Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 47 (1906)
- Issue
- 5 (1.2.1906)
- Date
- 1906-02-01
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
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Nr 5. Seite 12 Der ^graflit. 2r1. ^jnuar 1 י*ז»«;. i*.: Wette« Volk zu sein in sür Israel die bödme 21 u« zcichnung. Wie wird diese Auszeichnung hier genannt" Sch: בביוד Ehre V.: Wan» mir kann Israel Anspruch auf diese Ehre mache»? Sch.: Wenn es den Willen Watte* ertiiUt. (.'.: Jn welcher Schristftelle in diese Wahrheit klar und bündig ausgcdrückt? sch.: (2. M 1'•', <;t j?oeועתה אם ׳ ע•־ lycrn.' V.: Wan» aber gebt Israel der Ehre verlustig, (sottes Volk zu sei»? sch : Wenn es von Wotles Willen adweicht. V.: Als Israel sich durch Anfertigung des goldncn Kalbe» versündigte, sagte Wett z» ׳Uivschc: .(,*ehe. denn Dein Volk ift entartet" Hosea nennt die Angehörigen de« Reiches Israel aut «Lottes «Gebein לא עכי, weil ne, abgefaUen waren. Lilas folgt aber Nets aut Nichterfüllung der göttlichen (sebote? sch.: Die strafe. i.׳.: Worin bestand die strafe Israels seit Zerstörung de» 2 Dempels" sch.: 3» der Zerstreuung M.: Noch beute must es Israel ott anbören. dag es nicht!nebr tüotle» Volk sei. Woher tönt uns dieser Rnt des Hohne» enlgege»: sch.: Aus der Ntitte der Völker. i' Die» wird aber anfböre», wen» »ach de!» Worte de» Provbete» ar*. 871 Israel zurückgesuhrt und vereinigt wird: ״ יהיו לי לעםbann werden sie wieder mein Volk werden״ יידעו הגרם כ־ אני ה׳ מהדש אח ישיאה .״Dann werden tue Völker erkennen 11. s w.“ Worin wird also oie Ehre ׳öesautusraels vetteben ״ sch.: In der '.,Itter kcnnung oer Völker, das! Israel wieder (Kon angebört. Wie fassen wir dies in eine»! Lage zusammen? sch. Tie <*bre Israel» wird darin behebe», dag alle Völker Israel» besondere Woltaugehörigkeit anerkennen.!'An chreibeni. 2 IKraels richtige V e r e l> r » n g » w e i i e V.: Was wird nun weiter erbeten? sch.: ההלה Lob. V.: Für wen wird dies erbeten? sch.: ליראד für die. welche Dich fürchten. f.: Welche Etgeuschat'l trotte» wird besonders derjenige anerkennen, der »׳«ott fürchtet? sch. : seine Allmacht L: Was wird infolge dieser Anerkennung der Wette» sürchtige von Wott erbitten? sch: D ie Erfüllung seiner Wnntche L : Neckte איס"' wenden nch in alle:! Lebenslagen nur an Wett und erwarten von ibm Wewäbrung ihrer Wünsche, die erfolgt nach dem Worte de» Psalmisten: ,רצק יראיו "<׳2ר liii M.-»! L.; Was wird ihnen nach unteren! Derte dafür zuteil? Sch.: Lob. L.: Durch wen wird das Lob gespendet werden" Sck : Durch die Völker. V. Welche Wabrnebmnng mag die Völker zu diesem Lob veranlassen" sch.: D ie Wahrnehmung, dag Wott die Wunsche seiner Verehrer in Erfüllung gebe» lagt. L.: Wozu wird diese Wahrnebmung die Völker selb» anregen? sck.: Dag ne selber Wott verehren werden. L : Nach welcher Weite wsrden ne es tun? sch.: nach der Wen« der יראים L Wanim " sch.: Weil ne erkennen, dag dieses die reckte Weile ist. L : Das verkündet auch der Prophet secharja'o!Kap- 2' .אt> ff.»: In Zukunti werden viele Volker kommen ... nnd sprechen: Aus lasset uns binwallen. de» Herrn Antliü auzusleben! Ja. so spricht der Herr Zeh.: Inr selbigen Ieit ergrei'en wohl 1" Männer au» verschiedenen Völkerschaften den Iipiel eines jebudtschen Manne», sprechend : Aut, lasset uns mit Euch ziehen, denn wir haben vernomnten. dag Wott nt« ts,.a> .