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Der Israelit · 1906-01-25 · 4 (25.1.1906) · p. Seite 14

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Journal
Der Israelit
Volume
47 (1906)
Issue
4 (25.1.1906)
Date
1906-01-25
Page
Seite 14 (sequence 14)
Language
German
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1TJ1. i. *eiu iJ. 4. CV x!»l'dClit. Januar 1!*״»;. ,(11 ,Iraqr 2. 'Math 2. 'H Hirsch i» nur bei bei» 'ffenicheu hervvrgehohen. das! er männlich und weiblich erfchaffen wurde, ״um die Wahrheit!11 kvuilatiereu. daff beide!Geschlechter i» gleicher llnminelbarkeil von tffvtl und i» gleicher Gv»e»ehenhlldlichkeit geschaffen seien" Ta» eine geiiebenbildliche Adaniwese» nebi in zwei Geschlechtern da. die erff beide!usammen den Aham Begriff vollffandig er ׳ckövte« " ,(״ Uragc •t: ׳.ffach der Erklärung de» '.'lrbabaiiel ist 2 B M ff 2i»V .'׳nicht al» 2lrasa»drol>ung ans!uta1sen. vielmehr al» ein Hinweis aus die göttliche t^uade die wahrend die Lckuld der Väter nur bi» in da» dritte und vierte »^elchtech! heimgesncht wird die guten Handlungen bi» in » tausendste »Geschlecht vergelten werde». ,)m Vers 7 ist eine Llrasandrvliuii,. jedoch ausgeff'rochen, um nicht de» irrige» »Glaube» au'touiine» zu lassen, dan nur e!!1e ver boiene Handlung »trasbar sei. wir aber mit »niere», W orte nicht sündige» können, יוסף Zu ,rrage 1 : T>e Ihora ivill das iesic Land und da» Wasser gegenuberstellen, 20 dein! e» auch un Telalog כי ששח יסיס עשה ר אח השם־ם יאח האיץ אח ר.ים ואת כר אשי בם• ,vrage :1: iv.oüendiensl 1it כפירה כעיקר, wahrend שכרעח שיא Ztvar auch eine «׳iotlkslasierung. aber nicht »n bedingt einen vrin1,׳viellc» ׳.'lbsall bedeutet ׳ V. B u r b a » ui. Wien ,für 5rage)de» Herrn Zotzler^ ,Z» der von Herrn ,soller in der ״Literarische,, Warle" ׳.ffr, I ausgeivorscnen ssrage, weiche von de» Leiearle» .ב!ביח חפרח רכים" ober ב!ביח חביח רבי״" die richtige sei: ,ich!,alte keine derselbe» für richtig »nd dürste es sich »ul denselben solgeuderinanen vrrkallcn , llrivrunglich mochte diele» liebet »1 den (»iebelbüchrrn ui» סשא־יח יכני רסיכה״" geendigt Kaden, wie eben da» ..אס! סרה" auch ui der Quelle feblt. Cm einiger Truäer oder '.ff'euverlcgcr kann dann in fflaumieru oder Petitschrift die Be!e1chnuug "׳ "חפרח רכ!an .,צריחא ררב" knnngeff>.>t Kaden, ähnlich wie e» in inanchen i*z«hethüchern bei אנה בבה der Hall in, wo lwinerkt wird חפרח ר' נחיניה בן הקנו־,״." Bei cinein .ffachdrncke wurden die .Nlaininer,, verscdenllich wcggelaffen rcip. wurde d;e Ben!rrkn!-.g .״חברה רב in derselben 2chr!s: wie der ..יהי רעק" ielbff geseül .11» dann die .z>lia»»ne>l kanglongkeii de» .חפ־ח רב" n»l dem »fanze» wakrgenomnien wnrde. gestattete ׳ich ein '.ffeuverleger. da» Wort ..״ביבוח e»1;uschalle» i'uiem tiMtereit Verleger wollte da» ביביח חברח רב mctjt einleiichlen. da er vielleicht keine ffeuiilni» davon Kalle, da» e» eben ציוחא ר״ב >n ׳und cr^niachle dar.»!» ei» בזביח תפרח ״ביס ׳>>, a v e r »׳> vii» b erg. Lerelk. Israel Deutkhs Briefe an Rdrabsm Mukr.!• Beuide». am ׳ ירי.ffnia» ‘1 י"•'׳'׳ -i Avril 1*31־. eke mfrth»r Ct r r 11 n h! Endlich wird es mir möglich, der Beantwortung Ihres umfang und inhaltreichen Schreibens eine stunde der Muhe zu widmen. Ich habe jenes schreiben nicht, wie Sie vermutheten, nach דין בה 1)!