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Der Israelit · 1906-01-25 · 4 (25.1.1906) · p. Seite 17

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
4 (25.1.1906)
Date
1906-01-25
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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2'׳. ■Januar HKMi. Ter J«rart1t 4.'7 1 eile 1ז (Stfiiüiuiirt he# Si 1 uiiTr 11. lir AII Hänger brr verschiebt»slen religiösen Richtungen ivurden stets gleich liebevoll vcrpstcgt. ) Mit ganz miiiiiiialcn Ausnahnicii eriolgie die Spitalanfnahnie und Behandlung o o l l k o m m e n unentgeltlich. Während dieses dreijährigen Berichts-AeitrailnicS gelaugten an 1««;» Lagen mit 20 014 Verpflegunaslaaen 4 000 Personen zur Ausnahme und zwar '224 Mäliner, <3:1״ grauen lind 1!» Kinder, sowie -08 Begleitperson 11. V!« Beglcitpersonc» sind solche Mütter anzusehen, die ihre kranken minder stillen oder Kinder, die der Brust der kranken Mutter bedürfen. (14־ wurde» 013 Patienten alS gekeilt und;107 a!S wesentlich gebessert entlassen. Bon dcnAusgenomnieiien enlsullcn ans den Hauplbau 15,-12 und ans die Asolter- Pavillons litt Personen. Bon letzteren waren -1:1 an Diptsterie und :10 an Scharlach erkrankt. Auster diiser Behandlung innerhalb des Hospitals fanden täglich, mit Ausnahme von Sabbat und Feiertagen, Konsultationcn statt, Es wurde ärztliche Hilfe zu Teil: für inn-re Ukrantkeiten in 20 2111, für -tugenkrankiieiten in 34 0:1:1 und für chirurgische tkrankyriten in l 0-14, insgesanit in «:1110 Fällen. Diese Konsultationen geschahen kostenlos, sowohl für Auden als auch für Nichtjuden. Der durch einen Petroleummotor betriebene grotze Destnfcktionsapparat wurde mehrfach bei Epidemieen zur Desinfektion der Kleider und Betten gefährdeten Personen und A n st i t» t c 11 zu freier .Verfügung gestellt. So während der Eholera-Epidcmie im November 100*2 und in ausgedehntem Maste bei der sehr stark ausgetretenen Scharlach Epidemie im Winter 1004/0.',. — Von den durch aUgeiueine Sammlung ausgcbrachtcn Geldern waren für Ankauf des Grund-? ז r i d! 11!!ן £j feer Wf' und Anschaffung des Inventars bei Eröffnung insgesamt Mk. 40t,.100.10 aufgewendet worden. Das Geschäftsjahr läuft vom ' 1. April bis zum 31. März. Am 31. März 100.1 — dem Enddatum der Bcrichlsperiode — betrug das vorhandeue Lermögen der Anstalt in Lbligationen und Wertpapieren Mk. 221,348.05 in Baar 0 .6.092 ״ zusammen Ptk. 2211,341.04 Die Unterhaltung des Hospitals erforderte in der dreijährigen Berichts- Periode folgende Aufwendungen: Für Pcrpstegung, Gehälter und Lohne Mk. 116,411.26: für Jnventa anschaffungcn Mk. 21,146.88: insgesamt' Mk. 137.088.14. Bei einer Durchschnittsbelegzifier von täglich 24.30 Pellen und einem durchschnittlichen Spitals - Ausenlpalt von 15.40 Lagen pro Patient war demnach Pro »köpf und Dadurchschnittlich Mk. 5,2.1 an Perpflegungskosrcn uuszubringen. Da an- Stiflungserträgnissen insgesamt in diesen drei n״r alle 1׳ l'«8 '6 einainae». >>>.!>sttr der Restbetrag von Mk. 116,789.58 aus Jahresbeiträgen und Spenden gedeckt werden. * « * Wenn es so, trotz der Schwierigkeit der Geldbeschaffung behufs Verwirklichung des geplante» weil ausgedehnieren Beliiebsuinrangcs. dem Allgemeinen judi'chen Krankenhauie .Schaare Aedek" in Aeriilalein in den abgelaiifcnen erste» 3 Betriebsjahien mit Gölte» Hille gelniigkii ist, wenigst-ns schon »ich M stgabe der obwalieiiden Verhältnisse für die arme, mittellose jüdische Bevölkerung Aernialems nach dem Prinzipe laulerstcr Menscheiilicbe. ohne An'kbcn der Perion und nur im Hinblick aus die Erhabenheit feitni Ausgabe, ein Quell des Heiles zu werden, io war dieses Werk nur zu voUdiingcn durch die ioil iigr. prknniärc Förderung seitens aller Kreise der Anoden keil, wofür an dieser Stelle tnuiaer Dank und Anerkennung gezollt sei. AnSbe- (Gesamtansicht des Hospitals Lchaare Aedek. sondere liegt euns ob, den unten stehend *) ausgeführten Stiftern von Krankenzimmern, - Berten und Gedenktafeln, außerdem unseren unermüdlichen Lokalkomiteemirglieber» in Aernsalem, ferner st t! (r ss bäude ) yinmrrtuna der SHfbaflinnj ~ ׳ che wurde NaMreel NnL un« dieser Tust« znge» zur Verdütung euer weiter׳» Au»- vesriltenen Säia, lach > Ev dem!» im JloUerpaviUo» so«ar ein nichliUdlsche« an S-failack, erkrankte« K,nd ae«en geringe Bezahlung aufg.nvnnnen. gang-ner . vreitung der »n Erlöschen Mittelfros» und Hanpteingang des Hospitals Schaare Aedek. ", 8» slisteten wcUeend der BrrickUsperwde, «c»ti» : — biersür sind Mk. lO.NOOausi u iu * n b t». — Micin« t»r»»e«»tiMM«rt. i » r ז ü r sind M k. (t.000 a u f׳ z, wr den — Selig <Sv>dl!bnndt« Kinder »nd Schwiegerknider. gronkiurt n. M. (1,. Of. SB, Frankfurt 0.M.. 11). Linder van Samuel Straub (1). -Mid««»«« —bierlürslndMk. 