Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 8 (22.2.1906)
- Date
- 1906-02-22
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 81% known words query
- IRI
…/2446951-9543451-9886712--0159-7374669- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
2«it« II Nr *. •21*. S*bruar 1HQ6 Personalien. Homburg, 1-t. Ifebr. Heule find h««r zwei angesehene Männer in hohem Aller zu Brabe gelragen worden, die Herren Julius Hirsch und Isaac Salomou Levien! ne waren Siachdarn. Bei de», ersleren, der unserer denach barten «Gemeinde Wandsheck entstammte, dielten der diesige L7berrabbiner. sowie der Lübecker Nabbiner Tr t^arlebach Trauerreden, wäbrend bei Herrn Leisten der Prediger der iienrn Daniiiilhorsvnagogc, Herr Tr. Loewentdal. sprach Beide Halle» sich eines großen I renndenkreise» \u erfreuen gehabt Ueberaus groß war die Zahl derer die de» Per klärten das lem, Beleii gäbe». הנצכיה Illingen iNghz. Trier l!>. Iel'i Ter Vorsitzende der diesigen jüdlichen Benieiude, Herr Her man» Barld, in als ehrender Beweis der Anerkennung und der lreuen Pflichtersüllung. uachde», er seil mehreren Iabrcn Milglied des bürgerlichen Bemeiiidckollegiums war. aus Vorschlag der Behörde von dein .strelsausfchuise des Streife« Ctui'filer als Beigcordneler für die diesige Bürgermelsierei gewählt und in dieser Bigem'chasl von dem Herrn Oberprändente» der Nkeiuvrovinz bcsiäligt worden. Ni>l diesem Bdrenamle isi auch gleichzeitig die Zugehörigkeit zum Bürgermeisiereirale verduuvcii. König i. C. Am 25. ds. Mls begedl Irau Bl l'brmaim. Wwc hier 1» körperlicher und geisiiqer Frische ihren!ü>. «^eburlsiag. Neekeudorf, >-'׳ I-eh» I 1» Aller vv» über ׳ר; ^abren verschied dabier Herr Tavid Neiß ל"». der es verdient, hier ekrend erwähnt zu werden. Mil seinem Hinscheide» verlier! un׳er Crt seine» ällesie» »11b beliebtesten Bürger. Mehrere Iabrzehnle lang xp'N בעל i» unserer WcnwinO«, hat er noch am letz:1—1“. ״׳ diele heilige Iuuklion mit Iugeudsrische ausgeübt. Mein Cl'ifr war ihm tu groß, fein Weg ZI, weit, wenn er die מציה von הכנסה כלה und •הכאה •טלוי כץ אז־ם להכיר crsüllcn konnlk. Herr Lehrer ,Vreudenberger schilderte bei der unter zahlreicher Be!eiligung der diesige» Bevölkerung siattgedahle» Beerdigung die Verdienste und de» edlen Charakter des lfntschlafenrn. הנצכ״ה Wrelchen, l^. Iebr Am 21 Februar, Sabbat Schekolim, feiert Herr .stantor Stcchanowitz sein Mjähriges Amtsjubiläuni. Tie Oleineinde bat Anstalten getrosten. den Jubilar i» würdiger Weile t» ehre» Amsterdam, I '׳. Iebr Binen Plan» von ieltenei» Werte haben wir beule zu «''rave getragen, einen Mann, um den nicht nur eine .>r1!as,e״l Iamilie. UN, den d:e holländische Indenbelt trauert, und in dem die jüdische Bcsamtheil cinen ihrer (rdelsien beweint. Tanicl Abra da ms. '?!och ׳ehr jung, in! Alter von M• Iabrcn, hat i» bas Schickial ereilt, aber in den wenigen Jahrzehnten seines Lebens bat er wahrhaft gelebt, wen» Leben dem Juden Wirke» de deutet. Tic Sorge uni die religiöse lfrhallung und lfnlnstcklung der Amsierdanier Bemeindc war iln» heiligste Lebcnsaus gäbe und mit einer Hingebnng ohne gleichen hat er üch ihr innerhalb der Bemeindeverwaktiina sowohl, wie im streite der Benieinde selbst gewidmet. Als Mitglied des Bremiums der Pckidim »nd Amarkalim