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Der Israelit · 1906-04-05 · 14 & 15 (5.4.1906) · p. Seite 22

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
14 & 15 (5.4.1906)
Date
1906-04-05
Page
Seite 22 (sequence 24)
Language
German
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Nr. N. u. 15. ofitf 112 Xtr Israel». Statt — wie eS ihm vielleicht willtommen ivare, da er aus der Antwort wieder neue vergiftete Waffe schmieden würde — auf seine Frage über- Haupt nur einzugehen, fertige ihn derb ab, gib ihm eine fühlbare Lektion, ״mach' ihm die Föhne stumpf". Ader so ganz kann man an seinen Reden nicht vo» übergehen. Ahm selbst gegenüber wäre zwar jedes Wort der Belehrung ein vergebliches Bemühen aber denke an diejenigen, die seine vergifteten Worte hören, an die. deren Geist und Moral nicht so glsestigt ist. um dem Wort« des Verführers gegen über unverwundbar zu sein, die aber noch nicht so lief gesunken, das! sie dem Worte der Belehrung nicht nuhr zugänglich sind. Dem י׳*ע gib keine Antwort, aber dem, durch dessen Bersührungskünste höchst ge fährdeten איני יידע לשאיל, in der beistenden Form wie die Haqadah sie gibt. Wir werden noch Belegen heit haben, darauf zurüctzukommen. * * * er Der Raive, geistig nicht Hervorragende, aber moralisch gänzlich Unverdorvene. Seine geringe geistige Begabung zeigt sich in der Aragestellung. .״ פד. זאתWas ist das?" Ihm ist alles unklar. Richt einmal die dem einiger masten geübten Auge erkennbaren Unterschiede oer äusteren Erscheinungen nimmt er wahr, wie der =דכ. Gr klassifiziert und spezialisiert nicht. Dementsprechend darfst du bei der Bea1itwa,tuna nichts an Wissen und Kennlnissen bei ihm voraus setzen. Die Belehrung sei klar, einfach und er schöpfend; sie darf nichts übrig lasten, worüber er noch Nachdenken, was er aus eigener Geisteskraft sich ergänzen müstte. Erzähle einfach: ״Mit starker Hand hat uns der Gwige aus Aeanpten, dem Sklaven Haus, herausgeführt." Belehrt will er sein. Ausllärung nimmt er gcrnc bin. Dast er die ihm gcivordene Antwort ettva mist brauchen würde, in bei seiner moralischen Reint>eit nicht zu befürchten. Gs erübrigt sich daber ihm gegenüber jede über die erzählten Tatsachen hinaus gehende religiöse Ruhanwendung. •«איני יידע ל ש א יי* Richte fragen können ist Interestelosigkei:; In teresselosigkeit aber ist ein intellektueller und ein moralischer Defekt gleichzeitig. Der Gleichgiltige fällt eben jeder Versuchung mit Leichtigkeit zum Lpfer. Aus diesem Grunde de darf gerade er der besonderrn Aufsicht und Hut. Zunächst gilt es, ihn aus seiner g e i st i g e n Lethargie auizuwecken. ״Oefsne ibm den Mund." .Deswegen hat der Gwige niir getan, als ich a u s z o a aus A e g v p t e n." mit diesen Worten tritt auf ibm zu. Und in der Tat. er müstte direkt ein Blödsinniger lein, wenn er nicht weniastens »ragen N'ürdc ״MeSkveaen^" Der Mund ist ihm geöffnet, nun hat das Wort der Belehrniig eine Tür rum Eindringen gefunden, und ein Work der Ausklä'nng mackt dem zweiten die Bahn frei. Run gilt es nog׳, seine religiöse GleicbgÜtlgkeit zu erschüttern, sie zu schühen vor der furchtbaren Ge fahr der Berkübrung durch den re״ — Dast dieser überhaupt nicht zu belehren, da er bewustt und vor sähiiü.׳ schlecht ist. haben wir bereits gesehen, llm so mehr diete alles aus, den Intrrkstclosen, diese» naiv .Haltlosen bei ׳.eiten zu schuhen. Denn e-- ist inöglich. Zeige ihm den;יתד in seiner ganzen unver hüllten Riedrrträchligteit. Aus diesem Grunde ist denn auch die Antwort auf die Frage des יישע nicht an diesen gerichtet, so» dern an den, der noch zn retten, aber auaenblictlich in aröszter Gekasir ist. den -א־:־ יי־־ע -דאי Die Hagadah spricht zu dem re״ nicht in der zweiten, sondern »•ד der dritten Person. .Wäre 15t dort gewesen . . Die Antwort richtet sich eben an den. ״der nichts zu fragen weist." llritr )ir $i§litfril nun Sriiilif its isiiflitildlfi Ükliiinsutmiitts. Aon PhinenS. s'i. Fortsetzung. Bei dem Vorträge bezw. der Vorerzählung ist darauf zu achten, dast dieselbe bei etwa mehrmaliger Behandlung stets denselben Wortlaut