Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 3 (3.1836)
- Date
- 1836-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 14)
- Language
- German
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verstehe", sondern die kecke Läugnung aller Religion, die Entfernung von aller religiösen Gemeinschaft, die Hingebung an bloß sinnliche Bestrebungen. ^Zrveitens derMberglaube unserer Alten; daß viele immer noch Gott als ein Wesen betrachten, dessen Gunst He sicher durch den mühevollsten Ceremoniendienst.erwerben können, dem sie nur durch äußern Dienst, in Furcht und Zagen geübte gefallen können» Wie könnten sich^ diese Beiden treffen, um zur bessern Gestattung unserer religiösen Verhältnisse sichzu vereinigen? Daher ist entstanden daS dr 1 t te und größte Hinderniß, Verwisderung g^d Verfall der Synagoge. „Wie wenig Andacht und Erbauung, und wie viel Langeweile, wie wenig Heiliges, wie viel Fremdartiges, kein rührender Gesang, unharmonisches Durcheinandergeschrei, Gebete unverständlich, selten belehrende Vorträge " So im GottrShause, so im Leben. Da Hilst nicht einmal Religion-, unterricht, da die zerrissenen Ansichten in den Kamillen Alles wieder verwischen. -- - Das einzige Hülftmittel, diese Hindernisse aus dem Wege zu räumen, ist, daß die Unwissenheit in Sachen der Religion aufhöre, daß Jung und Alt zu der heiligen Schrift zurückkehre und diese wahrhaft studiere, die Jugend nicht leichtsinnig, die Alten nicht dem Buchstaben nach. Der alte Unterricht war dermaßen, daß die Jugend Alles mit Allem von xsich abwerstn mußte, da daS Sondern und Scheiden nicht Jedermanns Sache ist. Durch wahrhafte- Auffassen der heiligen Schrift und ihrer eigentlichen Lehren werden sich beide Parteien vereinen , urB eS Männern von Geist und" Herz zu überlaffe^r, der Synagoge wahre Andacht zu geben. So wenig zu leugnen ist, wie vieL Wahrein diesem, so wie in der weitern Auöfk^ng enthätten sei, so wird man sich doch wohl eingestehen, dgß hier die Verhältnisse auf die Spltz.e/gestellt und in HM Extremen aufgefaßt sinh. Die Gemeinden Israels sind/ nicht überall desselben Geistes. Biese sind, Gottlob! wo der cylfrichtige gute Wille auf eine ruhige, fortschreitende Weise ohne jene schroffeck