und des Zentralkomitees der Armen und Pilger Wohnungen aus Zion. war es ihm ver gönnt, seine glühende Liebe zum heiligen Lande, aber auch jene seltene Harmonie der Lebensaussaisnng zu betätigen, die eine geradezu rührende Bewistenhastigkeit der jüdischen «Besinnung mit modernem, praktischem Blicke verband. Biel Hallen sich alle die ihn kannten, gerade von seiner Lach kenntnis und seiner Energie für die Lösung der schweren Probleme versprachen, die man unter dem Worte .Palästina ׳ragen" zusauiniensassrn kan» und die nun. oa er vv» dannen gegangen. dopi>e!t schwer ans nns laste» «eine Per ionlichken als Jude, als Mensch zu schildern, verbietet nicht nur die ehrfürchtige Scheu vor seinem leßwillig geäußerte» Wunsche, sondern die taktische Unmöglichkeit, solchen leben digen Verkörperungen reinster jüdischer Sittlichkeit, wie wir sie in Tanicl Abrahams verloren haben, durch psnsoloaische Änaluse gerecht zu werden. Als solle er alle Leiten des igottverlrauens nnd des an t'Vott sich anklamuurndcn Biar lvriums durchkoste», bat er sein Leben i» Jahre» schweren Leidens beschlossen, und er ist klaren Sinnes beimgegange». wie ei» Mann, der zur Neste rüstet in die Heimat. Möge sein וכיה seme» Lieben beistehen. und allen denen, die sei» Bild im Herzen sorltragen. הנצב״ה. Zpredisaal. Iranksurt a. M. Iebr H in, Berichtigung. Wenn auch von Iriiilleton» alle» andere eder als die Wahrheit das ist Uebereiustimmung mit der Wirklichkeit erwartet iverde» darf, selbst wenn etwas »einer wahren Begebenheit" nacherzäblt wird, so darf man doch füglich damit rechne», daß die bin und wieder angeführten, tat Ter Israelit sachlichen und geschichtliche» Talen wenigstens ihre Nichtigkeit haben, Begen diele Boraussetzung nun ist in dem oben genannte» Ieuillelon verstoßen worden Bs wird da unter Anderem behauptet, m dem Prozeß von T>»za tfßlar Hab« sich »in jüdischer Beichichlsproirsior iur da» Vorhandensein einer den Nitualmord gebietenden Talmudstelle ausgesprochen. Ties beruht unbedingt aus einem Irrtum und ich fühle mich verpstichtet. angesichl» de» Lchadcns. de» eine solche unwidersprochen bleibend» von einem jüdische» Verfasser in einer indischen Zeitung verönentlichle Aeußerung bei unfern Anttscnnten. die ja bekanntlich die indischen Journale und alle» von Juden geschriebene nach .stompromitilrendci» durch stöbern, anrichten könnte, östentlich aus diesen Irrtum di» zuweisen. Herr Nobliug, der Prager christliche Professor der beschichte war es. der in eincn, Brieie a» den Berich!» Präsidenten lenes Prozesse« de» Bciveis zu sndre» sich erbot, daß in den talmudiiche» Lchrisien und besonders im Lobar, sich AndallSpunkte sur da» sogenannte Blutritual vorsänden. sfr mußte jedoch 1» einem daraushm von dem Wiener Bloch gegen ibn angestrrnglen Prozesse schmadlich revoziere» »nd seine völlige Unkennluis au« talniudischem Bediele ein gestebe». Also nicht einnial der Antisemit dal >e»e >vidersinn>ge Behauptung aufrecht erhalle» können, und nun sollte sogar ein Jude sich dafür ausgesprochen habe»*' Tiefe Bebanp tnng verdiente eine Berichtigung Jüdische Soldaten. In, Sprechsaal Ihrer geschätzte,, Ieilnng war letzid»! die Aunorderuiig an die jüd Bemeindevorstände reip deren Nabbiner ergangen, doch etwas mehr als bisher