Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 2 (2.1836)
- Date
- 1836-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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V 47 . o - » * Merkchen (An die Freunde SpaldingS, Jerusalems re. S. 175) wo es heißt: „Dieses alle» (die Analysitung and Darstellung der in den prophetischen Büchern enthaltenen Schönheiten) ist Frucht der neuern Zeit, Gewinn, den wir den tiefen Forschungen der gelehrten Männer, vorzüglich unter den Deutschen, verdanken, ist Folge der Anwendung der Philosophie des Schönen, wovon unseze gelehrten Commerz tator^n keine Ahnung hatten." ^ÄVenn ÄSM^eitdem Viele durch die Nachahmungen altbimischM Tons in den Schriften eines Göthe, Byron re. jenen Urdenkmälern näher geführt wurden, und die Lust erregt ward, den Harfenklängen an den Gewäffern Babels' zu lauschen, so mstffen wir jedes Bestreben, daS innere Vtrständniß jener alten GesÄrge zu erleichtern, freundlich anerkennen. Die von Herder -war schon siegreich bekämpften, doch aber zuweilen noch auftauchenden Vorurtheile gegen die hebräische Poesiewerden durch solche kritische Darstellungen am sichersten entfernt. Auch Herrn vr. Guttensteins Merkchen hat dieselbe Tendenz, und obgleich nur fragmentarisch und mitunter seinem Principe scheinbar nicht ganz getreu, wie auS der AnalysirunH des Inhalts erhellen wird, ist eS jedenfalls eine willkommene Erscheinung. — Das Interesse, welches alle Völker an die hebräischen Schriften bindet, erklärt der Berf. (in dem Vorworte S. ü) sehr treffend mit folgenden Worten: „Sie sind das Gemeingut aller Völker geworden, weil sie die Schicksale eine- Volks zum Symbol für alle übrigen aufstellen, seine Geschichte an die Entstehung des Weltalls knüpfen und durch eine Stufenreihe geistiger und irdischer Entwickelungen bis in die entferntesten Regionen der Ewigkeit hinaussühren. — AlleS Große, Edle und Wahre, was die Geschichte aufweisen und unsere Vernunft entdecken kann, findet in dem Geiste, der uns aus diesen ehrwürdigen literarischen Denkmalen anwehet, seine Bewährung; audiesen Quellen schöpfte das ganze Mittelalter, und. die größten neueren und neuesten Dichter wurden an diesen Büchern herangebildet."