Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 3 (3.1836)
- Date
- 1836-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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74 des Jrrthüms§ inZle^Sa^de deö.UnglaubenS, deS Verderbens, des llntergangS^ Das ist nicht die wah^e Freiheit Ä - des Griftes. Sondern, diese ist: die feste Zuversicht zum elchgen Gotte, droben, hie feste Zuversicht-' daß unsere Seele nicht stirbt im Tode, die feste Zuversicht, daß die Tugend - belohnt, daS Laster bessraft wird; die wahre Freiheit ist eS, wenn wir uns nicht zu Sklaven der Leidenschaften, zu Krzechten der Begierden und Lüste, zu Dienern deS irdischen Gutes machen; die chahre Freiheit ist eS, wenn wir der sanften Leitung der Religion folgen zur Enthaltsamkeit^zur . Reknigkeit, zur Ehrfurcht, Liebe und Gehorsam ge!gett Gotik. 6 DaS sst die wahre Freiheit, Israeliten, und diese will und ist unsre Religion! Und wie steht eS nun um diese religiöse Freiheit in Israel, meine Brüder? Auch da erinnere ich euch an die Worte deS Rabbi Chaja: Die Erlösung Israels wird^ Anfangs gering sein, und dann Knmer größer und größer werden. Unser Tempel fiel Ln Trümmdr, wahrlich nic^t pm die Lugenden unserer Vorväter! unser Volk ward ze,streut, wahrlich nicht um die echte Religiosität unserkr Ahnen! unser Gottesdienst,^der ein einiger DGk und sein sollte, ist zersplittert , dort ilne portugiesische,, hier eine deutsche, dort eine polnische und da gar eine kargitische Synagoge. Die Einen glauben, daß mit bloßem Gebete, ohne Andacht Und Herzen Steigung, ohne ^lustichtigkeit und gute Handlungen, Alles gethan sei; die Andern glauben, daß eS keines Gebete-, keines Gottesdienste-, keiner An» dachtSübuyg bedarf; die Dritten endlich kümmern sich une Nichts als um daneben der Erde, um ihri Vergnügungen, um ihre Genüsse und ihre Güter, und lassen Religion und Gott writ_ hinter sich, als wäre»! eS Dinge, die sie nicht beträstn. Also steht eS in Israel, undWZenige begteisen,. - waö da-Rechte fei! Auch daS ist eine Defangenschaft, eine Knechtschaft. So rylsset ihr Einen, daß schon I e sa iaS gesagt: Dieses Volk nahet sich wir mit dem Munde, nur mit den Lippen ehren sie mich; ihr Herz aber ist ferne von mir! So^visset ihr Andern, die ihr fern /