für das religiöse Leben des Soldaten jüdischen Blanden» Sorge zu trage». Tenn wie mir zweijährig dienende Soldaten verncher te». börl ״,״ dem Tage des Bintrittes zum Militär!egliche Beobachtung der jüdische» Beicizc an»', so z. B. die Sabbat Heiligung, das tägliche Tefillinlegen überhanp!. des Bebeles, die Beobachtung der >ud. Speisegeicize :c., wahrend z. B Soldaten anderer stoiisessione» ain Sonntag zum «Lottes dienst in die stärchc geführt werden, entbehren die jiidische» Soldaten jeglichen tstoltesdienstes, »nd wie ist es da denkbar, daß nach '.'!blau! der Tienstzeil der jüd. Soldat wieder «elne Neligion ausübl I» unserer Zeit, in der ko viele Sammlungen, io z. B. in den nächsten Wochen Purimspenden für das Tierzer. und Biiiier Waisenhaus, veranstaltet werden, ierner so viele Sunagvgr» Prachtbauten entstehe», wodurch man glaubt, die jüd. Neligion resp. Sabbalheilignng zu beiestige». >a es werden für >üd. Strasgefangenen zu deren rituelle» Beköstigung während des heiligen Peiachiestes Sammlungen veranstaltet und wie wenig geichieht für unsere jüd. Soldaten, damit dieselben wenigstens während des heilige» Pesachiestes ritneli verpflegt. Im letzten Sommer, als ich :» stissingen weilte, er zäblien mir drei jüdische Soldaten, die dort u» jüd. Nestau raut Hotel Bbrenreich einguarliert waren, daß sie cs tief de dauern, daß es nicht zu ermöglichen sei. in ihrer Barnison Meiz wenigstens wahrend des Pesachiestes rituell zu eiien' Ich nehme nun an. daß die löbl. jüd. Bemeindevor stände in Berlin, Pose», Königsberg Altona. Hamburg. Mainz, Hannover, st öl». .staizel. Siullgart. Wiesbaden. Tarmstadt, Straßburq es als ihre höchste Pstichl erachte», für die rituell« Verpflegung der jüdischen Soldaten wäbrend des heilige» Priachsestes wenigsten» Sorge zu tragen, und von den Herren Nabbinern der betr. Bemeinden kräftig darin unterstützt werden Wobl ist anzunebmen. daß kleine >üd Brmeinde» niMl in der Lage sind, die st osten der Ver pflcgung der jüdischen Soldaten wahrend de» Pesachscsies zu bestreiten, und so möge dieser Aufruf dazu beilragen, eine Sammlung zur Be'treitung der Verpstegnngskosten der jüdischen Soldaten während des Pesachsestes zu veranstalten, wozu auch ich, eingedenk des am Bingang des Pesachiestes gesprochenen idealen Wortes : כל רכפה ״הי דיכול. den Beitrag von M. I"" «iir dieien Zweck zur Veriugnng stelle. -J. (iitc Ä»rrgu«b Nußlaud braucht Beld, aber nicht nur der Staat Nun land. sondern in noch weil döberei» '.vlaße unsere Brüder daselbil nnd die Q.ui»tessenz aller Brüsseler und anderer .stonserenzen ist die Herdeischasiung diese« gleißnerischen Metalls, das schon unserem Vater Abraham die Herze» und Brüste der Löhne Lbes onnere Ader wie es veschasirn ׳ Ta'ür giebt es alle möglichen Wege. Broße und kleine Weitausschauende und kurzsichtige. Ich menie. keiner dürste heute verworfen werden und ei» kleines Mittel in» Weniges herbeizuschaisen. müßte auch willkommen aeheiüen werden. Bon einem solch kleinen Mittel will ich beute reden Las ich da jüngst in der Zeitung, daß der deutsche Ztronprinz au° eine Anregung der .stlara Viebig hin zum Besten der Schafsuug beisercr Lebrnsmöglichkeiten a» der Bis«! eine Ausstellung seiner Hochzeitsgeschcnkc veraustalrete. wofür ein« Mark Bntree