Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 11/12 (11.1836)
- Date
- 1836-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
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drei wesentlichen Gliedern der aramäischen Literatur zusammen, üus Gnome, Sage und Lied. 22 Capitel gesammelter Gnomen auS den talmudischen Schriften, daS aramäische Spruchalphahet auS dem ^Dv, und ein Capitel zusammenge^ stellter Salomonischer Sprüche, um den Targumstyl dem Vulgär-Aram. gegenüberzustrllen, machen biederste Abtheilung aus. Die zweite ist auSgefüllt von Erzählungen, Mähr» chen und Anekdoten über die Jerusalemer auS dem LLLärasb- Rubba zu den Klageliedern, von den sbgenannten Sre-Mähr« chen und Salomonischen Sagen aus Talmud und Targumen. Endlich die dritte Abtheilung ist zusammengesetzt auS den Hymnen 2'U' und ^218, Aus dem Gebete ^2 und u.dgl.,Sabbathliedern^von Isaak Lubia; OV u. s. w. — Zum näheren VerstAndniß dieser oft sehr schwierigen Stücke hat der Vers, schätzbare Scholien, die eine Menge literarischer, grammatischer und lexikalischer Bemerkungen enthalten, und ein Gkdffar hinzugefügt; beide befleißigen sich einer angemessenen Kürze. v Wir können diese Schrift nicht verlaffen, ohne noch Einige Bemerkungen über daS Vorwort hinzuzufügen. ES spricht sich, alS näheres Pendant zum Lehrgebäude, zum größten Theil polemisch über die Tendenz der Bestrebungen de- Vers, aus: derselbe spricht darin schon sicher als Princip auS, zu dessen Erweis er erst kommen sollte, er nimmt einen sanss krito-semitischen Sprachstamm an, dessen dritte Familie die semitische wäre — er behauptet, daß eS im Hebräischen und Aramäischen keine Verbal- und Pronominalwurzeln gibt, die nicht mit denen der übrigen Sprachfamilien in urtümlicher Bedeutung völlig identisch wären. DieS ist nun freilich eine Behauptung, von der er unS erst noch überzeugen muß, und die uns etwas schwer kommen wird. Der Mensch ist eben so sehr! geneigt, zu identificirrn, alS zu sondern, und mit besonderem Scharfsinn bemerkt Humboldt in dem Schreiben an den Verf. „dem vereinten Weg und Schei» dungspunkt der beiden Sprachstämme rt."r auf keinen Fall darf auch-die sprachliche Schöpferkraft der Völker, besonder-