Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 12 (22.3.1906)
- Date
- 1906-03-22
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Ttx x1«ta«Ut «tlt* 71t ii Marz so hat er es doch verstanden, durch liebevolles Sich vertiefen in den Stoff, das Interesse weiter Kreise für den jüdischen Gesang, für jene echt«, altjüdisch« Melodie, in der di, Volksseele jubelt und weint, zu erwecken. Der lichtvolle Vortrag gipfelte in dem Wunsche, den heutigen Synagc-gengesang. das Ehasonus, zu organisieren. Fürwahr, eine Reorganisation des gesamten in den deutschen Gemeinden erklingenden ChasonuS tr'izt im Interesse der Hebung unsere? Gottesdienst-? und seiner Einheitlichkeit überaus zu wünschen und sehr warm zu emvfehlen. Es würde dann eine zweite «roste Epoche in der Entwicklung des Svnagogengesanaes zu verzeichnen sein. Mir werden demnächst nochmals auf diese hochwichtige Sache zurückkommen. Frankfurt a. M. Die Achawa versendet ihren 41. Rechenschaftsbericht für das Jahr 1905. Derselbe spiegelt die segensreiche Wirksamkeit dieses Vereins getreulich wieder. Sind die Pensionen, die er invaliden Lehrern, Lehrerwitwen und Waisen gewährt, auch nur klein, so hat er doch schon recht viel dazu beigetragcn, die Not aus gar manchem Lehrerkeim zu bannen. Die Zahl der Mitglieder beträgt 403, die der Pensionäre 110 mit 132!*-, Teilen. Per- «eilt wurden an Pensionen 22,302 Mk., an Unterstützungcn aus dern Reservefonds 1274 Mk. Das Vtreinsvermögen beträgt 294,992 Mk. Wenn trotz der grasten Aufwendungen noch alljährlich eine schone Summe zum Kapital geschlagen werden kann, so dah dieses in erfreulicher Weise ivächsi, so zeigt schon dieser Umstand, dast die Leitung des Vereins in den Vesten Händenliegt. Der Aufgabe, die sich der Verein gestellt, nämlich, den israelitischen Lehrer stand ohne Unterschied seiner religiösen Parte, richtnng durch eine feile Stütze und wohlwollende Fürsorge vornehmlich in der Gewährung einer sicheren allmählich steigenden Pension zu heben, ihn dadurch in seinem Berufe zu kräftigen, dainit er nicht durch die Sorge um seine eigene Zukunft und die seiner An gehörigen, — zum Nachteil der israelitischen Jugend - entmutigt und gebeugt werde, koinmt die Be׳״ Wallung in hochherzigster Weise nach. Sie zeigt aber auch Verständnis für veränderte Zeitverbältnisie und «vir können ihr nur vollkomincn zustiinmen, wenn sie der Meinung ist, dast die austerordentlichen Unter stützungcn aus dem Reservefonds für den Lehrerstand häufig entwürdigend sind, besonders wenn es sich um Unterstützungen an Lehrer handelt, die sich noch im Amte befinden. Vielleicht entschliestt sich aber die Verwaltung, dem Notstand, der in Lebrerfainilien viel häufiger ist, als man sich träumen lästt, durch Errichtung einer Darlehenskasse, die organisch mit der Achawa verbunden werden miistte, wenigstens tiilweise abzuhelsen. Alle Stände haben eine solche Kaste, »nd wir bitten den Vorstand drinaend. unseren Vorschlag einer wohlwollenden Prüfung zu unterziehen. Es würde vielleicht dadurch auch erreicht werden, dast die Annoncen, in denen um Unterstützung einer in Not geratenen Lehrersimilie oebeten wird und die nicht nur für den Lelu erstand sondern auch für die betreffenden Ge Nrir.den recht dew.8rig.