Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 3 (3.1836)
- Date
- 1836-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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bleiben! Wehe denen, die Israel verließen um diesem äußeren Freiheit willen; die wie Feiglinge und Schwächlinge ihrer Religion entliefen, weil sie Verachtung und Beschränkung hier, Ehre und Lohn dort erwarteten. Sie werden einst beschämt vot Israel stehen und sagen: warum gehören wir ihm nicht mehr an! Wir aber, Brüder und Schwestern, die wir den Gott droben und. seinen Glauben^ und seine Liebe höher halten als irdische- Gut und Ehre, wir rufen mit vollester Ueberzeugung in der Brust aul-S: Weil' ich auch lwder Finst^rniß, Gott ist mein Acht! «I. Israel war ein K n e ch t unter den Völkern; dennoch, sage ich, war es frei. DeE meine Brüder, noch eine zweite Freiheit gibt eS, die inner e, die F-reiheit deö Geistes, die selbst in Sklavenketten unbenommen bleibt, die lein Sterblicher . zu beschränken, zu bezwingen vermag. Waren Jeremias, Ezechiel, Daniel nicht frei in ihrem Innern,, selbst in der Gefangenschaft der Babylonier? War Moses nichts frei, als er auch bei seinen Brüdern im Sklavenhause weilte? Also diese innere^ diese religiöse? Freiheit, die vermag Niemand von außenwohl aber der Mensch in sich selbst zu^ beschränke^. Da sindet sich oft, daß der Herr Sklave und der Sklave Herr ist. Abarbanel, der Diener des spanischen Königs, war freiaber der spanische König war Sklave, denn er ließ sich von Priestern gängeln, ganze Nationen zu vertreiben und zu morden. Ahasverus war Skiave Ham ans, Mordechai aber war frei qm Thore des Palastes. Welches ist aber diese innere Freiheit? Da gibt eS Menschen, meine Brüder, welche meinen, sie wären ^frei, wenn sie Religion und Glauben, Gesetz und Gebot von sich Werfen, wenn sie den Gott droben, die Blinden! leug- Hen^seine Wettregierung i^cht anerkennen, wenn sie Tugend und Frömmigkeit von sich stoßen. DaS ncnnxn sie Freiheit! , Die Wahnwitzigen denken nicht daran, daß sie selbst Ln die engsten und schmuzigsten Bande gefallen sind, in die Bande /> V , e.