בדי verurteilt. vielmehr Heide ich es wol ausbewabrt. Möge es zum Beiveise dienen, dah Menschen, loenn ffe gute und edle Absichten tbeilen, immer befreunde', sein können, wären auch ihre Ansichten noch so ab weichend und verschieden. Wir sind, wie ich glaube darin einig, dah das Judenthum danieder liege, der Hülse bedürfe uni wünschen n׳!r eifrig baldig Besserung. Meines Er achtens wallet hier nur Schwäche und Abspannung .b: man darf daher nur stärkende Mittel anweuden, :ie Lebensgeister ermuntern, und die Besserung wird nicht ausbleiben. Andere hingegen wollen Krebs und Brandschaden überall wabrnekmen, glauben, alle äußeren Gliedmaßen muffen ohne alle Schonung ob- <זז זזשיייוזזרוז*#דm 1,א v זז י, *•#H*t* mi'kniimi > V % « V < ,!>»( IU«t CM * *M ' 'ז ו ** * V * * V I k t«vU wird das schlvache, kranke Her׳, nicht bei den gesähr lichen Operationen unterliegen? Das Judenthum ist enttveder unmittelbare, göttliche Ossinbarung, oder ist eü nicht, Im letzlern?falle lokni <s der Mühe gar nicht, davon zu reden, und nur lkoricht kann ich's nennen, wenn Jemand vas geringste zeitliche Glück einer Religion opfert, welche!ich als göttlich ausgivt. ohne eS zu sein. Das eigentlich moralisch Gute Kaden so ziemlich alle Religionen gemein: es bleibt sich daher beinahe gleich, ob die eine mehr llmrabrheiten zu glauben gebieiei als die andere, wenn llnwakrkeit die allgemeine Bast? aller ist, und am Ente Jeder doch io viel glaubt, als :dm für Wakrheit zu kalten (׳eliedt. Ist aber da-Z r> ..Ta» Uriktil d«1 vriestenos.ter־. die ncd I.ämliid d»rcd mmcdi v«raanr«n. ^« veffand im Erleiden de» :Feuertodes. 'Judenthum Offenbarung, so ist es vornehmlich das Cermontelle, welches im Gesetze allenthalben vorherrschend ist; das Dogmatische und Moralische — wiewohl der wichtigere Teil — scheint nicht die Haupt« absicht der Offenbarung zu sein. Ist aber das Ceremonielle göttliche Offenbarung, so bedarf es keiner Bernunftgründe, und statt aller Argumente ist es genug, wenn wir wissen, es ist der Wille des Allweisen. Judenthum ohne Cermoniell ist daber ein Unding, ein zerlumptes Gewand, welches nicht schützet, nicht schmücket. Die Idee, Judenthum und Cermoniell zu trennen, war überhaupt dem neunzehnten Jahrhundert Vorbehalten. Unter allen Secten. die es unter Juden gegeben, ist mir nicht bekannt, dah jene Idee je aufgetaucht, vielmehr ist diese Maxime rein christlich, es ist die Lehre des Paulus, der jedoch erst einen . . . . zur Sühne kreuzigen läht, um vom Cermoniell entledigt zu sein. Das jetzt so allgemein geläufig gewordene, hochwichtige Wort ״zeitgemäß" will mir auf das Cermonielle gar nicht passen. Die Zeit steht nicht still, hat von ewig f)cr Beranderungen hervorgebracht. Bon Mosche bis Maliachi aber ist ein Zeitabschnitt von mehr als tausend Jahren, eine Zeit höchst bewegt, bedeutungs- und verhängnisvoll für das Judenthum. Das jüdische Reich hat durch das l^ril eine totale Umwälzung erlitten, die Ration hängt vom persischen Cinflusse ab. Wenn Zeitumstände je auf religiöses Leben Einfluß haben können, mußte es sich damals an! augensclieinlichsten äußern, aber Wir finden keine Spur von irgend einer zeitgemäßen Reform;, wol finden wir hingegen, daß Maliachi sagt: mr. *זבי 2)rrereבשה עבד* אש־ צייה׳ את־ בחרב לני הקים ־ Ja. kann Ceremoniell, als göttliche Offenbarung, überhaupt zeitgemäs! genannt!verden, »o dürfte es gerade jetzt in seiner Zeit sein. Abgesehen von allen ^)סעס־ דבציח. die Jeder nun nach Bequemlichkeit. Ansicht und religiösem Gefühl unter׳,uleaen