erhoben wird. Hali, dachte ich mir, könnten die Iranksurter nicht etwa« Aebnliche» zugunsten unserer Brüder 1» Nußland mache» * Biwa e,»r Au» siellung wertvoller Bemälde in Privalbesitz oder jüdischer Zkunstqegenständr von einigem Alter. Ten i^edanken fassen und ihn dem ^Israelit", der schon so viel Butes angeregt ,!nd ansaeiübn. mitteilrn, war eines. Tie «eitere Bntwicklung der Idee kann ich wohl getrost der Nedaktion überlassen, sicher giebt es doch in Iranksurt eine größere Anzahl von Leuten, die sehenswerte Sachen habe», die «>e am eine Neide von Vormittagen entbehren können. X BriefkaRen der Redaktion. .Dt. in B.: 1. Beschichte der Juden von Tr' Loewenstein. Verlag der Job Wirth schen Hosbuch druckerei A -B. Mainz 2 Palästina von Schwarz. I In de» jüdischen Buchlmndlungen erhalten sie einen Hand A ruch für ca 2 Mk 2. Jt. >n N.: Tieie N»»1mer ist vergriflen TH. M. in B.: I. Schwarz. Palästina B>ne starte sinde» Sie in >«dem Atlas 2 tfinen Hand עהך erhalten Sie für cirka 2 Nlirk »1• י1י. in M.: Wir werden au» >dr» l.^>»sendil»g bei Belegenbeit zurückkonnne» L. H. >» H. l Wen» nicht» bemerk: »st. so ist ja selbstverstandl,» eine 2 הפסקה Tie Haftorab Schckolim Lösung des RäNels in Nr. 7. 2:נ־ים Nichtige Lösunge» sandle» ein. Iofei Mook Nodelheim. A. Adler t'annstadl. Lehrer B Nodrheimer Nidda. Lazar Buschid T. Szerdabelv, Lehrer S Heß .stempen a Nh Lür das russische L)ilss-U)erk gingen weiter »in: Jüdische Vereinigung .Brselligkeit" in Alsfeld 2-t Mk, N. N. in Vaisingen 5ZL— Mk. Lau«?Iu«>vei« in Ar. U2 . r r.zn ... I« . 3 •SI.M . . "k . 1 szs.se . . . . a•» 4e7.es . . w 3z» «s . . 1r, l«Z4ll >i!Hau durch s>»rrn Tr. Lömenftein. MoSdacki . > ovo - Laut AnSwei« i» Ar. Z«i« -זוו lieen.Ii« s&so . Zilr. 2 IA«.(K5 obige . di« lrz.t!»»geiamt . . . . tu 1SZ.7B Sabbat-2lnsc»ng u. -2iusgang. שבת בשפטים %—י. Anfang T«»» Ausgang. «KT Uhr 1 Min. 1»oe seee Uhr Min. Mat»» .... 5 25 24. sfebr. Ä.Zchwotb 6 45 ,?vrnedm c. W. 5 20 « 4% »«rtl■ .... 5 10 6 16 M«e«1 ... 5 30 6 29 ... 5 30 V י 6 37 •itafc»■(• 5 25 6 45 *»fr* .... 5 10 6 02 •t«H« .... 5 20 0 12 «eeSIa,. ... 5 10 m 0 02 KinMt! ... 5 15 6 :io V« et« .... 5 00 6 25 »«es. 5 10 6 15 V»«e. 5 45 . 8 15 ««u*. 2i. Jebruar 3a Schwotb. רו~ח n er Mni•» 28. Jebruar. 1. «dar. נ דד׳יז er Geregelte Verdauung wird nach dem llrteil ärztlicher nm heften T׳r. Roos' Flaturin Pirlen tZ zielt, die sich auch bei Bläh« «ng7n, Täurebildung und Sod« brennen vorzüglich bewähren. Qriginnlschnchter Mk. I.— in »en Apotheken. Veil - pvpti. st«i«, stlstid . t 1e I. z«,chk> . «fritna., tüionM! |r 1 Tr (•42Gü> Heisa — ist das eine Lust auf dem Eis! Ireilich. freilich, st lud' Aber hübsch vorsichtig sein mancher Hai sich da schon dev Tod -geholt' Immer /sav'S ächte Sodener Mineral Pastillen im Mckndr N2de!>. >>«d wenn ma» nach Haui« kommi «me Taste heiße Milch mit ein paar amgelöste» Pastillen. Ta« nutzt allemal und schützt vor ernsten Brkällungskrankdeite» Vvrdeugen ist schon desser, als Heile», aber wen» sich doch eine Erkältung zeigt, dann leiste» wieder die Sodener brillant. Tienste. Wer'« noch nicht weiß, der mag « ver suchen. Tie Schachtel I-ay'S ächte Sodener Mineral Pastillen kostet stk» Psg. und rst in alle» Apotheken. Trogen und Mineralwasierbandlungen erhältlich.