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Der Israelit · 1906-02-08 · 6 (8.2.1906) · p. Seite 11

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
6 (8.2.1906)
Date
1906-02-08
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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Ttt Israelit. 9(ltf 11 Nr ׳. P. Februar 1906. lkhung fein Grab verlassen und zum Leben zurück kehren konnte. In dieser wunderbaren Rettung sah er einen göttlichen Fingerzeig, der ihn anspornte, durch tiefer, rastloses Studium die Einlösung seine? Gelöbnisses vorzubereiten. Die unruhigen KriegSzeiten waren jedoch der Ausführung nicht günstig. Bei der fortwährenden Beschießung und der dadurch veranlaßten Brände mußten die heiligen Bücher oft lange Zeit vergraben bleiben, um sie gegen Feuergefahr zu schützen. Dazu kamen Verfolgungen und Plünderungen. welche schwer auf vielen heiligen Gemeinden lasteten, so daß viele Jahre hingingen, bevor dem Gedanken an eine Drucklegung des Werkes näher getreten werden konnte. Man kann danach ermessen, welche Eingebung und Sorgfalt der Verfasser auf ein Werk verwandte, das mit seinem ganzen Lebensgeschick, ja mit der Rettung des Lebens selbst, so eng verknüpft ist. (Schluß folgt.t liP< Tie Wafseu «ieder. Von Berk ha von Zaitmi. Volksausgabe Preis Mk. I, . (*. Picrsons Verlag in cp resden : auch durch d:e Friebensvereinc \'ü beziehen. Wen» unsere Ehachomim beim Anblick eines Weisen der Völker uns au dem segensspruche בי־וך שנתן מחכמתו verpflichten und damit uns die Lehre geben, da st wir als fei« VYl> MAI• fU « »4 ii«VMI4....S ”.1. 44 lyHMUVim V»V WUVMVI* «*«V W♦» ' •V44 |4U44444«V Ml/* Ul'tlUU wo wir fte finde», ohne konsessionelle oder nationale schranke» Ul ehren haben, so und damit alle hervor׳ agen den wissenschaftliche» oder literarischen Erzeugnisse, ohne Weiters in den kreis desjenigen cinbezogen, das in jüdischen Blättern zu besprechen von Wichtigkeit ist. Will aber das besagte schon im Allgemeine», so ist es geradezu Pflicht für ein seiner Zeit und ihren Forderungen VersländillS entgegendringendes jüdisches Blatt, seine Leser aus das Neu Erscheinen eines Buches, wie das vorliegende, hinzuweisen t>tichl der Unistand. dafi die verehrte Verfasserin zu den genialsten Meistern der Schriftsteller«! zu rechnen wäre, und das Neuerscheine» ihres Buches in einer billigen Volksausgabe oaraus schließen iirfie, hier ivürven den oreiien Bolksmasscn ungeahnte Sensationen euthülll. nötigt uns. da raus hinzuweisen. sondern die hohe Ibee, der das Buch gewidmet, die heiligen erschütternden Wahrheiten, die zwar alt und wie die Menschheit, die aber niemals verstanden wurde», heben die Verfasserin hoch empor über die gewöhnliche Romanschriftstellerin. bringe» aber andererseits den vom Geiste der Thora durchdrungenen Lesern die Bestätigung, dafi wahre sittlichkett, wahre Menfcheiiliebc. wo wir sie auch an treffe», in dein einzig lebenspendenden Born der Thora ihre Quelle haben. Vielen Leiern wird, hoffen wir, unser Buch ein aller Bekannter sein. zeugt doch d»e Kl. Auslage!außer dieser Volksausgabei schon allein für die Popularität eines Buches. Es soll nicht der Zweck dieser Zeilen sein, eine Charakteristik der einzelnen Personen, überhaupt eine genaue Besprechung des Buches darzubietc», denn unser Buch will in einer stillen Mufiefiunde gelesen ü»d unvermittelt empfunden werden. Tic erhabene Zdee der Abschaffung der Kriege. der Einführung