sucht, bleibt meines Erachtens ausgemacht, daß das Cermoniell überhaupt ein nationales Bindungsmittel aller jüdischen Glaubensgenossen unter sich abgeben soll: nicht minder beabsichtigt es, ein Trennungsmitiel, in religiöser Hinsicht, von andern Glauvensgenossen zu sein. Jemekr nun der Jude sich innerlich zum Nichtjuoen hingezogen fühlt, jemehr er von demselben Achtung, Wohwollen und bürgerliche Gleichstellung genießt, jemehr ist er in Gefahr, seine Rationalität zu verläugnen, und mit andern Bollern spurlos zusammenzuschmelzen; und da ist das Ceremoniell, als äußerliches Abzeichen und Warnungsinittel bei 3cfjrittf, 3r* רליייי hn iit fö eben, wo es seine eigentliche Kraft, seinen wahren Nutzen bekunden muß. Die Richtigkeit der Behauptung erhellet zur Genüge aus eben dem hartnäckigem Widerstreben gegen das Cermoniell. das sich jetzt so allgemein kundgibt. Man bemühet stch, jedes äußerliche Zeichen, das den Juden bezeichnet, zu verbannen: das Cermoniell ist aber gerade darum da. um den Juden äußerlich kenntlich zu machen. יראי ב׳ 4)ש2 י' נקיא עליך, אייי תפלץ שב־אש. Ich habe hiermit mein Glaubensbekenntnis frei und offen abgelegt, ohne jedoch über denjenigen das Anathema auszusprechen, der sich für anders über zeugt hält, in sofern er nicht anmaßend genug ist, leine lleberzeugung Andern aufdringen zu wollen, llnter den obwaltenden Umständen, wo alle K.rchenmacht, alles Kirchenrecht unter den Juden aufgehört, wo man daher nickt mehr durch Gewalt und Str-ng« beffrn kann, muß natürlich alles ^עדבת aufhören, und wi׳ können ruhig sagen: «}לבי איש בשב א^חיל■ wenn man nur auch uns unseres Weges gehen läßt. Man kann mich einen Obskuranten einen Stock Othodoren schelten, meinetivegen! man muß jetzt mit dem Prophetin sagen: ׳ לסביםr.r: נ״ u. s. w. Muß man stch's doch heutzutage gefallen lassen, sobald man Anstand nimmt, einen gespickten Hasen zu ellen. s-ür einen Heuchler und Pharisäer zu gelten. Aber wahrlich ich bin so finster nicht, wünsche rom Herzen so manche Berbesserunaen: nur kos Heilige will ich geschont wissen: und fürwahr, wenn 2׳ «atea-di 3. 23. .L,.A 3) Tie de» btbltfcbcn Gebot«» untergelegrm ®buchten. 4) Ver. «.1. - , ״ וי: Vitrallkatt, VerantworUutiteil. bezieht tuk aut den tot. rnudNideu Strundtap :3«זז M יה־א־ עי־ביב rrtrael'tiiche »Klauben«, aenviten werden 2׳nee für de« anderen »Keiepübertretnngen ver. antwortlich qeinacht, tedoch mir. wenn e* in feiner Macht geftanden. d׳e Uederlrrtung -u bindern, c Trieb. 27 2. M> Micha 4.!V. 7' Hef. .*10. t). sich nur die weltliche Macht nicht einmischt, so wird sich allmählig Ordnung und Leben entwickeln. Hat doch in Beuthen das Hamantlopfen beinahe ganz unv gar aufgehört, was man vor dreißig Jahren für gottlos gehalten hätte. Sieht man aber das Treiben und Toben der jüdischen Reforms-Jakoblner, so sollte man glauben (mit den Aposteln zu reden) ״das Himmelreich sei nick! mehr fern." Es fehlt weiter nichts, als daß mau Orgel und Choralgesang, Predigt und Gebet in der Landessprache einführe, da wird Religiösität wie Gras heroorwachsen, Tugend und Unschuld loer>־en den Thron besteigen, die Laster aber alle verstummen und fliehen. Wollte Gott, sie sprächen wahr! — Ich gestehe gern ein, daß dies Alles seinen Nutzen haben kann: aber das Gebet ist ja. wenn wir nicht die Tradition hören, nicht einmal ein positives Ge fetz, und im Judenthum gar nicht wesentlich begründet; wie