5.0CU anfz » w « nde » — S). *H. Köln <«,. N N. Brr«ta» i^>. N. N. Negen«durg (»), N. 9L N>ge»«durg (1). W H. und M. i>n Frankfurt a. ®T 11). Hrniy Cailedoch. Brüstet (1), R. N.. Man, beim <l>. Frau 3. ft, Frankfurt a. Mil). >«»»»nai«t״> - — biersür sind M k. 2.60« a ns z u w r!•• d,n — Iran Sacttie 3eftln1. Leipzig it). Au« dem Nachlasse u n l c r c I» bewahrten Direktor u » d H üs v i I»larzte. Herrn Dr. Moriv *Wallach, nir iftne überaus hiiigrdungsvolle und ausvpseriibc Tätigkeit, sowohl bei der Errichtung des Hospitals als auch während der verflossenen Betrieb- :eit. sowie unserem Verwalter, Herrn Aoiras Marr, der sein ver ailtivorinngsvolles, überaus schwieriges Amt rein ii» Alilercsse bei bedenruiigsvollcu Ausgabe unsere« Hospital« ob ne jegliche pekuniäre Vergütung mit voller Hingebung versieht. unseren ttef-efüklteste« Dank abzuslatleii. Ebenso ist es uns eine angenehme Pflicht. den Kaiser!. Deutschen Behörden ׳nr die vielfache Förderung der Anleressen innere« Lieliesweikes sowohl zur Ver׳ wirklichiiilg der Errichtung unsere-? .Krankenhauses, als auch während der Berichtsjahre. den -ekührende« Dank zu entrichlen. Der K a i s e r l. D e u t s ch e K o n s u l 1 n Aernsalem, Herr D r. Schmidt, Hai sich wiederholt der Mühe eimi riiigche» den Anipeklivn unseres Hospitals initerzogen und km seine Eindrücke in den endstrheiid abgedruckte» Schreiben, in wohlwollender Anteilnahiiic an unserer Liebesiätigk.it, für weitere Kreise srcuiidlichst zur Kenntnis gebracht. Roch aber ist das Kranken- Hans .Schaare ,׳(edel* weit, weit entfernt dem von Aiele, das leine Begründer!ich geletzt und dcll n Erreichung das furchtbare, u!1dc!ckreib!!che Elend der jüdische» B.völkerung Aerusa- Ie!ns darunter über 30 >)00 Arme — mit jedem Tage in gesteigerter llncrbiltlichkeit fordert. Kaum die Hälfte des im Hospitale .Schaare Zedek" vorhandenen Raumes stiidet bis jetzt eine ständige Ausnütznng, da die bis zni» Acusterlten angcspaiuiten Betriebsmittel nur bei sparsamster Verivenduiig den heutigen Umlang des Hospitalbetriebes z» hrstreileu imstande sind. So sind c« beim bei Veröffentlichung dieses ersten RcchenschastSberichteS des Hospitals .Zckiaare Zedck" in Aerusalein, gemilchte Gefühle, d!e diesen Rückblick hinausgeleiten. An die Befriedigung über das mit Gottes Hilfe Erreichte drangt sich der Ernst der Rotwendigkeit, bedeutend mehr zu leisten, wenn der von dem Hosp» tale .Schaare Aedes" ausgehende Segen zum voUkoiiiinkilstcn Heile der ihn ansuchcndcn, bedürftigen jüdischen Mitbrüder sich ausgrualten soll. Das Vertrauen auf die nie vrrsirgrndr jüdisch» Qpferwilligkeit, die sich in dem Hoi vitale .Schaare A e d e f“ ein R u h in e s d e n k m a l gesetzt, m u st auch weiterhin die Hofsnlllig bilden für die Vervollkommnung und den endlichen Ausbau unferes der Verwirklichung echtjüdischer A deale dienenden großen Liebeswerkes. Der Bericht Ver Herren Revisoren lautet: l> Wir (Endesunterzeichnete haben die Bücher und den Effektendestand grprüft und zwar den Kassabestand per 30. Auni 1 00 4 und den Effrktmbestand per 3 0. April 1004 und mit den Belegen stimmend gefunden. Frankfurt a. M., 8. November 1904. gez. Leopold Wallerstrin, Samuel Nustbaum, Raftali Schwabacher. 2) Wir Endesunterzeichnete haben die Bücher und Effektendestand geprüft und zwar den Kassaden de« tel. c berraddiner« Statban Adler. London <J>?). S>.08־ייא dauler. London (1). übotf Crroifotn. Jenny Noithmann. WUrzburg O). "1< «"»*•ס). Sra-

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