von Schiedsgerichte» zur allmählichen Anbahnung des Weltfriedens, n« von der Meisterin in ein so anziehendes ist «wand gekleidet, die Schilderungen der Kriegsgreucl, mit so viel feinem Verständnis, mit Schilderungen der Liede und «Hüte durchwebt, dafi das Buch trotz der tragischen Schicksatsjchläge ׳'einer Helden unser Herz erfreut, unter Gemüt erhebt. Nicht edler und keuscher kann aufopfernde Gattenliebe ge zeichnet werden: nicht mit ätzender Ironie, sondern, wir möchten sagen, mit liebevoller satyre deckt es die Schäden der Mensche» und der Gesellschaft aus, um anderseits das Ideal der gegenseitigen Abrüstung und der endlichen Ver brüberung der Völker zu besingen, ohne jedoch den Boden des realen Lebens dabei zu verlassen. Kenn wir daher durch die Lektüre des Buches höchlichst befriedigt find, so mutz den jüdischen Leser nur Eines verstimmen: die osten talive Gegensätzlichkeit zur .Bibel. Tie Feinde der Friedensidee, dir alten im Kriegshandwerk ergrauten Soldaten, die Mutter, und Verwandten der auf dem Schlacht felde gefallenen Kämpfer, sie all« haben ihrer falschen Meinung nach keine besseren Beweis« für dir ihnen über allen Zweifel festuehende Berechtigung de» Krieges, als aus der heil schrift. Wenn Gott an vielen stellen ה׳ צבאית Gott der Heerscharen genannt wird, oder הי איש מלחמה heifil. f« begründen die krieg-freunde mit diesen imfiverstand—tta Lullen in imserem Buch die Ansicht, dafi der Krieg eine göttliche Einrichtung sei. und di« selbstverständlich« Berechtigung der heutigen politischen Machthaber ihre Streitigkeiten mit dem Hiiuuorven Huud«rtlaus«tder .zum AuSlrag zu dringen. Tie Friedensfrruude. d'.r natürlich diese Stellen ,a ebenfalls nur obersiachlich. höchstens durch die Brille von aut dem Gedielt der Tborakenntnis n״r halbgebildeten Geistlichen kennen, muffen »ch dementsprechend über den kindlichen Vaterglauben an die Bibel und eine המנחה כרמית hinweg setzen. Hatte die verehrte Verfasserin eine Ahnung davon, dafi Mutter Hanna die Bezeickiming צבאית zum ersten Male angewandt, und dabei natnrlich nicht an Krieg und Tob gedachl. iondern umgekehrt um Leben und Frieden gebetet und Olptt in seiner Erhabenheit als Herr aller Geschöpfe in der Statur, die einig >11 friedlichem Trang ihre» «Lottes Heeresdienst vollziehe», erkannt hat. hätte Bertha von Suttner au» jüdische» Kreisen eme A»ffass»»g der heilige» schritt ge!1? tnjitbf n»0M kt-m '^udi rechtigktil haben widersahre» lassen, sie Halle erfahre», dafi. wen» die jüdische Nation Kriege׳ geführt, es sich nicht um politische Machlstellung gebandelt bat. sondern bafi die Vernichtung der in tiefste Sittenloiigkeil versunkene» kana amltsche» Völker für die Enlwickelung der Menschheit und di« Entsallung gerade der Ideale der Meisterin eme goll gebotene?tokwendigtei? gen>-׳se״ in. ״!■ hiiitr ׳er׳<״r erfahren, wie selbst in den wenigen Grenzvkrteidiglings und Grenzfirberungslriegcn. die König Tavrd fuhren mufiie. in leyler und erster Reihe diese Ideale die mafigebenbe» Fak lvren gewesen, sie hatte endlich all die!z!c-m,1 Vorkühlungen und Kriegsgesetzc keiinen gclernl. die de» jüdischen Krieger vor Entsittlichung dewabrien. die die Kriegsgreuel im höchst!nöglichen stkafie milderten, die ferner dem Verlobten z. B. geradezu verbieten, uni ins Feld z» ziehe», und nicht ge Üatlen, bafi. wie es in unserem Buche ergreifend geschildert wird, der Bräutigam von seiner Braul mir wchniutsvollcu! Herzen