soll und kann nun dieses alle ausdrück lich gebotene undvcrbotene Gesetze entbehrlich machen? Wenn wir es aber solveit gebracht haben werden, dem Gottesdienste seine Weihe und Bedeutung durch Orgel, Chor u. s. w. zu geben, alsdann werden wir erst dasjenige haben, was jede christliche Torfge meinde schon Jahrhunderte hat. Nun wollen wir die Crfahrung zu Natbe ziehen, welchen augenfälligen, wohlthätigen Einfluß der geregelte und geweiheie Gottesdienst be! unseren christlichen Brüdern hervorbringt und hervorgebracht hat. (Es versteht sich, daß nur von der Masse d׳e Rede sein kann, Ausnahmen und Eliten keine Regel geben). Geht nicht der Bauer, von Oraelklang und Ehorgesang ganz erbaut, ׳ehr andächtig in He Schenke, säuft und prügelt sieb kalb todt: geht nicht in den Städten von der Kirche der Wüstling zum Spieltische, der Wollüstige ins Winkelbaus Und alle diejenigen, die tagtäglich König unv Staat betrügen, besuchen sie nicht das Gotteshaus, hören sie nicht Chor. Orgel und Predigt, beten s׳e nicht in der Landessprache? — Und das finstere Mittelalter und die berüchtigten Jesuiten hatten sie nicht geregelten Gottesdienst? Dies beweist sattsam, daß Chor und Kanzel nicht die unfehlbaren Mitiel sind, die Laster auszurotten. Aber anderseits waeendie Juden zu jeder Zeit — wiewohl ohne geregelten Gottesdienst — nicht weniger sittlich und religiös, als ihre christlichen Brüder. Wer ihnen dies streitig machen will, verleumdet sie. Die Vorwürfe die man ihnen m»t einigem Rechte!nackt, schlagen!ns kaufmännische Fach, und sind Folgen ihrer bürgerlichen Stellung: aber Mäßigkeit. Keuschheit. Wohltbätigkeit und dernl haben ff« mifv'r mehr als jefft und mehr als alle Reformhelden neuerer Zeit beobachtet. — Jedoch, wie gesagt, ist es zu wünschen, daß der Gottesdienst geregelt, und init gehöriger Feierlichkeit begangen werde, sei es nun aus welche Art es wolle; es wird gewiß mohlthätig wirken, nur muß das Gebet nicht Alles sein: es kann nur wie jedes positive Religionsgesetz beachtet werden. Dem Codex harten sie Unrecht getban, indem ich nun beim Nachschlagen gewahr wurde, daß jener Satz ""בל ההולן־ ד׳ אבד! בלא נס" gar nicht im Codex aus genommen!st. worüber sich freilichHn-r בעי* בדבר ^ר wundert. Uebrigens wollen wir es zu gute schreiben: denn es wird nicht fehlen an andern Stellen, wo sie mit mehr Recht sich aushalten können. Haben sie schon, oder werden sie bald, zu Gunsten der jüdisch theologischen Fakultät sammeln?") Ich möchte gern, wie der Zehnte bei >0)-.^ gerade die letzten 50 oder 100 THaler einschieken, es scheint mir aber, ich bin schon zu alt. um jene Zeit abwarten zu können. Lassen Sie mich nicht so lange auf Antwort warten, als ich gewartet habe, zu antlvorten. Ick bin jetzt ganz allein, werde gewiß lange Stunde» baden, ein Schreiben von Ihnen wird die angenehmste Unterhaltung sein Ihrem Sie hochschätzenden Freunde I. Deutsch. N. 2. Schicken Sie mir dock gefälligst den zweiten The!l von Cicero's Pflichten. Haben Sie nach Dresden geschrieben? D. O. 3» n־: «ntanö«bu(t)ftaben für 6בי־. חו״, enthalten »Kloffr» zu dem בו״יב von Nadbiner Zjoel Zirkes, Rabbiner zu zeraka». lebte (in 17. Jahrhundert. 9) Die;Leitung de» Judentum« oroieftirte damals Samu:> lungrn zur (firicbtu'nq einer tädisch-theolvgischen Fakultät. 10) Die erforderliche Zahl zum Gebet. (Fortsetzung folgt.)

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