Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 2 (2.1836)
- Date
- 1836-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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48 In der hierauffolgenden Einleitung (S. 7—21) wird zu ergründen gesucht, worin das EigevLhümtiche der hebräischen PoÄke bestehe. DtS engl. Bischof Lowth Meinung, daß daS Wesen derselben auf die drei Stücke sevisutiosuw, Lgnraiam et sabLme zurückzuführen sei, wird seht richtig widerlegt,öindM diese Epitheta der orientalischen Poesie überhaupt zukommen, mithin nicht al-charakteristische Ele- XMMe der hebräischen, wodurch sie sich von anderen Poesien unterscheidet, anzurechnrn seien. Verfasser will hingegen die religiöse Richtüng als Grundzug -er hebräischen Poesie betrachtet wissen. Unser- Erachtenscheint jedoch diese Bestimmung insofern nicht erschöpfend, als sie entweder die Poesie der alten Hebräer überhaupt, oder nur diejenigen Schriften, in deren Besitz wir uns befinden, charakterisiren. soll. In ersterer Beziehung ist sie wohl zu beschränkend, da wir ja nicht wissen können, ob nicht auch andere Gattungen der Poesie von den alten Israeliten cultivirt wurden^ Äie diez. B. da- Hohe Lied beweist, so» wie sich Andeutungen von dem Vorhandensein einer alten Epopöe oder wenigstenkriegerischer Rhapsodien /n isv vorfinden. In der anderen Beziehung ist eS natürlich, daß die jetzt vorhandenen poetischen Bücher der Hebräer vorzugsweise eine religiöse Richtung haben, da sie ja eigentlich al- Archiv der Nationalreligion gelten sollten, mithin größtenthetlS nur solche Schriften gesammelt wurden, die diesem Zwecke entsprachen. Auf welche Weift Salomo - Liedersammlung sich hierein verirrt hat, ist in der That schon Gegenstand mannichfacher Forschungen und Hypothesen, deren Aufzählung und Sichtung uns hier zu weit führen würde, gewesen. Hin Element, (da- Religiöse) das mit dem Begriffe unseres hebräischen Schriften schon inr Bdrgus nothwendig verbunden sein muß, läßt sich daher nicht als . besondere poetische Eigenthümlichkeit derselben heryorheben. Würden wir nach letzterer gefragt, so möchten wir grrade im Gegensätze zü deh Verfassers Meinung (S. 15) „daß bei dem althebtäischen Volke dg- Nationale sich so stark und scharf