scheibet, und vatz der!statte die Gattin!:! deren schwerste» stunde« ihrer Verzweiflung iiberläfik. Wen» wir darum vom jüdischen Slandpniikl aus, es nicht unkeilasscu durften, aus diese c^egnerickaf» gegenüber der Bibel hinzuweisen. iv wisse» wir uns jedoch ui der geistigen Erkampsung des Frirdensideales völlig mir der Verfasserin einig, und freue» uns mit der Hoffnung, dafi sie und ihre Freunde, »venu auch nnbewufit. dazu beitragen iverde». dein Eeieize und den: Namen Tesseu Anerleniiung zu verschaffen, dessen schönster Beiname Friede dedcute:. שמי של הקדוש בחד היא שלוה. sei!. Geschichte der Päpste seit dem Ausgang des Mittel alters. Von Professor Ludwig Pastor. Tirekior de« tMti'ti. ymOi. ui '.׳um •Oiciici Ciur Abteilung; Leo X. Erste bis vierte Aussage. Freiburg i. Br' Herder'sche Verlags buchhanblung. >:>"•!. t;u» 3. Preis Mk ד. Tas vorliegende Buch bildet die erste Häisle des virrlen Bandes von Pastor s Geschichte der Papste ie l dem Aus gange des Mittelallers. einem Werke, das »ch sowohl :n Bezug aus Lbjekliviläl imd Wahrbcilsliebe. als auch in 'it zug aut Tieie und Gründlichkeit dem grofien u»d mit Recht so viel gerühmten WerkeRanke a des Alimeiüer« >,»!> Paters der deutsche» Gefchickrswiffenschafl. würdig an die Seile stellen darf. In einem Punkte übertrifft anscheinend der Verfasser vorliegende» Werkes sogar seinen grofien Vor gangei um* .'lii'ui׳!i. iii de 1 gerav!•»» erstaunlichen Fülle der herangezoqcnen und oerwertete« Liieralnr. Tenn »eben de» bisher betaunlen Cucllcuschrislc» klttneren und gröfieren Umsangs, de» mafigebenbe» und grundlegende» Bearbeitungc!. älterer und jüngerer Zeit, die teils zur Begründung der eigene», teils zur Abweisung gegnerischer Auffassung de nutzt worbe» sind, find hier auch da» päpstliche Geheimarchiv - das, wenigstens im gleichen Umfang« wie vier, wodi »och überhaupt »ichl zur Benutzung gelang! war sowie viele andere, bisher wenig oder gar nicht benutzte Archive zu Rate gezogen und verwertet worbe». Aber nicht allein dieser Uinstanb. die Benutzuiiq neuen Maieriai», rrchlserltgl vle!» >o wellen Rahmen-gefaßte, umfassende Arbeit Pastor s, sonder» auch die Tatsache, dafi wir bisher gerade Uber diese» hier zunächst behandelte», so aufierordentlich bedeutsame», ja folgenreichsten Abschnitt der europäischen Geschickte. di» Zeit der Reformation, kem Werk eine» katholische» Forschers desafie». da« den boden Ansorderungen kritisch r, streng wissenschaftlicher Eeschichlssorschung tu gleicher Weise entsprochen batte, wie ahnsiche Werke protestantischer Forscher. Je mehr aber protestantische Bearbeiter diese Ausgabe in wisseist'chastlich befriedigender Weise zu lösen erfolgreich bemüht waren, desto mehr trat das Bedürfnis nach einer ebenso zuverläsfigen, Wissenschaftliche» Tarfiellung enies katholische» Historikers zu Tage. Tenn die Objektivität eine« Historiker» ist das liegt mm einmal in der Natur des Menschen begründet nstr eme relative, niemals eine absolute. Man wwd daher in strittigen Fragen, und da» find ja die meisten historischen Probleme, niemals einer einzigen Auloriläl folgen dürfen, wie sehr sie auch objektiv sein mag. sondern stets die gegnerische An schauung mit in Betracht ziehen müssen, wenn man der un< getrübten Lahrhen naher kommen >vlU. Was oas de kannte Werk Ianssens für die allgemruie Eeschichl« Teulsch lands leistet, das bietet Pastor für dir ssleschjchte der Päpste, und damil auch für