« .2 »uch Ies. .7 .״ ,;׳יד.', L.: Worin wird also da» Lob für die לאים' bestehen? Sch. Da» Lob wird darin bestehen, dag alle Völker dte Verehrungsweüe Israels als die richtige anerkennen!An schreiben >;1. Israels .Heiligt»m L: W's wird alsdann erbeten" sck : ר.ק Hoffnung* L ,V״r wen N'ird dies erbeten" sch: די״שיד^ für V , mhijt D ich suchen L.: Wo sucht man Wott für gewöhnlich au».' sch In den WotttShäu'erii L: An welches (Gotteshaus hat der Verfasser ndierlih gedacht" sck An den heil. Dempel. L Welche Honnung verbindet Israel mit dielet׳ staue " sch Dag oer Dempel zu Ieriiialcm ivteder erbaut n׳td der Dienst dort wiede, wie ehedem eingerichtet werde L In weichem Webete bringe» wir diese Vilte täglich >:nn Ausdruck ck, In לרלח ׳;לילה. L Dag aber der Verlasset׳ liier wirklich an den elnsiigen Dempel gedacht hat. icbeiitt an» dem '.,lusdruck הק־ה l'-rt ׳rziig hen Der Prophet secharjah nennt i.Kap!>. I21־ dieienigen. die die baldige Erbaung des Deinpels erhonten ׳“׳ התתיהci* indem er ansrv.tt: שלבי לכצייץ אסיר• הרג ר׳ ה Mehret zurück tnr iehen 'Vnig ihr. die euch Hoüiiung ״-׳seit". SVue Iiveisel verstelii der Prophet tinter;בצרי Deuipelh.'t'g!Pergl Katirs אשא ר׳:׳ nt .םיסף "י ל ׳'rner sein ז: ס־ם־י יפי ש~\ים Strophe und endlich יר״ גרי"" n:e Au׳ welchen Wegeniiand wein demnach ,•er Ausdruck ״׳: תליה," sck: Ans den heil. Demve! :» I׳r aialetn. L D׳<׳׳ ״.: Dempel war die statte, die nck, Wott z»;einem Die,:׳,.- erkoren. Aus der vibl. Welchichie wigt ihr. ׳״ag Israe׳ aar .1<׳ an der A»snl׳»i׳.g des Dienstes i!» tseiligtnme nehind. n wurde. Welcher König von Israel tiuhte da׳ Volk : n der Woilesverehrung i» Jerusalem zu t aa ׳,»!,alte :!1 Der König Ierobeai» L -huch tue .;eti de» 2 Dempel» wurde Israel sehr eit daran gehindert. Welche Völker bereitet?» damals das Hindern!» " sck!.: Wrteche» und Nomer tAntiochus. Ditnski L?loch heule liegt Israel» .Herrlichketi in schult und Atche wir lebe» der sichrten Honnung. dag Wott wieder in Barmürrzigkeit nach Ierusaleni zuruckkchren wird. »1» den Dempel rrsiel-en zu lassen. Wer wird alsdann Israel kein Htndrrnis mehr bereiten? Lch.: Die Völker. L.: Ten» so dat Wott durch seine Propheten Ie'aja (7 ,!)<'׳t, secharja (>< '>t u. A. verkünden latsen. Warum werden die Völker Israel kein Hindernis mehr in de» Weg legen? sch.: Weil sie selber erkennen werde», dag der Dempel Israel» Heiligtum in Wort» betteln demnach Israel» Hoffnung? Die Hoff n»»g begeht darin, dag alle Völker den Dentpe! -n Ier׳-ialen, als Israels Heiligtum anerkennue» werde». (Anichretben't , I-ortseizung folgt, t Correrpondenzcn und naebriebten. VI us Hesse II. In den letzten Wochen hat wieder eine Vlnzahl hessischer Religionslehrer ihr Detret als ffckollsschitllehrer, wodurch sie definitive Vlnstellung, den ^lezug von Vllterszulagen und Pensionsberechkigung erlangen, erhalten. t5s sind dies die Herren Leb-erinann und Oppenheimer, beide in der israelitischen Religionsgesellschaft in Darmstadt und Herr Rohrhcimer in Biblis; bei einigen anderen ist die Vlnstellung demnächst zu erwarten. Diese Befferung der Lerhaltnisie der jüdischen Religion»- lehrer in Hessen ist die Frucht langjähriger ,Arbeit. In letzter Linie ist sie auf die Tätigleit des Herrn Oberlehrer