Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 11/12 (11.1836)
- Date
- 1836-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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»st eS am wenigsten um Namen und Zahlen zu thun. Hier gilt eS nicht, die LebSnSverhältnifse allbekannter und berühmter Männer zu erneuern, als Folie für ihr gefeirrreS geistiges Wesen: Feinen Ruhm und seine Feier hat ein Jeder hier nur innerhalb ihrcS RaumLS selbst. Darum ist eS das Erste und^Nothwendigste, mit einer warmen Liebe für die allerdings in sich begrenzte Nationalität an die jüdische Li. trraturgeschichte zu treten, und diese jn sich selbst ausnllkn geschichtlichen Momenten^zu erschaffen, denn nur ko wirj> Man zur rechten Würdigung, zum. wahren Verstanoniß gelangen. Obschon darum zu glauben wäre, daß nur ein Jude, alS unmittelbares Glied dieser Nationalität, die jüdische LiteralurgeschichfL^ röcht schreiben könnte, so ist doch nicht zu vergessen, daß eS auch Erforderst der Kritik ist, sich ützer sein Object zu stellen —'so/daß die wahrhafte Verbindung einer warmen, liebevoller/Auffassung diestr Nationalität mit dem außer ihr seienden Bewußtsein die rechte ^Bedingung einer jüdffchen Litera^irgefchichte, die immer als ein isolirteS Glied der. Kette der allgemeinen^Literaturgeschichte erscheint, ist. Dieser Bedingung ist Verfasser so nahe als möglich gekommen, und wenn auch wegen de- Zustandeseiner Materialien und der BeschaffenheW seiner Bearbeitung noch kein vollständiges, höher geistiges Gemälde der jüdischen Literatur ihm gelang, so schwebt doch der «arme Geist anerkannter und gewürdigter Nationalität darüber, und er ist. da^irr gekommen^ den LebenSmttt^lpunkt der jüdischen Literatur zu treffen. So viel Lob diefür die vorliegende SchristFst, tz wirk HuteS prophezeiht sich für die Zukunft deS > Diese Wärme deS VerfafferS für seinen Gegenstand be!- lrbt besonders seinen AuLdrmk, der LllerdingS öfters selbst zu pdetisch, zu spielend wird, ^z. B. S. 133^und 134. Rec. bemerkt dieS .ausdrücklich, weil diese Art bildlichen AuSdruekS in der Literarkritik jetzt Fehr Mode geworden (Heine und Börne), und die Wirklichkeit tieferer An-