die Kirchengeschlchte Teutschlands jener Zeit. Es ist daher da» Unternehmen Pastor'», dies« Periode in streng wissenschastlicher, den weitestgehenden Anforderungen genügender Weise vom «landpunkle eme« katholischen,!treng gläubigen Forschers darzunellen, und unS so eine Konlroll:. ein Korrektiv unserer zumeist aus protestantischen Werken geschöpften Anschauungen zu bieten, verdienstlich und aner kennen»werl. Wie wengehend und aufrichtig -ie Wahrheit», liebe Pastor s selbst in de» Partien ist, in denen da» Au» sprechen der Wahrheit einem streng katholischen Manne peinlich und schmerzlich sein muß, zeigt Li« Lchildrrung, dir er von dem verweltlichten deutschen Episkopat «n- Klerus des 15. und 16. Ibhrhunderls girbt, wobei er dessen Selbst lucht, Habgier. Urppigkrii und Zittenlofigkeit auf« schärfste grifieli und brandmark». Dafi man trotzdem da und dort Urteile über Persönlichkrirrn hört, dir uns »1 rinrm anderr» Lichte «rschrinr», ist seldstvrrstandlich Doch in dir« nnr au׳ Rechnung jrnrr bereit» genannten relitlven. nicht etwa einer mangelnde» i7b1ektlvitär zu setze» Ebensowenig wird mau die apolrarlische Tendenz die zuweilen b»rchsch»»meri. als einen wiisenschasllichen Fehler tadrln dürfen Tenn jeder bar das Recht, leine Anschauung dnrchzuletz«» wem, er sie nur mit echt wissrnscha»tllchen Eründen zu stutzen v> steht. Zelbst vor de» Trägern der Tiara welch! er nicht zu rück, wo es gilt, ihre Irrlimier oder gar Verirrungen gut zn zeigen, und desteifiigi »'ich auch diese» Männern gegenüber möglichster Cdiekllvttal und Wahrhaftigkeit Ueder Leo X dessen für die Pstege von Kunst und Literatur grofiarttge« iur die religiösen Inirressen der Kirche aber schädliche» Pontifikat von, Jahre 151:1 .'I der vorliegende Haldband. ausschliefilich ». z »1 umfassendster Weis« bedankelt. zitiert er da» Urteil eines Zeitgenossen, das tokgendern,asten lauiet .Viele waren der Meinung, es stehe schlecht um die Kirche, da das Haupt derselbe» »ch an Tpiel. Munk. Jagd und Narrenpossen ersleut. statt weise a» die 'Not der Herde zu denken, und da» Unglück derselben z» beweinen. Ta» salz der Erde ist schal geworden, und nichts andere« bleibt übrig, als dafi e» deransgeworscn nnd von den Menschen zertrete» werde." Er macht ihm zum Vorwurt. dafi er .persönlich in den Taumel des Wellleb»»« und asthelische» isenlefieu« verinnken. seine eigentliche Ausgabe ans den Angen verloren bade." Eine größere Cffenbett. Teutlichkeit und schar׳« des Urteil-» im Munde eines streng frommen Katholiken ist in der Tai kaum benkbar F»r die ttieschichte der Juden, bietet der vorliegende Band freilich nur spärlich« Notizen. Leider Kar der Ver »asser »der die Beziediingen Leos X z» den Inden nur wie im Poriibergebe« ans s '»kk •*t* gehandelt, indem er die cft gerühmte Müde uitd Mute des Papstes durch sein Ver hält»׳-:- zu den Iiiden beleuchtet I» wie dohei» Ansehen beispielsweise!!״m-1 <le Lute«, der Leibarzt Leos X, bei ih:׳.! .!e!:.!ndr!!, ist aus der Tatsache zu ersehen, dafi Reuchln: ihn um seine Vcrweiidung beim Papste z» Munileii seiner?.treiliache nill de» Kölner Tominikanern angelegentlich b.,1 Pastor spricht nur >m allgemeinen von!