« in! allge»1e!ue» als bekauu! vorausgeickl werden Eine beionbere l'igenluinlichkeil hieser indische» :Healichule ist ihre f orlbitdungsklaffe für dieienigen Schüler, die die Einiahrigenprusung benanbe» baden Tiesei Aurs liebt die Weiierbilbung der Schüler in Tentich lHaiurledre. ttzeschichle. die ls,n>i>hru»g m die kaufinaiinische» Tistiplinen. vor allein ein eifriges Tboraflub»»» »n An schlug an die Ieschidah des Herr» :Haddnier» Tr Breuer vor Ta» in der foridildnngsklasse verdrachle fahr ist sicherlich für die religiöse Enlwickel»»^ der iiingeii Leule von außerordentlicher Bedenlnng. Tie «elekla der Höhere» '.stladchenschnle leriäUl in eine Ableitung »ur allaenieinr Bildung und eine Handelsabieilung franki'ur» a. M.,! April. Tie frank,nrier Israel Bolksschnte;ahlle. wie der Iahresderichl iur I'.-'5> intllrill, an laufende» fahre!40<׳ Schüler, und;war 17:« .!tiidl'cn und Hü Mädchen Tie 1111 vorigen Jahre als schulfrei eiillaffenen stnade» wählten de» kaufinänn,scheu Berus oder sie crtcrnlen ein Handwerk Bon den Blädche» ginge» einig«;ur Handelsschule über, einige iralen in '^eichasle «»>! die Mebr;abl beschäfttgt sich »» Hauswesen der Ellern 'Segen Ende des Schuliahres gelangle» wieder verschiedene Nachfragen um Lehrlinge a» die Schullcili»'^ In, laufe» den Schul!abre lieg» eine überaus delrachilnve An;ahl der arliger Anfragen vor. Es gereich! der Schule;uni Lobe, von verschiedenen Pr»1;ipalen die ausbrnckliche Erktärnng vernebine»;u könne», baß sie bei ihrer Auswahl inil Bor liebe Zöglinge der Israel. Bolksschule beriicküchligen. Es ist der schule bereit® gelungen, niedreren naben, welche dieses Jahr die Schule verlasse», passende Stellen;u er mittel» Am I Januar fand die feierliche »ebergabe der neuerbanle» Bäume Turnhalle. Schiilerdad, Beklor Wohnung vor geladenem Puhlikun, stall. Ai» ׳A>. und ׳?*. f ebrnar d I wurde die Schule von Herrn Tladlsi^ul inspekior Herber einer;weilägige». eingebenden Rrvinon llnter;ogen, deren Ergebnis wieder ei» recht giliisttges war. iVerli«. Tie Bellgionsschule der Adas Iisroel'Se inesnde bierselbst veroffenllichl ihre» Iahresderichl für ll«t»7> Tie Schule ivurde danach tu diesem Jahre von 177 .;eindern besucht und;war von ltnaben und 17:• Mädchen Ter Besuch bal sich gegen das Bor!ahr um elwa :(:« Zöglinge gehoben, die anschelnenb;um größlen Teile 'Seineindeschulen angehöi'len, was wohl damit;u erklären ist, daß seil April vorigen Jahre» der hebräische Unlerrichl m diesen ausge hört hal. Tie Schule hat;ehn .itlassen, d>« von Schüler, »11 Atter von elwa 7 17 Jahren besucht wirb Außer Pentateuch, 'Sebelubersetzen, 'Seschjchie. lSrauiuiatik und Beligionslehre wurden auch Teile au« den Propheten und Hagiograpben und in den .'tnabenklaiseii auch Abschnitte aus Mischnah und Talmud, sowie dem Baschs stomiiienlar;»ו Thora durchgenouimc׳.! Wie i« srüheren Jahre« Hai es nch die Schule auch im vergangenen angelegen sein lassen, ihre Zöglinge;ur Heilighaltung der Sabbat» anzuhallrn. Tie iortgeietzten Bemübungen sind auch!n! vergangenen Jahre von Erfolg begleitet gewesen Tie Belehrungen und Ennahnungen, die an die .'tinder gerichtet, Bundschreiben. die an die Eiter» gesandt wurden, haben da;11 geführt, daß wiederum gegen!(«' Schüler »nd Schülerinnen, die bis der de» Sabbat durch Schreiben >» der Schule verletzten, hiervon befreit wurden Ta« Königliche Prov>n;ial Schul kollegium hat aut wiederholte Boriiellungen der Tirektion hm eine für di« Besucher von 'Sememdeschulen besonders verhängnisvolle Berfügung. daß ״an jedem sechsten Wochen tage em Tiktat im Trutschen";u schreiben sei, ausgehoben Tarunter mußten diejenigen Schüler, du am Sabbat nicht schreiben wollten, leiden. Ter Iugenbaottesdienft wurde, wie seil Jahren, an Labbaten und femagen in der <V meinbe Svnagoge. am Bosch Haschanad unb Jom kipp«, in dem von Herrn I. Oppenheimer;ur Berfügung gestellte» Bäumen und an den Schultagen, jeweils nach sehluß de« Unterrichte», ln den Schulraumen abgehalten. Wie in früheren Jahren wurden mehrere Schüler soweit vorgebildet, daß st: an den Iomcs hannauton»» Borbeierdiinste leisten konnten.