hat, namentlich auf der Unterstufe, denn die Kleinen lieben es so. tfi» Fehler wäre es aus allen Stufen, die Geschichten erst lesen zu lassen; das darf immer nur schon der Be ginn der Ginprägung sein. Richt genug kann es empfohlen werden, anregende Midraschstellen geschickt zu verwerten. l5s ist gar nicht zu schildern, welchen Gindruc! es auf die Kinder macht, wenn inan B. bei Joseph den schlichten Gedanken ראד דנדר. דייקנו ל אבי•? (Gr glaubte seinen Vater zu sehen und ward dadurch von der Sünde znrückgehaltens verwerte!. Allein die Auswahl der Midraschstellen bedarf sorg fältiger Vorbereitung; eine Zusammenstellung der selben wäre wirklich ein verdienstliches Werk. Auf der Dberstusr trfdwtnl es n>H11sct)euS>veri, je nach Abkchlnst einer zusanimengehörigen Anzahl von Grzäblunqen, ein biographisches Bild herausznarbciten. I־. Als Methode für den Unterricht in der nochbiblischen Geschichte im engeren Sinne des Wortes kommt lediglich die Vortragende in »Frage: in Beziehung ans das in Rr. Z dieser Blätter Aus geführte erkennt man ohne weiteres, dast die Behänd lungsweise eine chronologische sein must. Für die Wiederholung ist auk dieser Stufe eine zusamnienhängende Grzcihlting am Platze. VcdeuKnd schwieriger ist die Behandlung der Litcraiurgeschichte: bei dem Konflikt zwischen der Fülle des Stoffes und der Kürze der Zeit läßt sich chwer das Richtiae treffen. Lediglich kurze Grzähl ung oder auch Lektüre einzelner ausgewählter Paniken würden der Schule ein Bild der jüdischen Literatur nicht zu geben imstande sein. Gs must das Interesse dadurch erweckt werden, dast man dem Kinde die aktuellen Beziehungen der wichtigsten Zweige de: Literatur leregekische. halachische und religiöse Voeste) klarlegt und dann die allerivichtigsten Werke nach ,Krem Arbeitspläne skizziert. Man geht wiederum rom Gebete aus, hat m den Piutim einen Uebrrgana zur Besprechung der betreffenden Dichter, ihrcs Lebens und ihrer Werte; man schildere sodann die Rvkwendigtctt einer Gregese der Bibel, teilt zu ein zrlnen Stellen die Grllärung des einen oder anderen Autors mit und erzählt dabei aus besten Leben W Wistew. werte; endlich weise man auf die mciiin.g faltigeil Schwierigkeiten der Gntscheidung für d-'e religiöse Praxis hin, kommt so auf Mischnay und Talmud und charakterisiert die decisorische 11:1b novellistische Literatur. Für die Behandlung der Gegenwart endlich ver ivendet man am besten die biographische Methode. Ia. Hier, bei dein systematischen Religionsunier richl, ist die Frage nach dem ״Wie" kaum zu ent scheiden, da hier, wie bei jedem sog. GesinnungS unterricht, eine .Harmonie zwischen der einheitlichen Individualität des Lehrers und der vielgestaltigen Individualitatengruppe der Kinder hergesiellt werden 11.UH. Abzuwciscn ist unbedingt die Form der Katechese. Für die Gntwickelung ist die Methode die Analyse, für die Darbietung der religiösen Bor lchriilen in die Stellung als Vorbereitung ins Ange zu fasten. Das System als solches ist bereits in Rr. l> dieser Vlätter dargestellt. Für die Gin Prägung sind diejenigen Vibelstellcn zu memorieren, ivelche hiernach gewistermastkn als Ueberschristen der Kapitel z>! vNrcichten und. Schon äußerlich must hierl»ei veui Kinde die Gleichivertigkeit der sog. ethischen und sog. religiös praltischen Vorschriften eingepcägt werde». Icdoch das Wichtigste bei dieser Disziplin, die Methode xut ist hier daS Lel»e». vor allen Dingen das Leben des Lehrers. l'. Da der Unterricht in der Geographie Pa lastinas ergänzend zu dem Unterricht in der biblischen Geschichte tritt, ist Gewicht zu legen auf Darstellung der Beziehungen zwischen Natur und Mensch, die geographischen Voraussetzungen sind als Bedingungen der geschichtlichen Gntwicklung darzulegen. Wenn auch im allgemeinen pädagogisch die (steographie selbständigen Bildungswert besitzt, so ist der Gco .