Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 1.1836
- Date
- 1836-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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5 Sauerteig, der-fern bleiben sollte von der reinen Speist der Religion. In dieser Verwirrung fragt jeder Rechtdenkende, Vor- "urtheilSlose und Aufrichtige, wohinaus wird dieses führen? 6e schaut sich nach dem AuSgange um, der sicher leite zur Ordnung und Befriedigung. -7- Ein neuerer Schriftsteller, der die Menschen kannte und liebte^ sprichtüber ähnliche Verhältnisse also.: ,/DaS Menschenherz verPubt, aber nicht sein Zstl. Jeder verbessere und revolutionier^nur vor allen Dingen statt der Zeit sein Ich; dann gibt sich Alles, we!l die Zelt aus JchS besteht. Er arbeite und grabe still mit der Lampe an der Stirn in seinem dunkeln Bezirke und Schachte fort, unbekümmert um das Auf- und Abrauschen der Wasserwerke; und falls die Flammen, worein die Grubenlichter die Bergschwaden setzen, ihn ergriffen: so wäre doch für die künftigen Knappen die Luft gesäubert^" - Meine Brüder! PaS meine auch ich. In der KrisiS, Ln welcher daS Judenth^m sich jetzt befindet, kann am meisten der beste Willen jedes Einzelnen helfen und retten. ES ist einmal Zeit, daß vom Gebiete der Religion Zwang und Gewalt verschwinde; daß dieselbe, mag sie in E den verschiedenen Herzen leben, wie sie will, für heilig und unantastbar gehalten werde. Dadurch allein wird der Verbesserung, der Veredlung ein sicherer, unbestrittener Weg eröffnet. Zu beachten ist, daß es namentlich die Aufgabe deS Geistlichen ist, nicht allein für dke/Nachwelt zu arbeiten, sondern auch für die Mitwe/t, ja, für diese am meisten. Die Nachwelt wird eben so sehr ihre Bedürfnisse beachten, und deren Befriedigung von selbst verlangen. WaS sich im Gewände des Friedens und der Liebe nah«, - dem widersteht des Menschen Herz niemals; waS, in Ueber^ fülle vermeinter K^aft, mit Sturm und Hartnäckigkeit austritt, dem widerspricht selbst der Gemäßigte. Die Menfchheit und ihre Formen mit einemmale zum Ideale erheben zu wollen, ist aller Erfahrung zuwider. Diese Gedanken hege ein Jeder, vor Allem aber, eS