Bactes. des Obmanns des hessische» Landeslehrerverein« zurückzufiihren, der vom Herrn .stollegen Ledermann für unsere Sache gewonnen wurde und sie in höchst glücklicher Weise in der Kammer und bei der Regierung führte. Hoffentlich enlspricht das neue Gesetz, das wir demnächst zu erwarten baden und das dazu bestimmt ist, das gesamte Religionsschulwesen zu regeln, nicht nur den Wünschen der Lehrer, sondern auch den Bedürfnissen unserer Gemeinden. Wir wollen noch bemerken, daß die teilweise detaillierien Auaabell darüber, die in derr jüngsten Wochen die Runde durch fast aste jüd'schen Blattet niachleii, F«ft durchweg aus Kombination beruhen. Burgprevpach. (Israel. Präparanden schule ״Talmud Thor a".l Der :lO. Rechensehaftsbericht dieser Schule bietet wiederum das Bild fortschreitender Gntwickelung. Mit verhältlu-mäßig recht geringen Mitteln — die Lebrergehälter betragen nur 7000 Mt. pro Jahr — wird hier eine Schule unterhalten, an der;"תודה עם דרך א in harmonischer Weise verknüpft ist, die ihren Schülern nicht nur ein schönes Maß jüdischen Wisiens vermittelt, sondern die auch in den profanen Fächern ganz auf der Höhe der Zeit steht. Dabei ist noch zu berücksichtigtn. daß die staatlichen Anforderungen in Musil in Bagern recht bedeutende sind. Um so ehren der sind die Worte der Vlnerkennung, die der Anstalt anläßlich der Revision durch einen Regierungs- Kommissar, dem Freikerrn von Gumvpenberg, zittetl wurden. Gs wurde ihr bezeugt, ״daß die Anstaltsleitung bestrebt ist, nach allen Richtungen für das g'isiige und leibliche Wohl ihrer Zöglinge zu sorgen und daß insbesondere Zuckst und Ordnung. Reinlichkeit, Pflichteifer und Wohlanständiqkeit dort eine Stätte gefunden habe." Namentlich befriedigte die gute Haltung der Zöglinge und deren vortrefflicher (Gesundheitszustand, die Fürsorge der Leitung für Beschaffung der erforderlichen Lehrmittel und für Fieilegung des Vlnwesens, für ,Anlegung eines Turn- Platzes usw. Daß auch in den jüdischen Fächern reckt schöne Ltiitungen erzielt werden, davon hat sich Schreiber dieses überzeugt, als er vor ca. 1 > Jahren dem ברא: Unterricht in vem Overknrs, den Herr Radd. Dr. Oohn selbst erteilte, beiwohnte. ,Auch die äußeren V!erbältnisse der Vlnstalt sind reckst günstig: denn die winnabmen zeigen, daß sie sich des allgemeinen Wohl ivollens zu erfreuen hat. Wie wir gezeigt haben, ist ve dessen auch würdig. lüdilchr Hinderlieder. VI. פיקח All die lange, dunkle Rächt Sind die 'Augen zugemacht stönnen auch kein bischen sehen. Was im Zimmer mag geschehen. Ader ist der Tag zur Stell', Reib' ich mir die Aeuglein hell, Und seh' wieder voller Wonne Bäume, Blumen, Licht und Sonne. VII. H o le g r a s ch. ^Jch Hab ein neues Puppelein! Kinder, ich lad lßuch alle ein. Morgen soll Holegrasch sein." ״״Wie soll'tz Kindlein heißen'"" — ״Ruth!" — ״H-erälliS Euch gut? So kommet herbei, Morgen um drei!" — ״..Da sind wir dabei! Doch darfst nicht vergesien, Was lstutes zum Esten!"" VIII, Morgengruß. Bübchen, wach auf. Du Schläferlein! Sonne sieht hell zum Fenster herein, Bäcker hat schon die Brödchen gebracht, Mutter hat süßen .Kaffee gemacht, Bater ist längst schon Schulen gegangen, Sollst ihn als sauberes Büblein empfangen. Flink aus dem Bette, Du kleiner Wicht: Schwämmlein wäscht rein Dir Hand und Gesicht. Lustig