־>. April l-.Hn■ graphie Palästinas im Rohmen der israelitischen Religionsschule nur die Stellung einer Associationc Wissenschaft einzuräumen (׳ s. >>. Z 76». Als Methode kommt lediglich der Anschauungsunterricht in Frage. Gute Karten sind notwendig, entsprechende kindliche Darstellunaen, n>enn auch nur in der Form guter AnsichtSpostkarien, sehr »oünschenswert. (Fortsetzung folgt.) tu gehobene« Religionsschule« nnd Präparandie«. I. Thema: Ter erste Absatz der Neduscha int sog. Llebengedei für da« Reujahrsfest und den Bersölmniigsi Lehrbuch: NLd» םד:ד ש^ה S. INI. Aon e 5ct)1n■.. Lehrer B. Wolfs -'Aurich. L.: Welche Folge wirb nun weiter genannt ׳׳ H: 7״ Frevel wird ganz wie Rauch vergehen. L.: Wie »eniil »1a» den. der ,שער' iil't' Frevler. L.: Welches in der Gegensatz von;צדיק : ' יעי. L.: Woran Hai der דית^, der gute Mensch seine Freute - א.: Am lauten. L.: Woran Kat aber der ״שק seine Freude ׳ M.: '.,int schlechte». L : Welche» Beweggrund »aiinieii wir vorbin für ,■”־־ך א.: Ten eigne» Nutze». L.: Welches ist aber der Beweggrund. nach welcher .שקד" handelt^ א.. Tie blosse Freude am Bose». L.: Welches ist also bas größere Unrecht? ־שקה L: Tie bloße Freude a» dem Unglück -.'luterer, auch wenn es keinen persönlichen Nutzen bringt, bezeichnen >o!r mit ״שקית. Was Wirt davon ansgesagl" Lie Wirt ganz wie 11. s. w L.: Tas Wort .ם7ד Üelit nicht 1»,sonst. Wenn >on1׳ ei» brennender störper in :'tauch ausgchi. bleibt wenigsten) Asche zurück: vom Frevel ober ivird deieinü nichts nb,,.: bleiben. L.: Was wird demnach nach dieiem Lage ausbören א.: Tie Freude am Bösen ivird ausbören. L.: Welche Folge wird nun endlich genauiil' >i.. Tie Gewalt des Uebermiites wird schwinde». L.: Mit welchem Worte wird dieser Latz eingeleuel ׳ א.: Mit dem Worte •״ כja“. L.: כי nebmen wir hier als Beteuerung: es soll dann: nämlich die höchste Llufe der Bosheit eingeieilel werde.. Wie wird diese hier bezeichnet? >!.: -Als;םםש7ה זדו L: Wir sagten vorhin. Ter Beweggrund des ע-־רה ist Gigennutz, der des .־שקד Freude am Böse»: welche Bos beit maa »un in dem Ausdruck!םםש7ח ידי liegen: von! In den Lprüchen Lalomons 11 l. 21 beiß! es: 1א זדון יבא ק7ון Ritt dem Uebermut kommt die Lctnuach. Terjenige. der כזדון handelt, laßt nicht von seinem Bosheitsplane ab. anal wen» er weiß, daß bei Begebung des Unrechts ihm Lch111.nl- oder schaden erwachst. Wie wird hier darum auch d!e Handlungsweise des Uebermütigc» genannt' >>.: Tie t-H wall oder die Gewalttätigkeit. L.: Ter Gewalttätige übt Gewalt gegen sich, Gewa:׳ gegen Andere. Was wird von dieser t^ewalttaiigkeit b. kauplet: M.: Gott wird sie von der Grde lünwegsührei: L.: Tiese Bosheit schien dem Aersasser so groß, daß es zu ihrer Aertilgung eines ganz besondere» göttlichen Gin greifens bediine. Was wird demnach nach diesem Laue ausbören: Tic Gewalttätigkeit wird aurhoren L.: Welches sind die schliinmen Zustände, die hier augezählt sind ' >! : Giaennutz, Freude am Böse» ui-.d walttätigkeit L.: llm den Untergang dieser schlimmen ,Zustande, utn das Ausbören der Lünden beten wir. Um weise» Unter gang aber beten wir nicht ' ft.: llm de» Untergang der Lander. L. Wenn nun die Lünden ansgehörl habe» und das t^ule und Gdle zur Herrschast gelangt, so wird dies no?- eine andere Fotge habe». Für ive» diese Folge eintre!.׳:׳ wirb, besagt der folgende Absatz. Ter Lehre» übersetzt יה£־;־ und läßt aachubersetze:: L.: Für wen wirb die hier geichilderle Folge eintrelen Zt.: Für Gon. tt. Tie Folge für ketott. L.: Mlt welchem (Gedanken schloß der vorige Absan K.: Alles Böse wird »nlergehe». L.: Welche Folge wird hier »u» daran geschlossen' M. : Taß Gott regieren wird L.: Was heißt das' A : Gr wird Herrscher »ein und als solcher anerkannt werde». Trr Aersasser solgl hier genau dem Gedankeugange in P׳. I I׳: ,!׳ und I". Pdll' ודרך רשעים יקית. Wenn die Ziele der Bösen sich nicht mehr verwirklichen können, weil eine Wandlung der Menschheit von innen heran» staltgefunde» hat, dann muß die natürlichste Folge davon die Anerkennung der Regierung Gr,«,« sein. Bon wem wird sie anerkannt werde»? ft.: Aon allen Geschöpfe». L.: Wie wird das hier ausgedrückt * ל כל 0קשיך : א;' L: Hier ist der Nachdruck aus die Gndsilde ף״“ zu legen Mit der Auszeichnung ״Teine Werke" zu sei».

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