Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 7/8 (7.1836)
- Date
- 1836-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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häufig wattn? wir sie in früherer Zeit so leicht Und frjsth sich Aufbauten? Wo findet sich nur die geringste Anstakt- Gymnasiasten, Studirende,- junge Lehrer Mer Stufe zu ihrer Ausbildung/zu unterstützen? und wo sich Me derartige Spur vorfindet, ist sie mit solchen Kräften ausgerüstet, daß sie etwas Wesentliches zu wirken vermag? Der W i ll e liegt allgemein danieder, die Kraft und däS Vermögen ist gewiß noch nicht gewichen. Diese Borwürfe, die aus der nackten^Thätsache hervorgehen, treffen Niemand im Befondern, sondern die Allgemeinheitdie stau lind fade geworden. Um so mehr sind fie gerecht, je mehr Aufregung, je mehr Ermunterung und Erweckung im Judenthume j-tzt statrsindet, man kann sagen, mit je mehy Glanz und Sieg es sich Ln neuerer Zeit ünck gethan. Denn Glanz und Sieg kann man es wohl mit Recht nennen, wenn eine verachtete, für ein Lonvolut von Unsinn gehaltene Religion sich allgemeine Anerkennung und Verehrung errungen, so. daß die Welt zum Bewußtsein gekommen, daß das Juhenlhum eine wahrhafte Religion, ist^ und selbst so Mancher außer seinen Bekennern, daß es eint wahre ist. Die Bearbeitung unserer Religion ist, wenn sie auch noch lange nicht den Gipfel erreicht hat, wacker fortgeschritten. Sie hat den Vortheil, daß ihre neuere Entwickelstng in eine Zeit fällt, wo das Christeythum alle seine Phase» längst durchgemacht, daß nur eine Wiederholung, keine Neuerung in ihm hervorkommen kann, so dnß daS Judenthum aller unnützen Seitenwege erübrigt ist, die Erfahrung vor, sich. Daß daher das Judenthuttr viel an der Norm bel seiner neuern Bearbektung entlehnt hat, kann man ihm nicht zum Vorwurf machen- und diesevdeShalb alt ihm angehörig nicht ableugnen, wie man wohl öftet gethan. ES ist bekannt, daß die philosophische Behandlung eines jeden wiffenschaftlichen Gegenstandes eine exoterische rMd esoterische jsein kann, d. i. eine solche, die mehrEer minder sich dem allgemeinen Standpunkte deS Erkennen-