üblichen Aerzten uni- Musikern, die eine dochanaesebene Stellung aus dem Hose des Mediceers etugenominen baden, schade nur, dafi er uns die sollst uiibekaniitcii »kamen der letzlgenauuler. nicht »iitgeteilt dal Interessaul war« es auch zu ersahre,!. worin die Aiisichreitimaen der Jude» bestandei» haben geaen die der Papst trotz seiner sonst den Inden bezrigien «üuiist aus getrcle» sei. ferner, gegen welches in Venedig er'chlenene ludiiche Buch Leo X. emzuschreiten genöligl gewesen sei. weil es sich gegen den Mlavden «doch wodl der Ebrtsteni gerichlel habe. Tafi auch das Aeufiere dieses Werkes stch schön und würdig präsentiert, bedan bei einer io vorteilhaft de kannten Verlagsbuchhandlung. w>e es die Herdersche in Freiburg ist. nickt erst besonderer Hervorhebung Ttuvie« zur Lex Hei, von Tr Franz Trieb«, Privatdozcnl a» der ttnivrrstlät Bre-lau. Erstes Heil t .4 mam.m'4.«!lKi.« w.« r ,.v 1k»; k«- k.« {״״;»• Ul.k.. UV 4 4 Mtt| .'(V M« t VV4 AJ V a i/OI MV4« V44V |M4t|»4 ';444« de« Tekalogs Freiburg i B Herber sche Verlagsbuch baiiblung stll» seiten. Tie uuter dem Namen .1er <iei qu4m praectpit di-niiuus ad lloynen" oder .collatio 1«*11תז Moaaiearam et KnDiaimruni ׳ bekannte schritt eine« unbekannten Ver sassers, die zwischen :!:bi ״iib 44י י unserer Zeitrechnung in! Römerreich entstanden, ipater Jahrhunderte hindurch in Vergesseiiheil geraten war und erst ״n Ist. Iabrbunder» wieder ausgesniiden worden ist. bietet mancherlei Interesse Es werden darin Rechtsvorschriften der Thora und de» römischen itzesetzaeder» nebeneinandergeftelli, jedenfalls um zu einem Vergleich derselbe» anzuregen, wahrscheinlich um eine Adhängigkelt der römischen Mesetzgeduna von der mosaischen zu beweisen. iIm letzitre» sinne scheint wenig sten« die Einleitung de« siebenten Teil» der schritt auizu iast'en zu fein, t Uns ist sicherlich nur em Teil der schrisi erhalten. Es find Ist Titel, von denen jeder mit einem oder einigen Versen au« den fünf Büchern Mofis beginnt, worauf danu regelmäßig eine große Anzahl Auszug» au» den römischeil Iurlsteoschriiten und Mesetzen Uber dasselbe Rechtsinstlkut, von dem die Bidelversr sprechen, folgt. Tie Bibelverse werden stet» eingeleikrt mit den Worten: .Mose» sagt", oder .Mose«, der ckottespriefter, sagt", oder .Tie göttliche schrift sagt". Tie lateinischen Bibelzitate ssnb keiner b,r bekannte,, Bibelübersetzungen enlnommrn. übrigen» höchst ungenau, scheinbar bloß au« dem issrdächtnis nieder geschrieben. Einzelne sind auch phantastisch au»geschmuckl mit etgenen Zutaten, z. B. die Vers« V. Buch Mos. XV11I. 10 ff., denen der Bersasser Warnungen beifügt vor den .Propheten, bei denen man Lose zieht", vor den .Betrügern die den Frauen sagen, welchen lkeschlechl« ihr Kind sein werde" und vor ähnlichem, damals augenscheinlich zeuge mäfiem Hokusbokus mehr. Es ist kein Anlaß anzunehnien, daß die .,eallatis" von einem Juden versaßt ist. Man bat vermutet, fie sei da» Werk eine« christlichen Geistlichen. U»S scheint der Verfasser eher ein Jurist gewesen zu sem: darauf dentek die genaue Kenntnis der römischen RrchirgueUen, di« bei ihm «me met deffere ist. als die der didlischen Vorschriften, die er Mangel Haft züiert. ,Di« ,collatio" ist interessant, eigentlich nur der Ab ficht des Verfasser» wegen. Inhaltlich bie'rt sie nicht« Neues, dringt vielmehr nur eine Kompilation von Erzerpteu aus bekannten Ichnslen unter hrftiounleA cHefichtspimklea geordnet, sie behandelt hauptsächlich Gegenständ« au« de« «ebiel« des Strafrechts, so di« DStungsdelikt«. Körper Verletzung, StttUchkeitsv er brechen Tiebsiahl u. s w. Für das Gebitt des Privatrecht« kommt hauptsächlich der

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