-nd sind. rr«S unseren jüd^en Zeitungen, wo sie zeitweise eine stehende Rubrik bildeten, allmählich versihwinden. Der Anssordernng an die Gemeinden um Ge- Währung von reaelwäsiigen jährlichen Veilräaen »nd an die Freunde »nd Gönner der Achawa um Getrinmma von Ehrenmitaliedern. schliefen wir »ns ans? herzlichste hiermit an. Prestburger bthettovitder non Hermann Löwinger: Berlag der Jod Wirld ichen Hoibuchdruckerei A l*., Mainz Ttx Iitel erweckt die Hollming. ähnliche Erzählungen mit di, von!frobn aus dem Prager «Ghetto zu nnden und ,״an üebt sich diner enttäuscht 4a« Bua> enthält ,zunächst Typen auder Preßbnrger Judengast«: Mendel mit der Eewnro. Eeneral Flederwisch und melchuge sorrle sind de danernswerte C1>f«r de» Pöbel». mit denen »>a» liefe« Mitleid bade» must, di« ader adsolut kein weiiere« Interest« wachzurufen vermögen Franzo» u a. haben un« >a zur iiteiiüg« erzädtl, dast der!udiilde Podel in Haldasien. der ebenso wenig iust ul wie der christlich«, «nt den Unglücklichen, die einen geistigen Defekt haben, kein Erbarmen kennt Ter Bersan'er nimin« für Prestburg de» lraurigen Ruhm >n Anspruch, daß es in dieser Beziehung dort mit am schlimmsren bestellt in Hören wir ihn selbst, ,Wohl selten gib! es eine stabt in Ungar», wo es so viele mil Spottname,! Behaftete g«bl. wir m der alle» Judensiad« Prestbnra Tiefe sind in der Neael leits wirk lich blöde, grösttcnteil» ader nur geistig deschränkle Menschen, ivelche durch da» eifrige Bemühen ewiger Müßiggänger im Berein mit der lieben slrastenjugend zum ״Berückten" de ardenel werden Da werden Diejenigen, die nur ei» wenig die Anlagen dazu bade», lüchlig in die Ardeil genommen, e» werde» Spitznamen erdichlcl, Hetzjagden arrangieri, die boshaftesten streiche mit den armen, bedauernswerte» Mensche» gespielt, welche ganz dazu geeignet, diese» bemii t«1den»werien Lpsern der spottsucht da» ib»e» obned«» kümmerliche von der Boriebung zugeieilie Fiinkchen Per stand vollständig auszublasen " Das ist sehr traurig: ader »och trauriger ist es, dast sogar die ״schul" vo» spastvögel» und der Eassenjugenb dazu denutzl wird, solche Halbidioten wie Mendel mit der Newuro zur Jielsche1t>e schlechter Wtlze zu mache». Da« aber breit und behaglich zu schildern und sogar »och komisch zu finde», ist eine recht bedauerliche Geschmacksverirrung itzeringwerlig sind auch die ״jüdischen sage» und Alter lumer i» Prestburg,״ und was uns der Persasser vom Purim und Peiach in Prestburg erzählt, in wadrlich nicht erzahten» wieviel weniger bruckenswerl Das einzige, was unser Jnlerelle erregt, sind die Schilderungen des Lebens n»d!reiben» der Prestdurger Jeschiwob Freilich bleibt der Berfa׳»'» auch dier bei dem rein Aeustrrliche» siebe» Ter jugendliche Leser wirb bei dem Kapitel bo» dem schittessabrikanten an seine Spickzettel und Eselsbrücken denken - r,»1t eomm« ober n«>u>». er wird bedenklich mit dem .stopfe schütteln, wenn er hört, dast der ^bergabbe an! Dag des grostr» Verhören» von dem ״Himmel» silcker" oder ״wotlesschnkiber" Paguete vo>> . ,Zuckerte" kauft, die er ״ach allem Brauch in der rchilirünbe umberwlrst, und auch er wird lachen, wen» er liesi, dast sich die kleinen ^Ehaserbocherlech" au» de»! Boden berumwälzen, um die Süßigkeiten zu erhaschen Weck: man aber dauiii die Hoch achlung vor einer jüdischen Hochschule, der bedeulendsie», die wir noch hade»? Das Buch isi für schnlerdlbliotbeke» nach Form und Inhalt ungeeignet ÜtidiTcbe Kinderlieder. Sch!» m 111 e 1 1 i r b. Schlaf, mein Kindchen, schlafe ein, Gott haucht' dir dein Seelchen ein: lind er ruft es jede Nacht Zu sich in des Himmels Pracht. Und er schaut ecprüfend dann Mit den güt'gen