Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 7/8 (7.1836)
- Date
- 1836-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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Die Synagogen-stehen, im Allgemeinen , und nach ftü. hßrem VerhältniA genommen, leer; sie stehen kter, nenne man.sie Synagoge oder Tempel; und eben so wenig vermag sie der laute Ruf des Predigers als die unm^M^sihen Töne deS Vorsängers zu füllen —- darum, iveil?au8) im Juderrthume das Interesse deS Materiellen Attest verschlungen hat, und der neuere Jude sich schwer am Sabbathe vomGewerbtische hinwegstiehlt, mag eS nun eine Vorlesung aus der K^orä oder einen Vortrag deS Predigers gelten, lsnd dennoch ist es die Predigt Mein, die , außer unfern älterreligiös gesinnten Männern , noch einiges Interesse einzuflößen vermag. > Freilich gibt eS deren genug, die darin so viel Bedauernswertes nicht finden werden, und die sich, unabhängig von der^ Kirche gestellt, sicher genug zu sein glauben. Ich nehme aber die Lhatsache, wie ich sie finde. Ausgezeichnet zu aller Zeit war daS jüdische Volk seit seiner AerstteuE durch daS Freisem von asten grdbern Lastern. Trunk^uM, Spielsucht, Ehebruch und sonstige AuSschwei» ^, ^ng wurde stets selten unter unS gefunden, und wie auch der Geist beschaffen gewesen, unter jüdischen Jünglingen und Jungfrauen herrschte eine besondere Keuschheit, die zu ver« ^ötzen zu lebenslänglichem Vorwurf/ zu Verachtung und Vermeidung gereichte. DieS hat sichln neuerer Zeit, mit der Entfernung alles religiösen Hanges, sehr und schnell ^geändert, und. dir Jugend leidet an siller der Sittenlostgkeit, die in der jetzigen Welt nur zu verbreitet ist. Die lebendig^ Wechselwirkung, die überall auf geistigem ^Gebiete ^sich ku^Libb/ erweist sich denn hier auch, und die auS der Sittenlosigkeit entsprÄgende Entnervung trägt, wesentlich dazu bet, den Geist der Jugend der religiösen und moralischen Flamme unfähig zu machen —^ Aj^e gibtkeinFeuer! Von großartigen Erscheinungen auf deyr Gebiete der höhern W o h-tt-AtlMst7erkäNt^man daher Nichts. Wo Anden Legate (Vermächtnisse), HchMuygen oder Stiftungen »um allgemeinen Besten statt, wie A jn früherer Zeit so dk ß