jetzt lasten wir's strömen und fließen, Eins, zwei, drei, eins, zwei, drei — Händchen begießen. Zahnbürste macht die Zähnlein klar, Glatt kämmt der Kamm Dir Dein Struwelhaar. Schlüpf in die Strümpfe, schlüpf in die Schuh, Jetzt noch das Arda Kansos dazu! — Hörst Du es kommen: trivp. trapp, tripv, tra — Sahnlein, ich glaube, das ist der Papa! Schnell noch aufs .Köpfchen das Käpvlein hinauf, Run, Du mein Liebling, mein Herzblatt, nun laus! 3uri$ti$cbcr Briefkasten. A»frage: Herr V. ist von der Wcmeiitbe H. als zweiter stantor, schächter und svnagogendiener angestellt und von derselben bei der Wesellschast Viktoria gegen Unfall versichert. Die Wemeinde bezahlt die ganze Prämie. Die Police ist aus den Viamen des Herrn L. ausgestellt, befindet sich jedoch in den Händen des Vorstatides. Infolge eine» Unfalles kann .Herr L. das schächlen nichl mehr ausüdcn, da» .stanioral versteht er weiter, sein .Uvllege, der erste ttankor, ist kontraktlich verpstichlel, ihn, wenn er verhindert ist, zu vertreten. Das Wehalt bezieht Herr L. weiter. 1. Wer hat die Uiisallenifchädtgung zu heansprnchen, Herr L. Over vir inemciiwe: 2. Ist der Kollege des Herrn L., in dessen Kontrakt es heistt: ״im F,tlle einer Verhinderung des Lckächters ist er verpstichtet. das Schachten anszuüden" verpflichtet, di« Vertretung unentgeltlich auszutühren" Vlntwort: Wenn d.e Wemeinde zugunsten de» Herrn L. nnd aus dessen Viamen eine Unfallpolice genommen hat, so stehen die 'Ansprüche ans der Police Herrn L. zu, und zwar ihm direkt der Viktoria gegenüber. '2. Ob der Vertreter des Herrn L dazu verpsttcktel ist, dir Vertretung des Lchächleramtcs obne Entgelt zu besorgen, läßt sich nicht ohne Weiteres beurteilen. Es handelt nch um die Auslegung seines Vertrages, der unler Berückstchtt gung der ״Verkchrssille" und von .. Dren und Wliiitbeit" zu erfolgen hat - 11. E. wird man davon ausgehcii »iiiffen, daß jede Vtrheilsleistung zu bezahlen ist: da dast Schächter amt wahrscheinlich einen ziemüctzcii Zeit und Niiibcaiitwand erfordert, wird der Herr hierfür eine entsprechende Ent schüdigung verlanzen können. Die -Höhe wird «ich nach dem erforderten Zeitanswand, und nach Niastgade des sonstigen Wehaltdes Kantors richten. Bestehen brttiinmtc Schacht gebühren, die dem Schlichter zntliestcn. so hat darauf ״atür lick der Vertreter 'Anspruch 'Anfrage: Herr (<. ist durch Bctchlun des Vorstandes und der Nepräienutnten von der Weincmde A. als Neltgtons׳ lehrer. Borbeter und Schächter angestellt worden, nnd zwar, wie es in dem Vertrage vom V׳ Avril!'.»1.1 heim, vom I. Mai 1 זי* אז an ans drei Jahre. Die Wemeinde ist nicht geneigt, vom l. Mat lücg; a» für das im Vertrag garan iterle Vikl'riieinkomnien Wetter Bnrgtchatt zu leisten. Ist Herr E.. wenn bis zum I. Februar'd. I. keine Kündigung erfolgt, vom I. Mai d. I. an auch ohne neuen Kontrakt n>eitcr angettellt" * Vlntwort: Der Vertrag vom.V Apeil l!h>:i bestimmt, daß am I. Niai l!x»i das Anttellnngsverhältnis endigt. Für die Zeit vom I. 'Mat 1 יא אז an ift die Wemeinde in keiner Weite Herrn E. gegenüber gebunden. Es baudelt sich für Herrn E. nun darum, eine» neuen Vertrag mit der Wemeinde zu schließen. Will er e - nickt auf der von der Weltteil!N■ vorgeschlagenen (Grundlage, so must er versuchen, deffere Bedingungen zu erreichen