Augen an: ״War das Kind, Vas drunten rubt, War's am Tage brav und gut?" Sagt die Seele: ״es war brav" Schickt er dir gar sllsien Schlaf. Und des Morgens selig, munter. Kommt dein Seelchen dir herunter, Schlaf, mein Kindlein, schlaie cm. Halte deinc Tcele rein. Wie einst Gott sie dir gegeben. Halt sie rein fürs ganze Leben. Das goldene O l e» V ׳- i s. Gor! schuf Erv' und Himmel; Und die Menschen groß »nd klein, Damit sie sich de; Lebens freu'». Am Tempel war ein Hof, Da brachte man die Opfer dar Zu Gölte-: Ehr' aus dem Altar. Am Sabbat alle Arbeit ruht. Sechs Tage für des Werktags Lasten, Am siebten Tage sollt ihr rasten. Des Noah's äUsier Sohn war Sem. Ihn u.iijseri ׳ut icye Himxr irnucn. Da wir ihn unfern Vater nennen. r—c —: Den Abel schlug der Kann, Weil er dir schlimme Tat begangen. Könnt' nimmer er zur Rub gelangen. P — ae—c Am Sinai klang Posaunenruk. Und unter Donner, Blitz und Beben Hat Gott die Thora uns gegeben. r — י Gott lieh »ns au» Aegypten ziek'n. Uno rettet' uns aus Sklaverei Mit grosien Wundern mancherlei. ", wie ihr sehet, steht am Schlusi. Doch man es trotzdem lernen mutz. Wer's :—st jetzt noch nicht kann, Der fang noch mal von vorne an! Russisch jüdische» Volkslied. Ged. mein Kind, geh in's ח־־־‘), Lerne ־״״־ד, lern' Von *־:?') bis zur ס־א: Das wirb dich buten vor jeder Lauf, nirin Kind, lauf zum Rebben. Er wird deiner T;r: Speise geben, La!E zu ibm, lauf und lern' Und wie Gott sollst du ihn ebr'n. Gottes sind wie Honig sük. Seine די־• schützt uns. wie s Waffe! den Fisch. In ihrer Rechten langes Leben rnbt. In der Linken —:: und Reichtum und Gut. Geb. mein Kind. Lern mit Das isi aus der Welt Der beste .7:7^. Von eintM elf,ädrigen tifriaen Leser unseres Blattes geht uns folgendes Kinderlieb zu:. Von : >!פקד brS :,:־־קע יאק ק ד, Gesegnet seist du Gott, Der Helfer in der Not. Der du betleidest, was entdlösit. Der die Gefangenen erlöst. Dem Blinden Augenlicht verleibt. Dem Kummervollen Fröhlichkeit. Die Erde über Waller breitet. Und was ich brauche, mir bereitet. 1) schule. 1 צ der!Neid» nach :1» vevkänchieiett, -t» llieist 5) «sek«,litt. lurisüscher Briefkasten. Hehrer Dt. m O.-R.: Au«rage Herrn B. und von der Eeiiieuide bäl Mk Vebenemkommen mündlich garantien worden Dadurch!«doch, dast die dortigen Metzger «» der letzten Jett von einem auswärtigen schcxyter schachten lallen, isi da» Rebenemkommen nur minimal und betragt kaum to Mk, monatlich Isi die itzrmeindc vrrpstuhrrr, den Betrag zu ersetzen. UI» de» di« Vebenemnahmei, hinter der garantierten summe zurückblriben ׳ Am l'> Marz tritt Herr eine andere stelle an Antwort- Wenn dem Fragesteller :ca» Mk jährlich« Vebeneinnadmen von der ttemeind« garantiert >»»rd«n. so kann er aut «srunb der «tzaranlie, dir. auch wen» dlost mund ltch erklärt, rechtsgillig in. von der täemetnbe de» Betrag verlangen. eventuell im Klageweg» ernreit»». um den seine Nebeneinnahmen hinter :Wo Mk zurückbleide» Endigt da« Dlensiverhätlnt« mitten im Bertragsjahr, so durite iür die Monat« de« letzten Dienüiabre» bi» zur Beendigung de« Diensie« ein enksprechrnbr» Einkommen, — also NO Mk i« Monat als gatautirct auzusehci! sein. Hat Herr B. also seinen Posien etwa am I. Januar angrtreten und lief sei« Bertragsjahr mit dem Kalenderjahr, so könnte ex danach kür die Zeit vom l. Januar bi« 15 März, dem Dag« seine« Au«iritt», die «Gemeinde dann in Anspruch nehmen, wenn die Vebeueinnahmen hinter 77, Mk, zuruckgedlieden vnd. C$C