Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 11/12 (11.1836)
- Date
- 1836-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
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348 andern Mchmatischen Erscheinungen, wie die Präfixen und daS Gemtivverhältniß, ^aß die indo-germanischen Sprachen ein viel späterer Ausfluß der sprachlichen UrdlNheit find, als die Chinesen und Semiten, die noch bei weitem früher auS dem mittelasiatischen Gebirge sich losriffen, und östlich und westlich südwärts ergossen, als die indogermanischen den sprachlichen Culturgrund erreicht hatten , den sie schon bei ihrem Auftreten einnahmen. Der Bizug der Semitenstämme zu den Indo-Germanen wird daher dennoch sehr gering sein, so daß sich auihm das Bild der Unreinheit aller dieser Sprachen schwerlich entwerfen lassen wird: eS müßten denn bei immer größerer Kenntnißnahme der chinesischen Sprache sich die Bindeförmen noch klarer darstellen. In der Aufstellung der Dialekte erkennt der Verf. die Stufenfolge an: 1) deraramäische/ 2) der hebräische, 3) der arabische, worin sich der feint Lact des Verf. zeigt. /Daß der aramäische Dialekt der ältere ist, deducirt der Verf. WÄuß der Vocalarmuth und der Rauheit desselben. Ref. Möchte ihn mit dem äolischen Dialekte der griechischen Sprache vergleichen, so dD nicht anzunehmen ist, daß die andern Dialekte-Töchter deS ersteren sind, sondern der aramäische wie äolische ist. stehen gebliehen, und hat daher mthr alterthümlichen Kost behalten. Merkwürdig ist eS, daß dennoch der Aramäische Dialekt später .der herrschendere ward, und den gebildetem/ weichem uAd^auSdruckSvollem hebräischen Dialekt verdrängte. Verf. will dies auSder Zerstreuung der Juden und der syrischen Staatsgewalt erklären, und kann man dieauch gelten lassen, nur muß man berücksichtigen, daß die Judennoch lange nachher immer noch ihren Wohnsitz in Palästina hatten; man muß daher annehmen, daß ä vielmehr auS der Abnahme des Geistes bei dev Juden resultitte, und daß, da die hebräische Sprache schon eine verwelkte Blume war, sie lischt entwurzelt, und die aramäische an dje Stelle gesetzt wurde. Der Verfasser sicht die vorliegende Schrift als daü erste § von f ü n f Bändchch än, in welchem er die vollständige For-