Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Journal
- Israelitisches Predigt- und Schul-Magazin
- Volume
- 3 (1836)
- Issue
- 1.1836
- Date
- 1836-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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zu schaffen und zu erleichtern, hat sie vielfältige Formen erhalten, und gerade üser diese führte^ die Menschen den erbittertsten Kampf, und,noch immer ist die MenfchheiBnichL sicher, das; die Fackel der Zwietracht hierüber im Großen und im Kleinen von Neuem gezündet wird. — — Die Gemeinden Israels bieten, wenn wir sie über-' schauen, einen mannichfaltigen Anblick dar — besonders in Deutschland. Wir haben hier Landerstriche, in denen dse alten Formen der Religion noch unangetastet bestehen, wo daS Gebäude früherer Jahrhunderte weder am Fundament, noch am AuSbau verändert worden. Wir haben aber auch' Landersttt'che, wo in allen Gemeinden, größeren öder geringeren ÜiÄfangS, der Geist Ider Reform geweckt und. lebendig ist, aber in den mannichfalkigsten Schattirungen. Daß alkd Gebäude wird als durch den Wechsel der Zeit schadhaft geworden angesehen, man bemerkt Nisse und Schäden, man glaubt den Sturm durch die Hallen und Säle pfeifen ^zu hören, man fürchtet, eö drohe, wird eö nicht gestützt und 'reparirt, von immer Mehreren verlassen zu w/rden, da. ein Jeder sein Haupt nur unter sichere- Obdach bergen will. Aber welcher soll der neue Bauplan sein? Wo anfangen, 'wo. enden? Wo ist der Leck? Waö ist die Hauptsache? Der Alte, der von Jugend her bier geweilt und gelebt, er sagt: Lieber unter den TrümüH^ begraben, ehe daS HauS meiner Vater verlassen? Auch ein erhabenes Gefühl — aber nur genügend für sich, schädlich für daS Ganze. Andere wollen erhalten, waö sich erhalten laßt, wollen da- Gebäude nur reinigen und erweitern,- die Aussicht klar iD^en, und die Wände mit neuen Teppichen und Farben bMncn. Andere endlich sagen: Schasset daS Alte ganz hinweg, erwäget die Schmerzen der Erinnerung nicht, bleibt nur daS Fundament, so laßt unL einen neuen, luftigen Tempel darauf erbauen, zu unsrer Lust und Bequemlichkeit! — Brr alle dem, bei allen diesen Verschiedenheiten, liebe Brüder, muß wenigstens der Gedanke festgehalten werden, im welchem Alle übereinstimmen, daß unser Fundament recht und unverynder- > X